Jump to content
Ultimaker Community of 3D Printing Experts
mikar

Warping bei PLA

Recommended Posts

Hallo, ich bin neu hier im Forum. Seit Weihnachten besitze ich einen Ultimaker 2+. Ich drucke nur mit PLA und die Druckergebnisse waren bis jetzt in Ordnung. Zur Verbesserung der Adhäsion verwende ich Scotch Bluetape und den Prittstift.

Nun habe ich begonnen, die Teile zu drucken, für die ich mir den Drucker eigentlich gekauft habe - Gehäuseteile für meine Elektronikprojekte. Die Teile sind vom Aufbau her immer ähnlich - zwei Gehäuseschalen mit abesetztem Rand, Durchbrüche für Displays, Bedienelemente, Batteriefach und Verschraubungen (siehe Abbildung).

Bild_01.thumb.jpg.c9026063937a7f121417c524b49e5300.jpg

Und hier bin ich auf ein Problem gestoßen, wo ich einfach keine Lösung finde.

Nach meist der Hälfte der Druckzeit beginnen sich die Ecken vom Drucktisch zu lösen. Die beiden abgebildeten Teile habe ich Wochenende gedruckt (Druckzeit ca. 13 Stunden). Nach ca. 7 Stunden haben sich die ersten Ecken angehoben. Am Ende der Druckzeit waren die Ecken unten ca. 2-3 mm verzogen und die Teile damit reif für die Tonne. Der obere Bereich der Teile ist absolut in Ordnung - die Teile passen exakt ineinander und die Trennflächen liegen plan aufeinander.

Ich habe auch schon mit der Option "Rand" gedruckt (20 Bahnen). Hat aber nichts gebracht. Die Ecken haben sich einfach vom "Rand" losgerissen.

Zur Zeit drucke ich mit PLA von Verbatim. Aber auch mit PLA von Hiendl und Innofill habe ich das gleiche Problem.

Wenn ich mir die verzogen Ecken anschaue, müssen die Kräfte enorm sein, um dies zu bewirken. Deshalb glaube ich auch nicht, dass eine weitere Verbesserung der Adhäsion helfen würde. Vielmehr glaube ich, dass große Temperaturunterschiede zu diesen extremen Spannungen im Material führen, vorallem weil der Verzug dort am größten ist, wo das Teil eigentlich am stabilsten und die Materialdichte am größten ist.

Wäre es aus diesem Grund nicht sinnvoll die beiden äußeren Lüfter abzuschalten? Bei kleinen Teilen ist dies sicher nicht sinnvoll, aber meine Teile sind meist 80 bis 150 mm groß. Hier hat das Material eigentlich genügend Zeit abzukühlen, bevor die Düse wieder über die gleiche Stelle fährt. Oder gibt es hier andere negative Effekte?

Vielen Dank

Bild_01.thumb.jpg.c9026063937a7f121417c524b49e5300.jpg

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hi,

also ich würde als Erstes das Druckbett mal neu kalibrieren.

Dann würde ich den Lüfter nur auf halbe Leistung stellen.

Danach würde ich das Klebeband entfernen und den PritStift entsorgen.

Besorg Dir den gelben UHU Stick (der ist nämlich von der Zusammensetzung anders als der PritStift) und den dann auf das Druckbett streichen.

Übrigens: Beim Kalibrieren sollte ein Blatt Papier leicht schabend unter der Nozzle bewegbar sein.

Du kannst Dir den Klebestift auch komplett sparen wenn Du auf PET Folie (die ist grün) druckst.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich drucke ähnliche Gehäuseteile aus PLA ohne irgendein Klebeband oder Stift Geschmiere auch ohne Rand/Brim direkt aufs zuvor mit Isoprop Alkohol entfettete Glas bei 60°C Betttemperatur. Ohne nennenswertes Warping auch bei Teilen wie aktuell grad Gehäuseteile für das 7" RasPi Display. Lüfter fahren bei mir langsam hoch: erst ab 5. Schicht hab ich dann 100% Lüfter, sonst hab ich da auch nix besonderes. Meist 3 Schichten 0,2 oder auch mal 0,3 als Boden, dann 20% Infill mal so als grobe Hausnummer.

