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Masterdark

Einstellungen für CPE+ Filament ?

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Hallo zusammen,

 

möchte einige kleinere Teile mit dem Ultimaker CPE+ Filament drucken.

 

Drucker ist ein UM2+, Düse Olsson Ruby 0,4mm.

 

Zur besseren Haftung auf dem Bett habe ich Dimafix besorgt.

 

Die Teile sollten möglichst sauber gedruckt werden die Druckzeit ist egal.

Dachte an eine Layerhöhe von 0,1mm.

 

Kann mir jemand ein paar Infos bzgl. Düsen-Temp., Bett-Temp., Lüftung und Druckgeschwindigkeit geben ?


Danke und Gruß,
Dirk
 

Edited by Masterdark

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Hi Dirk,

 

dieses schwarze CPE+ fand ich recht stringy. Das UM3-Materialprofil dazu hat 107°Bett und 260° Düsentemperatur, was recht heiss ist. Die Teile mit Support waren immer sehr ineinander "verbacken" und ich war froh, als die Rolle endlich alle war. Haftung war eher kein Problem. (Daheim druckt ein Ender 3 PETG mit Haarspray auf ein 50°Bett ohne Warping, bei 85° gab es Ablösungen. In der Firma hatte ich Chipping im Glas.)

 

Das Kriterium "sauber" ist das Problem. Das geht nur mit sehr guter Kühlung, heisst es.

Warum CPE+? Und nicht zum Beispiel colorfabb XT?

Ich würde mich über Kalibrierteile an die optimalen Temperaturen herantasten. PETG hat sehr breit gefächerte Einstellungsmöglichkeiten, Temperatur 220-260°C, Lüfter 0-100%, Bett 50° bis 107°... da fällt die Orientierung schwer.

 

Cheers,

dxp

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Hi,

danke für die Infos und ja, es geht um das schwarze CPE+.

 

Möchte ein paar kleinere Teile (relativ einfach und ohne Überhänge) möglichst fest und Temperaturstabil (ca. 70°C) drucken.

 

Als Anfänger habe ich daher eine Rolle CPE+ bestellt. Nach Deinen Anmerkungen wohl eher ein Fehlkauf.


Was die Kühlung bei CPE+ angeht, da habe ich irgendwo auch schon gelesen, dass sich das Material bei starker
Kühlung deutlich verformen kann (Warping).

 

Mit colorfabb XT meinst Du das XT-CF20 ?

Ist das XT-CF20 denn besser und einfacher zu verarbeiten als das CPE+ ?
 

Edited by Masterdark

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36 minutes ago, Masterdark said:

Mit colorfabb XT meinst Du das XT-CF20 ?

Ist das XT-CF20 denn besser und einfacher zu verarbeiten als das CPE+ ?

 

colorFabb XT ist eher zu vergleichen mit dem normalen CPE, das Pendant zu CPE+ wäre colorFabb HT. 

Die Materialen sind alle recht ähnlich, CPE+ und HT halten noch höhere Temperaturen aus, was natürlich auch bedeutet, dass sie auch mit höheren Temperaturen gedruckt werden müssen. Wenn dir 70° ausreichen, dann brauchst du kein CPE+ und auch kein HT, da reicht normales CPE oder XT.

 

Ich habe mit beiden Materialen (CPE/XT) keine besonders schönen Oberflächen bekommen. Man kann auch gar nicht sagen, was besser ist, ich habe mit XT bessere Erfahrungen gemacht, bei jemand anderem war es genau umgekehrt. 

 

Wichtig ist, langsam drucken und du solltest die Einstellung "Combing" abschalten, das hat dann schönere Oberflächen ergeben.

 

Für beide CPE/XT verwende ich das generische Profil von CPE in Cura und passe dann nur mehr Geschwindigkeiten und das Combing an. Eventuell auch alle Geschwindigkeiten (Infill, etc.) auf die gleichen Werte stellen, hilft auch.

 

Mit der Drucktemperatur kannst du dich dann auch in 5° Schritten herantasten.

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Da kann ich @Smithy nur zustimmen. Langsam drucken ist wichtig. Wenn Du kleine Teile druckst und schon die Ruby Nozzle drauf hast, kannst du ja auch eine Probierpackung von XT-CF20 probieren, wobei ich da eher colorfabb PA-CF nehmen würde - Vorsicht, teuer! Ausprobieren. Manchmal ist es auch die Geometrie selbst, die das Drucken so haarig macht - ein Zylinder ist nun mal harmonischer und damit einfacher zu drucken als ein Herrenhuter Stern ?

 

Die Leute von TinkerToys hier in Leipzig haben nur (leicht modifizierte) UM2 mit 0,25-Düse und drucken vornehmlich mit XT in einer sehr guten Oberflächenqualität - es geht also. Und 70° macht so ein PETG mit, kommt halt auf die Anwendung an. Einen Kronleuchterhalter in einer Dampfsauna würde ich eher nicht damit drucken ?.

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Danke für die Erklärungen.

 

Hatte gedacht/gehofft, dass sich das CPE+ mit den entsprechenden Einstellungen ähnlich gut und unproblematisch
verarbeiten lässt wie das bisher von mir verwendete PLA. Bin davon ausgegangen, dass es ggf. nur bzgl.
der Haftung auf dem Bett Probleme geben kann, daher das Dimafix.

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Dimafix oder 3DLac brauchst du auf jeden Fall. Viele meinen sie bekommen PETG mit normalen UHU Stick auch zum haften, aber das ist mir noch nicht gelunden, mein PETG lacht den UHU Stick aus wenn es ihn sieht ?

