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chris123

Retraction and Z-hop

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Hallo,

ich habe bei meinem UM2 immer wieder beobachtet, dass die Düse beim Verfahren ohne Extrusion entweder über die Bauteiloberfläche kratzt, oder doch noch minimal Material extrudiert, welches sich dann als winzige Materialpunkte auf dem Bauteil wieder findet.

Mit den Retraction Einstellung lässt sich irgendwie nichts verbessern.

Könnte mal jemand erklären, wann der UM Retraction nutzt?

So wie ich es in den Einstellungen verstehe, macht er ja nur einen z-hop wenn ein retract gemacht wird, oder?

Kann man einstellen, dass der UM automatisch bei jedem Verfahren ohne Extrusion einen z-hop durchführt?

Danke.

Gruß

Chris

 

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Hi,

Die hässlichen Linien entstehen durch das Combing. Entweder deaktivierst du das combing und setzt den Mindestabstand für den retract herunter und kombienierst dass dann mit einem z-hop oder einfacher/besser ist es aber das Plugin retract while combing zu verwenden. Damit kannst du genau angeben auf welchen layern er während des combing auch einen retract macht. Somit kann man die späteren Deckschichten Streifenfrei halten.

(Eindeutig mein Lieblings-Plugin ;-) )

Gegen die Tropfenbildung hilft mehreres. Weniger temp, schnelleren Travel speed oder mehr retract z.b.

Gruß Dirk

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@dirkdirk:

Ich benutze derzeit ColoFabb XT, was meiner Erfahrung nach mehr zum Fäden ziehen neigt.

Ohne Combing sind die Ergebnis sehr bescheiden und erfordern viel Nacharbeit. Mit Combing ist es erheblich besser, allerdings funktioniert das retract dann bei vielen Strecken auf gleicher Ebene ohne Drucken nicht.

Es läuft dann ständig etwas Material nach, was dann diese Fäden / Treppen produziert.

Ich habe dann mal den Travel Speed erhöht, womit es auch wieder etwas besser wurde.

Wenn ich das noch in den Griff bekommen würde, wäre XT echt mein Favorit.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Könntest Du bitte Deine Ideal Einstellungen mal posten?

Insbesondere Retract Distance und Speed, minimum Distance und Lift Head.

Danke vorab!

Grüße

Marcus

 

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Kann man so schwer sagen. Einstellungen kommen immer auf das Modell an.

Je länger der gap ist umso länger muss auch der retract sein.

Temperatur kommt auf das Material an. Kann man teilweise auf bis zu 190 Grad runter gehen.

Travel Speed auf 200-250 je nach leichtgängigkeit deines Druckers. Aber irgendwann kommen dann auf der Oberfläche "Schatten". Dann wieder weniger Travel Speed oder die Beschleunigung/Verzögerung der Achsen anpassen.

Z-hop verwende ich garnicht. Auf Deckschichten nutze ich retract while combing. Min Travel ist bei 1,5mm, min extrusion 0,02mm. Alles andere wie oben beschrieben je nach modell und Material unterschiedlich.

Einfach ein wenig testen...

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Alles klar, Danke!

Dann werde ich mein "Problemmodell" mal damit drucken.

Das ist eine alternative Lüfterhalterung, die vorne Stege zum Luftauslaß hat. Und da bilden sich immer diese Anhängsel, was zum Nacharbeiten recht aufwendig ist.

Grüße

Marcus

 

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Aber klar kann man dir das erklären 3Dnerd

Combing oder in der Deutschen Cura Version "Löcher umfahren" und genau das macht dieser Prozess, der Druckkopf wird so bewegt dass er nicht über Löcher o.ä. fährt. Diese Bereiche werden einfach umfahren um hier kein Material abzulegen.

Innerhalb deines Körpers hast du damit keine Probleme, denn ob irgendwo ein bisschen Material zusätzlich auf der Innenfüllung liegt oder nicht ist egal. Problematisch wird es wenn dein Loch einmal komplett hindurch das Teil durch geht bis zur Deckfläche, also z.B. eine Röhre ist. Denn hier umfährt er wieder das Loch legt aber etwas Material auf der sonst sauberen letzten (sichtbaren) schicht/Oberfläche ab.

Da hilft das Plugin dann, aber nun noch davor kurz zum retract: Im Deutschen Rückzug, das Material wird da in bestimmten Situationen zurück gezogen. Stell dir ein U vor welches du drucken möchtest, um von einer "spitze" zur anderen zu kommen ohne Material abzulegen, wird das Filament zurück gezogen. Es Läuft also nicht aus der Nozzle, bildet somit keine dünnen Fäden oder ähnliches. Am Zielort (der anderen Spitze des U's) wird das Material schnell wieder nach vorne geschoben um ganz normal weiter zu drucken.

Das Plugin für Cura "retract while combing" kombiniert nun diese beiden Prozesse, dies ist wie schon angesprochen dann interessant wenn es um die letzte Deckfläche geht da hier sonst meistens eine dünne Linie zusehen, entlang des Pfades den der Druckkopf zurück gelegt hat während des Combings. Somit wird zusätzlich noch das Material zurück gezogen und die Linie bleibt aus.

Das wäre meine etwas längere hoffentlich verständliche Erklärung.

 

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Hallo,

ich habe jetzt mal ein paar Versuche mit diesem Plugin und ColorFabb XT gemacht.

Verstehe ich das richtig, dass das Plugin nur für die erste und letzte Schicht gedacht ist?

Bei meinen Versuchen wurde der Druck damit eigentlich schlechter (Unterteil des Druckkopfgehäuses).

