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hulster

Wie kommt man eigentlich dazu 3d zu drucken?

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Posted · Wie kommt man eigentlich dazu 3d zu drucken?

Hallo Leute

 

Mal wieder n tread ohne nörgeln und probleme - tut sicher gut!

 

Ich bin letztes Jahr wie "die Jungfrau zum Kind" zum 3D-Druck gekommen:

(hab nen kleinen Sohn).

Der Gedanke bei mir war zuerst nur: der will wenn er grösser ist sicher, wie ich als Kind, ne Modellbahn haben

und die Erkenntnis: Das Zeug ist immer noch so teuer wie in den 90ern.

gefolgt von dem Gedanken: nen billigen Druckerbausatz krieg ich für unter 200 euro - mal testen!

Da ich trotz aller Probleme die Ergebnisse recht gut fand, war ich neugierig, was n Druckerbausatz für n guten tausender kann und bin so beim UMO+ gelandet - und damit hier!

Fazit: andere Maschine - andere Probleme!

Aber: n tolles Hobby und ne spitzen community!

 

Jetzt bin ich neugierig auf Eure Beiträge und Geschichten, also haut (wenn Euch das Leben zeit lässt) in die Tasten und erzählt Eure Geschichten!

 

Andy.

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Posted · Wie kommt man eigentlich dazu 3d zu drucken?

Hi,

 

ist schon ´ne Weile her, dass ich auf 3D Drucker gekommen bin. Aufmerksam wurde ich 2013 durch eine vollmundige Werbung eines Versenders names Pearl in einer Computerzeitschrift, mein ich, damals. Da wurde doch tatsächlich versprochen, einen "Out of the box" 3D Drucker für 1199 Euro zu liefern, der, dank beigelegter Software sogar Scans von Teilen nachdrucken kann.

Also dachte ich mir, Naiv, wie ich damals war, das wäre doch genial. Zwar ein heftiger Preis, aber wenn ich damit das alles bewerkstelligen kann, könnte er sogar nützlich sein....

Um es vorweg zu nehmen: Die Scan-Software, die mitgeliefert wurde, war höflich ausgedrückt nicht so ganz geeignet für technische Scans - kleine Gummienten oder einfache Platten und die dann mit Phantasie nachbearbeiten, bis man dahin kommt, ja, aber 3dimensionale Bauteile kopieren - da war ich schon damals im CAD schneller als mit dem Teil - und Präziser... 

Das Teil arbeitete nämlich mit einer Vorlage, auf der Muster in den Ecken angebracht sind. Man plazierte das Teil auf der Fläche dazwischen und machte mit einer Kamera Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Software hat immer im Verhältnis Abstand zu den Punkten die Abdeckte Fläche berechnet - so ´ne Art Scherenschnitt eben. Ergebnisse wie bei der Ente erinnerten mich eher an Kunst den an Scan.... 

Soviel zu der Scan-Software. Die Bearbeitungssoftware habe ich mir dann gar nicht mehr angetan, nur mal geladen und etwas "rumgespielt". Da ist Blender leistungsfähiger, billiger (kostenlos) und besser - von daher Zeitverschwendung, ganz zu schweigen vom "Phantasiepreis" des Teils, der da aufgerufen wurde...

Bleibt das Herzstück des Software-Bundles: Der mitgelieferte Slicer! Uaaahhh! Zumindest aus heutiger Sicht! Damals hatte

ich keine Vergleiche, aber übersichtlich, da kaum Einstellmöglichkeiten... Tempo? Nun, kleine Teile Slicen war kein Problem. etwas größere Teile konnten dann ganz schnell zu einer ausgedehnten Kaffeepause einladen um die Minuten sinnvoll zu nutzen, was mir sehr schnell die Nutzbarkeit für meine "Projekte" vor Augen führte: 0. Ich begann dann sehr schnell nach Alternativen in der Beziehung zu suchen. Leider gab es keinerlei Dokumentationen über den Befehlsumfang des Druckers usw., was das ganze erschwerte.

Aber zum Gerät selber: Es druckt. Wenn nichts kaputt ist. Was zum nächsten Problem führt: Zuverlässigkeit... Was ist das?

Ich bekam sehr schnell, dank der seeehr hochwertigen Steckverbindungen kontaktprobleme, also Temperaturfehler etc...