 

Aber teste einmal dein CPE+, wird sicher etwas schwieriger zu drucken sein als CPE oder XT aber versuche es wenn du die Rolle schon hast. So viel Unterschied wird nicht sein, aber ich habe auch noch kein CPE+ oder HT gedruckt.

 

Carbon Material würde ich bleiben lassen, ausser du brauchst es unbedingt, denn deine Nozzle hält das Material zwar aus, aber dein Feeder und Bowden Tueb wird dadruch auch abgenutzt, daher würde ich es nur verwenden wenn der Bedarf an dem Material auch wirklich gegeben ist.

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Quote

Klar das Material  ist ja schon da :-)

33 minutes ago, Smithy said:

Aber teste einmal dein CPE+, wird sicher etwas schwieriger zu drucken sein als CPE oder XT aber versuche es wenn du die Rolle schon hast. So viel Unterschied wird nicht sein, aber ich habe auch noch kein CPE+ oder HT gedruckt.

Edited by Masterdark

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Ich kenne nur das XT, das lässt sich mit den richtigen Parameter gut singel drucken aber sobald große Verfahrwege (Eilgang) dazukommen leidet die Qualität stark da das Filament stark läuft und somit geht viel material in verfahren verloren das dann natürlich an den außenwänden usw. natürlich fehlt.

Daher ist der Tipp mit Combing ausschalten schon mal gold wert, aber leider bin ich der Meinung das da Cura mit den Verfahrwegen immer noch katastrophal ist, da ist S3D noch immer besser daher drucke ich meist XT mit S3D.

Auch mit ausgeschalteten Combing in Cura habe ich Probleme da dann so viele Retracts (unnötige Retracts) vorhanden sind.

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9 hours ago, zerspaner_gerd said:

aber leider bin ich der Meinung das da Cura mit den Verfahrwegen immer noch katastrophal ist

Ditto hier. Cura scheint das nicht sonderlich clever zu lösen. Selbst bei einfachen Geometrien, bei der ein Rundum-Lauf ausreichen würde, hält Cura inne, überlegt, fährt weiter, wieder zurück... und das sorgt dann für Stinging.

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Beim UM2+ könntest du auch Simplify3D probieren, ich hab es mir damals gekauft weil jeder so geschwärmt hat von S3D, aber ich muss sagen, dass mir die Software so gar nicht zusagt. Wenn man Cura gewohnt ist, ist S3D bei vielen Dingen sehr umständlich. 

 

Da ich hauptsächlich mit UM3 und S5 drucke, nehme ich mir mit S3D dann auch noch einiges an Komfort, den mit Cura in Verbdinung mit diesen Druckern bietet. Es funktioniert zwar auch mit S3D, aber ich bleibe lieber bei Cura auch wenn nicht alles 100% ist. Beim UM2+ ist das anders, da du dort ja noch keine Netwerkanbindung hast, fallen einige Punkte weg, die mich an S3D stören. 

 

Meiner Meinung nach, ist S3D die 150.- oder was es jetzt kostet nicht wert. 

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Habe das CPE+ mit den UM2+ Standardeinstellungen für dieses Material gedruckt. In Cura kamen ebenfalls die hinterlegten Einstellungen für das Material zur Anwendung.

 

Düse Olsson Ruby 0,4mm 260°C, Bett 110°C

 

Zur Haftung auf dem Bett habe ich Dimafix verwendet was wirklich klasse funktioniert. Ab ca. 50°C haftet das Material schon gut auf dem Bett und nach dem Abkühlen auf Zimmertemp. löst es sich quasi eigenständig.

 

Der Druck sah optisch recht gut aus. Die Festigkeit, beim Versuch das Teil zu zerbrechen war leider nicht so gut wie erwartet.

Mit einer gewissen Fingerkraft konnte der Schaft abgebrochen und auch zerbrochen werden. Mit etwas Anstrengung

konnte das untere Teil zerbrochen werden.

 

Von der Stabiltät her ist das Material m.E. etwas besser als das Extrudr PETG aber schlechter als das Ultimaker PLA (bei Zimmertemp).

 

Anbei die Bilder vom CPE+ Teil.

 

 

cpeplus001.jpg

cpeplus002.jpg

Edited by Masterdark

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Also es ist schon generell so, dass PLA steifer ist als PETG, aber deine Teile brechen immer entlang eines Layers, sollte nicht so leicht gehen.

 

Einstellungen für Line Width passen? Welche Layerhöhe ist eingestellt?

Du könntest auch versuchen mit dem Flow auf 110% zu gehen und schauen was passiert.

 

Um den Test auch gemacht zu haben, nimm doch einmal eine andere normale Düse.

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Habe mit Kühlung 50% und 30% probiert. Die Festigkeit blieb dabei sehr ähnlich.

 

Dann noch eine andere Frage. Um das Werkstück herum ist ein Skirt gedruckt. Dort wo der Drucker den Layer begonnen

und beendet hat, entsteht immer so ein "Gnubbel". Kann man das in den Einstellungen noch irgendwo optimieren ?

Der Gnubbel entsteht auch bei den Layern die zum Objekt gehören.

 

Anbei ein Bild in dem ich diesen "Gnubbel" markiert haben.

 

 

anl001.jpg

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Nein eigentlich nicht wirklich, beim Skirt ist es egal, deswegen wird das Ding ja gedruckt. Beim Object selbst sollte es aber nicht mehr so schlimm sein, aber du siehst schon unter Umständen wo begonnen wurde mit dem Layer.

 

Abhilfe gibt es schon, aber das wäre jetzt wieder kontraproduktiv für deine Layerhaftung, nämlich kühler drucken damit das Filament nicht so raustropft.

Edited by Smithy

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