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Ultimaker Community of 3D Printing Experts
JB_Sullivan

Tips für Newbies zur Frust Verhinderung

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Hallo und frohe Weihnachten alle zusammen,

als quasi Newbie im Bezug auf den UM2 (habe ihn jetzt ca. 2 Monate) möchte ich hier dem einen oder anderen Neubesitzer der heute ggf. so ein Gerät unter dem Tannenbau hat, ein paar Tips mit auf den Weg geben. Leider ist auch der UM2 trotz seines hohen Preises KEIN "out of the Box und läuft" Gerät.

Bei mir gipfelte das ganze nach nur einer halben Rolle Filament darin, das ich das Gerät schon wieder zurück schicken wollte. Mit anderen Worten wenn Ihr Euch rumquält, vergeht Euch sehr schnell der Spaß an der ganzen 3D Druckerei.

Daher möchte ich als Newbie anderen Newbies gerne ein paar Tips geben die Euch helfen sollen dieses Tal der Tränen zu vermeiden. Natürlich dürfen mich die "alten Hasen" gerne korrigieren und ggf. weitere Frust verhindernde Dinge diesem Thread hinzufügen.

1.)

Hauptproblem in meinen Augen ist der Material Feeder der schnellst möglich gegen eine selbst gedruckte Version von Thingiverse oder youmagine ersetzt werden sollte. Ich habe mich für diesesn hier entschieden - https://www.youmagine.com/designs/yet-another-ultimaker-2-feeder

Ich bin in weiten Bereichen recht glücklich mit dem Feeder, jedoch hat auch dieser einen Nachteil. Je nach Filament Materialstärke muss man immer wieder den Feder Anpressdruck korrigieren. Speziell bei Filamenten welche keinen konstanten Durchmesser haben, kann es vorkommen, das die gemachte Anpressdruck Einstellung falsch ist (wird) und es zu unter Extrudation (meist in der Nacht :( ) kommt.

Das ganze kann sogar soweit gehen, das dass Material gar nicht mehr weiter transportiert wird. Dies liegt u.a. an einer Verstopfte Düse, was ich allerdings nach nunmehr 700 Betriebsstunden noch nicht hatte, oder aber durch das "durchdrehen" (wegen Schwergängigkeit) des Filament Antriebs werden kleine Kunststoffpartikel mit in den Schlauch transportiert. Der Schlauch hat aber einen sehr passgenauen Innendurchmesser, sodaß die Summe dieser Krümel zu einer Blockade des Vorschubs führen kann.

Das Filament wird dann "dünn" geschliffen und nichts geht mehr - der Druck ist natürlich in der Regel auch hin.

Um das mit den Krümeln zu verhindern, habe ich einfach einen Pfeifenreiniger, VOR das Eintrittsloch in den Schlauch, um das Filament gewickelt. Wenn man Glück hat bleiben die Kunststoffkrümel darin hängen und man hat bei kurzeitigem durchrutschen des Filaments, "nur" ein paar unschöne optische Makel und keinen totalen Schrott Druck.

Letztendlich ist aber auch dieser gedruckte Feeder in meinen Augen nur eine Übergangslösung , da man bei häufigen Filamentwechseln und schwankenenden Qualitäten immer wieder nach korrigieren muss. Darum habe ich mir jetzt einen Bondtech Feeder bestellt. Ich hoffe sehr das damit das Filament transport Probem ein für alle mal vom Tisch ist.

2.)

Der Filament Abroller sollte auch gegen eine selbstgedruckte Kugelgelagerte Version ersetzt werden. Auch diese Modifikation trägt dazu bei, das dass Filament leichter eingezogen werden kann. Ich habe mich da für dieses Modell entschiednen -> https://www.youmagine.com/designs/low-friction-um2-spoolholder

3.)