Wie schnixx schon sagte: nivelliertes Druckbett und gut eingestellter Abstand Düse zu Druckbett, so dass die erste Schicht leicht gequetscht aufs Druckbett kommt und dann wird das bei PLA schon.

(Muss allerdings dazu sagen, dass ich die 3 PLA Hersteller noch nie probiert habe, aber Innofill z.B. wird ja recht oft gelobt)

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich Drucke wie StephanK auch "ohne alles" direkt auf die Glasplatte und habe keine Verzugsprobleme.

Meine Glasplatten Temperatur am Anfang ist bei 64°C und nach der 3. Schicht runtergeregelt auf 56°C. Die ersten 3 Schichten Drucke ich mit 220°C Düsentemperatur und danach mit 205°C (Alle Temperaturangaben beziehen sich auf die Einstellungen am Drucker nicht auf die real gemessenen Temperaturen).

Ich drucke mit PLA Filament von Innofil und FormFutura wobei ich mit beiden keine Probleme habe.

Lüfter laufen bei mir ab der 3. Schicht mit 100% mit.

Ich hatte am Anfang auch fast immer Haft Probleme und habe einiges probiert und dann wieder verworfen. Bei mir klappt es mit einer sauberen Glasplatte am besten (ich reinige mit Alkohol oder Aceton)

Gruß Florian

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hi,

also ich würde als Erstes das Druckbett mal neu kalibrieren.

Dann würde ich den Lüfter nur auf halbe Leistung stellen.

Danach würde ich das Klebeband entfernen und den PritStift entsorgen.

Besorg Dir den gelben UHU Stick (der ist nämlich von der Zusammensetzung anders als der PritStift) und den dann auf das Druckbett streichen.

Übrigens: Beim Kalibrieren sollte ein Blatt Papier leicht schabend unter der Nozzle bewegbar sein.

Du kannst Dir den Klebestift auch komplett sparen wenn Du auf PET Folie (die ist grün) druckst.

 

Danke für Deine Antwort. Ich kalibriere den Tisch vor jedem Druckvorgang. Das richtige Ausrichten des Drucktisches ist sicher wichtig für ein ordentliches Druckergebnis und speziell für die Haftung der ersten Schicht. Das lernt man in der Regel in den ersten Stunden beim Umgang mit dem Ultimaker. Ich drucke mittlerweile ein gute halbes Jahr mit bisher guten Ergebnissen und kenne die Prozedur.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo @mikar,

bei welchen Temperaturen druckst du (Bett + Heater)?

Welche Lüfter Einstellung hast du, würde es so einstellen das der Lüfter erst um ca. 2mm auf volle Leistung laufen

Ich drucke auf Haarspray und das hält super.

Gruß Gerd

 

Danke für Deine Antwort. Ich arbeite mit Cura 15.04.5 und habe die entsprechende Firmware eingespielt. Die letzten Teile habe ich einer 0,8er Düse gedruckt und folgenden Parametern:

Temp. Düse: 210°

Temp. Bett: 60°

1.Schicht: 0,3

Schichten: 0,1

Vorschub: 40

Vorschub 1.Schicht 20

Wandstärke: 1,6

Dicke oben/unten 1,0

Infill 25%

Lüfter 100% ab 0,5

Über Haarspray als Haftmittel habe ich schon einiges gelesen, allerdings sehr unterschiedliche Meinungen. Ich muss es mal selbst ausprobieren um mir ein eigenes Bild zu machen.

Was mir Kopfzerbrechen bereitet ist, warum das Warping erst so spät (nach 7 Stunden) einsetzt. Da waren die Teile die schon 6 mm hoch und lagen bis dahin vollkommen flach auf der Platte. Wäre der Druck zu diesem Zeitpunkt zu Ende gewesen, wären die Teile vollkommen in Ordnung. Deswegen würde ich eher auf ein Temperaturproblem als auf ein Haftproblem tippen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich drucke ähnliche Gehäuseteile aus PLA ohne irgendein Klebeband oder Stift Geschmiere auch ohne Rand/Brim direkt aufs zuvor mit Isoprop Alkohol entfettete Glas bei 60°C Betttemperatur. Ohne nennenswertes Warping auch bei Teilen wie aktuell grad Gehäuseteile für das 7" RasPi Display. Lüfter fahren bei mir langsam hoch: erst ab 5. Schicht hab ich dann 100% Lüfter, sonst hab ich da auch nix besonderes. Meist 3 Schichten 0,2 oder auch mal 0,3 als Boden, dann 20% Infill mal so als grobe Hausnummer.

