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Wolfram

Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3

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Posted · Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3

Ich bin jetzt seit 1 Woche stolzer Besitzer meines ersten 3D-Druckers, aber die Euphorie ist im Sinkflug, da die Druckergebnisse nicht unbedingt als gut bezeichnet werden können.

Ich arbeite mit einem Creality Ender 3 Drucker.

Meine Modelle erstelle ich mit Autodesk Inventor zusammen mit Cura 4.1.

Meine Filamente (PLA) habe ich von AIO und Hobbyking.

 

Die Haftung bei einer Betttemperatur von 60°C ist ungenügend. Derzeit fahre ich mit 70°C. Haftung passt soweit jetzt.

Mit der Nozzletemperatur bin ich mittlerweile bei 230°C. Damit kann ich eingermaßen drucken.

Aber die Randstrukturen (Seitenwände) sind ausgefranst und total ungleichmäßig.

Auch die Oberfläche ist ziemlich grob.

 

Bevor ich mich jetzt in die Tiefen der Parameter von Cura stürze, wollte ich zuerst mal erfahrene User nach ihrer werten Meinung fragen.

Sind es die Temperaturen, ungeeignetes Material oder unpassende slicing-Parameter?

Oder ist es die stl-Geometrie??

 

Vielen Dank im Voraus!

Wolfram

 

Bild-02.jpg

Bild-01.jpg

Bild-03.jpg

Modell.gcode Modell.stl

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Posted (edited) · Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3

Das ausgefranste könnte von nicht gemitteltem Filamentdurchmesser herrühren.

Ich vermute, der Durchmesser ist etwas größer, als der angegebene und du hast

eben den Herstellerseitig angegebenen eingesetzt, oder? Wenn 1,75 mm drauf seht,

heißt das nur, dass es für einen 1,75er Extruder ist. Man sollte aber trotzdem sich

die Mühe machen, es auszumessen (erster Meter alle 10 cm 2 Messungen 90 Grad

zueinander versetzt und den durchschnitt aus diesen 20 Messungen).

Das andere ist die Haftung. Ich kenne das Material jetzt nicht und will nicht ausschließen, dass

es damit ein Problem gibt, aber PLA ist eigentlich mit Haftmitteln selbst ohne Heizbett recht

gut zum Haften zu bringen. Leider sieht man nicht den ersten Layer. Wäre interessant, wenn

du das Teil nur einen Layer hoch gedruckt hättest. Dann sieht man nämlich, wie die Kalibrierung

deines Bettes ist. Ich vermute da in erster Linie das Problem. Ich habe den Gcode jetzt nicht

angeschaut, aber ich vermute mal, die hast min. 2 Top-Flächen eingestellt, oder? Trotzdem

drückt das Infill deutlich durch. Das kommt von zu hoher Betttemperatur. Du bekommst es

damit zwar besser zum Haften, aber um´s mit dem Auto zu verbildlichen: Wenn die Bremse

an einem Rad fest ist, macht es dann Sinn, das Problem zu beheben, indem man mehr Gas

gibt? Ich vermute, dein Drucker ist noch gar nicht richtig kalibriert und präsentiert entsprechend

"seine" aktuellen Möglichkeiten...

Ich habe In einem Forum, indem ich auch unterwegs bin, einen guten Thread dazu gefunden.

Den solltest du vielleicht mal durchlesen - wenn du das durchgelesen hast, ist viel am Anfang,

aber lohnt sich! Findest du dort Hoffe, dass ist in Ordnung, dass ich auf ein anderes Forum 

verweise, aber das ist recht Grundlegend und habe es so ausführlich noch nicht in anderen

Foren gefunden.

 

Gruß, Digibike

Edited by Digibike

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Posted · Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3
2 hours ago, Wolfram said:

Mit der Nozzletemperatur bin ich mittlerweile bei 230°C.

Das ist für PLA viel zu hoch und daher könnte auch der Rand kommen, da das Material "verfliest" und nicht schnell genug abkühlen kann. PLA wird normalerweise so zwischen 190 und 210° gedruckt.