Der Olsson Block. Eine der sinnvollste Erweiterungen überhaupt, da durch diesen Block die Düsen auswechselbar sind. Man kann dadurch mit unterschiedlichen Düsendurchmessern arbeiten, oder sich für jedes Material eine entsprechende Düse hinlegen. Ich habe mir aus China für 1,04€ das Stück ein Großpaket 0.4 Düsen für den Olsson Block bestellt und kann bis jetzt keine Nachteile gegenüber der original Olsson Düse feststellen. Wenn ihr nach Ersatzdüsen für den Olsson Block ausschau haltet, müßt ich nach Düsen mit M6 Gewinde und für 3mm Filament für das V6 Hotend gucken. Die passen von der Länge problemlos in den Olssson Block, sodaß nicht einmal das Druckbett neu eingestellt werden muss.

4.)

Eine alternative Lüfteraufnahme. Ich habe bei mir das Metallgestell gegen diese gedruckte Version ersetzt -> https://www.youmagine.com/designs/ultimaker-2-fan-mount--2

Warum? - nun der Drucker steht bei mir im Büro und der laute Lüfter nerft ein wenig. So kann ich bei normalen drucken mit 70% - 80% Lüftergeschwindigkeit fahren und habe immer noch genügend Kühlleistung.

5.)

70% - 80% Lüftergeschwindigkeit??? Wo stellt man das ein? Dafür empfehle ich unbedingt die Firmware von Tinkergnome hier aus dem Ultimaker Forum auf die Maschine aufzuspielen. Man bekommt damit einfach viel mehr Informationen angezeigt und hat viel mehr Eingriftsmöglichkeiten in u.a. Lüfterdrehzahlen, Temperaturen, Fluss usw. usw. -> https://github.com/TinkerGnome/Ultimaker2Marlin/releases/tag/V15.12

6.)

Als letztes möchte ich noch einen Tip zum Filament Wechsel los werden. Ich hatte es in der Vergangenheit immer wieder, das bei einem Filament Wechsel, altes Material aus der Düse beim zurück ziehen bis in den Schlauch hinein gezogen wurden.

Hat man es drin gelassen, kam es meist zu einer Verstopfung wenn das neue Material in den Schlauch eingeschoben wurde. Also musste man zwangsläufig auch den Schlauch sauber machen, was unter Umständen zu weiteren Problemen führte, weil bei der Remontage der Schlauch nicht richtig in den Koppler eingeschoben wurde.

In der Zwischenzeit erspare ich mir das sauber machen des Schlauch KOMPLETT. Wie? Ich verwende für den Anfang des neuen Filaments IMMER einen Bleistiftanspitzer und spitze das Filament vorne an. Auf diese Art und Weise wurden bis dato alle im Schlauch vorhandenen Fäden wieder bis in die Düse zurück geschoben OHNE das es zu einer Blockade oder Verstopfung kam.

So, das waren erstmal die Tips vom Newbie für Newbies ............

............... to be continiued

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Das sind gute Tipps - danke!

Ich habe folgende Anmerkungen dazu:

1. Ich würde den original Feeder von Robert verwenden. Der Anhang unten für das Filament ist m.E. nicht notwendig. Der Feeder-Motor ist eigentlich stark genug um das Filament einzuziehen, meist liegen die Probleme woanders. Es kann sein dass zu kühl gedruckt wird (z.B. wenn man mit 50mm/s druckt und bei 0.2 layer height, dann sollte man mit der Temperatur schon über 220° liegen - für PLA). Auch darauf achten dass sich das Filament nicht verheddert und verknotet (gerade bei losem Filament immer wieder in Problem).

https://www.youmagine.com/designs/alternative-um2-feeder-version-two

4. Ich finde diese Lüfteraufnahme ziemlich gut. Die Lüfter schwingen nach hinten falls man an der Nozzle arbeiten muss und es passt sowohl zum Olsson als auch zur normalen Nozzle.

