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flapwazzle

Feinere Auflösung - keine geriffelte Struktur?

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Moin moin,

ich habe in meiner Hochschule Zugang zu dem Ultimaker 2+. Ich habe eine Fernbedienung für ein ferngesteuertes Auto gedruckt und hatte da eine relativ raue, geriffelte Strukur, man konnte die einzelnen "Würste" die der Drucker gelegt hat noch gut erkennen.

Was kann man für Maßnahmen treffen, damit die Struktur feiner wird? Im Idealfall hätte ich gern eine glatte Oberfläche.

Lieben Gruß

Flapwazzle

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Hallo Flapwazzle,

willkommen im Forum. Meinst Du die senkrechten oder die waagerechten Flächen?

Das Aussehen der senkrechten Flächen, aber auch von Schrägen ist im wesentlichen von der Schichtdicke abhängig. Ein Teil, das mit 0.04 mm gedruckt wurde, sieht natürlich viel feiner aus als wenn man das Teil mit 0.2 mm druckt.

Aber auch die Druckgeschwindigkeit hat einen Einfluss auf das Aussehen der Wände. Bei Teilen, wo es drauf ankommt, drucke ich selten schneller als 30 mm/s. Das bedeutet natürlich, dass ich auch die Drucktemperatur an diese Geschwindigkeit anpassen muss. Gehe ich mit der Geschwindigkeit runter, muss ich auch die Düsentemperatur senken.

Die Schichtstärke und die Druckgeschwindigkeit sind (neben dem Düsendurchmesser) die beiden Parameter die die Druckdauer des Objektes beeinflussen. Wenn Du also eine hohe Qualität willst, dann musst Du auch Zeit mitbringen. Ein Druck, der z.B. mit den Standardeinstellungen 2 Stunden dauert, kann nach einer "Optimierung auf Schönheit" locker 10-14 Stunden dauern. Hier wird man immer Kompromisse eingehen müssen.

Bei den waagerechten Flächen hat man weniger Handlungsspielraum - die untere Fläche, die auf der Glasplatte oder auf dem Buildtak entsteht, sieht sehr gut aus und die obere Fläche bedeutend schlechter. Hier muss man also vorher entscheiden, welche Fläche die Sichtfläche ist. Diese kommt nach unten. Das muss man natürlich schon bei der Konstruktion des Teiles beachten!

In einem gewissen Umfang kann auch der Düsendurchmesser die Qualität der waagerechten Flächen bestimmen. Eine kleinere Düse erzeugt logischerweise ein feineres Muster als eine große.

Außerdem habe ich beobachtet, dass bei den großen Düsen schon eine leichte Abweichung von den optimalen Druckparametern sich krasser auswirken, als bei den kleinen Düsen. Man brauch schon etwas Erfahrung und oft auch ein paar Testteile, wenn man mit der 0.8er Düse eine ordentliche Qualität drucken will. Das liegt einfach daran, das der Materialdurchsatz viel größer ist und somit schieriger zu beherrschen ist.

Übrigens - wenn es um das Aussehen von Teilen geht, ist es immer eine gute Idee, wenn man ein Foto von der Problemstelle macht. Es kann nämlich auch sein, das die Oberflächenqualität mit den o.g. Dingen gar nichts zu tun hat, sondern die schlechten (rauhen) Flächen durch Über- bzw. Unterextrusion entstanden sind. Oder durch eine zu hohe Temperatur. Oder zu hohe Geschwindigkeit. Oder ...

Viele Grüße

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