Wie schnixx schon sagte: nivelliertes Druckbett und gut eingestellter Abstand Düse zu Druckbett, so dass die erste Schicht leicht gequetscht aufs Druckbett kommt und dann wird das bei PLA schon.

(Muss allerdings dazu sagen, dass ich die 3 PLA Hersteller noch nie probiert habe, aber Innofill z.B. wird ja recht oft gelobt)

 

Danke für Deine Antwort. Ich muss gestehen, ich habe beim direkten Drucken auf Glas "ohne alles" noch keine Erfolge gehabt. Und die Ergebnisse waren schon bei der ersten Schicht umso schlechter, je sauberer ich die Glasplatte geputzt hatte (mit alkoholhaltigem Fensterputzmittel). Vielleicht ist das auch abhängig vom Filament.

Nachdem ich mit den Filamanten von Innofill und Hiendl die Probleme mit dem Warping nicht in Griff bekommen habe, habe ich mal bei Ultimaker nachgeschaut, welche Filamente empfohlen werden. U.a. wird dort Verbatim empfohlen. Ich habe mir gleich für über 100 Taler 3 Farben gekauft - nur um hinterher in diversen Forenbeiträgen zu lesen, dass es auch mit diesem Filament Probleme gibt. Ich hoffe, dass es bei mir nicht daran liegt.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich Drucke wie StephanK auch "ohne alles" direkt auf die Glasplatte und habe keine Verzugsprobleme.

Meine Glasplatten Temperatur am Anfang ist bei 64°C und nach der 3. Schicht runtergeregelt auf 56°C. Die ersten 3 Schichten Drucke ich mit 220°C Düsentemperatur und danach mit 205°C (Alle Temperaturangaben beziehen sich auf die Einstellungen am Drucker nicht auf die real gemessenen Temperaturen).

Ich drucke mit PLA Filament von Innofil und FormFutura wobei ich mit beiden keine Probleme habe.

Lüfter laufen bei mir ab der 3. Schicht mit 100% mit.

Ich hatte am Anfang auch fast immer Haft Probleme und habe einiges probiert und dann wieder verworfen. Bei mir klappt es mit einer sauberen Glasplatte am besten (ich reinige mit Alkohol oder Aceton)

Gruß Florian

 

Danke für Deine Antwort. Die Idee, die Temperatur des Tisches nach den ersten Schichten herunterzuregeln hört sich gut an. Dies würde die Temperaturdifferenz zwischen den unteren Schichten und den oberen, die ständig von den Lüftern gekühlt werden, verringern. Das werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.

Share this post


Link to post
Share on other sites

zu den Einstellungen:

Bei den Temperaturen habe ich die gleichen Einstellungen, habe aber bei deinem Filament Hersteller auch keine Erfahrung. Meine gelesen zu haben das Verbatim Probleme bei der Betthaftung macht bzw. schwieriger ist.

Ich drucke die erste Schicht auf 0,2mm (egal welche Düsen Größe) und Ich verwende die Einstellung „Linienabstand der ersten Schicht“ zwischen 125-200% (200% habe ich nur mal bei einer Dauerdruckplatte im Einsatz sonst immer 125-150%)

 

Über Haarspray als Haftmittel habe ich schon einiges gelesen, allerdings sehr unterschiedliche Meinungen. Ich muss es mal selbst ausprobieren um mir ein eigenes Bild zu machen.

