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Ultimaker Community of 3D Printing Experts
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netsrac

Retracting - Verständnisprobleme....

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Was das Wort "Retracting" bedeutet ist mir schon klar, aber könnte mich vielleicht mal jemand ausklären, wie, wo und wann das genau beim 3D Druck gebraucht wird.

Vorallem die Einstellungen unter Material und bei Tune bezüglich Retracting würden mich interessieren...hier gibt es ja "Länge" und "Speed".

Was muss ich dort einstellen und wann macht es Sinn, das anzupassen.

Danke...Netsrac

 

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Hi there, my german is not good enough for writing, so I hope you can use an english answer...

Retracting means that the printer will pull back the filament when doing travels, that is: when moving from one area where it has printed, onto a new area where it has to print.

Imagine eg. that you are printing two colums next to eacother with some space inbetween them, typically you will print one layer of one colum, then quickly move over an empty space and then print one layer of the other column.

Without retraction, there will still be some pressure in the hotend when moving over the empty area, which will result in so called "stringing".

With retraction enabled the printer will pull back in the filament string, creating a vaccum in the hotend, so no plastic will come out of the nozzle while doing the travel.

As for settings you have to experiment, but a good starting point could be 4 mm. retraction length, with a speed of 40 mm./s.

There is also a setting for "minimum distance" which determines how far the travel has to be before retraction is triggered...

Other settings not related to retraction affect stringing as well, like the printing temperature and travel speed...

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Moin,

Als Retraction bezeichnet man das Rückwärtsdrehen des Extruders. Das wird immer dann nötig, wenn der Druckkopf über Stellen fährt wo nicht gedruckt wird und die ausserhalb des Objektes liegen, zwischen zwei Säulen zum Beispiel. Ohne Retraction würde der Extrudermotor einfach nur still stehen. Das Filament was eben noch vorgefördert wurde steht aber immer noch unter Spannung, dadurch wird eine kleine Menge rausgedrückt und es bilden sich kleine ungewollte Fäden, die am Objekt anhaften. Das sogenannte Stringing. Das ist bei dem Bowdensetup des Extruders beim Ultimaker stärker ausgeprägt als bei Druckern wo der Extrudermotor direkt über dem Hotend sitzt. Die Strecke im Bowdenzug über die sich eine Spannung aufbauen kann ist einfach größer. Demnach neigt der Ultimaker mehr zum Stringing als andere Drucker. Um dem entgegenzuwirken gibt es das Retracting. Das Filament wird zurückgezogen und mit ihm das aufgeschmolzene Material aus der Düse durch einen Unterdruck. Dadurch wird das Stringing, die Fadenbildung im Idealfall komplett unterdrückt.

Für optimale Ergebnisse musst du das Filament exakt soweit zurück ziehen, dass sich keine Fäden bilden und zwar schnell genung, bevor das passieren kann. Ziehst du es aber zuweit ein, so fehlt dir an der nächsten Stelle wo Material extrudiert werden soll etwas, weil du nachdem das Material eingesogen war noch Luft eingesogen hast. Es gibt also Unterextrusion, instabile, brüchige Stellen. Deshalb ist es wichtig, dass die Länge exakt stimmt. Zu kurz--> Fäden, zu lang --> Unterextrusion. Die Geschwindigkeit muss auch stimmen. Wenn das zu langsam ist, hat sich der Faden schon gebildet, bis das Retracting abgeschlossen ist.

Die voreingestellten Werte von 4,5mm & 40mm/s passen eigentlich meistens sehr gut. Wurden durch Versuche empirisch ermittelt. Unter den Expert Settings kannst du übrigens noch weitere Werte einstellen:

Minimum travel: Die minimale Distanz die zu überwinden ist, damit Retraction überhaupt stattfindet, sonst ist der bei manchen Objekten nur am retracten

Combing: Ob der Drucker vermeiden soll Hohlräume im Druck zu überfahren oder sich gerade direkt von A nach B bewegen soll

Minimal extrusion before retracting: ist denke ich selbsterklärend

Z-hop before retracting: Zusätzliche Z-Bewegung vorm retracten, habe ich bisher noch nicht gebraucht.

Zusammengefasst interessiert dich Retraction eigentlich nur, wenn du Fädenbildung an einem Objekt hast. Dann kann man das optimieren. Ansonsten mache ich an den Standardwerten eigentlich nix. Hatte mich damit vor nem halben Jahr mal intensiver beschäftigt. Mit der neuen Cura Version haben sich aber die meisten Probleme die ich damals hatte erledigt.

Viele Grüße,

Philip

 

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