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SKlasen

Probleme mit UM2 und Olsson Block

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Hallo zusammen,

ich nutze den UM2 seit rund 1 1/2 Jahren und drucke hauptsächlich mit ABS.

Bis auf eine Frontdoor und Abdeckung über dem Drucker, damit die Wärme im Gerät bleibt und ich kein Warping habe, war der Drucker bisher komplett original und wurde regelmäßig genutzt. Lüfter sind immer aus wegen ABS.

Weil ich zuletzt immer größere Teile gedruckt habe und diese recht zeitintensiv waren, habe ich mir den Olsson-Block zugelegt. Umbau ging super einfach, das Heizelement und der Temperaturfühler waren leicht zu entfernen und passten auch super in den Olsson-Block.

Ich habe zu Beginn mit der 0.4er Düse Teile gedruckt, die bisher mit der Originaldüse regelmäßig gedruckt wurden.

Dann musste ich bei einem Teil während des Drucks das Material wechseln und seitdem habe ich nur noch Probleme.

Ich benutze RepRap Filament von Conrad Elektronik, die großen 2kg-Rollen. Neues Material geladen, gewartet bis es ordentlich aus der Düse kam und dann weitergedruckt. Dann ging es los: Plötzlich Underextrusion, zu spät gesehen und dann war der Druck im Eimer. Zu dem Zeitpunkt habe ich mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht, weil ich dachte, ich hätte das Material einfach zu kurz durchlaufen lassen, bis ich weitergedruckt habe und dachte halt, es war mein Fehler.

Den nächsten Druck habe ich dann mit der 0.6er Düse gestartet. In Cura die Größe geändert, Wandstärken angepasst dann ging es los. Die ersten Schichten kamen sauber raus. Dann über Nacht habe ich ihn laufen lassen und am nächsten Morgen dann der Schock: Überall Löcher im Druck, die Schichten halten nicht zusammen usw..

Ich hab dann den Feeder gesäubert, den Schlauch ausgeblasen, Material neu geladen usw., bekomme aber keine sauberen Drucke hin. Mehr Materialflow hat natürlich auch nichts gebracht. Also zurück zur 0.4er Düse gewechselt um zu sehen, ob es an den Settings liegt oder am Drucker. Und dort genau das gleiche Problem.

Ich habe jetzt per Hand gemerkt, dass das Material mal leichter und mal schwerer durch die Düse zu pressen geht und wenn ich es per Drehrad über den Feeder durchschiebe mit langsamer und konstant gleicher Geschwindigkeit, kommt mal mehr und mal weniger Material raus. Auch das Rad am Feeder springt manchmal zurück.

Ich habe daher den Verdacht, dass die Düse nicht mehr richtig aufgeheizt wird. Wenn ich 260°C einstelle, heizt er normal auf und dann kommt das Material. Aber zwischendurch scheint es trotzdem zu kalt zu sein, obwohl laut Anzeige permanent 260°C anliegen. Mit 50mm/s und 0.1mm Schichtdicke drucke ich auch nicht zu schnell, also normal müsste der UM die Düse auf Temperatur halten können. Das 35W-Heizelement braucht man doch sicher nur bei der 0.8er Düse und dicken Schichten, oder?

Jetzt habe ich auf PLA gewechselt und drucke das Handrad vom LowFrictionSpulenhalter. Die ersten beiden Schichten sind noch ok.

Gruß, Stephan

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Ich nehme mal an, Du hast den Filamentwechsel mit der entsprechenden Funktion am Drucker durchgeführt? Nach meiner (PLA-)Erfahrung, führt das zu feinen Strähnen im Bowden-Schlauch, welche von Auge fast nicht zu sehen sind aber trotzdem so dick, dass sie sich zusammen mit dem Filament zu einer veritablen Blockade entwickeln können.

Ich empfehle Dir, den Bowden-Schlauch zu entfernen und zu reinigen, das geht z.B. sehr gut mit einem Stück Pfeifenreinigerdraht, der mit Filament durchgestossen wird.

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Vielen Dank für Deine Antwort schonmal!

Das Handrad konnte ich heute morgen in sehr guter Quali (PLA) aus dem Drucker nehmen und drucke jetzt das nächste Teil. Was man sehen kann, dass schon bei den ersten Schichten manchmal etwas zu wenig Material zu kommen scheint. Man hört auch, dass manchmal der Feeder zurückspringt, daher vermute ich, dass die Heizleistung für den Olsson-Block nicht ausreicht. Die Temperatur wird ja nur oben im Block direkt neben dem Heizelement gemessen und ich vermute, dass sie unten in der Spitze weitaus niedriger ist. Ich habe das Teil aus PLA jetzt auch mit 230°C gedruckt, was ich mit der Seriendüse niemals gemacht hätte.

Für meine ABS-Drucke wird das aber niemals reichen, da bei 260°C Schluss ist.

Hat sonst noch jemand Erfahrung mit dem Olsson-Block gemacht?

Den Bowdenschlauch hatte ich mit Pressluft ausgeblasen und den Feeder ebenfalls gereinigt.

Edited by Guest

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Falls der Temperatursensor und / oder die Heizpatrone sehr locker im Olsson Block drin sitzt, kann es natürlich zu schlechter Wärmeübertragung kommen wie von Dir vermutet. Ich habe bei mir deshalb beide Elemente mit Kupferpaste (bis 1100°C) versehen. Auf jeden Fall solltest Du darauf achten, dass der Olsson Block keinen thermischen Kontakt mit dem Lüfterblech hat, sonst leitest Du tatsächlich Wärme ab. Einige Leute haben das Lüfterblech etwas verbogen um den Kontakt zu verhindern; die meisten drucken aber eines der neuen Modelle verschiedener Forums-Mitglieder für das Lüftungsblech aus. Du findest diese Modelle auf Youmagine.