Wurde mir auch hier in Forum empfohlen, das sauber machen wurde mir einfacher versichert. Ich muss aber ganz schön schrupen das alles wieder runter geht. Das Haarspray erneuere ich aber nur alle 4 Wochen bzw. sicherheitshalber vor größere Drücken mit schwierigen Geometrien

 

Was mir Kopfzerbrechen bereitet ist, warum das Warping erst so spät (nach 7 Stunden) einsetzt. Da waren die Teile die schon 6 mm hoch und lagen bis dahin vollkommen flach auf der Platte. Wäre der Druck zu diesem Zeitpunkt zu Ende gewesen, wären die Teile vollkommen in Ordnung. Deswegen würde ich eher auf ein Temperaturproblem als auf ein Haftproblem tippen.

 

Bei so größeren Planenflächen habe ich das auch Beobachtet, den Technischen Hintergrund kann ich dir nicht erklären, geholfen hat aber die Lüftersteuerung anzupassen.

Habe immer verschiedene Varianten:

entweder gleichmäßige Steigerung Volle Geschwindigkeit erst über der Planfläche

oder bei Simplify drucke ich mit 50% und gebe erst 100% wen die Planfläche überstiegen ist.

Oder max Lüftersteuerung auf 75% begrenzen.

Gruß gerd

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Gerd, welchen Haarspray genau benutzt du? Ich hab da neulich einen gehabt, der hielt absolut Null und bin dann seitdem auf 3DLac gewechselt.

@mikar: Hier im Forum gibts auch eine Methode mit Salzwasser, die anscheinend richtig gut sein soll, hab's aber auch noch nicht getestet. Aber ist schon komisch, dass das erst so spät passiert. Wenn du zusätzlich mal noch versuchst, ein paar Grad kälter zu drucken? Ich nutz zwar auch in der Regel 210, aber das mit den Differenz klingt schon irgendwie plausibel.

Mit dem Verbatim PLA hatte ich wenig Glück, war aber damals noch auf der Witbox2, da hatte ich eh nur Probleme mit allem, egal welches Filament. Selber nutze ich das PLA von Extrudr bzw. Extrudr Green-tec wenns mehr aushalten soll, aber im Grunde sollte das ja bei Innofill kein Thema sein.

Fensterputzmittel: es darf halt keine Rückstande hinterlassen, bin mit Fensterputzmittel nicht so sehr bewandert, den Kontakt damit versuch ich so gut es geht zu vermeiden ;-)

70% Isopropyl Alkohol nehme ich fürs Glas und auch für Buildtak (Buildtak sagt mehr wie 70% würde die Folie kaputt machen, drum nur 70 und nicht höher)

Edited by Guest

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hier sind weitere Ideen:

Dass die Teile so sehr warpen ist absolut nicht normal, also muss die Ursache woanders her rühren. Teste erstmal ob die Glasplatte gerade ist (heraus nehmen, auf eine flache Oberfläche und versuchen zum kippeln zu bringen).

Das leveln des Druckbettes vor jedem Druck ist überflüssig. Der UM2 hält die Kalibrierung sehr stabil. Ich bin knapp 1000km (hin und zurück) gefahren um @onkelgeorg zu besuchen, und habe den UM2 nicht neu eingestellt und direkt weiter gedruckt.

Beim leveln des Druckbettes achte darauf dass du mit dem Finger nicht auf das Papier drückst beim hin und her schieben. Das würde das Ergebnis verfälschen und du hättest einen viel zu großen Abstand zwischen Düse und Druckbett.

Eine weitere Möglichkeit ist es dass die Temperatur zwischendurch so weit abfällt, dass sich das gedruckte Teil abkühlt und sich löst. Das könntest du (sehr unwissenschaftlich) zwischendurch testen indem du das Heizbett anfasst (aber nicht wenn du mit ABS druckst :) ). Oder du schließt "Pronterface" (heisst auch "Printrun") über USB an und startest den Druck vom Drucker aus. Dann kannst du die Temperaturkurve beobachten. Oder du nutzt OctoPrint und machst das gleiche.

Wenn du doch irgendwelche Zusätze benutzen möchtest, dann würde ich nur ganz wenig Prittstift verteilen und dann mit einem feuchten Tempo so lange verwischen bis eine durchsichtige, dünne Schicht entsteht.

