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Lenni

Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

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Posted · Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

Hallo zusammen,

 

ich habe bei meinem Drucker zur Kalibrierung der Extrusion mehrere Würfel (ohne Füllung, nur Wände) gedruckt, und im folgenden die E-Steps so angepasst (92,92), bis ich sehr genau auf die vorgegebenen 0,4mm in Cura gekommen bin. Damit sollte die Extrusion soweit stimmen. Wenn ich nun Modelle ausdrucke (Platte mit Durchgangsbohrungen) habe ich folgende Probleme:

1. zwischen den Außenwänden sind ab und zu Lücken, sie sind also nicht richtig verbunden

2. Zwischen den  Wänden der Bohrung und den oberen Schichten ist ebenfalls eine Lücke

 

Hängt das mit der Extrusion zusammen? Wenn ich die E-Steps soweit erhöhe, bis ich Over-Extrusion habe, werden die Lücken kleiner, aber  die Wände sind dann ja dicker als sie sein sollten.

Ich hoffe jemand hat einen Tipp für mich, woran es liegen könnte.

 

VG

Lennard

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Posted · Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

Erstmal: willkommen im Forum!

 

Die E-Steps würde ich so einstellen, dass bei 100mm Vorschub auch 100mm gefördert werden. Die Korrektur in Richtung Wandstärke würde ich dann im Slicer machen.

 

Die Wanddicke sollte ein Vielfaches der Linienbreite sein. 2x0,4=0,8mm, das ergibt bei 1mm Wandstärke eben eine leichte Lücke. Wenn Du das Modell ändern kannst, probiere das. Ansonsten mit der Linienbreite experimentieren. Cura nimmt bei einer 0,4mm-Düse gern 0,38mm Linienbreite (entspricht 95%), andere gehen auf 110% oder mehr, je nach Düse.

 

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Posted · Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

Hi,

 

wie mein Vorredner schon schrieb, die Steps sind das Grundsätzliche, dass erstmal - unerheblich wieviel - die angegebenen Menge in mm gefördert wird. Die Berechnung wieviel Material gebraucht/gefördert wird, übernimmt dann der Slicer.

Die Steps sind das Grundlegende FW-seitig. Da stellt man aber nichts rum um Irgendwas zu Verschlimmbessern...!

Wo hast du den den "heißen Tip" her?

Als erstes ermittelt man den Diameter, dann die Optimale Drucktemperatur und dann den EW Danach den EM und  dann kommst du

einer gefüllten Fläche bei korrekten Wandstärken schon sehr viel näher. Zumindest näher als über Steps da was hinbiegen zu wollen...

 

Gruß, Digibike

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Posted (edited) · Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

Hallo,

 vielen Danke für die Tipps!

Ich habe nun die E-Steps wieder so eingestellt, dass auch bei 100mm Vorschub 100mm gefördert werden.

Ich gebe statt Wandstärke bei Cura meist direkt die Anzahl der Wandlinien an (3 Stück in meinem Fall).

Wenn mein Cube jetzt zu dicke Wände hat, an welchen Einstellungen in Cura muss ich schrauben, drehe ich dann am Fluss, oder an der Linienbreite?

 

Ich dachte der Fluss macht nichts anderes als die E-Steps anzupassen, was scheinbar falsch ist.

Ich probiere heute noch mit den richtigen E-Steps den Cube zu drucken und schaue dann wie meine Linienbreite rauskommt und melde mich dann nochmal.

 

Gruß

Lennard

 

PS: ich habe mich nach folgendem Video gerichtet: 

 

 

Edited by Lenni
Quelle hinzugefügt

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Posted · Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

3 Linienbreiten mit je 0,4mm ergeben 1,2mm. Schwierig wird es bei einer Wandstärke, die kein Vielfaches der  Linienbreite ist - da ändert man die Linienbreite auf einen ganzzahligen Teil der Wandstärke, oder @Digibike?

Der Flow bewirkt eine bewusste Überextrusion, ein "Ineinanderquetschen" der Linien. Damit ergibt sich implizit eine andere Linienbreite, darum geht es beim Flow aber nicht, es ist eine Korrekturgröße.

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Posted · Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

@dxp, eigentlich nicht... Eigentlich ermittelt man die Optimale Extrusions-Width für die Düse - dann klappts auch mit

den geschlossenen Flächen... 😉 Klar kannst du die EW so "hinbiegen", daß die Wandstärke "aufgeht". Aber was

biegst dann in der Fläche hin, dass es paßt? Cura kenne ich jetzt nicht, aber es sollte doch eine Option haben, dünne

zwischenräume zu füllen?

Wenn EW sauber ermittelt ist und EM (Flow oder "Fluss") sowie Diameter (tatsächlicher Filamentdurchmesser, nicht

theoretische Herstellerangabe...), hast du sauber gefüllte Flächen und, soweit technisch umsetzbar, exakte Wandstärken.

Hier kann der Slicer in der Mitte etwas "Tricksen", in dem er den Flow entsprechend für die Mittlere Wand/Füllung etwas

reduziert, aber perfekt ist tatsächlich immer ein Vielfaches des EW´s.

@Lenni, mitnichten ändert der flow die E-Steps! Warum sollte man sowas tun? Die E-Steps sind ein Teil der Formel

zur Berechnung der zu Fördernden Menge.  Die Berechnung ist dann doch schon etwas komplexer...!

