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bargo100

Unebene Fläche unter einem Text - Wie Glätten???

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Hallo, habe ein Problem, das ich einfach nicht in den Griff bekomme.

Beispiel:

Wenn ich ein Schildchen drucken möchte, bei dem auf einer ebenen Fläche eine erhabene Schrift aufgedruckt werden soll, dann wird nicht eine saubere durchgehende Schildoberfläche erzeugt und dann auf diese ein Text aufgedruckt.

Blösinnigerweise beginnt der Drucker schon 2 Ebenen unterhalb der letzten durchgehenden Ebene die Kontur des Textes aus der Ebene auszusparen, um sie dann aber doch wieder aufzufüllen.

Dies hat zur Folge, dass die Ebene auf der der Text sitzen soll, und die eigentlich ja möglichst glatt sein soll, total uneben und minderwertig aussieht.

Wie bekommt man das weg?

Noch besser wäre es, wenn man diese Ebene, bevor der Textdruck beginnt auch noch glätten könnte.

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On 8/9/2018 at 11:17 AM, bargo100 said:

Blösinnigerweise beginnt der Drucker schon 2 Ebenen unterhalb der letzten durchgehenden Ebene die Kontur des Textes aus der Ebene auszusparen, um sie dann aber doch wieder aufzufüllen.

Schildoberfläche und aufgesetzter Text sind ein Objekt mit durchgehender Außenhaut. Es gibt also keine durchgehende obere Fläche.

Wenn Cura in zwei oberen Flächen den Text ausspart dann ist der Text um zwei Wandlinien kleiner. Das ist dadurch zu erkennen das die Außenkontur des Textes vor der Fläche gedruckt wird, es wird in der folgenden Abfolge gedruckt, Außenkontur der Fläche, Außenkontur des Textes, Deckel der Fläche.

Wenn die Fläche nicht glatt ist dann stimmt was mit den Einstellungen nicht, Stichwort "Bridging".

 

Aber man kann Cura auch überlisten, so das der Deckel der Fläche durchgehend gedruckt wird und dann der Text auf der letzten oberen Schicht gedruckt wird.

Im angehängten Archiv ist eine STL Datei bei zwischen Platte und Text 0.1mm Abstand sind.

In Cura habe ich die Option unter Gehäuse -> "Schmale Z-Lücken ignorieren" deaktiviert.

In Cura selbst wird es dann in der Schichtenansicht so angezeigt als würde zwischen Deckel der Fläche und Buchstaben ein Layer fehlen. Im exportierten G-Code ist das anders, wie hier im Simulator zu sehen: 

Layer 11 ist die durchgehende Oberfläche als letzte Schicht der Platte,

535201771_Bildschirmfoto2018-08-11um17_54_54.thumb.png.a2520e6787c17baa1352447d179cdc60.png

 

Layer 12 ist die untere Fläche des Buchstabens:

image.png.98feeaa76b9ff020ff500a7cd1e3a3d2.png

 

Wenn Du die Oberfläche der Platte noch zusätzlich glättest sollte so eine optimale Fläche entstehen. Die Haftung zwischen Platte und Buchstaben ist dann aber nie so hoch als wenn ein einzelnes durchgehendes Objekt gedruckt wird.

Du könntest mit dem Plugin "Change@Z" bei Layer 12 die Druckgeschwindigkeit etwas reduzieren und den Flow etwas anheben, eventuell auch die Düsentemperatur etwas erhöhen um eine sichere Verbindung zu erreichen.

 

So ein Drucker ist einfach nur ne Maschine. Wenn der nicht macht was ich will sage ich es mit Nachdruck.

Alternative wäre G-Code für Platte und Text separat erzeugen, zusammenkopieren und Z-Höhen für den Text angleichen. Das wäre mir aber zu viel Rechnerei.

 

grüße

ralf

 

Archiv mit den Dateien: STL-Datei, Cura-Projekt, G-Code: testtext.zip

 

 

 

Edited by ralfg

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Hallo Ralf, danke für deine Vorschläge. Du hast wenigstens sofort die Problemstellung verstanden.

Ich würde so wie vorgeschlagen nicht machen wollen, aber du hast mich mit deinen Viorschlägen zu einer weiteren Ausführungweise inspiriert.