Da werden eh schon so unnötige Diagonalbewegungen gemacht nur um noch irgendwo einen Punkt aufzufüllen und genau da reicht das retract nicht aus.

Gibt es denn in Cura keine Möglichkeit das retract zu verstärken? Bei diesem XT Material reicht es irgendwie nicht aus, mit PLA habe ich diese Probleme nicht.

Grüße

Marcus

 

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Also bei meinem letzten Druck habe ich mal das combing deaktiviert,

was zur Folge hatte, dass er bei fast jedem travel eine retraction gemacht hat.

Irgendwie hatte ich das gefühl, das der ganze Druckvorgang eine einzige retraction war...

Das Druckergebnis war auch dementsprechend bescheiden, nicht geschlossene Seitenwände, nicht geschlossene Oberflächen und schlechter infill (Teile waren nicht stabil und knacken beim Verwinden).

Werde dem nächst mal das genannte Plugin probieren.

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@OceanBlue72 Du kannst das Plugin natürlich für alle Layer nutzen, macht aber in meinen Augen keinen sinn. Mit der Begründung, dass es egal ist wie das Objekt im inneren aussieht.

Du kannst das retract verstärken, entweder im tune Menu während des Drucks oder in den jeweiligen Materialeinstellungen. Dort gibt es den punkt retract und du kannst die länge des Rückzugs und dessen Geschwindigkeit bestimmen. XT zieht allerdings generell leichter Fäden als andere Filamente, hab ich bei mir festgestellt

Gruß

 

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Danke Dir! Habe die Einstellungen etwas erhöht und damit wurde es etwas besser. Vielleicht erhöhe ich noch etwas den Travel Speed.

An sich ist diese Fadenbildung kein Problem. Bei solchen Sachen wie dünnen Stegen, an den sich dann diese Fäden sammeln und immer wieder mehr Material dran hängen bleibt wirds dann problematisch.

Es hängt auch mit den Druckbewegungen zusammen. Ich hatte ein Objekt aus 3 Teilen gedruck, die vom Aufbau her fast identisch sind (Druckkopfgehäuse). Das eine Teil wird wunderbar gedruck, sehr effiziente Druckwege, kaum diagonal Bewegungen und Strecken ohne Druck. Bei den 2 anderen Teilen werden viel mehr Wege ohne Druck zurückgelegt, häufiges hin und herfahren und das provoziert das Ganze natürlich.

Grüße

Marcus

 

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So, jetzt habe ich mal ein Bild gemacht...

Ich bin mit den Druckergebnissen echt zufrieden, super Oberflächen, gute Maßhaltigkeit

und wenig Nacharbeit. Aber bei einem reinen Travel kommt einfach zu viel Material.

Und das ist nicht nur beim Infill, sondern bei jeder Schicht:

Retraction Problem

 

Ich drucke mit einer travel speed von 150 mm/s bei 210°C.

Die retraction Einstellungen:

retraction

 

Ich verstehe das so, dass er bei einem Travel > 1.5mm eine retraction macht, richtig?

Und gleichzeitig sollte er, wenn er eine retraction mach, auch einen z-hop von 0.1 mm machen, oder?

Enable retraction unter dem Reiter "Basic" ist auch aktiviert.

Mir kommt es aber so vor, dass er keine Retraction mach, zumindest höre und sehe ich es nicht.

Wo kann man einstellen, wie weit das Material zurück gezogen werden soll?

Unter dem Reiter "Advanced" kann ich keine Einstellmöglichkeit finden.

Was kann ich noch tun um das ganze zu verbessern?

Drucktemp runter?

Travel speed hoch?

Materialrückzug erhöhen?

Wie weit kann man das Material zurückziehen, ohne dass es dann zu Unterextrusion kommt?

Gruß

Chris

 

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Hi,

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz dein Problem an dem Teil bzw auf dem Bild? Was genau stört dich da?

So wie das Teil aussieht macht er da keinen retract, für was auch? Dafür ist ja das Combing zuständig. Ein retract kommt erst wenn er einen "Spalt" von 1,5mm oder größer überfährt. Und dann wird auch dein z-hop aktiv.

Die Retractioneinstellugen findest du direkt im Ultimaker, also Länge und Geschwindigkeit.

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Mein Problem ist, dass bei einem travel einfach zu viel Material aus der Düse kommt.

Beim infill ist mir das egal. Aber das ganze passiert auch in den Deckschichten und erzeugt unschöne Linien.

Ich dachte ein retract wird gemacht, so bald der Travelweg größer 1,5 mm ist.

Dann habe ich das vll. falsch verstanden.

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Verwende doch einfach das Plugin retract while combing. Gib dort deine layer an in denen er bei einem Travel auch einen retract machen soll. Ich gebe dort meistens die letzten beiden layer der Deckschicht ein. So bleiben die Kratzer komplett aus.

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Hallo JohannesK91,

danke für Deine ausführliche Antwort zu Combing und Retraction, aber sorry das mit dem Combing versteh ich immer noch nicht ganz. Was soll durch Combing verhindert werden?

Wenn Löcher überfahren werden, dann wird doch kein Filament mehr nachgeführt somit kommt doch auch kein Material aus der Düse, was sich wo ablegen kann?

Verstehe ich nicht...

 

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Die Löcher werden nicht überfahren sondern umfahren. Das heißt der Druckkopf fährt die Positionen an ohne einen Retract zu machen um Zeit zu sparen. Deswegen auch das überschüssige Material auf dem infill. Und dadurch entstehen auch diese Streifen auf der Deckschicht welche mit dem Plugin verhindert werden können.

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