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manfred-man

UM2 Düse verstopft/verdreckt

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Hallo,

ich bin Neueinsteiger im Breich 3D-Druck.

Ich habe seit Freitag meinen UM², die Startprobleme trüben meine Freude an dem schönen Drucker etwas. Ich musste zuerst die Heizplatte komplett abbauen und den Drall aus der Zuleitung für den beheizten Tisch beseitigen, da das Kabel beim runterfahren des Tisches immer unter den Tisch gerutscht ist und dieser nicht ganz nach unten fahren konnte.

Nachdem dieses Problem nun beseitigt ist, habe ich direkt das Nächste. :sad:

1.) Ich habe die Befürchtung das meine Düse verstopf/verdreckt ist. Wenn ich das PLA-Filament extrudiere, kringelt es sich manchmal direkt um die Düse, aber ein anderes mal nicht. Habe die Düse auch schon auf 260°C erhitzt und extrudiert, aber das Problem besteht weiterhin.

Ich würde die Düse also gerne abbauen und komplett reinigen, nur bin ich mir unsicher wie ich die Düse genau demontieren kann. Das Hauptproblem betrifft die kleine Heizpatrone und den Temperaturfühler im Düsenkopf. Kann man die Düse nur komplett mit Heizpatrone und Temp.-fühler demontieren? Das wäre ziemlich viel Arbeit, da die Kabel ja mit raus müssen.

2.) Ein weiteres Problem ist, dass das PLA nicht immer am Bett haften bleibt. Trotz beheiztem Tisch und Blue Tape. Das Bett/Tisch ist genau nach Anleitung ausgerichtet, jedoch stellt sich mir die Frage, ob ich einfach mal ein dickeres Papier zum ausrichten probieren soll. Normales Papier hat ja eine Dicke von 0,1mm, evtl. wären 0,2mm ja etwas besser? Das werde ich morgen mal austesten.

Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Hilfe!

Gruß

Roman

 

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Hi Roman

Ich hab' zwar nur einen UM1 aber vielleicht helfen dir meine Tipps ein bisschen:

 

Das mit dem kringelnden Filament habe ich auch immer, besonders wenn vorne an der Düse schon etwas Plastik klebt. Das Kringeln selber ist für mich allerdings nie ein Problem, sofern das Plastik am Druck/Bett haftet.

Zum zweiten Problem: Ich finde das beste was man machen kann um rauszufinden ob man korrekt kalibriert hat ist einen Probedruck zu machen, der nur eine Schicht hoch ist und langsam gefahren wird. Etwa sowas:

http://www.thingiverse.com/thing:13053

Dabei sollte sich zeigen, dass das extrudierte Filament leicht plattgedrückt erscheint. So stellst du sicher, dass bei den ersten Schichten das Plastik tief ins blaue Tape gedrückt wird.

Der Vorteil vom Probedruck ist auch: Man bekommt durch das ständige Feedback mit der Zeit ein ziemlich gutes Gespür wie weit die Düse vom Druckbett entfernt sein muss. Ich verwende schon seit etwa einem Jahr kein Papier mehr, sondern nurnoch mein Augenmaß.

Gruß Fabian

 

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Hallo Fabian,

danke für deine schnelle Antwort!

Wenn das Filament am Bett haften würde, wäre das kringeln wahrscheinlich auch bei mir nicht so schlimm. Aber da das Filament noch nicht so richtig am Bett haftet, zerstört das Kringeln natürlich sofort den Druckstart.

Diesen Probedruck habe ich auch schon gesehen, das werde ich morgen direkt mal probieren.

Wenn das Filament richtig ins Blue Tape gedrückt werden soll, dann kann ich mir ja den Test mit dem 0,2mm dicken Papier zum kalibrieren sparen. Momentan habe ich die Düse auf 0,1mm Abstand zum Bett und das Filament haftet nicht am Blue Tape. Dann werd ich morgen mal etwas mit dem Düsenabstand experimentieren.

Ich habe auch das Gefühl, dass die Filamentbahnen bei der ersten Schicht trotz 235 Grad nicht richtig miteinander verschmelzen. Vielleicht gibt sich das aber, wenn das Filament mehr ins Blue Tape gedrückt und dadurch auch entsprechend breiter wird. Mal sehen was der morgige Tag so bringen wird.