Also hab ich auf eigene Faust, da ich keine Lust hatte, dass Monster einzuschicken, nachgearbeitet. Dann habe ich, damals mit der Kinect einen 3D Scan für einen Pilotenkopf von mir gemacht. Diesen wollte ich ausdrucken. Dabei verlor er irgendwann in den 16 h Druckzeit die Haftung, riß das Teil mit und verstopfte sich so selber die Düse. Mit dem Effekt, dass er sich selber in ABS eingegossen hat. War ´ne Riesen Sauerei. Hotend war schrott, also neu bestellt. Alles zusammen gebaut und eingerichtet. Probedrucke waren wieder ok, nächsten Anlauf gemacht und da verabschiedete sich das Board dann - hatte nur noch diese Testdrucke (Gitter) zum überprüfen, ob die Justierung paßt, gedruckt, aber nichts mehr von SD-Karte - obwohl es diese noch einlesen konnte und Anzeigen. Aber eben keine Lust mehr gehabt, diese auch abzuarbeiten und zu drucken. Da war dann schluß mit Lustig für mich und der Drucker landete im Elektroschrott. Das war das Thema Freeskulpt 3D und ich.

Dann habe ich mir den Bausatz RF1000, der gerade im Preview angekündigt wurde, näher angeschaut und dann auch bestellt. Wesentlich solider, teurer, aber auch mit ein paar konstruktiven Fehlern - die aber lösbar für mich waren. Den habe ich mir dann bestellt und mußte 3 Monate bis zur Auslieferung warten. Da war Geduld gefordert. Von da an ging es Steil in der Lernkurve aufwärts - hatte ja schon einige "Erfahrungen" aus dem kurzen "Freeskulpt"-Intermezzo...

Das ganze mündete dann in den Umbau auf DGlass Dualextruder und der entsprechenden Modifikation der FW sowie der Hardware um es zum laufen zu bringen. In der Zeit bin ich dann auch auf Udo gestoßen (Riu), der ein Forum für den RF1000 u.ä. Drucker gründete, um da Probleme, Tipps und Erfahrungsaustausch zu realisieren. Nennt sich RF1000.de und dort war ich erster Moderator und bin noch immer dort Moderator. 2014 kehrte ich, nach ersten Bekanntschaften mit Slic3r und Cura dem ganzen den Rücken und investierte etwas Geld und kaufte mir Simplify. Und seitdem drucke ich mit dem RF1000 und nachher auch dem Ultimaker 3 mit Simplify. War für mich der beste Kompromiss. 

Aber mit der Zeit wurden die Projekte immer größer und die Druckzeiten immer länger. So kam der Wunsch nach einem 2.ten Drucker auf. Der Freeskulpt war Müll und dort auch schon lange gelandet... Aber auch in der Größe wuchsen die Begehrlichkeiten... 

Also kam 2017 dann der Ultimaker 3 Extended auf den Plan. Seitdem habe ich also auch einen Ultimaker. Lustigerweise habe ich nachher, als ich das Geheimnis gelüftet habe, erfahren, dass unser Admin (Riu) exakt den gleichen geordert hatte...

Na, ja! Ist ein steiniger, langer Weg gewesen, aber so kam ich zum 3D drucken.

 

Gruß, Digibike

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Posted · Wie kommt man eigentlich dazu 3d zu drucken?
13 hours ago, Digibike said:

Mit dem Effekt, dass er sich selber in ABS eingegossen hat. War ´ne Riesen Sauerei.

 

Das kenne ich doch irgendwo her 🙄

 

 

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Posted · Wie kommt man eigentlich dazu 3d zu drucken?

Ja...😂 Kannte den Effekt schon früh, aber da nur einmal und letztes Jahr gleich 2mal... Naja. 30 cm hoch und schmale Fläche ist schon leichter die Haftung zu verlieren als 10 cm hoch und Kopfform. Das spricht für den Ultimaker, aber er ist dafür konstruiert und meiner Meinung kann das immer Mal passieren und darf/muss nicht solche Auswirkungen haben! Er hat doch alles an Bord bis auf 2 kleine Reedschalter... Und die Klappe drückt es, wenn man Sie nicht blockiert jedesmal auf, sobald sowas anfängt. Dazu ist die Magnetkraft zu gering... Keine Ahnung warum sie das nicht machen/gemacht haben... Ich hab noch kein Argument gefunden/gehört, dass dagegen spricht...

 

Gruß Christian

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