Ich habe mit 3DLac sehr gute Erfahrungen gemacht. Damit konnte ich mit ausgeschaltetem Druckbett sehr breite Teile drucken ohne dass sich etwas gelöst hat. Ganz wenig davon auf ein Taschentuch sprüchen und dann damit das Heizbett abwischen.

Ich hatte es mal bei Ebay gekauft, jetzt habe ich es auf die Schnelle nur hier gefunden:

http://www.3dmensionals.de/3dlac-spruehkleber-400ml-fuer-bessere-haftung-beim-fdm-3d-druck

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich habe mit 3DLac sehr gute Erfahrungen gemacht. Damit konnte ich mit ausgeschaltetem Druckbett sehr breite Teile drucken ohne dass sich etwas gelöst hat.

 

Das klingt verlockend. Vielen Dank für Deine Tipps!

Trotz der angehobenen Ecken gingen die beiden Teile sehr schwer von der Platte. Ich mußte ganz schön hebeln - genug Haftung war also da. Die Glasplatte ist völlig eben.

Share this post


Link to post
Share on other sites

. Wenn du zusätzlich mal noch versuchst, ein paar Grad kälter zu drucken?

 

Hallo und Danke für Deine Tipps. Da Du auch einen 2+ hast, habe ich eine Frage an Dich: Musst Du auch, wenn Du mit einer Düse >0,4 druckst die Düsen-Temperatur am Drucker beim Druckstart herunterdrehen? Bei mir will der Drucker die 0,6er Düse auf 230° auheizen und die 0,8er gar auf 240° (bei PLA!).

Diese Werte stehen bei mir in den *.ini-Dateien. Als ich das zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich zunächst, vielleicht habe ich beim Cura-Update den falschen Drucker ausgewählt oder die falsche Firmware installiert. Aber nein - alles passt. Die Frage ob die Schnelldruck-Settings in den Expertenmodus übernommen werden sollen, verneine ich immer.

Soviel ich weiß, werden die Temperaturen nicht im G-Code übertragen und trotzdem will der Drucker diese hohen Temperaturen fahren. Sie müssen demzufolge auch in der Firmware hinterlegt sein. Bug oder Feature?!

Ich habe das ganze dann in einer Virtual Machine unter Windows und Linux gestestet. Immer das gleiche Ergebnis:

Wenn ich Cura sage, ich habe einen UM2, dann steht in den Ini's bei PLA bei jeder Düsengröße die Temperatur auf 210°.

Wenn ich Cura sage, ich habe einen UM2+, dann steht in den Ini's bei PLA bei jeder Düsengröße eine andere Temperatur:

Nozzle 0,25 -> 195°

Nozzle 0,40 -> 210°

Nozzle 0,60 -> 230°

Nozzle 0,80 -> 240°

Ich verstehe nicht, warum Cura hier einen Unterschied zwischen den beiden Druckern macht - die höchstmögliche Temperatur wird doch vom Filament bestimmt!

Ich habe die beiden Ini-Ordner gezippt, finde aber keine Möglichkeit die Datei anzuhängen. Sorry!

Ich weiß nicht, ob dies zur Lösung meines Problems beiträgt, aber ist es eigentlich problemlos möglich ein Firmware-Downgrade durchzuführen?

Share this post


Link to post
Share on other sites

Feature, wenn auch eines, mit dem ich wenig anfangen kann. Ich nutze Cura nicht, das liegt mir irgendwie so gar nicht. Kann dir da leider nix zu sagen. Ich bin bei Simplify3D sehr glücklich.

Unterschiedliche Temperatur bei größerer Nozzle dürfte der Überlegung geschuldet sein: mehr Material lässt sich bei höherer Temperatur besser transportieren. Und 0,8er Nozzle isn Haufen Zeugs, dass da durchgeschoben werden muss, allerdings gehe ich selbst da nicht auf 240°C..

Firmware Downgrades gehen,  aber gemacht habe ich noch keines. Ich glaub dazu muss man die ältere Cura Version dazu installieren.

Edited by Guest

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo und Danke für Deine Tipps. Da Du auch einen 2+ hast, habe ich eine Frage an Dich: Musst Du auch, wenn Du mit einer Düse >0,4 druckst die Düsen-Temperatur am Drucker beim Druckstart herunterdrehen? Bei mir will der Drucker die 0,6er Düse auf 230° auheizen und die 0,8er gar auf 240° (bei PLA!).

