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Ultimaker Community of 3D Printing Experts
wolfgang232

Filament dünner in einem Teil vom Druckbereich

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Hallo liebe Community!

 

Ich habe mit meinem Ultimaker 2+ folgendes Problem seit ein paar Tagen, welches ich nicht lösen konnte. Im linken hinteren Druckbereich scheint der Durchfluss vom Filament nicht richtig zu funktionieren. Das Filament wird dünner und weniger dicht aufgetragen. Im vorderen rechten Druckbereich ist der Druck normal. Ich habe den Druckkopf gereinigt, das Filament mehrfach entfernt und neu geladen. Ich verwende die Cura Version 3.2.1, als Filament ein weißes PLA und die Standardeinstellung für eine 0,4mm Düse, einzig habe ich die Schichtdicke auf 0,2mm gesetzt. Mit diesen Einstellungen habe ich schon mehrfach ohne Probleme gedruckt. Was kann das Problem sein? Vielen Dank für eure Hilfe!

 

lg Wolfgang

 

20180423_085408650_iOS.jpg

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Edited by wolfgang232

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Hallo wolfgang232,

 

es kann mehrere Ursachen geben:

  • Abstand Tisch <-> Düse ist zu groß -> Bedleveling noch 'mal durchführen.
  • falsche Düse ( in Cura mit Ø 0,4 mm gerechnet, aber Ø 0,6 mm Düse eingebaut (der vordere Bereich sieht auch nicht gut aus).
  • Feeder drückt mit zu wenig Kraft - der Hebel sollte sich in Mittelstellung befinden.
  • Durchmesser des Filaments ist zu groß (normalerweise 2,85 ±0,05 mm), dadurch zu große Reibung im Bowden ->  Unterextrusion
  • Coupler verschlissen?
3 hours ago, wolfgang232 said:

Ich habe den Druckkopf gereinigt, das Filament mehrfach entfernt und neu geladen

 

Hast Du dabei, das durch Grinding beschädigte Filament entfernt, hierdurch kann auch Unterextrusion entstehen.

 

Viele Grüße

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Hallo Mikar!

 

Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe in den letzten Tagen alle deine Ideen durchprobiert.

  • Abstand Platte zu Düse mehrfach kalibriert, auch geringfügig unterschiedliche Abstände ausprobiert
  • die Düse passt vom Durchmesser, habe die Düse mit der Atomic Methode gereinigt, sie ist sauber
  • habe den Feeder zerlegt, gereinigt, wieder zusammengebaut, den Hebel auf verschiedenen Einstellung ausprobiert, Mitte, ganz oben und ganz unten
  • Der Durchmesser vom Filament ist 2,85mm, ich kann das aber nicht nachprüfen, ob das wirklich ganz genau passt
  • Habe den Coupler ausgebaut, der Coupler schaut ganz gut aus, nicht verbrannt oder verformt
  • habe das aktuelle Firmware Update eingespielt und die Datei nochmals mit der aktuellen Cura Version abgespeichert

Der Drucker funktioniert trotzdem nicht richtig und im linken, hinteren Bereich wird der Fluss vom Filament weniger und der Ausdruck dünner. Wo kann der Fehler liegen?

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Hallo wolfgang232,

 

hast Du den Tisch einmal mit einer Messuhr abgefahren? Du wärst nicht der Erste, bei dem der Tisch sich durch das 3-Punkt-Leveling nur schwer ausrichten lässt. Auch bei mir ist eine Ecke des Tisches etwas tiefer als die anderen, allerdings die rechte hintere.

 

Wenn Du zum Kalibrieren die original "Calibration Card" von Ultimaker verwendest, dann beachte, das diese 0,15 mm dick ist. 

 

Ich nehme nur noch Kopierpapier (ca. 0,09 mm dick) und das auch nur für die hintere Position in der Mitte. Die beiden vorderen Punkte überspringe ich beim Kalibrieren und stelle sie später mit der Messuhr ein. Hintergrund ist, dass ich beim Überprüfen mit der Messuhr immer festgestellt habe, dass ich beim Einstellen der vorderen Punkte mit dem Papier eine Abweichung bis zu 0,08 mm hatte. 

 

Jetzt klappt das Einstellen wunderbar und ich kann auch den Fehler auf der rechten Seite, wo die Ecken stets unterschiedlich sind, etwas vermitteln.

 

Zum Überprüfen kann man ein Quadrat von 190 mm × 190 mm drucken (nur die Außenbahn) oder eine Bahn Skirt um ein großes Teil herum. Die Breite dieser einzelnen Bahn und ihr Farbton sollte in allen Ecken gleich sein. Bei mir war es immer so, das wenn ich so eine Bahn mit schwarzem PLA gedruckt habe, dann war der Farbton in drei Ecken grau und in der hinteren rechten Ecke schwarz - diese Ecke ist also immer tiefer als die anderen. Mit der Methode mit der Messuhr konnte ich diesen Fehler minimieren.

 

Viele Grüße

Edited by mikar

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Hallo Mikar!