Ein 35W-Heizelement wäre bei ABS sicher nicht völlig falsch, auch mit kleineren Düsenöffnungen. Aber ich denke doch, dass Deine Vermutung richtig ist, und Du die Hitze nicht bis in die Düse bringst.

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Das würde sich dann auch mit der Tatsache decken, dass bei PLA die untersten Schichten teilweise löchrig sind und danach schön sauber gedruckt wird.

Ich werde das Heizelement + Sensor dann heute Nachmittag nach dem Druck ebenfalls mit Kupferpaste einsetzen und das Blech kontrollieren.

Einen anderen Fanduct werde ich auch mal drucken. Hatte bisher nur Angst, dass die bei 260°C weich werden.

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Kupferpaste habe ich jetzt drin, den Block bis Anschlag in den Metallkuppler gedreht und die Lüfterbleche kontrolliert, dass Sie den Block nicht berühren. Hat leider alles nichts gebracht.

Gerade zu Beginn des Druckes habe ich immer noch Underextrusion. Habe mir den LowFriction Spoolholder gedruckt. Wenn einmal richtig Temperatur im Drucker ist, gehts mit PLA. Mit ABS leider keine Chance. Warte jetzt auf das 35W Heizelement.

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Habe den Olssen Block jetzt mit einer Hitzeschutzmatte eingepackt und so weit es ging aus dem Coupler nach unten gedreht, damit so wenig Wärme wie möglich verloren geht. Erst nachdem ich auch die Düse mit Kupferpaste in den Block gedreht hatte, konnte ich wieder ABS ohne Underextrusion drucken. Leider sind die Teile alle nicht so stabil wie mit dem originalen UM Hotend, was mich ganz klar schlussfolgern lässt, dass das Material trotz eingestellter 260℃ viel kälter aus der Düse beim Olsson Block kommt.

Edited by Guest

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"""Ich benutze RepRap Filament von Conrad Elektronik,"""

also nur mal nebenbei; dieses Filament ist der größte Müll der verkauft wird. Das Zeug wird an einigen Stellen brüchig. Das bedeutet, es scheint sehr große Unregelmäßigkeiten zu geben. Es haftet zwar ganz Ok, aber bei mir war dieses Filament das größte Desaster!

Bring das Zeug zu Conrad zurück. Es ist eine Frechheit so etwas überhaupt zu verkaufen. Diese Erfahrung habe nicht nur ich gemacht!!

Edited by Guest

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Hallo zusammen,

ich habe jetzt schon viel über den Olsson Block gelesen, mittlerweile wird er sogar ganz offiziell von Ultimaker dazu gegeben.

Ist der Olsson Block zu empfehlen und kann man ihn als ausgereift bezeichnen?

Wenn ich die - gefühlt - vielen Probleme lese, schrecke ich noch etwas vor der Investition zurück.

Grüße

Marcus

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Hallo zusammen,

ich habe jetzt schon viel über den Olsson Block gelesen, mittlerweile wird er sogar ganz offiziell von Ultimaker dazu gegeben.

Ist der Olsson Block zu empfehlen und kann man ihn als ausgereift bezeichnen?

Wenn ich die - gefühlt - vielen Probleme lese, schrecke ich noch etwas vor der Investition zurück.

Grüße

Marcus

 

Ja, der Olsson Block ist ausgereift. Natürlich kann es in Einzelfällen zu Herstellungsproblemen kommen wie bei jedem Präzisionsteil. Daher würde ich Dir empfehlen, bei einem der Shops zu bestellen, welche 3dSolex auf deren Webseite angibt. Diese Shops leisten Dir sicher Support falls es zu Problemen kommt. Es gibt in Deutschland inzwischen auch Händler, die nicht direkt von 3dSolex beziehen. Wie es dort um den Support steht kann ich leider nicht sagen.

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"""Ich benutze RepRap Filament von Conrad Elektronik,"""

also nur mal nebenbei; dieses Filament ist der größte Müll der verkauft wird. Das Zeug wird an einigen Stellen brüchig. Das bedeutet, es scheint sehr große Unregelmäßigkeiten zu geben. Es haftet zwar ganz Ok, aber bei mir war dieses Filament das größte Desaster!

Bring das Zeug zu Conrad zurück. Es ist eine Frechheit so etwas überhaupt zu verkaufen. Diese Erfahrung habe nicht nur ich gemacht!!

 

Ich habe davon mit der Seriendüse rund 4kg durchgeschoben und alle Teile waren bisher von sehr guter Qualität und auch sehr stabil. Welches schwarze ABS kannst Du denn empfehlen?

Ich werde die Tage mal einen 5.6kOhm Widerstand parallel zum PT100 hängen, damit bescheisst man den UM um rund 20℃. Wenn ich dann 260℃ einstelle, regelt der UM quasi auf 280℃. Mal sehen, ob es damit besser wird.

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....wenn was gedruckt ist, macht sich die Brüchigkeit auch nicht bemerkbar!. Nur beim Drucken, wenn das Filament bricht. War übrigens weiß.

Und mein Filament steht unter dem Drucker ohne jegliche Umlenkung.

Vom Rest her ist das zeug auch gut gewesen, aber brüchige Stellen zeigen irgendeinen Pfusch in der Produktion auf.

Hatte nochmal was anders gelabeltes von Conrad gekauft...... das gleiche Problem.

Ich suche selber noch das "perfekte" ABS.

Zumal ich es wichtig finde, daß auch der Händler, bzw seine Kommunikation brauchbar ist.

Auf dem Ultimaker habe ich die letzten Monate nur PLA gedruckt. Und mit meinen anderen Drucken das ganze letzte Jahr. Geht schön schnell mit den Temperaturen

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