Diese Werte stehen bei mir in den *.ini-Dateien. Als ich das zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich zunächst, vielleicht habe ich beim Cura-Update den falschen Drucker ausgewählt oder die falsche Firmware installiert. Aber nein - alles passt. Die Frage ob die Schnelldruck-Settings in den Expertenmodus übernommen werden sollen, verneine ich immer.

Soviel ich weiß, werden die Temperaturen nicht im G-Code übertragen und trotzdem will der Drucker diese hohen Temperaturen fahren. Sie müssen demzufolge auch in der Firmware hinterlegt sein.Bug oder Feature?!

 

Hallo Mikar,

Das ist eine neue Feature der Firmware + Cura.

Cura schreibt in gcode die Düsen Größe rein (oben in den ersten Zeilen) die Temperaturen für die unterschiedlichen Düsen Größen sind dann in der Firmware hingelegt. Die lassen sich dan auch für jeder Düsen Größe in Material Menü ändern.

Gruß Gerd

Ps.: die *.ini-Dateien hat nicht mit der tatsächlich drucktemperatur zu tun.

Edited by Guest

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo alle zusammen,

ich haben dasselbe Problem mit größeren Bauteilen. Habe den UM2 E+ mit Abdeckung und Fronttür, also rundum geschlossen. Das druck Bett ist bei uns mit Buildtak behaftet, funktioniert super was die Haftung belangt.

Dennoch lösen sich die ecken bereits nach wenigen schichten "PLA-Verbatim". Verwende die Software Cura 15.04.6 und vermute auch, das die Heizperiode der Platte nicht korrekt zum Format arbeitet oder zu schnell abkühlt.

Meine Frage: Wie kann ich über Cura die Heizplatte steuern? Oder ist das überhaupt möglich die Platte zu steuern, wehrend des Drucks?

G. Daniel

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich hatte noch ne ungeöffnete Rolle Verbatim PLA in weiss hier liegen und.. ufff.. was ist das für ein Zeug?

Die Haftung auf nacktem Glas ist nahezu Null bei 60°C. Ich bin dann auf 75°C hoch gegangen, hab die Nozzle extrem weit runter ans Bett gedruckt und das Warping ist ne absolute Katastrophe..

verbatim_pla.thumb.jpg.9b50964c5d76de9aa45e526f42197f1b.jpg

Sowas habe ich bei PLA noch nie erlebt. Das sind vorne an der Spitze fast 3mm hochgebogen, der Drucker druckte vorher mit meiner Lieblingsmarke den selben Test mit 0 Warping. Ich glaub ich werf das komplette Kilo Verbatim in die Tonne, das ist ja grausig!

verbatim_pla.thumb.jpg.9b50964c5d76de9aa45e526f42197f1b.jpg

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich hatte das gleiche Problem mit PLA-HT von Multec bei Glasplatte + Haarspray. Das ging so weit, dass ich sich der Druck komplett gelöst hat. Meine Lösung war nicht wie ich anfangs vermutet hatte die Betttemperatur zu erhöhen, sondern zu reduzieren. Damit habe ich dann halbwegs brauchbare Drucke bekommen. Richtig gut war die Haftung dann, nachdem ich das Bett bei der ersten Schicht noch näher an die Düse gebracht habe.

Die erste Schicht ist jetzt wirklich nur noch ein ganz dünner Film und die Betttemperatur bei 60°C.

@LEGEND_3D:

Die Betttemp. für den Druckstart stellst Du am UM ein, für die restlichen Schichten kannst Du die Betttemp. über Cura mit dem Plugin "Tweak At Z" einstellen.

Grüße

Chris

Edited by Guest

Share this post


Link to post
Share on other sites

@Chris123: Danke für die Antwort, das klingt ja schon mal interessant. Demnach gebe ich in dem Plug-In lediglich die gewünschte Zahl in das Feld (New Bed Temp), und die platte reguliert das? Habe mit dem Plug-In noch nicht gearbeitet.

