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dasdingo

gleichzeitig vs. nacheinander drucken & Druckgeschwindigkeit

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Hallo zusammen,

ich bin seit kurzem stolzer Besitzer eines UM2+ und hab schon ein paar Erfahrungen gesammelt (Wobei mir das Forum hier super viel geholfen hat, danke :)

Dennoch habe ich keine tieferen Informationen bezüglich der "nacheinander" bzw. "gleichzeitig" Druckart gefunden.

Wo genau liegen die Vor und Nachteile?

Ein großer Vorteil ist sicherlich, dass man bei einem gleichzeitigen Druck die Druckkammer voll knallen kann.

Aber beeinträchtigt das nicht die Qualität des Objekts, wenn es so lange dauert bis der neue Layer kommt?

Wie macht ihr das i.d.R? Über eure Erfahrungen und Meinungen würde ich mich freuen.

Achso noch eine Frage bezüglich der Geschwindigkeit:

Wenn ich ein Objekt in Cura lade, zeigt er mir eine Zeit von 1 Std an (Beispiel).

Jetzt habe ich durch verschiedene Parameter versucht die Druckzeit bei gleicher Qualität zu optimieren.

Kann aber nie mehr als 5min rausholen.

Ist das so stark abhängig von der Füllung / Dicke der Außenwand?

Stimmt es, dass man immer(!) Qualitätsverluste hat, wenn man "schneller" druckt?

Mit der Einstellung "Fast" in Cura lässt sich die Zeit um die Hälfte (also auf 30min) reduzieren, aber da sieht man deutliche Qualitätsunterschiede.

Oder gibt es Optimierungsmöglichkeiten (an die man sich sicher herantasten muss), bei der mit schneller Geschwindigkeit trotzdem hohe Qualität gedruckt wird?

Nur um nachher 5% Zeit zu sparen, lohnt sich der ganze Aufwand und die Filament Verschwendung ja nicht.

Oder sehe ich da was falsch?

Lohnt es sich bei einfachen Objekten - zB ein Behälter / Box lieber eine 0.8mm Düse zu nehmen?

Danke schonmal

Lg

Lars

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Zu deiner ersten Frage, beides hat vor und nachteile. Aus dem kopf fallen mir für one by one folgende vorteile ein:

 

  • wenn was schief geht, dann nur bei einem teil, der rest ist schon fertig oder noch gar nicht angefangen
  • weniger retractions, da nicht in jedem layer von teil zu teil gewechselt wird

 

Vorteil von alles auf einmal:

 

  • man kann den platz voll ausnutzen, der ist bei einzeln ja schon stark beschnitten
  • besonders bei kleinen teilen haben die einzelnen layer mehr zeit zum abkühlen
  • man kann teile höher als 55mm (?) drucken, die bei einzeln am gestänge anstoßen würden

 

lange Zeiten zwischen den layern stören nicht, es sollte halt lang genug sein, dass der letzte layer fest ist bevor der nächste drauf kommt.

ne große düse beschleunigt den druck auf jeden fall. durch eine 0,8mm düse passt einfach 4 mal so viel plastik pro zeit durch wie durch eine 0,4mm düse.

mit den druckeinstellungen kann man schon einiges an der geschwindigkeit raus holen. ehrlich geaagt hab ich gleich von anfang an in den advanced modus umgeschaltet. ich weiß also gar nicht was man bei presets noch alles ändern kann.

am meisten macht wahrscheinlich die schichthöhe aus. wieviel top und bottom thickness, infill und wandstärke machen, hängt jeweils stark vom bauteil ab. bei der geschwindigkeit kann es bei kleinen teilen leicht sein, dass der drucker in einigen layern die minimal layer time (standard 5sec) unterschreitet. dann bremst er soweit ab, dass er genau 5 sec braucht und der parameter geschwindigkeit hat fast keine auswirkung mehr. wenn du von 30mm/s auf 50mm/s nur 5% zeiteinsparung hast, dann wahrscheinlich deshalb.

ich würde einfach viele einstellungen ausprobieren, dann bekommst du recht schnell ein gefühl dafür. zB kann bei teilen die keine schrägen Oberflächen haben eine layerheight von 0,15 mm viel besser aussehen als bei einem kugeligen teil 0,1mm.

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Hallo Lars,

„nacheinander" vs. "gleichzeitig“

Hier meine Vorteile wo mir eingefallen sind:

Vorteile Nacheinander:

 

  • Der Druck geht schneller (weniger Eilgang Bewegungen)
  • Weniger retract = schöneres Erscheinungsbild

 

Vorteil gleichzeitig:

  • Teil hat mehr zeit zum abkühlen
  • auf Plattform mehr Platz für teile

 

Zwecks Geschwindigkeit:

Bei einen kleinen 1Std. Druck wirst du kein größeren unterschied erreichen (wen’s nur Geschwindigkeit änderst) und wie schon avogra geschrieben hat die „minimale Layer Zeit“ beachten.

Nur schnell habe ich auch nicht immer gute Erfahrung gemacht, wenn dann der Druck schiefgeht hatt man sich nichts gespart. Ok du hast die neue Getriebe Feeder. Habe auch das Feeder Upgrade konnte aber die Grenzen noch nicht ermitteln. (Meine Drücke sind fehlgeschlagen weil nach 14Std. die Feeder versagt hatte, Skipping)

Größere Düsen gibt eine ordentliche Zeit Ersparnis was ich aber gemerkt habe das auch ordentlich mehr Material verbraucht wird. Habe mir eine Box gedruckt mit einer 0.6mm Düse, nach 1 1/2 Rollen war ich fertig. Jetzt steht das Ding in der Ecke weil's mir zu schwer geworden ist, um das Dinge jeden Tag mit rum zutragen. :)

Zur Qualität vs. Geschwindigkeit

Ich würde sagen janein. Sondern es kommt eher aufs Teil drauf an.

Beispiel viele Rechteckige kanten, Drucker muss jedes Mal abbremsen.

Bei vielen tangentiale Übergänge macht die Geschwindigkeit weniger größeren Qualitäts Unterschied.

Aber in groß und ganzen wird die Qualität mit zunehmender Geschwindigkeit schlechter.

Gruß

Gerd

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Hallo zusammen,

danke für die Tipps.

Mein Fehler lag in der "Mindestzeit pro Layer".

Ich konnte jetzt bei dem selben Objekt anstatt 1 Stunde nur 28 Minuten Druckzeit rausholen, ohne dass es wirklich groß an Qualität verliert. Aber alles was darunter liegt, kostet nach bisherigen Tests schon sehr stark an Qualität.

Ok das Teil was ich gedruckt hab, hat kaum Schrägen / keine Bridges ect.

(Es ging um ein Kettenglied für das Kabel zur Heizplatte)

Bin gespannt, wie es sich bei den anderen Filamenten verhält.

Lg

Lars

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