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Posted · Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3

Könnte sein, allerdings drucke ich meine Flugmodelle (Corsair, Me109...) auch mit 239 bis 240 Grad mit PLA.

Allerdings kommt es darauf an, dass die Einstellungen zu den Geschwindigkeiten/Objekt passen...

Wenn Material im Überschuß vorhanden ist, muß es irgendwann weg - da bietet sich das "offene Feld",

also der Außenperimeter sehr gut an... Daher vermute ich da ein Problem... Aber zumindest am Heizbett

ist die Temperatur schon viel zu hoch. Wie gesagt, ich vermute da Temperatur-Probleme und Kalibrierungs-

Defizite sowohl beim Filamentdurchmesser als auch beim Druckbett. So wie ich das sehe ist das Material

geladen, was gezeichnet und los probiert, aber 3D Drucken ist nicht Plug & Play - da muß sorgsamer

vorbereitet werden... Ich vermute, die Temperaturen wurden auch vom Hersteller übernommen und, weil´s

nicht funzt, einfach immer weiter erhöht, bis irgendwas "brauchbares" raus kam. Definitiv sind mehrere

Fehler im "System" und die Nozzle-Temperatur könnte auch zu hoch sein und/oder zuviel Material (Flow auf 100%?

Wird auch gern gemacht - Ist bei PLA für gewöhnlich Zuviel des guten...). 

 

Gruß, Digibike

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Posted · Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3

Danke für die Hinweise und sorry für meine späte Antwort, aber Fußball......

Vielen Dank für den link zum Einstellen. Muss ich mir unbedingt zu Gemüte führen!!

 

Was mich nur sehr verwundert: Auf der SD-Card, die dem Ender 3 beiliegt, ist auch ein Beispiel-Modell (siehe Anhang) ald G-Code beigelegt. Das hab ich natürlich auch ausgedruckt (5 Std.). Und genau so stell ich mir einen sauberen 3D-Druck vor: Vernünftige Haftung am Bett und eine tolle Bauteiloberfläche.

Und das alles "out of the box", ohne rumschrauben an den Parametern.

Also kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass suboptimales PLA-Material der Grund für meine grobmotorischen Ergebnisse ist.

Ich vermute, die Ursache liegt in den Druckparametern.

Deshalb hab ich auch versucht, den G-Code dieses Modells anzuschauen und mich an den Parametern zu orientieren.

Aber: "Druckeinrichtung ist deaktiviert. Der G-Code kann nicht geändert werden"

Geschweige denn angeschaut werden! Oder ich weiß es bloß nicht, wie!!

 

Vielleicht klärt sich für mich das meiste, wenn ich diesen Einstell-Fahrplan aus dem link mal inhaliere.

 

Ich melde mich nach der Lektüre und dem entsprechenden Procedere wieder.

 

Schönen Vatertag.

Wolfram

 

Test_normal_dog.gcode

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Posted · Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3

Hi,

 

kannst du mittels normalem Texteditor öffnen... Zumindest ging es gerade eben mit deiner angehängten

Test_normal_dog.gcode...

Hat dein Drucker sowas wie automatisches Bett-Leveling? Solche Features muß man nämlich im

Gcode aktivieren. Wenn nicht, läuft der Drucker komplett unter deiner Kontrolle... Das sind dann

teilweise gaaaanz andere Ergebnisse... Hast du diese bsp. Datei mit dem selben Material, das du

für obiges Druckergebnis verwendet hast, ausgedruckt? Und mal die Temperaturen im Bsp. mit

deinen verglichen? Oder war das eine mitgelieferte kleine Proberolle von denen?

Wie gesagt, ich drucke teilweise noch heißer, allerdings kenne ich das Material und das Modell

und diese Flugmodelle bestehen nur aus einem Single-Perimeter. Da kann keine Wärme innen

stauen und somit großartiges "Nachfließen" begünstigen wie bei einem "massiven" Teil. Da geht

es mehr darum, optimale Layerhaftung zu erreichen. Ich drucke da mit 240 Grad bzw. knapp drunter

und 60 mm/sec komplett ohne Bauteillüfter - manche teile, je nach größe - bis zu 20 h am Stück.