Gruß

Roman

 

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Hi,

hier noch eine weitere Idee. Vielleicht ist der Temperatursensor beschädigt und das Filament hat einfach nicht die richtige Temperatur. Ich weiss nicht wie du rausfinden könntest welche Temperatur es aktuell hat - es sei denn du hast einen Inforarot Temperaturmesser. Oder du könntest (vorsichtig) einen Tropfen Wasser auf die Düse anbringen und die Düse auf 90° heizen. Dann immer um 5° erhöhen und schauen wann das Wasser reagiert.

 

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Guten Morgen,

wollte gerade den Testdruck machen und das Bett nochmal neu kalibrieren. Die Lüfterhalterung kommt dabei aber immer an die Halteklammern der Glasplatte. Ich werde jetzt Langlöcher in die Lüfterhalterung machen um diese etwas höher zu setzen.

Infrarot-Temperaturmesser haben wir, die Heizung funktioniert korrekt. Habe am Testdruck gesehen, dass die Filamentbahnen vorne schön flach aufgedruckt werden, hinten aber nicht, das sind es fast einzelne Stränge. Also Bett neu ausrichten, geht aber schlecht, weil beim vorderen linken Punkt die Lüfterhalterung wieder an der Klammer aufsetzt.

Also jetzt erstmal die Lüfterhalterung etwas höher setzen und dann mal schauen.

 

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Ich hatte das Problem auch, habe es aber gelöst, indem ich einfach in der Homeposition ein wenig Kapton Tape auf die Glasplatte geklebt habe. Das PLA/ABS bleibt dann da hängen und das Hotend zieht keinen Plastikfaden mehr hinter sich her. Vielleicht hilft Dir das ja auch... Bei Bluetape bin ich mir nicht sicher, ob das den gleichen Erfolg bringt....

 

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Hey Roman

Schreib mal wie der Probedruck bei dir läuft. Das mit dem Filamentkringeln habe ich gestern auch beobachtet:

Ich hatte eine Kalibrierroutine durchlaufen wobei ich die "Flow-rate" auf 40 runtergeregelt hab' und da sich das Plastik bei mir auch gekringelt und an der Düse festgeklebt. Was eigentlich auch logisch ist, denn wenn nicht genug Plastik aus der Düse kommt um den 0.1mm Spalt ordentlich aufzufüllen (oder der Druckkopf sich zu schnell bewegt) dann bleibt auch nix am Bett kleben.

Das würde bedeuten dass du Flussprobleme hast. Das kann an der Drucktemperatur liegen (wie Nicolinux geschrieben hat) oder an der Flowrate (wie bei mir gestern), an der Bewegungsgeschwindigkeit des Druckkopfes (etwa 60mm/s sind für den Anfang recht gut), an Fremdkörpern in der Düse usw.

Check bitte mal diese beiden Sachen:

Welche Flowrate hast du bei dir eingestellt?

Schau mal das Filament an, das durch den Schlauch läuft: ist das Muster auf dessen Oberfläche schön regelmäßig, oder sieht es ungleichmäßig aus als ob sich die Zähne des drive-bolts ins Filament gefressen hätten?

Gruß Fabian

 

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Hallo

zum Thema Düse Verstopft, ich besitze den Ultimaker2, seit dem 22.10.13.

Bei mir war die Düse 3x verstopft,2x habe ich sie mit 260c frei bekommen. Das 3x

bekam ich die Düse nicht mehr frei. Also habe ich die Ventilatoren abmontiert, danach den Druckkopf auseinander genommen, die Düse abgeschraubt, dabei sah ich das Filament in der Düse, sowie oberhalb der Düse, unterhalb des Plastik schlauch abgebrochen war. Ich musste die Reste mit einem Bohrer vorsichtig entfernen. Die Düse musste ich noch mit einem 0,02 Bohrer das Filament aus der Düsen Öffnung frei bohren. Alles wieder zusammen gebaut. Es funktioniert alles wieder. Noch mal zum Druck, ich muss nach 3x Drucken eine Neu Einstellung vornehmen. Trotz heizbare Druckplatte muss ich doppelt Klebe Band nehmen.