Nächste Woche werde ich mal Folgendes ausprobieren.

a) Ich erstelle 2 verschiedene STL Modelle. eines nur mit dem Grundkörper (z.B. 3mm dick) ein weiteres, bestehend aus Grundkörper (3mm Höhe) und darauf aufbauend zusätzlich 0,4mm Text).

Das macht direkt aus dem CAD heraus praktisch keine Arbeit.

b) Für beide Teile erstelle ich dann in Cura den G-Code, für das pure Grundkörpermodell incl. Glätten.

c) Danach kopiere ich aus dem G-Code Programm des zweiten Teils die Zeilen ab Höhe 3,1mm in das erste G-Code Programm nach dem Glättungsschritt.

Meinst du nicht auch, dass das funktionieren müsste?

 

Gruss Bart

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9 hours ago, bargo100 said:

Hallo Ralf, danke für deine Vorschläge. Du hast wenigstens sofort die Problemstellung verstanden.

 

Danke für den Austausch, vielleicht hätte ich ja eine andere einfachere Lösung, nicht jeder hat so viel Vorstellungskraft.

Jetzt mit der Beispiel Dateien von Ralf kann ich mir das grob vorstellen was du eventuell meinen könntest.

 

Meine Lösung wäre einfach eine Einstellung in Cura zu ändern bzw. zu erhöhen.

 

Hier ein link zur einer GIF Animation

https://drive.google.com/open?id=1mPEAZWyq6TwV6zohd46B2yGSZROg95u6

 

 

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21 hours ago, bargo100 said:

Danach kopiere ich aus dem G-Code Programm des zweiten Teils die Zeilen ab Höhe 3,1mm in das erste G-Code Programm nach dem Glättungsschritt.

Und wie stellst Du es an den Text ab einer Höhe von 3.1mm zu slicen?

Ich kenne in Cura keine Möglichkeit ein Objekt von der Grundplatte zu lösen. Also müsstest Du die Z-Höhen im G-Code für jeden Layer umrechnen.

Wie ich gerade festgestellt habe ist auch in meinem Vorschlag ein Fehler drin. Der Simulator zeigt die leere Ebene 12 einfach nicht an. Allerdings sind dann in der Z-Höhe zwischen Layer 11 und Layer 13 die Höhendifferenz = zwei Layer. Dadurch gibt es keine Haftung des Textes auf der Platte. 

Ich müsste die Objekte also so abändern das die unterste Ebene des Textes auf 3.1mm liegt. Dann kann man diesen rauskopieren.

Ansonsten fehlt der unterste Layer mit der geschlossenen Fläche für den Text.

12 hours ago, zerspaner_gerd said:

Meine Lösung wäre einfach eine Einstellung in Cura zu ändern bzw. zu erhöhen.

 Ja, würde mich ebenfalls interessieren.

 

Wir haben hier, denke ich, zwei unterschiedliche Themen. Einmal bekommt bargo100 keine glatte obere Fläche gedruckt wenn der Text die gleiche Hülle hat.

Das zweite Thema ist eine Krücke zu bauen die es erlauben würde einen Text auf eine zuvor glatte Fläche zu drucken. 

Dafür müsste man den G-Code editieren.

Auf meinem Drucker macht es keinen Unterschied in der Glätte der Oberfläche ob ich einen Text aufgesetzt habe oder die Fläche durchgehend glatt ist.

Dafür ist es wichtig Parameter wie Füllung, Drucktemperatur, Geschwindigkeit ordentlich abzustimmen.

Bei dem Screencast von Gerd ist der Buchstabe ausgespart wird dann in Layer 69 gefüllt. Dann fehlen die Layer 70-72.

Ich verstehe also nicht was diese Gif Animation uns sagen soll, denn das ist ja das was Cura immer macht und was bei bargo100 kein ordentliches Ergebnis bringt.

 

Ich selbst habe keine Probleme den G-.Code zu editieren. Ich könnte den G-Code eines auf Null ausgerichteten Textes in einen Texteditor kopieren überCopy/Paste mit einer Formel im Paste-Feld die Z-Höhe einfach +3 rechnen (bei 3mm Plattendicke).