Aber das sind spezielle Teile und du solltest das Material genau kennen und wissen was du tust.

Also bitte nicht im Internet downloaden nach dem Motto, da sind Profile dabei oder so... Das geht

schief... Das nur im Vorfeld in bezug auf "fertige" Profile... Was bei dem einen paßt, muß nämlich

bei dir noch lange nicht genauso funzen… Willkommen in der 3D Welt und dem Kunststoffdruck! 😉

 

Gruß, Digibike

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Posted · Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3
7 hours ago, Wolfram said:

Deshalb hab ich auch versucht, den G-Code dieses Modells anzuschauen und mich an den Parametern zu orientieren.

 

Creality benutzt für die Beispieldateien eine ältere Cura-Variante von 2016 (Version 15.04.xx). Die Windows-Version war (früher zumindest) auf der mitgelieferten SD-Karte enthalten.

Damit können die Druckeinstellungen aus den Beispieldateien ausgelesen werden (File -> Load Profile from GCode...)

 

Vielleicht versuchst Du es erstmal damit (zum Vergleichen) oder überträgst die Einstellungen in die neue Cura-Version (soweit möglich)?

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Posted · Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3

Hallo Wolfram,

 

Ich habe mal grob deine gcode Dateien verglichen, folgendes habe ich gesehen:

  1. Test_normal_dog.gcode wird mit einen Raft gedruckt, der Modell.gcode nur mit Brime
  2. In Modell.gcode ist die Beschleunigung/Ruck, Jerk Steuerung von Cura aktiv
  3. Test_normal_dog.gcode hat nur eine sehr geringe Bewegungsgeschwindigkeit von 50mm/s????? der Modell.gcode hat 120mm/s
  4. Test_normal_dog.gcode ist scheinbar mit einer alten Cura Version erstellt worden, ich vermute Cura 15 oder so.

Gruß

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Posted · Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3

Hallo Kollegen, danke für eure Inputs.

Ich werde das alles mal checken und mich dann wieder melden!

 

LG

Wolfram

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Posted (edited) · Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3

So, jetzt bin ich wieder etwas schlauer, auch dank der Literaturhinweise von euch!

Ich hab zu heiß gekocht!

Reduzierung auf 200°C/60°C lässt mich jetzt im Moment vernünftig arbeiten. Warum ich am Anfang mit den 60°C am Bett Haftungsprobleme hatte, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Gut so.

Auch mit 55°C klappt es noch.

 

Bed leveling scheint für mich in Ordnung. Ich bekomme eine relativ gleichmäßige erste Lage.

In den angehängten Bilder erkennt man den sehr gleichmäßigen Randbereich (Druck in x- und y-Richtung).

Aber beim Füllen (Druckrichtung 45°/135°) zeichnet sich eine Quasi-Wellenform ab und zwar genau 90° zur Bewegung der Nozzle (siehe Anhang). Dickere Schicht - dünnere Schicht.

Der Abstand der Wellen ist ca. 16mm, sehr gleichmäßig.

Bislang hab ich keine Ahnung, woher das kommen kann. Das Bett scheidet für mich aus.

Sind es die Laufrollen???

Vielleicht kennt ihr diesen Effekt.

 

LG

Wolfram

Bild-04.jpg

Bild-05.jpg

Bild-06.jpg

Edited by Wolfram

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Posted · Unbefriedigendes Druckergebnis mit Creality Ender 3

So, und jetzt mag der Drucker nicht mehr!

Er hat noch die Startsequenz gedruckt, und dann kam was geflogen! Die SD-Card. Und der Drucker stand.

Fortan weigert sich der Drucker standhaft, die Card anzunehmen.

Back to the vendor!

 

LG

Wolfram

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