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3d Solex / Carbon Erfahrungsbericht

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Moin liebe Forum,

 

ich arbeite nun circa eine Woche intensiv mit Carbon und habe mir hierzu wie von IGO3D empfohlen das Düsenset von 3D-Solex gekauft.

Vielleicht ist ja für den ein oder anderen von Interesse wie der Printcore arbeitet..

 

1.) Die Installation ging recht einfach. Das erste was mich wunderte, war dass die Düse 0.4mm nach Anleitung max 220 Grad fahren kann wo ich doch 235 Grad für 
mein Carbon PETG brauche.
Also Rücksprache hier im Forum und beim Lieferanten und siehe da, das Düsenset hat nur beschichtete Düsen aus Stahl und würden max. 400 Gramm Carbon erreichen. Lösung wäre eine Everlastdüse von 3D Solex die aber leider nicht zu bekommen ist. Diese hat einen Saphir im Kopf und ist das was man braucht. Kosten 80 Euro. Oder das Kit mit unterschiedlichen Größen für 330 Euro. Wobei der UM3 nur Carbon ab 0.4mm drucken kann.

2.) Beim anstossen des ersten Drucks meckert Cura 3.21 das Handlung erforderlich ist. Häää.. ? Drauf geklickt und man wird eine Fehlermeldung bekommen, das die Düse nicht kompatibel ist und der Druck auf eigene Gefahr starten würde. Dies muss bei jeden Druck bestätigt werden, Da Cura den Printcore von Hardcore Solex nicht anwählbar in der Printcoreauswahl hat. 
Die vorsichtige Nachfrage bei IGO3D Support lies mich dann doch schmunzeln. "Stellen Sie den Düsendurchmesser auf 0.36 ein, dann klappt es. Jo das war nicht Lustig.

 

3.) Der erste Testdruck gelang allerdings auf Anhieb recht gut was natürlich als sehr Positiv zu bewerten ist. Als Stützmaterial hatte ich PVA gewählt. Dies ist leider nicht in Verbindung mit Carbon zu gebrauchen. Der Wechsel auf Breakaway brachte eine leichte Verbesserung aber noch nicht was ich mir so vorstellte.

 

4.) Carbon hat die Eigenschaft das es stark klebend ist. Sprich es klebt auch an der Düse und verschmiert diese doch recht schnell. Das Resultat war ein ständiges reinigen und von längeren unbeaufsichtigtem drucken sind abzuraten.
Ein simples Beispiel ist das direkt beim Druckstart ja ein dicker Tropfen Filament ausgestossen wird. Dieser klebt zu 80% am Druckkopf fest und zerreist das Brim das sich ja schon auf der Druckplatte befindet. Das Carbon wird dann unmotiviert in einem Klebeknäuel gedruckt

Hier sollte Cura endlich mal darauf verzichten diesen Hundehaufen am Anfang zu drucken. Und nein ich will nicht im G-Code herumfummeln. S3D macht es ja auch anders.

 

5.) Beim Versuch den Printcore zu wechseln, zeigte sich das der Solex 3D sich auf Grund irgendwelcher Filamentreste, die sich mittlerweile im Printhead befinden nicht mehr lösen lies. Hat mich eine Stunde Arbeit gekostet.

 

In meinem Bild zeige ich wie die Solex3D nach 50 Stunden im Vergleich zu dem originalem Printcore nach 400 Stunden aussieht. Nämlich total verdreckt. Nun könnte man sagen, ist ja auch Carbon gedruckt worden. Aber ja, den genau dafür wurde der Solex Printcore gekauft.

 

Fazit: Sicherlich ist der Printcore von 3D Solex eine Interessante Lösung für alle UM 3 Nutzer, da nun die Düsen getauscht werden können. Würde aber von einer Nutzung für Carbon abraten da zu viel Ausschuss durch Printcoreprobleme entsteht.

 

Hat jemand eine bessere Lösung würde ich mich sehr freuen davon zu erfahren.Und wie bekomme ich meinen Solex Printcore wieder vom Carbon befreit ?

 

Viele Grüße

 

Michael

 

 

DSC_0291.jpg

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