Ich habe mir heute eine Dosenlibelle zum Kalibrieren der Druckplatte besorgt. Die Druckplatte ist an sich ist schon nicht ganz eben. Wenn ich die Libelle in der Mitte auflege und danach kalibriere, dann sind die Ränder der Druckplatte nicht in der selben Neigung, wie in der Mitte. Ich habe versucht die Druckplatte soweit wie möglich eben auszurichten. Dazu habe ich an alle vier Ecken und in der Mitte die Libelle aufgelegt und ausgerichtet. Wenn ich die Kalibrierung mit dem Druckkopf mache und in der hinteren Position genau ein Kopierpapier durchschieben kann, dann hat der Druckkopf bei den beiden vorderen Positionen ca. 2mm Luft. D.h. wenn die Platte nivelliert ist, dann kann ich den Druckkopf nicht einrichten. Damit der Druckkopf an den vorderen Positionen passt, muss ich die Platte aus der Waage bringen. Ich habe nun viele Positionen ausprobiert und der Fehler liegt tatsächlich an der falschen Kalibrierung der Platte. Die Platte ist zwar nicht in der Waage, aber das Druckbild ist wesentlich besser geworden.

Danke für deine Hilfe, lg Wolfgang

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Hallo, 

37 minutes ago, wolfgang232 said:

Ich habe mir heute eine Dosenlibelle zum Kalibrieren der Druckplatte besorgt.

 

Das ist natürlich nicht dafür geeignet, die Druckplatte muss zur Düse nivelliert werden nicht in Waage sein.

 

Ich mache das so wie Mikar angesprochen hat

 

So kann man die unebenheiten etwas ausgleichen

 

Gruß

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41 minutes ago, zerspaner_gerd said:

die Druckplatte muss zur Düse nivelliert werden

 

Genauso ist es. Und deshalb muss die Messuhr mit dem Druckkopf mitfahren. Eine einfache Halterung ist schnell gedruckt. Ich verwende die Position bei "Raise Buildplate" im Advanced-Menü. Dann steht der Tisch ca. 40 mm unter der Düse. Ich fahre die vorher mit Papier kalibrierte hintere Position an un nulle die Uhr. Dann verschiebe ich den Druckkopf (manuell) in die vorderen Ecken und stelle mit den Schrauben einen möglichst gleichen Wert ein. Dann die hinteren kontrollieren und gegebenenfalls vermitteln.

Man kann sich dazu ein kleines Programme in GCode schreiben, es geht aber auch (gefühlvoll) manuell.

 

Messuhr.thumb.jpg.6acc1f37bcc0c2db1ed57b3952dd80cf.jpg

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57 minutes ago, mikar said:

Dann verschiebe ich den Druckkopf (manuell)

Ich verfahre über gcode den wenn ich von Hand verschiebe habe ich leicht unterschiedliche Werte.

 

Noch ein paar kleine Hinweis:

11 hours ago, wolfgang232 said:

Der Durchmesser vom Filament ist 2,85mm, ich kann das aber nicht nachprüfen, ob das wirklich ganz genau passt

 

Normal muss man das Filament schon genau nachmessen, den die Hersteller geben eine Toleranz von +-0,1mm an. Und wenn man eins mit 2,75mm hat dann merkt man das am Druck Objekt schon.

 

12 hours ago, wolfgang232 said:

habe die Düse mit der Atomic Methode gereinigt, sie ist sauber

 

Achte drauf das der Druckkopf in einer Ecke ist, wenn nicht besteht die Gefahr das du dir die Wellen verbiegst

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Hallo wolfgang232,

 

43 minutes ago, wolfgang232 said:

Was kann ich machen, wenn der Durchmesser vom Filament nicht genau passt?

 

Meinst Du in Sachen Kundenrecht oder in technischer Hinsicht?

 

Die größten Probleme hast Du natürlich, wenn der Durchmesser des Filaments zu groß ist. Dann kannst Du es eigentlich wegwerfen, denn es wird Dir immer wieder Ärger machen. Schon ein paar Retracts können genügen und es hat eine zu hohe Reibung im Bowden und erzeugt eine Unterextrusion. 

 

4 minutes ago, danielfrei said:

In Cura entsprechend einstellen. Standard ist 2,85mm. Den kannst du aber an dein Filament anpassen.

 

Das hilft dann leider auch nicht, denn es ist nicht ein rechnerisches Problem für Cura, sondern eher ein technisches - der Feeder schafft es irgendwann nicht mehr das Filament zu transportieren. 

 

Wenn der Durchmesser zu klein ist (was seltener vorkommt), dann kannst Du versuchen in Cura an den Einstellungen zu drehen (Durchmesser, Fluss-Einstellungen im Material-Menü usw.). Das Problem hier ist, Du musst immer aufpassen, wenn Du für ein anderes Objekt ein anderes Filament verwendest und die Einstellungen wieder wechseln. 