https://www.youmagine.com/designs/um2-fan-duct-v2

6. Wenn man den Feeder ausgetauscht hat, dann geht das Filamentwechsel noch einfacher und man macht dabei noch den sog. Atomi Pull welches die Nozzle immer automatisch mit reinigt. Wenn man das Filament wechseln möchte, hinten den Robert Feeder öffnen, die Nozzle auf 220° aufheizen und dann etwas Filament von Hand durchschieben. Es muss nicht viel sein - z.B. so viel dass das Filament welches herauskommt das Heizbett erreicht. Dann das Filament stehen lassen und die Temperatur auf 90° einstellen. Wenn diese erreicht ist, mit einen kontrollierten Ruck das Filament hinten am Feeder herausziehen - nur ein paar cm. Man spürt dass das Filament frei kommt, dann kann man es in aller Ruhe komplett heraus ziehen.

Das hat den Vorteil dass es den kompletten Inhalt aus der Nozzle mitnimmt und so auch die Nozzle reinigt. Es gibt keine Fäden und keine Rückstände im Schlauch. Und beim nächsten Druck muss man sich keine Gedanken machen dass sich die Filament-Farben mit dem Rest aus der Nozzle vermischen.

Hier wird das ganze genauer beschrieben:

https://ultimaker.com/en/support/149-atomic-method

Es gibt übrigens auch eine App für iOS und Android von Ultimaker. Sie enthält weitere solcher Tipps zur Wartung und zur Vereinfachung des Umgangs mit dem Drucker.

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Hallo, ich danke dir für diese tolle Zusammenstellung!

Trotzdem habe ich schon schmerzlich gemerkt, dass 3-D Druck immer mit viel Frust behaftet ist.

Mal eben Zack Zack etwas machen, das geht nicht.... :(

Aber alles macht für mich keinen Sinn, weswegen ich gerne noch einmal nachfragen wollte und ebenso auch Punkte anschneiden wollte, die eben nicht genannt worden sind, trotzdem aber viele Fragezeichen aufwerfen und ich nicht verstehen.

1) ich habe leider das Hauptproblem noch nicht verstanden warum er getauscht werden sollte gegen ein selbst gebauten.

Filament wird dann "dünn" geschliffen, dieses Problem hatte ich auch schon weil ich beim Material insert, zu lange auf der kleinen Stufe laufen gelassen habe, bis ich auf den Knopf gedrückt habe und die schnelle Vorschubstufe aktivierte.

Dadurch hat sich das Material regelrecht klein gefräst an der Stelle.

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3) Der Olsson Block ist bei meinem Paket auch bei geliefert worden, allerdings habe ich ihn bis jetzt noch nicht beachtet, weil ich erstmal generell das normale Drucken lernen wollte und ebenso eine vernünftige Qualität herstellen wollte, bevor ich an Optimierungen gehen.

4) also diese Optimierung dient rein der Akustik?

Ich gebe dir recht, mich nervt das laute Lüftergeräusch auch, doch im Gegensatz zum Replikator 5 ist die Maschine schon ein ganzes Stück leiser.

Kann ich den nun ohne Probleme meine Drehzahl auch minimieren oder ist es Materialabhängig? momentan ja noch das original UT in silver

5) in der Original Software, die noch auf meinem Gerät ist, kann ich allerdings auch unter Advance Einstelluungen vornehmen. Wenn ich mit dieser selbstständigen Software dann nicht zufrieden bin, kann man dann rückstandslos wieder zurückrüsten?

Das geht dann über dem punkt in Cura?

6)

Hier habe ich ehr andere Probleme festgestellt, das es bei mir durch die Durchfärsung / schleifung des Filaments zu Stücken von 30-40 cm Länge kommt, welche nicht mehr rausgefahren werden können.

Somit muss ich den Schlauch lösen mittels der blauen alte Halteklammer einmal unten am Feeder und einmal oben am Druckkopf.

Da diese Klammer unter extremer Spannung steht, ist sie mir daher nun schon mehrmals in die Öffnung zum Druckkopf gefallen, ich habe diese somit mit Isolierungen zu geklebt.

Gut oder schlecht?

Ebenso, was macht man mit Stücken von 30-40 cm Länge ? Wegwerfen ist doch zu schade? Ein neuen langen Draht bauen?

