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obolski

Werkzeug für Düsenreinigung

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So, jetzt hats mich auch erwischt: Düse verstopft und ich kriege sie von oben nicht frei. Ein geeignetes Werkzeug zum Durchstossen habe ich aktuell auch nicht hier. Nach 4 Stunden Bastelei und Druck-Entzug bin ich eigentlich reif für die Couch, aber jammern hilft jetzt ja auch nicht. Deswegen wollte ich euch stattdessen mal fragen, welches Werkzeug ihr für die Nozzlereinigung empfehlen würdet. Man liest von Spritzen- oder Akupunkturnadeln. Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Gruss, Obi

 

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Welcher Drucker? UM1?

Durchstossen ist nur was für den Notfall, wenn es mal schnell gehen soll.

Meist ist so viel Kniest vor dem Loch, dass nur die Demontage der Düse hilft.

Ich habe mir einen 16er Schlüssel gekauft, um den Heaterblock festhalten zu können und für die Düse einen 10'er Ring-/Maulschlüssel. Einen 3'er Bohrer habe ich in ein Feilenheft gesteckt.

Ich heize den Druckkopf auf Preheat ABS hoch und schraube die Düse raus. Zuerst mache ich sie mit dem 10'er Maulschlüssel locker, halte dabei mit dem 16'er gegen.

Danach nehme ich einen Lappen und schraube sie vorsichtig und schnell raus.

Schnell noch mal am Filament-Vorschub gedreht, eine kleine Wurst rausgedrückt und den Drucker ausgeschaltet.

Jetzt "bohre" ich mit dem 3mm Bohrer vorsichtig den Müll aus der Düse. Dann stoße ich von hinten mit einer 0,4mm Kanüle den Rest nach vorn aus der Düse raus. 20-30-mal, bis nichts mehr rauskommt.

Wird die Düse zwischenzeitlich kalt, halte ich sie vor eine Heißluftpistole.

Wenn alles fertig ist, schalte ich den Drucker wieder ein, heize auf PLA hoch und schraube die Düse wieder rein.

Dabei schön mit dem 16'er Schlüssel gegenhalten, damit der Heaterblock sich nicht verdreht.

Das wars dann schon.

Damit man das nicht allzu oft machen muss: Immer den Drucker ausschalten, wenn man nicht druckt. Immer dafür sorgen, dass der Druckkopf nicht zu lange im aufgeheizten Zustand ohne Druckjob bleibt.

Viele Grüße

Karsten

 

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Hi ;)

Anfangs habe ich mein UM2-HotEnd mit so einem Sturmfeuerzeug / Flammbierer aufgeheizt und sämtliche PLA-Rückstände verbrannt. Neuerdings heize ich das HotEnd mit einem einstellbaren Lötkolben auf 275 bis 325 Grad, bis ebenfalls alle PLA-Rückstände zu Staub und Asche zerfallen. ABS nutze ich aus gleich mehreren Gründen nicht, deshalb, also weil ich immer nur eine Material-Art verwende, gibt es vermutlich allgemein weniger Probleme. Anschließend nutze ich maschinenlos einen 3mm-Spezialbohrer (neu und nur für diesen Zweck gekauft). Mit dem Bohrer kratze ich also vorsichtig die Heizkammer wieder frei. Für die Düsenöffnung nutze ich eine Injektions-Nadel (grau Nr: 20 (0.42x19mm)). Fürs Finale gibt es Druckluft aus einem Mini-Kompressor und manchmal poliere ich das HotEnd ein Wenig (wohl eher fürs Auge).

Markus

 

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Es geht um einen UM2. Die Idee mit dem 3mm 'Hand-'Bohrer klingt machbar. Aber beim UM2 kann man ja nicht allzuviel auseinander nehmen, oder? Wenn ich die 4 Vertikalschrauben draussen habe ist der untere Teil mit den Fans nicht mehr weiter zu zerlegen. (Ok, die Lüfter könnten noch weg, aber der Rest bleibt zusammen.)

