Jump to content
Ultimaker Community of 3D Printing Experts
Sign in to follow this  
peterf

Ultimaker 2 - Achsenkalibrierung

Recommended Posts

Hallo Forum,

habe seit 3 Monaten 2 Ultimaker 2 im Einsatz. Leider stelle ich fest, dass trotz sorgfältiger Druckbettkalibrierung immer mehr Teile eine schlechtere Geometrie und Oberfläche aufweisen. Wir verwenden ausschließlich Inofill Materialien. Gedruckt wird in PLA, als auch ABS. Aus meiner Erfahrung im CNC- Bereich, sind dies Anzeichen einer notwendigen Achskalibrierung.

Leider finde ich im Netz keine wirklich vernünftigen Informationen und unser Händler, iGo3D in Hannover, sieht sich als nicht zuständig!

Wir sind dankbar für jegliche verwertbare Info und Danke schon mal im Voraus.

Viele Grüße aus Niedersachsen

Der Peter

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hi,

Also ich arbeite auch im Cnc-Bereich aber da haben wir noch nie eine Achskalibrierung durchgeführt :-D wie genau sieht sowas aus? (rein aus Interesse)

Normaler werden die Achsen ja über die Endschalter genullt und von da aus gehts dann los. Wenn also unterwegs keine Schritte verloren gehen müsste die Geometrie der Teile auf jeden Fall passen.

Wie genau sehen denn die Teile jetzt aus? Also was ist genau schlechter geworden? Wieviele Druckstunden hat der um2 aufm Buckel? Wartung durchgeführt? Riemenspannung okay? Alle Pullys noch fest an ihrem Platz? Spielfreie X und Y -Führungen?

Das fällt mir jetzt so spontan ein...

Gruß Dirk

Share this post


Link to post
Share on other sites

Es scheint so als ob man bei Support mit OpenSource Produkten einen Vertrag unterzeichnet in dem steht dass man bei Problemen sich erst mal an die Community wendet anstatt Garantieansprüche geltend zu machen. Vermutlich reagiert iGo3D da auch nicht weil die wissen dass einen der Ultimaker Support sitzen lässt und nicht hilft und die es selbst nicht besser wissen. Ich hatte bisher nur schlechte Erfahrungen mit beiden und habe immer nur ausweichende Antworten erhalten. Auf jeden Fall dran denken dass wenn wirklich etwas kaputt ist das innerhalb von sechs Monaten ab Kauf zu reklamieren, sonst musst du nachweisen dass der Fehler ab Werk vorhanden war, was nicht möglich sein wird.

Ein Foto wäre wirklich hilfreich, es gibt zu viele Probleme bei einer so allgemeinen Beschreibung. Sogar das Material selbst könnte schuld sein wenn es zu lange gelegen hat.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich verwende auch Innofill. Wichtig das die Achsen im 90° Winkel stehen. Viel mehr stellt man nicht ein. Druckbett einmal eingestellt ist ausreichend.

Oberfläche schlecht ist sehr dehnbarer Begriff. Bisher gibt es nur folgende Dinge. Firmware umstellen auf PID Bett Regelung. Damit reduziert sich jegliches banding auf null. Dann Temperaturen eher etwas höher bei PLA ca. 225 bis 235°C. Um so schlechter der PTFE coupler drauf ist um so mehr Problem gibt es bei mir. Einziges was ich noch nicht weg bekommen habe das die Top Layer nicht ganz geschlossen werden bei Layerhöhen über 0.12mm. Dafür muss die Geschwindigkeit reduziert werden. Grundsätzlich kaum mehr als 40 bis 50 mm sek. Eher 30 bis 35.

Ebenfalls Gruß aus Niedersachsen diepholz.

Thorsten

Share this post


Link to post
Share on other sites

Zunächst einmal herzlichen Dank für Eure Antworten.

Ihr habt recht, meine Beschreibung war doch sehr oberflächlich. Ich würde Euch gerne Bilder zur Verfügung stellen, aber ich weiß noch nicht wie das hier geht. Kann es denn sein, dass das Druckbett, respektive die Glasplatte nicht perfekt plan ist? Ich habe mal so ein Testobjekt gedruckt und dabei stelle ich fest, dass das Filament im vorderen Bereich von links nach rechts unterschiedlich dick gedruckt wird. Also von sehr dünn bis normal und Verschmieren der Nozzle. All dies, obgleich ich das Druckbett mit einer Messuhr eingelevelt habe, eben nur an den bekannten 3 Punkten.

Ist schon ärgerlich, da wir Teile zur präoperativen Planung drucken und die sollten schon ziemlich genau sein. Genau eben zu den CT-Ursprungsdaten.