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Hallo edel,

mir geht es ähnlich wie Dir. Den Olsson Block habe ich auch noch nicht eingebaut und möchte auch erst einmal mit den Standard-Bauteilen und Einstellungen sehen, wie weit man kommt. An einen Drucker, der über 2000,- Euro kostet und damit 4 Mal so viel wie der von Tchibo oder dem gerade bei Heise sehr erfolgreich getesteten Daycom 3DP-100, erwartet man halt auch etwas.

Nach anfänglicher Erfolgen und großer Freude bin ich jetzt auch erst einmal verhalten. Denn wenn es dann einmal nicht klappt, merkt man erst, was man alles nicht weiß und beginnt viel Zeit in die Fehlersuche zu stecken. Zu viel Zeit.

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So anbei möchte ich mit diesem Posting einmal auf die Punkte eingehen, die ebenso wichtig sind für Anfänger und hierbei ebenso viele Probleme entstehen können.

7. Leveling Plate

Hierbei heißt es ja, es soll ein kleiner Widerstand zu spüren sein zwischen dem Blattpapier und der Düse.

Für die Feinkalibrierung müssen die drei verschiedenen Federn gespannt oder entspannt werden.

Doch die Quizfrage für mich lautet was bedeutet kleiner Widerstand?

Ich habe hierzu mal folgendes Video gemacht, etwas schwer, da man drei Hände dafür benötigt, aber ihr hört ja das kleine Kratzgeräusch vom Blattpapier... (bzw wenn dies kleine Karte mal weg ist, dann normales Kopierpapier nehmen?)

https://youtu.be/Rjw-W9VZieA

Ist es gut so? Oder mache ich etwas falsch?

8. Haftung des Materials an der Bodenplatte.

Meine Bodenplatte läuft generell auf 60°, allerdings haftet die Struktur nicht. Besonders nicht die Supportstuktur.

Hierfür habe ich wieder ein Video gemacht, weil dieses mehr sagt als 1000 Worte.

Gedruckt werden sollte ein Star Trek Modell Raumschiff.

https://youtu.be/NkFLHv2vQ

O.k., hier sieht man definitiv die nicht gehaftete Struktur.

Neuer Versuch, also wird der Klebestift benutzt.

Hierbei stellt sich schon einmal die erste Frage, wie dick muss ich den Klebestift auftragen?

Klebrig ist er allerdings nie, da er sofort auf der heißen Platte trocknent

https://youtu.be/J4JnRIgKfQE

Und hierbei sieht man erneut das Problem das keine Haftung der Schicht entsteht, obwohl nun der Klebestift da ist.

Sollte ich lieber das alte Blue Tape benutzen, welches ich noch von Makerbot da habe?

9. Ersatzteile

nichts ist ärgerlicher, als wenn ein Teil für wenige Euro kaputt geht und man dieses teuer nachbestellen muss und tagelang dann sein Projekt nicht mehr weiterführen kann.

Welche generellen Ersatzteile sollte man sich auf Vorrat legen?

10. optimierte Einstellungen

über die Lüftesteuerung wurde ja schon diskutiert.

Dennoch sehen die Standardeinstellungen, wie folgt aus:

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Es sind leichte Screenshots direkt aus CURA

Was sollte man optimieren?

11. Software / Cura

Ich habe von vielen Leuten schon gehört, dass sie regelrecht eine Art Religion um die Slicingsoftware machen, ist CURA wirklich das beste oder sollte man sich nach einer anderen Programm umsehen?

12. Durck verfeinen

Ich habe zwar schon im anderen Thema gefragt, dennoch möchte ich es hier noch einmal tun um alles zentriert in einem Thema zu haben, wenn andere es lesen.

Ich kämpfe aktuell mit dem Problem eines unsauberen Druckergebnisses

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Diese Fäden sind schrecklich und ich bekomme sie nicht in den Griff obwohl ich inv High schon drucke.