Sonst Druckt der Ultimaker2 sehr genau und schnell.

 

Michael

 

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So, es gibt neue Ergebnisse,

der Testdruck verlief gut und ich konnte damit mein Druckbett sehr gut kalibrieren.

Nach dem ich die Lüfterhalterung modifiziert habe, die Lüfter unten etwas weiter aufgebogen damit sie höher kommen und andere Schrauben (ohne die schwarzen Ringe) genommen habe, läuft die Kalibrierung jetzt auch mal ohne Problem durch.

Ich richte mein Bett aber mittels des Testdruckes aus. Nach einer Kalibrierung wird der Druck im vorderen Bereich (bei der offene Seite) gut, aber im hinteren Bereich muss ich erst noch etwas nachjustieren. Deshalb erst die Kalibrierung und dann der Testdruck zum feintunen.

@Christian Zuercher

Vielen Dank für deinen Tipp. Ich habe mir etwas Blue Tape in der Home Position aufs Druckbett geklebt und das extrudierte Filament bleibt da dran hängen und zieht sich von das bis zum Druckstart und der Druck startet nun wesentlich besser.

Die ersten 30-50mm vom Druckstart haften auch noch nicht direkt am Druckbett, erst nach einer gewissen Länge bleibt es hängen/kleben. Ich habe deshalb den "Skirt" auf 2 Bahnen gestellt. Dann bleibt mehr Zeit.

Flow habe/hatte ich auf 100% eingestellt und das Muster am Filament ist auch schön gleichmäßig.

Gestern habe ich dann mal ABS gedruckt, das läßt sich m.M.n. sehr gut verarbeiten. Lediglich dieses Warping muss ich noch etwas besser in den Griff bekommen. Habe auch schon ein Raft mitgedruckt und es wurde etwas besser, aber noch nicht so richtig super. Aber dazu finde ich ja auch im Forum genug.

Vielen Dank schon mal für die bisherige Hilfe!

Gruß

Roman

 

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Guten Morgen,

nach ein paar Testdrucken habe ich jetzt festgestellt, dass der Motor der Filamentzufuhr ab und zu durchrutscht und nicht genügend Filament zur Düse fördert. Der ganze Motor dreht durch bzw. ein Stück zurück, der "DriveBolt" sitzt fest auf der Motorwelle, dass habe ich extra markiert und kontrolliert.

Da durch fehlt mir natürlich immer irgendwo etwas Material.

Die "Vorspannung" der Filamentzufuhr ist ganz oben, das sollte die kleinste Vorspannung sein.

Hauptsächlich trifft das Problem in Flächen auf, wenn viel Filament gefördert werden muss.

Ich drucke die Flächen mit 80mm/s bei 240°C aus ABS. 0,2mm Layerhöhe.

Temperaturerhöhung oder auch 70 oder 60mm/s werde ich noch testen.

Gruß

Roman

 

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Das mit dem Durchrutschen habe ich ich schon mehrmals im Forum gelesen. Aber es wurde meistens nur nebenbei erwähnt oder im Zusammenhang mit "zu schnell gedruckt". Aber das ist bei der Layerhöhe bei dir kein Problem.

Frag doch mal im englischen Forum nach. Gerade die User illuminarti und gr5 sind sehr schnell und haben da bestimmt eine Idee dazu.

 

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Hallo ich wieder

Tut mir leid, dass ich mich jetzt erst wieder melde. zz. viel Stress...

Wie war das mit der Vorspannung? Ich weiss nicht wie das beim UM2 gelöst wurde (aus den Bildern kann ich das nicht erkennen). Wenn die Vorspannung zu gering ist gibt es nicht genug Reibung zwischen Bolzen und Filament, weil sich die Zähne nicht tief genug ins Filament eingraben können. Das wirkt sich auf die Förderfähigkeit deines Druckers aus.

Hast du versucht die Spannung zu erhöhen?

Gruß Fabian

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Ich habe die Vorspannung nicht erhöht, da im englischen Forum empfohlen wird die Vorspannung sogar ganz zurückzudrehen. Was bei meinen UM2 aber schon der Fall war.