Zur Achskalibrierung an unseren 5-Achs HSC Maschinen kann ich nur sagen, dass dies der Hersteller erledigt. Wir fertigen hochpräzise Teile mit 20 micron und dies aus Titan.

Also die Filamente sind genauso alt wie die Drucker und werden nach Gebrauch wieder verschlossen verpackt.

Wie sieht denn die Wartung an den Ultimakern aus? Achsen mit Feinöl schmieren. Drehspindel mit Spezialfett versorgen. Extruder regelmäßig reinigen. Zahnriemen spannen-wie?

iGo3D hat tolle Mitarbeiter, leider sind diesen seitens der Geschäftsleitung die Hände gebunden. Deren Philosophie ist nicht der Aftersalesservice sondern Verkaufen, Verkaufen. Umsatz um jeden Preis. Schade.

Herzliche Grüße

Der Peter

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hi,

was die Kallibrierung der Druckfläche angeht bin ich mir nicht sicher wie man es machen kann (außer über das leveling). Aber du könntest einne Blick in die Aufbauanleitung des UM2 werfen und so ggf. sehe wie das Druckbett befestigt ist. Vielleicht ist dort etwas nicht in Ordnung:

 

Ansonsten um das Heizen des Druckbettes auf PID umzustellen, müsstest du die UM2 firmware von hier herunterladen:

 

und mit der Arduino IDE öffnen. Dann die Configuration.h auswählen und in Zeile 227 dies einkommentieren:

 


#define PIDTEMPBED

Danach könntest du den UM2 per USB anschliessen und oben links mit dem Button mit dem Pfeil nach rechts die Firmware hochladen. Ich würde danach über das UM2 Display ein "factory reset" machen.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Sorry für die dumme Frage, aber was hat die Bett-Temperatur mit der Oberfläche bzw Geometrie der Teile zu tun? Selbst wenn der erste Layer nicht 100% gleich ist wird das beim nächsten Layer ausgeglichen. Evtl das Teil auf einem Raft drucken?

Und das mit der Achskalibrierung kann ich mir nicht so recht vorstellen das es daran liegt. (Auch ich arbeite beruflich im Medizinbereich mit Titan und Toleranzen von +- 0.005mm und da wurde so etwas noch nie durchgeführt.)

Normalerweise treten schlechte Oberflächen durch Verschleiß von Bauteilen z.b dem Teflon coldend, durch lose Bauteile bzw Spiel z.b. der pullys oder "altes" Material auf.

Gruß Dirk

Share this post


Link to post
Share on other sites

...

Ist schon ärgerlich, da wir Teile zur präoperativen Planung drucken und die sollten schon ziemlich genau sein. Genau eben zu den CT-Ursprungsdaten.

Zur Achskalibrierung an unseren 5-Achs HSC Maschinen kann ich nur sagen, dass dies der Hersteller erledigt. Wir fertigen hochpräzise Teile mit 20 micron und dies aus Titan.

...

 

Zum Thema Bilder hochladen hat |Robert| mal ein kurzes Video gebaut:

(könnte das nicht mal jemand irgendwo oben "anpinnen"....?)

How to upload an image

Ich kanns nur nochmal wiederholen: Bilder wären echt hilfreich...

Ich lese oben heraus, das die Genauigkeit und Oberflächengüte nach und nach schlechter geworden sind?

Aber bitte auch im Hinterkopf behalten, daß die Präzision bei diesem Druckverfahren und den verwendeten Materialien ihre Grenzen hat - und das die Ultimakers vergleichsweise günstige "Consumer"-Geräte sind.

Das ist also wahrscheinlich nicht vergleichbar mit Euren anderen Maschinen...

(ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie da Eure "Erwartungshaltung" ist...?)

Nur mal so zum Vergleich: Darf ich fragen, was Eure Fräsmaschinen gekostet haben und wie hoch die Kosten für den Herstellersupport sind? Vielleicht tut sich da ein neues Geschäftsfeld auf.... "Ultimaker Achskalibrierung - Vorort-Service - monatlich nur xxx EUR" :wink:

Die Frage nach der Riemenspannung ist noch offen. Man kann versuchen, die kurzen Riemen an den Schrittmotoren der X- und Y-Achse nachzuspannen. Dazu werden die 4 Schrauben, die den jeweiligen Motor halten, etwas gelöst (nicht komplett abschrauben!), dann mit einer Hand den Motor so weit es geht nach unten drücken und die Schrauben wieder richtig fest ziehen. "Richtig" fest ist natürlich immer eine Frage des Gefühls.... nicht vergessen: "nach fest kommt ab"... :wink:

Auch für das erwähnte Ölen und Nachschmieren gilt: nicht übertreiben - ein Tropfen ab und zu auf die Achsen und Führungen reicht aus.