Ebenso ist im Infill eine regelrechte Fadenbildung. Hierbei stellt sich für mich die Frage ist das zu ignorieren oder wiederum beeinträchtigt das auch die obere Deckschicht?

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Hallo edel,

mir geht es ähnlich wie Dir. Den Olsson Block habe ich auch noch nicht eingebaut und möchte auch erst einmal mit den Standard-Bauteilen und Einstellungen sehen, wie weit man kommt. An einen Drucker, der über 2000,- Euro kostet und damit 4 Mal so viel wie der von Tchibo oder dem gerade bei Heise sehr erfolgreich getesteten Daycom 3DP-100, erwartet man halt auch etwas.

Nach anfänglicher Erfolgen und großer Freude bin ich jetzt auch erst einmal verhalten. Denn wenn es dann einmal nicht klappt, merkt man erst, was man alles nicht weiß und beginnt viel Zeit in die Fehlersuche zu stecken. Zu viel Zeit.

 

Hallo, ich kann deinen Frust sehr gut verstehen, diesem gleichen Frust hatte ich vor eineinhalb Monaten auch, wo ich mit einem Makerbot Replicator 5 angefangen habe. Ich habe Dutzende Stunden getestet, mit der Support Hotline telefoniert und das Ding zwei Wochen lang auf Herz und Nieren geprüft, bis ich die Nase voll hatte weil es einfach nur Schrott war. Das Gerät war sogar noch um 1000 € teurer.

Wo ich mich nun auf den UT2 eingelassen habe, wusste ich schon etwas und dass es auch kein Kinderspiel werden wird. Allerdings ist das Gerät schon einmal um ein Vielfaches besser als die Konkurrenz. Trotzdem nerven mich die Probleme hier auch und ich würde nichts anderes lieber machen als endlich einmal zu drucken wieder Weltmeister und perfekte Qualität zu bekommen.

Gerade ich möchte es für den Modellbau nutzen und auch feine klare und ordentliche Strukturen

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Da ich diesen Thread mal ins Leben gerufen habe, möchte ich auch ein paar Antworten dazu abgeben - auch wenn ich mich immer noch als Newbie bezeichnen würde, habe ich in den letzten beiden Monaten seit dem Kauf unglaublich viel Zeit investiert um mich mit dem 3D Drucken und im speziellen mit dem Ultimaker 2 auseinander zu setzen.

Auch mein Plan war es, genauso wieder der von Edel "mal schnell" ein paar Teile für mein Modellbauhobby zu drucken. Seit ich den Drucker haben, ruhen derzeit alle meine angefangenen Modellprojekte, weil ich einfach den 3D-Druck kennen und verstehen lernen will.

OK, fangen wir mit dem Slicer Programmen an. Ja, das ist echt eine Wissenschaft für sich. CURA ist meiner Auffassung nach ganz klar für Leute ohne große Lust am tüfteln ausgelegt. Slicen, Drucken, passt zu 90%.

Alle anderen Slicer Programme die ich danach kennen gelernt habe (Simplify3D, Slic3r) bieten viel viel mehr Verstellmöglichkeiten. Was aber gerade für Newbies auch zu einer weiteren Fehlerquelle werden kann. Wenn man erst einmal die Zusammenhänge versteht bieten diese Programme aber auch unglaublich viele Möglichkeiten ein Druckstück so optimal hin zu bekommen.

Ich glaube es geht kein Weg daran vorbei die Fehler alle selber zu machen und vor allen Dingen die ganzen Einstellungen penibelst mit zu dokumentieren. Man muss auch einfach mal ein paar Stunden dem Drucker zugucken um eventuelle Fehler Live zu sehen und nicht erst die Spagettis am nächsten morgen.

Seit ich den Drucker habe, komme ich keine Nacht mehr vor 2 Uhr ins Bett.

Zu deinem durchrutschen des Materials sei folgendes aus meiner bescheidenen Erfahrung zu sagen.

