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Ultimaker Community of 3D Printing Experts
Bloer

Uneben gedrucktes Infill, springen der Grundplatte beim Drucken

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Hallo,

wir haben seit 2 Wochen einen Ultimaker 2+ und sind mit den Druckergebnissen prinzipiell zufrieden.

Beim Drucken größerer Teile fällt jedoch auf, dass die "Füllung" der Teile im vorderen Bereich  der Grundplatte (auf dem Foto links) immer sehr wellig und "aufgeworfen" wird. (Ich hoffe man kann es auf dem Foto erkennen). Die Wände des Modells und die abschließenden Deckflächen werden dann wieder tadellos gedruckt.

DSC_0246.thumb.JPG.360fa8684d373a1554a4e549caf301ea.JPG

Der Drucker rattert dann beim Drucken über diese Wellen, wodurch die Grundplatte sehr stark vibriert. Verschleißtechnisch ist das sicher nicht besonders gut für den Drucker....

Das verwendete Material ist ABS. Ich habe bereits "gelernt", das man bei ABS wenig kühlen soll. Jetzt ist das Gehäuse des Druckers ja vorn offen. Kann es sein, das hier zu viel "kühle" Luft von außen ein strömt und das Material zu stark abgekühlt wird? Hat da jemand ähnliche Probleme oder Lösungsvorschläge?

Ich habe jetzt mal ganz professionell eine Pappe davor gelehnt, mal sehen was passiert....

Gruß Christian

DSC_0246.thumb.JPG.360fa8684d373a1554a4e549caf301ea.JPG

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Hallo Christian,

Wenn du mit rattern die Eilgang Bewegung der Nozzle meinst. (also wenn die Nozzle über den Infill drüber fährt) das kann man (ich gehe davon aus das du mit Cura 15.04._ druckst) mit folgenden Einstellungen vermeiden

Expert Einstellungen → Z anheben vor Rückzug → ein Wert um die 0,075 – 0,1 ist ganz gut

Nun kann es sein das du die Einstellung Löcher umfahren deaktivieren musst. Schau mal in der Layer Ansicht, schreib mal bei Z anheben vor Rückzug einen größeren Wert (das man das eindeutig erkennen kann) ob die Nozzle abhebt.

Nicht vergessen vor den Drucken den Wert wieder zurück zu ändern.

Das du nur vorne die Wellen siehst kann sein weil vorne die Plattform nicht so stabil ist wie hinten.

Ein geschlossener Bauraum ist für ABS vorteilhaft!

Gruß Gerd

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Ich glaube, ich hatte das selbe Erlebnis auch schon mal bei genau einem Druck mit ganz normalem PLA und relativ hoher Infilldichte. Meine Erklärung für das Phänomen war folgende:

Eigentlich muss ja beim Grid Infill der Materialfluss jedesmal ganz kurz aussetzen, wenn die Düse über eine querlaufende Plastikwurst fährt. In der Praxis ergibt sich das automatisch dadurch, dass die Düse beim Überfahren einen höheren Gegendruck erfährt und anstatt dass Material austritt, erhöht sich nur der Druck in der Düse.

Bei dem speziellen Druck passierte aber offenbar etwas anderes:

Es war deutlich zu erkennen, dass das Infill an den Kreuzungspunkten ganz leicht erhöht war, ein bisschen wie die Spitzen wenn im Meer zwei Wellen zusammenlaufen.

Jedes Mal wenn die Düse dann über diese Stellen gefahren ist, hat das Druckbett leicht nachgegeben, es ist ja mit Absicht nicht übermäßig steif konstruiert und hat auch die Federn an den Ecken. Allerdings hat anscheinend die Resonanzfrequenz genau zum Weg bis zum nächsten Kreuzungspunkt gepasst, so dass dort der Abstand zur vorhergehenden Schicht sogar größer als sonst war und durch den niedrigeren Gegendruck mehr Material abgelegt wurde. Damit sind die Spitzen Schicht für Schicht immer höher geworden, zuletzt mehr als 0,5mm, als ich dann Druck abgebrochen habe, da das Rattern wirklich furchteinflößend klang und der Druck eh nicht mehr schön werden konnte.

Alles was ich daraufhin geändert habe, war, die Druckgeschwindigkeit für das Infill von ich glaube 70mm/s auf 50mm/s zu reduzieren. Der nächste Druck mit den neuen Einstellungen war dann einwandfrei. Vermutlich hätte ich stattdessen auch die Infilldichte ändern können.

Passt meine Beschreibung auf dein Problem? Ich kann es auf dem Bild leider nicht so richtig gut erkennen.

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Vielen Dank für die Antworten und sorry für meine Späte, ich war im Urlaub. :)

@Gerd

Ich benutze Cura 2.1.2 und kann die Einstellung da leider nicht finden.

Ich glaube aber ich habe bzw. hatte das gleich Problem wie Du, Avogra.

Ich habe mit der 0,8er Düse gedruckt, das Infill mit 150mm/s. Dabei hat das Druckbett genau wie von Dir beschrieben geschwungen. Ich hab jetzt die 0,6er Düse eingebaut und die Infilldruckgeschwindigkeit auf 90mm/s runter gesetzt und es rattert nichts mehr.

Gibt es eigentlich irgendwo eine Übersicht oder ein Auflistung der Druck-Parameter (Druckgeschwindigkeit, ... etc.) in Abhängigkeit der verschiedenen Düsendurchmesser?

Die vielen Einstellungen in der Cura Software sind ja prinzipiell toll, aber irgendwas als grobe Orientierung wäre hilfreich.

Gruß Christian

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@Gerd

Ich benutze Cura 2.1.2 und kann die Einstellung da leider nicht finden.

das Infill mit 150mm/s.

 

Die Einstellung befindet sich unter Material:

5a3320834bab7_ZSprungCura2.1.3.JPG.630c1513683c35a578c2b19477b2fc54.JPG

Wie du druckst mit 150mm/s Infill so schnell ist mein Eilgang (Bewegungsgeschwindigkeit).

Ich drucke mein Infilll mit max 70mm/s

Gruß Gerd

5a3320834bab7_ZSprungCura2.1.3.JPG.630c1513683c35a578c2b19477b2fc54.JPG

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Danke Gerd. Das werde ich zusätzlich versuchen.

Ja, die Geschwindigkeit ist quasi der Teilegröße und damit der Druckdauer geschuldet. Ich drucke eine Gußform für Silikonteile. Die Teile werden nur als Prüfmuster benutzt, die Oberflächenrauheit ist nicht wichtig.

Ich habe die Form in 36 "Scheiben" zerlegt, welche ich am Ende wieder zusammenschraube. Der Druck eines Scheibenpaares dauert 15 Stunden. Fertig sein sollte es am besten gestern......daher die hohe Geschwindigkeit.

Wie in meinem letzten Post geschrieben habe ich aber trotzdem die Geschwindigkeit herab gesetzt. Nach 10 gedruckten Scheibenpaaren war (nicht wirklich überraschend) die 0,8er Düse durch das "Gerubbel" über das Infill verschlissen.

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