Ich werde mich in den nächsten Tagen mal an "illuminarti" und "gr5" wenden.

Eine Temperaturerhöhung aber auch eine langsamere Druckgeschwindigkeit haben bisher geholfen.

Das Filament im Schlauch ist ja wie eine Art Feder, der "DriveBolt" baut Druck auf das Filament auf. Wenn der "DriveBolt" jetzt zu viel Druck aufbaut, weil das Filament nicht schnell genug den Druck durch die Düse abgeben kann, springt der Motor ein Stück zurück. Wenn das passiert, fehlt bei den nächsten Bahnen natürlich das Material.

Ich habe eben nochmal das PLA in den Drucker gespannt und wollte den UltimakerRobot mit 190 Grad drucken, schon beim ersten Layer "rutschte" der Motor immer an der gleichen Stelle am Druck durch. Nach einer Temperatur auf 200 Grad war das Problem behoben. Da ich das PLA aber mit 190 Grad drucken will, habe ich dann den Flow eingestellt und bin bei 81% gelandet.

 

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Ein Tipp zur Drucktemperatur:

Wenn du die Temperatur z.B. auf 200°C einstellst, heisst das nicht, dass das Filament an der Düse auch tatsächlich eine Temperatur von 200°C erreicht!

Deine Düse wird zwar 200°C heiss sein, aber das Filament wird einfach so lange geheizt, wie es mit der Heizung in Kontakt ist. Je schneller du druckst, desto tiefer wird also die tatsächliche Filamenttemperatur sein. Für schnelle Drucke kann also eine deutlich höhere Drucktemperatur erforderlich sein, um das Filament auf eine bestimmte Temperatur zu bringen.

Zahlen zu nennen bringt überhaupt nichts, das unterscheidet sich zwischen verschiedenen Druckern, deren Umgebung, dem verwendeten Filament und vielleicht noch mehreren Variablen.

Am besten machst du einfach einen Testdruck, z.B. einen Turm mit 20x20x50mm Grösse, und variierst die Temperatur während des Drucks. Dann schaust du, bei welcher Temperatur du das beste Ergebnis kriegst. In deinem Fall würde ich bei der Obergrenze der Temperatur (üblicherweise 240°C, je nach Filament) beginnen und dann so lange die Temperatur verringern, bis du den optimalen Punkt gefunden hast.

 

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Also ich hatte heute auch das Problem, dass mein UM2 verstopft war. Das mit dem Zerlegen und Aufbohren klang alles sehr gruselig. Ich bin aber im englischen Teil des Forums auf eine weitere Möglichkeit gestoßen, die mir sehr geholfen hat:

 

  1. Material über MATERIAL > CHANGE ausfahren lassen
  2. Wenn das Filament raus ist (und der Druckkopf vorn in der Mitte steht) den Drucker ausschalten (damit der Druckkopf nicht wieder in die Ecke fährt)
  3. Drucker wieder einschalten
  4. Am Druckkopf den Bowden-Schlauch lösen. Dazu rote Klammer seitlich abziehen, weißen Spanner (welcher den Schlauch am Druckkopf umgibt) nach unten (zum Druckkopf) drücken. Der Schlauch lässt sich dann ganz leicht herausziehen.
  5. Über das Menü MAINTENANCE > ADVANCES > HEATUP NOZZLE die Spitze erwärmen (im Englischen Forum waren 200°C angegeben) ich hab 250°C gemacht
    In dem Menü bleiben
  6. Mit einer feinen Nadel von unten in die Spitze piecken
  7. Filament händisch von oben einfädeln und leicht drücken, bis es unten herauskommt
  8. Temperatur auf 90°C einstellen, WARTEN bis Temperatur auf 90°C zurückgegangen ist
  9. Filament händisch herausziehen
  10. ggf. Schritte 5-9 wiederholen
  11. Schlauch wieder einführen
  12. Wenn schlauch bis zum Hotend eingeführt ist den weißen Spanner nach oben ziehen und mit der roten Spange fixieren

Ich hoffe das hilft euch. Hier ist der originale Fred: http://umforum.ultimaker.com/index.php?/topic/3561-ultimaker-2-extruder-nozzle-blocked/

 

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