1.) Hauptproblem: Der Ultimaker Feeder. Man kann bei diesem Feeder nicht vernünftig eine Andruckspannung für das Filament einstellen. Bei Durchmesserschwankungen kann es schon passieren das der zuvor passende Andruck nicht mehr funktioniert und der Feeder das Material schlechter bis gar nicht mehr transportiert. Eine Einstellmöglichkeit bei dem Original Teil geht eigentlich gegen Null (siehe diverse Forumsbeiträge hier).

2.) Temperatur zu niedrig und Geschwindigkeit zu hoch. Gerade bei den Fäden im Infill. Das Infill wird in der Regel immer deutlich schneller gefahren als der Rest. Da schafft die Heizung es nicht das Filament schnell genug aufzuschmelzen damit es durch die Düse gedrückt werden kann. Also Speed runter oder Temperatur rauf - oder ein Mittel aus beidem.

Der Feeder will aber seine Menge trotzdem nachschieben und rutscht durch - vielleicht nur sehr wenig was diese weißen Rattermarken am Filament zeigen. Wenn es dumm läuft kommt noch das Problem mit den Krümeln so wie oben beschrieben dazu. Auch dieses überspringen des Feeders und damit das dünn schleifen des Filament ist ein anzeichen dafür das der Feeder das Material nicht analog zu der Geschwindigkeit in den Heizblock drücken kann wie es dort drin verflüssigt wird.

Natürlich kann es eine verstopfte Düse, schlechter Übergang des Transportschlauch in den Coupler oder auch Verschleiß des Couplers sein. Hinzu kann hakendes, schlecht abrollendes, oder verknotetes Filament kommen. Aber das muss man von Fall zu Fall selber heraus fummel.

Gerade beim Filamentwechsel ist der Düsenblock noch nicht so 100%ig auf Temperatur wie nach einem mehrminütigen Druck. Da wird dann das kalte Filament (z.B. Raumtemperatur Kellerräum) in die Düse "geschossen". Was dann passiert hast du selber schon mit dem dünn schleifen erlebt.

Auch das ist ein Argument für die Tinkergnome Firmware, denn dort kannst die die Düse und auch den Tisch vorheizen. Und Ja, die Tinkergnome Firmware kann durch CURA wieder auf die Werksfirmware rückgängig gemacht werden - aber das wirst du nicht mehr wollen wenn die erst einmal drauf ist.

Zum Thema Haftung: Ich haben bis jetzt noch NIE einen Klebestift oder sonstiges benutzen müssen. Ich drucke immer nur auf der Glasplatte. Allerdings verwende ich auch zum Tisch Level einstellen eine Metall Fühlerlehre zum Zündkerzen / Ventile einstellen.

Ich habe meinen Tisch auf 0.1 mm eingestellt. Ebenfalls mit diesem leicht saugenden Gefühl wie man das früher beim Ventile einstellen beim PKW her kannte. Ich hatte auch schon 0.15 ausprobiert. Dabei hatte ich deutlich mehr Probleme mit der Haftung. Die korrekte Tisch Nivilierung und der Abstand zur Düse scheinen ein nicht unerheblicher Faktor bei der Haftung des 1. Layer zu spielen.

Thema Olsson Block: ICH würde ihn sofort einbauen, da die Erfahrungen die du / ihr jetzt mit der statischen Düse macht, hinterher nicht unbedingt auf den Olsson Block anwendbar sind. Der Ultimaker Block wird duchgängig beheizt. Beim Olsson Block ist der Wärmeübergang bis in die Düse durch das Gewinde etwas schlechter. Man liest generell immer wieder das beim Olsson Block die Temperatur etwas höher sein muss. Das ist auch bei mir so. Egal ob PLA oder PTEG ich liege immer 5° - 10° über der Empfehlung der Filament Hersteller.

D.h. die Temperatur Erfahrungen die du jetzt sammelst, KÖNNEN unter Umständen mit dem Olsson Block nicht mehr passen - muss aber nicht so sein. Darum würde ich mir die mögliche Fehlerquelle gleich ersparen und meine Lernkurve nur mit dem Olsson Block machen.