Ich halte das aber nicht für sinnvoll den G-Code zu manipulieren, sondern den Druck ordentlich einzustellen.

Da durch die Manipulation im G-Code einiges passieren kann schwenke ich um und fordere ein Foto des total unebenen und minderwertig aussehenden Druck.

 

grüße

ralf

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Hallo, nun ausgeschlafen 😰

 

45 minutes ago, ralfg said:
22 hours ago, bargo100 said:

Danach kopiere ich aus dem G-Code Programm des zweiten Teils die Zeilen ab Höhe 3,1mm in das erste G-Code Programm nach dem Glättungsschritt.

Und wie stellst Du es an den Text ab einer Höhe von 3.1mm zu slicen?

Ich kenne in Cura keine Möglichkeit ein Objekt von der Grundplatte zu lösen. Also müsstest Du die Z-Höhen im G-Code für jeden Layer umrechnen.

 

Man kann in den Cura Einstellung "Cura konfigurieren" kann man die Option "Setzt Modelle automatisch auf der Druckplatte ab" ausschalten, dan solte das erste Problem gelöst sein, aber ich sehe noch zwei.

  1. stimmt dann überhaupt die X-Y Position? Wen man zweimal Teile in Cura geladen werden!
  2. Die E-Achsen Position stimmt nicht überein, bei den oberen 2ten Teil wird ja wieder bei E0 angefangen das alte endet aber mit z.B. bei E899.123.
    Ist zwar mit "G92 E0" möglich, ist aber alles nicht ohne
54 minutes ago, ralfg said:

Wir haben hier, denke ich, zwei unterschiedliche Themen. Einmal bekommt bargo100 keine glatte obere Fläche gedruckt wenn der Text die gleiche Hülle hat.

 

Das sollte mit der Einstellung "Expansionsdistanz Außenhaut" möglich sein, einfach soweit erhöhen bis die Top Schichten geschlossen werden. Bzw. so viel wie gewollt ist.

 

Meint ihr mit "Glättungsschritt" bzw. "glatt" die die Funktion Glätten / Bügeln, habe mit dieser Funktion noch nicht gedruckt / versucht bzw. nicht mal richtig angeschaut!

 

1 hour ago, ralfg said:

Bei dem Screencast von Gerd ist der Buchstabe ausgespart wird dann in Layer 69 gefüllt. Dann fehlen die Layer 70-72.

Ich verstehe also nicht was diese Gif Animation uns sagen soll, denn das ist ja das was Cura immer macht und was bei bargo100 kein ordentliches Ergebnis bringt.

 

Es wurden zwischenzeitlich neu gesliced mit oben genannter Einstellung, musste es nur immer wieder neu schneiden weil einmal meine GIF App Fehler meldete und dann noch beim Hochladen zum Ultimaker Forum gab es immer ein Fehler Meldungen bis ich aufgegeben habe und auf google ausgewichen bin.

 

Gruß Gerd

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On 8/11/2018 at 6:33 PM, bargo100 said:

Ich erstelle 2 verschiedene STL Modelle.

 

@bargo100 - Moment, wenn Du das Modell teilst, dann exportiere doch einfach gleich den Grundkörper und den Text als separate Objekte.

Die können dann in Cura einzeln positioniert werden und werden dann auch so gedruckt, als hätte man zwei einzelne Teile nacheinander (bzw. aufeinander) gedruckt. Also praktisch das Gleiche, was Du mit dem kopierten gcode erreichen wolltest.

Wenn beide Modelle mit den gleichen Ursprungskoordinaten exportiert wurden, braucht man in Cura auch nur beide Objekte wieder auf die gleichen Koordinaten verschieben. Voraussetzung ist, das in den Cura-Einstellungen das automatische Absetzen auf der Arbeitsplatte deaktiviert ist.

 

Du kannst beide Teile in Cura auch gruppieren (aber nicht "zusammenführen") und sogar für jedes Objekt separate Druckeinstellungen

angeben (z.B. Anzahl der Top-Layer und "Ironing") - ich meine die "per model settings" (ich hab mal wieder keine Ahnung, wie das ins deutsche übersetzt wurde)

 

Wenn ich die Anfangsfrage richtig verstanden habe, ist das doch genau das, was Du erreichen wolltest?

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