Gruss, Obi

 

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Nein nein, ich mache das nun bereits zum dritten oder vierten Mal recht erfolgreich am UM2, innerhalb etwas mehr als sechs Monaten. Also Du kannst und musst leider den Druckkopf des UM2´s nahezu komplett zerlegen. Heizung und Temperatur-Sensor sind in das HotEnd nur gesteckt, beides ist sehr empfindlich gegen mechanische Beanspruchung, kann aber und MUSS zwingend vor dem Ausbrennen durch vorsichtiges Ziehen / Drehen an ihren Hülsen mit einer kleinen Schnabelzange vom HotEnd getrennt werden. Der passende Schlüssel für die Zerlegung des Druckkopfs liegt / lag den UM2´s bei. Druckluft ist nicht zwingend erforderlich fürs Ausblasen am Ende, es geht auch zum Beispiel mit einem dünnen Strohhalm.

Es ist zugegeben am UM2 nicht sonderlich wartungsfreundlich, geht aber mit etwas Routine in weniger als einer halben Stunde umzusetzen.

Markus

 

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Ok, Krise überstanden, der UM2 druckt wieder ganz fröhlich vor sich hin.

Vielen Dank für die Tipps. Geholfen hat schlussendlich die Kombination 'Bohrer + Durchstossen'. Ich habe im Baumarkt eine Drahtbürste gefunden, die 0.4 mm dicke Borsten hat, welche auch noch 50 mm lang sind. Damit kommt man von unten her durch, bis der Draht oben aus der Einheit rausschaut. Dank dem Holzgriff bleiben die Finger kühl und man hat noch 1359 Reservenadeln! *gg*

DrahtbuersteKlammer fuer DauerdruckplatteFueller fuer DauerdruckplatteUM2 Ext Test 220 225 230 235Bildschirmfoto Vom 2015 02 08 21:44:52UM1+ Maro

Gruss, Obi

 

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Sei bitte sehr vorsichtig bei der Verwendung dieser Bürste.

Wenn es nur darum geht die Düsenöffnung wieder frei zu bekommen, dann OK.

Aber mache damit besser keine äußerliche Reinigung, denn der UM2-Heizblock ist aus relativ weichem Messing, und mit dieser Stahlbürste (vermutlich) kannst Du auch großen Schaden anrichten.

In größeren Supermärkten gibt es oft eine Abteilung für Auto-Zubehör, dort findest Du meist auch diese kleinen Messing-Bürsten für die Reinigung von Zündkerzen. Messing auf Messing ist akzeptabel, und so kann das HotEnd recht bequem von Verunreinigungen befreit werden.

So eine Heizblock-Düsen-Einheit kostet original z.Z. schlappe 69Euro + 21% + Versand, und aktuell werden noch keine günstigeren Nachbauten angeboten.

Markus

 

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Danke auch für diesen Hinweis. Keine Angst, ich bin sehr wohl vorsichtig und bürste da nix rum. Es ging mir lediglich darum, eine Verstopfung in der äussersten Düsenspitze zu beseitigen. Ich vermute, dass dieses Problem durch eine Verunreinigung im oder am Filament entstanden ist.

Gibt es eigentlich irgendwo eine Ersatzteilliste von Ultimaker?

Gruss, Obi

 

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Der Tipp von Obolski mit der Drahtbürste war für mich im wahrsten Sinne des Wortes der "Durchbruch"! Nachdem gestern bei meinem UM² zum wiederholten Male nix mehr ging (zumindest kein Filament aus dem Extruder) und alle anderen bisherigen Tricks nicht fruchteten, habe ich verzweifelt nach einem Teil gesucht, das dünn genug ist, die Düse von unten wieder frei zu bekommen. Aber auf einen Draht aus einer Drahtbürste -- da muss man erstmal drauf kommen! :)

Also heute direkt in den Baumarkt und 2.99 EUR ausgegeben. Dann bin ich wie folgt vorgegangen:

1. Zufuhrschlauch abmontiert und die 4 Senkschrauben gelöst

2. Nozzle auf 260°C aufgeheizt

3. Mit einer Zange einen der Drahtbüschel aus der Bürste gerissen und einen Draht Z-förmig gebogen (damit man ihn besser halten kann)

4. Mit der linken Hand (hitzebeständiger Arbeits-Handschuh!) den Druckkopf festgehalten und mit dem gebogenen Draht in der rechten solange in der Nozzle gepuhlt, bis es anfing zu dampfen und ich schließlich den oben erwähnten "Durchbruch" hatte. Den Vorgang noch ein paar Mal wiederholt.

5. Mit einer Leuchtlupe kontrolliert, dass die Nozzle wieder völlig frei und rund war

6. Nozzle auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und Druckkopf wieder montieren

7. Testlauf - perfekt!

Danke Obolski - Drahtbürstendraht heißt die Lösung!

 

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