Bevor es Bilder gibt, noch ein Blick in die Glaskugel:

Der Druckkopf muss sich von Hand mit gleichmäßig (geringem) Kraftaufwand über den gesamten Druckbereich verschieben lassen (natürlich nur, wenn er grad nicht druckt...)

Wenn sich (z.B.) mal jemand "aus Versehen" auf die falsche Stelle aufgestützt hat - und eine der Achsen leicht verbogen ist, - kann das schon einigen Einfluss auf die Präzison haben.... :wink:

...oder wenn der Drucker zum Zwecke der Ventilation nah am Fenster steht, können sich die Temperaturdifferenzen jetzt im Winter auch stärker auswirken...

Es wäre also auch interessant, in welchem "Environment" der Drucker betrieben wird.

Edit: über die PID-Regelung der Bett-Temperatur würde ich mir nicht zu viele Gedanken machen. Ich konnte damit keinen signifikanten Unterschied feststellen. Die Temperatur vom Heizbett war auch vorher mit der Standard-("Bang-bang")-Methode sehr gleichmässig. Immerhin wird es mit PID auch nicht schlechter... ;-)

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Sorry für die dumme Frage, aber was hat die Bett-Temperatur mit der Oberfläche bzw Geometrie der Teile zu tun? Selbst wenn der erste Layer nicht 100% gleich ist wird das beim nächsten Layer ausgeglichen. Evtl das Teil auf einem Raft drucken?

Und das mit der Achskalibrierung kann ich mir nicht so recht vorstellen das es daran liegt. (Auch ich arbeite beruflich im Medizinbereich mit Titan und Toleranzen von +- 0.005mm und da wurde so etwas noch nie durchgeführt.)

Normalerweise treten schlechte Oberflächen durch Verschleiß von Bauteilen z.b dem Teflon coldend, durch lose Bauteile bzw Spiel z.b. der pullys oder "altes" Material auf.

Gruß Dirk

Ich will das euch mal erklären. Ich benutze neben dem UM2 noch einen Leapfrog Creatr. Dieser hatte seit dem Kauf damals eine absolut beschissene Oberfläche. Banding ohne Ende. Es wurde seitens des Herstellers nichts unternommen das zu verhindern, so das es über Forenbeiträge dazu kam das für das Heizbett die Umstellung von BangBang auf PID Regelung vorgenommen wurde. Danach war das Banding verschwunden... Zwar macht das den Creatr nicht wirklich besser im Gesamtbild. Aber immerhin.

Festgestellt das es vom Heizbett kommt wurde per Fotobeweis. Von einem Bekannten bekam ich ein Bild das die Düse und den Abstand zum Bett in zeitlichen Abständen zeigte. Der Unterschied war gravierend.

Beim aufheizen des Betts dehnte sich die Platte aus und bewegte sich in eine Richtung. In der Zeit in der nichts geheizt wurde ging es wieder in die andere Richtung... Die Temperatur blieb zwar stabil laut Sensor, aber die Bewegung beim Heizen und abkühlen war enorm.

Anfangs druckte der UM2 bei mir Perfekte Oberflächen. Dummerweise war es so das ich wegen nachlassendem Teflon Coupler damals zeitgleich die Firmware updatete. Erst auf einen Beitrag hier im Forum stieß ich drauf das mit diesem Update von PID zu BangBang umgestellt wurde. Auch wenn die Oberfläche deutlich besser war als beim Leapfrog wollte ich das auch hier versuchen.

Und das Ergebnis wurde deutlich verbessert.

Das Bett vom UM2 ist zum Glück kleiner und durch die einseitige Aufhängung wirkt es sich nicht so deutlich ab. Aber testet es selbst aus.

Ich habe wegen dem Mist über ein Jahr Ärger hinter mir.

Solange die Achsen im 90° Winkel zueinander stehen, und alles ohne zu schlackern weich läuft brauch man am Drucker nichts kalibrieren was die Achsen angeht.

Wer möchte kann von mir das Bild per Mail bekommen. Anfrage an: info@harztec-modellbau.de

Gruß Thorsten

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
Sign in to follow this  

Announcements

  • Our picks

    • Architect Design Contest | Vehicles.
      We're open for entries! - Design and submit your 3D designs of architectural entourage - vehicles - for a chance to win a large filament pack. Presenting an idea, an architectural design or something as big as an urban project isn't easy. A scaled model can really help to get your idea across.
        • Like
      • 24 replies
    • What The DfAM?
      I'm Steve Cox, an experienced engineer familiar with 3D printing. I wanted to share some DfAM guidelines with this community to help and make stronger parts.
      I'm also an Autodesk Certified Instructor for Fusion 360, so many of the images in ...
        • Thanks
        • Like
      • 23 replies
×

Important Information

Welcome to the Ultimaker Community of 3D printing experts. Visit the following links to read more about our Terms of Use or our Privacy Policy. Thank you!