Im UM2_Menü „Advanced“ kann ich die Temperatur regeln, geht das auch während des Drucks? Es lässt sich nämlich nirgends ablesen ob die Temp. Konstant bleibt während des Druckvorganges oder nach einer gewissen Zeit/Schichten abfällt.

Share this post


Link to post
Share on other sites

@StephanK: Ich habe das Selbe PLA_Weis+Marke, und auch denselben Effekt wie in deinem Bild. Liegt das wirklich nur an dem Produkt? Das wäre nämlich sehr ärgerlich, habe noch 5 Rollen davon…. Hatte Vorher PLA_REC, und nie Probleme. Nach dem Test der Neuen Marke „Verbatim“, schien es mir als wäre das Zeug noch besser wie REC.. (BIS JETZT) das ist misst…

Daniel

Share this post


Link to post
Share on other sites

Gibt es denn PLA Marken die ihr empfehlen könnt? Also mit PLA_REC_Orange_Rot_Blau_Silber, (Derzeit aufgebraucht) hatte ich bisher sehr gute Erfahrungen machen können bei kleinteilen.  Bei Verbatim eigentlich soweit auch, mir macht es den Anschein das die Farbmischungen den Unterschied machen.  PLA_Verbatim_Grau oder Silbergrau, haben nicht diesen effekt wie „Weis!“ wo selbst kleinteile Warping haben…

Was benutz ihr so in der Regel, bei größeren Elementen?

G.Daniel

Share this post


Link to post
Share on other sites

@LEGEND_3D

Während des Drucks von einer SD-Karte kannst du mal ins Tune Menü schauen, kann sein, dass es da angezeigt wird und geändert werden kann. Ich selber Drucke nur noch über Repetier-Server (eine Alternative zu OctoPrint) auf nem Raspberry Pi, beide zeigen unter anderem den Temperaturverlauf als Diagramm in Echtzeit an.

Man liest sehr oft, dass die Farbe Weiss wohl mehr Probleme macht als andere Farben. Das scheint sich hier mal wieder zu bestätigen.

Mit Empfehlungen ist immer so ne Sache.. Ich mag Colorfabb PLA/PHA - ist aber sehr teuer

Oder Extrudr PLA, aber wenn man da ne ältere Rolle erwischt, bricht gegen Ende der Rolle (letzte 10%) gerne mal das Filament. (Neuere Rollen sollen das Problem nimmer haben). Bei wieder andere Marken habe ich dann Curling an Überhängen, oder ich muss sehr heiss drucken, oder oder.. Irgendwie finde ich immer was, über das ich meckern könnte. Ich habe aber erst 6 Marken ausprobiert, ich bin damit auch noch auf der Suche nach dem perfekten PLA.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Danke für die interessanten antworten, das hilft ungemein in meinem derzeitigen 3D_Akt von Verzweiflungen!

Colorfabb und DiamondAge habe ich persönlich noch nicht probiert, werde das mal umgehend testen. Das Zeug hier „PLA_Verbatim_Weis“ geht gar nicht, bin da wirklich herb von mir enttäuscht das ich gleich 6 Rollen von dem Mist bestellt hab.

@StephanK:

Während dem Druck war ich schon mal im Menü, da ist aber nicht viel zu regulieren ohne das er Druckvorgang abbrechen anbietet. Jetzt gerade habe ich mir auf der Home_Seite die andere Cura Vers. 2.1.2 Runtergeladen, dessen Einstellungsmöglichkeiten Definitiv umfangreicher sind als die in der Vers. 15.04.6… Aber Heizblatte regulieren, mal schauen was die 2.1.2 so alles kann.

Die Repetier Software, sieht etwas komplizierter aus oder? Gibt es diese Software auch auf Deutsch, oder nur in Englisch erhältlich? Kompatibel mit UM2? Bei der Software stoße ich auf Neuland…

G. Daniel

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now

[[Template core/front/global/_customFooter does not exist. This theme may be out of date. Run the support tool in the AdminCP to restore the default theme.]]
×

Important Information

Welcome to the Ultimaker Community of 3D printing experts. Visit the following links to read more about our Terms of Use or our Privacy Policy. Thank you!