Bei der Berechnung wird z.b. mitunter beim Bridging etwas unterschiedlich berechnet. Aus diesem Grund ist von solchen

"Abkürzungen" auch tunlichst abzuraten, etwas an einen "Parameter" einfach anzupassen bzw. dahin zu verbiegen.

Da tun sich sehr schnell dann andere Probleme auf und dann kommen solche Anfragen wie "hilfe, ich bekomme das...

nicht hin und komme nicht weiter" - und wir sollen dann erraten, was da im Hintergrund so alles "Verbogen" wurde, um

irgendwas passend zu bekommen. Aber wie man schon in der Schule schon gelernt hat, ist 10*5+7 was ganz anderes

wie 10+7*5... Genau das setzt du aber für dich und dein System gleich und wunderst dich irgendwann, dass so gar nichts

wirklich passt, ausser vielleicht der eine Sonderfall, auf den du das "angepaßt" hast...

Würde dir mal ein wenig einlesen (ich weiß: *Stöhn) und vorgehen in der Art empfehlen. Da verstehst dann auch nicht

nur Oberflächlich, sondern auch den Hintergrund. Lohnt sich, die Zeit zu investieren...!

 

Gruß, Digibike

 

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Posted · Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

@Digibike Danke für den Link, ich werde mich dort mal reinarbeiten und ich hoffe damit ein besseres Druckergebnis zu erzielen.

 

Gruß

Lennard

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Posted · Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

@Digibike danke für den Hinweis. Und endlich weiß ich, was Du mit EW meinst: Extrusion Width. Cura nimmt - wie schon öfter erwähnt - eine Line Width, welche kleiner als der Düsendurchmesser ist. Und in der Tat habe ich in der Fläche eine löchrige Struktur mit Ultimaker-Filament. Mit Innofil habe ich bei sonst gleichen Einstellungen eine leichte Über-Extrusion, erkennbar an leicht zerpflügten Oberflächen (Durchmesser eher 2,9mm, insofern erwartbar). Wenn Du einen Link hast, wie man die optimale EW ermittelt - ich  hab auf die Schnelle keinen gefunden.

 

@Lenni Nimm doch für den Anfang eine Linienbreite = Düsendurchmesser. Miss noch mal den Filamentdurchmesser und gib den bei den Materialeigenschaften mit ein. Dann hast Du verlässliche Grundwerte. Damit druckst Du Kalibrierwürfel oder -wände und variierst die Line width/Extrusion width bis keine Lücken mehr entstehen. (Cura trickst ein wenig bei den Wandstärken: 1,1mm werden mit 2 etwas breiter extrudierten Perimetern erreicht. Von daher lieber ein Vielfaches nehmen.)

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Posted · Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

Hi,

 

Hab ich doch schon getan... der Link ist am Schluss mit dem Text "in der Art" eingebunden.

 

Gruß Digibike

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Posted · Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

Habe es gefunden, Seite 1, Teil 2. Ein komplexes Thema komplex erläutert. Danke dafür!

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Posted · Under-Extrusion bei korrekter Wanddicke

Kein Problem und viel Erfolg! Selten ist etwas im 3D Druck simpel. Es sei den,

man hat keine großen "Erwartungen" und freut sich, wenn er was "Hinkleckst".

Willst du es etwas genauer, dann mußt auch du genauer/sorgfältiger sein.

Die Düse ist nunmal ein mechanisches Loch mit einer bestimmten Geometrie und

daraus resultieren gewisse Strömungsverhalten. Dazu kommen noch Herstellungstoleranzen.

Klar kann ich mit EW in "zwingen" die und die "Raupenbreite" zu realisieren, aber klar ist dann

auch, wenn es an Grenzen geht, sehr schnell schluss ist, wo er eigentlich noch einiges "Rausholen"

könnte... Cura geht da tendenziell etwas unter Düsendurchmesser, Simplify etwas über, aber

ermittelt ist beides nicht und taugt zum Drucken, aber wunder darf man da nicht erwarten -

genauso wenig, wenn man stupide 1,75 bzw. 2,85 beim Diameter einträgt. Wobei dann auch

schon deutlich gibt, woran (mitunter) gutes Material erkennt: Toleranzen haben alle, aber

wirklich gute haben kaum Schwankungen, d.h., wenn sie 2,83 haben, dann die ganze Rolle

hindurch und Schwanken da im Tausendstel etwas. Schlechte "Schwingen" regelrecht um ein

Maß herum - mal 2,83, dann wieder 2,86 usw.. Da kann man zwar den Durchschnitt angeben,

aber das kann man sich dann selbst ausrechnen, für was das taugt: große Flächen und grobe

Funktionsteile. Wenn es Präzise sein soll - im Rahmen dessen, was FDM hergibt - wird man

da schnell Frustriert sein. Logisch, wenn die Materialversorgung so unstetig ist. Da ist es dann

auch nicht sonderlich hilfreich, dass das Material in der Toleranz ist - das schließt dann eigentlich

nur ein Umtauschrecht aus, weil ja in der Spezifikation. Sowas jag ich dann schnell durch die

Düse - Funktionsteile fallen ja immer wieder mal an und dann verschwindet sowas schnell...

 

Gruß, Digibike

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