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Hallo edel,

Erfahrungsaustausch finde ich gut! :-) Darum: Ich habe zum Beispiel keine Probleme mit der Haftung. Beim ersten Mal habe ich dünn den Klebestift verwendet, später dann nie mehr und trotzdem bleibt bei mir jedes Model sehr gut haften.

Dafür habe ich oft winzige störende Zäpfchen an meinen Modellen.

In einem anderen Beitrag habe ich noch geschrieben, dass ich bei einem über 24 Stunden währenden Druck in 'High quality' im Druck ein 'Under extrusion' hatte. Ich hoffe die Bezeichnung stimmt. Also ein oder zwei Schichten, in denen Löcher sind. Was am Ende dazu führte, dass das Objekt bei 'Aktivierung' an diesen Stellen zerbrach.

Beim Modell handelte es sich um das 'Platform jack' von Thingyverse. Als ich beim ersten Mal in 'Fast print' und etwa 6 - 7 Stunden druckte, hatte es funktioniert.

Übrigens ein wirklich tolles Modell für die Demonstration, was so ein 3D Drucker - wenn alles klappt - kann.

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Auch mein Plan war es, genauso wieder der von Edel "mal schnell" ein paar Teile für mein Modellbauhobby zu drucken. Seit ich den Drucker haben, ruhen derzeit alle meine angefangenen Modellprojekte, weil ich einfach den 3D-Druck kennen und verstehen lernen will.

 

Das thema schnell ist leider schon früh verworfen wordne, aber hast du dir meine Videos angesehen und könntest du da kurz ein Feedback geben, was ich falsch mache und was richtig?

Ich wollte morgen paar sachen gerne machen, heute ist der UT2 ja nur gelaufen für die videos und was dabei rauskomm, sieht man ja :(

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Düse muss noch ein wenig näher zur Platte. Düse 90gr A4 Blatt finde ich besser, kratzen ist halt sehr dehnbarer begriff, es sollte leicht hacken ohne papier beschädigt wird. Aber du darfst sie Platte nicht selber berühren. Cura Quick Print Profile am besten Normal Quality verwenden. Infill speed 0 (Null) und Innershell speed auch 0. Klebestift für PLA mit Heizbett unnötig eher für ABS. Hitze für PLA 220 ist in ordnung. Bed leveling mache ich zweimal hintereinander. Langsam wird es was.

Gruss

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Also das Kalibriervideo habe ich mir angesehen.

Folgendes - ganz wichtig!!! Wenn ich weiß das ich eine Tisch Kalibrierung machen werde, wische ich die Düse im heißen Zustand so lange mit einem Baumwolllappen ab, bis definitiv kein flüssiges Filament mehr nachkommt.

Ich hatte mir nämlich Anfangs auch mal so ein Ei gelegt in dem ich den Tisch einjustiert habe mit einer Düse wo unten noch ein kleines, nahezu nicht sichtbarer Stück, erkaltetes Kunststoff vom letzten Druck dran hing. Somit war der Düsenabstand viel zu groß.

Als zweites: Den ersten Schritt mit der Vorjustage spare ich mir. Da stelle ich gleich richtig ein und wenn er die Punkte ein zweites mal anfährt, überprüfe ich nur nochmal die Einstellungen.

Drittens: Als ich noch mit der UM Setupcard eingestellt habe, habe diese immer unter der Düse hervor gezogen und dann gegen die Düse gegen geschoben das sie sich leicht gewölbt hat. Dann habe ich den Tisch eingestellt bis sie unter die Düse gefluscht ist. Beim hin und her schieben musste dann ein ganz leichter Widerstand spürbar sein.

Karte wieder raus und nochmal von außen eingeschoben. Auch dieses mal musste es sich minimal wölben und dann unter die Düse flutschen.

...... aber wie gesagt, mittlerweile mache ich es mit einer Metallfühlerlehre, aber nach dem gleichen Verfahren.

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