 

Besser ist es, beim Kauf bereits aufpassen und Filament nehmen, wo der Hersteller eine max. Toleranz garantiert. Stimmt dann der Durchmesser nicht, kannst Du das Material reklamieren und musst nicht auf einen kulanten Verkäufer hoffen. Voraussetzung ist natürlich, dass Du selbst in der Lage bist, den Durchmesser genau zu messen (Mess-Schraube, Mess-Schieber). Schau Dir vor dem Kauf die Datenblätter der Hersteller an. Dort findest Du diese Informationen. 

 

Innofil garantiert z.B. eine maximale Abweichung von ±0,1 mm im Durchmesser. Liegt das Material an der oberen Toleranzgrenze, dann könnte es u.U. schon Probleme geben.

inno_tol.thumb.jpg.f34dc4315279cc2ea90a33734c918f3a.jpg

 

 

Avistron garantiert sogar nur eine Abweichung von ±0,05 mm. 

av_tol.thumb.jpg.c93524f59f6106b21d88e7978319f922.jpg

 

Die hohe Genauigkeit des Durchmessers bei Avistron kann ich bestätigen. Das Filament (nicht die gedruckten Teile!) hat eine leicht samtige Oberfläche. Es scheint, als wäre es nach der Extrusion noch einmal durch eine Kalibrierungsdüse gezogen wurden, daher wahrscheinlich die hohe Maßhaltigkeit.

 

Viele Grüße

 

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I can read and speak a little bit of German (Deutsch), but can not write it well enough, so I will do it in English.

 

If the underextrusion is mainly at the left-back corner, where the feeder is, another cause could be that the filament is bent too much to pass through the bowden tube and nozzle smoothly. Filament that is bent too much causes huge friction in the bowden tube and in the nozzle. Also, if the spool is almost empty, it is difficult to unwind filament: it wants to roll up again, like a strong spring. Both effects can cause underextrusion, and sure in combination.

 

On my two UM2 printers (older non-plus versions), before starting a print, I usually unwind 20cm of filament, and then wind it up in the *opposite direction* around a skater wheel of 7cm diameter. This straightens the filament. Then I straighten the next 20cm, the next 20cm,... and so on, until I have done a few meters. This goes fast: it takes only half a minute. Then I wind it all up on the spool again, but now it is sitting very loose. Now it has a bending radius of ca. 30...40cm. This no longer causes problems due to friction.

 

This might be another cause for underextrusion, in addition to the already mentioned ones.

 

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16 hours ago, mikar said:

Die größten Probleme hast Du natürlich, wenn der Durchmesser des Filaments zu groß ist. Dann kannst Du es eigentlich wegwerfen, denn es wird Dir immer wieder Ärger machen. Schon ein paar Retracts können genügen und es hat eine zu hohe Reibung im Bowden und erzeugt eine Unterextrusion. 

 

Also bis Ø3 (2,95-2,97)mm hatte ich keine Probleme beim Drucken bemerkt. Bei mir war das aber nur ein einmaliger eBay kauf, bis jetzt.

Was mich mehr stört sind die schwankenden Ø.

 

Gruß

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Hallo,

 

das hängt sicher auch von der Geometrie des Druckobjekts ab. Bei einem Teil, wo das Filament einfach nur mit wenigen ohne keinen Retracts durch den Bowden geschoben wird, geht es sicher noch.

 

Das Filament, von dem ich rede, lag auch in dem Bereich, den Du erwähnst. Da ich das Filament nicht automatisch sondern manuell wechsle, habe ich schon beim Durchschieben durch den Bowden gemerkt, das es schwieriger geht als sonst.

 

Bei meinen Teilen ist es so, dass durch die vielen Durchbrüche und Erhebungen, und den damit verbundenen Retracts, das Filament durch den Feeder stark belastet wird - auch wenn er richtig eingestellt ist (der Hebel steht bei mir immer in Mittelstellung). Die Retracts möchte ich aber auch nicht ausschalten, da ich sonst durch das Stringing sehr viel Nacharbeit habe.

 

Nach dem Druck habe ich diese Filament oft nur mit Mühe wieder aus dem Bowden herausbekommen und besonders an den Anschraubblöcken und -stutzen war an manchen Stellen Unterextrusion zu erkennen. Gerade bei den Verschraubungen aber brauche ich Stabilität. Hier ein ähnliches Teil:

 

Platte_Retracts.thumb.jpg.53fdc63b246bc02b87477f8e4a5afe22.jpg

 

Da dies mit meinen anderen Filamenten bei gleichen Einstellungen nicht auftrat, denke ich, das es hier einen Zusammenhang zwischen dem Durchmesser und der Unterextrusion gibt. Der Ultimaker lässt zwar eine gewisse Toleranz beim Durchmesser zu - wenn aber andere (negative) Umstände hinzukommen, dann kann es Probleme geben. Aus diesem Grund habe ich für mich entschieden, beim Durchmesser genauer hinzusehen.

 

Wenn man die Wahl zwischen verschiedenen Qualitäten hat, dann sollte man dies auch nutzen.

 

Viele Grüße

 

 

 

 

 

 

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