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Pilzefreak

UM2+ druckt fehlerhafte Schichten

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Mittlerweile treibt mich mein UM2+ in den Wahnsinn. Das Gerät ist 5 Monate alt und hat etwa 300 Stunden auf der Uhr. Seit etwa 4 Wochen beobachte ich gelegntlich fehlerhafte Schichten (Z-Achse). Meist war der darauf folgende Druck aber wieder in Ordnung, also kein Weltuntergang.

Aber mit der Zeit häuften sich die Fehler. Mittlerweile ist nahezu jeder Ausdruck betroffen. Seit einigen Tagen versuche ich ein etwas größeres Teil in schwarzem PLA mit 0,2 mm Schichtdicke auszudrucken, aber der Drucker bekommt es nicht mehr fehlerfrei hin. Auf meinem Schreibtisch stapelt sich der Ausschuß und das Forum bietet keinen brauchbaren Hinweis der zum Erfolg führt.

25771863rz.jpg

25771865uu.jpg

Folgendes habe ich schon versucht:

 

  • Die Druckdüse (0,4 mm) habe ich mehrfach nach der Atomic Methode gereinigt und inspiziert. Sie ist sauber.
  • Die Z-Achsen habe ich geölt, das brachte nichts. Anschließend habe ich sie mit Isopropanol gereinigt und entölt. Wenn es denn Kugelumlauflager sind, dann tendiere ich eher zum ölfreien Betrieb.
  • Die Lager der Z-Achsen habe ich gelöst und nach Wartungsvorschrift neu justiert und befestigt. Sie laufen wieder butterweich, ohne zu haken. Leider ist der Fehler trotzdem noch vorhanden.
  • Die Z-Achsen Strombegernzung habe ich auf 1100 mA gesenkt, um eine Überhitzung des Treiberbausteins zu vermeiden. Das war es auch nicht. Nun habe ich sie auf 1250 mA angehoben.
  • Den Feeder habe ich zerlegt und gereinigt. Er war wie schon zuvor in der Mitte aufgeplatzt. Ich habe ihn geklebt und im Feedergehäuse so gelagert, dass sich die beiden Kunststoffhälften nicht mehr aufspreizen können.

 

Nur den Teflon Coupler habe ich noch nicht ausgewechselt.

Jetzt bin ich mit meinem Latein am Ende.

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Hallo Pilzefreak,

Druckst du ABS? Ich hatte ein Teil das durch der Schrumpfung so ähnlich ausgeschaut hat. Da gab es mal eine schöne Grafik (im Englischen Bereich, leider finde ich die nicht mehr) da waren die unterschiedlichen Temperatur Bereiche eingezeichnet, grob erklärt untere Temp. von der Beheizten Plattform dann Raumtemperatur Drucker und oben war ein Temp. Bereich wo von der Nozzle entsteht.

Schon mal ein anderes Material probiert.

Die Z-Lager kann man meiner Meinung an bestens Testen in dem man die Messing Gewinde Buchse entfernt von Hand ganz nach oben schraubt (die Abdeckung mit Isolierband fixieren). Und nun die Plattform langsam von oben und unten bewegt da merkt man jedes Hacken. Sicherheits halber unter der Plattform was unterlegen sodass der Z-Endstop nicht beschädigt wird.

Gruß Gerd

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Sieht nach ganz klassischer Underextrusion aus. welches Filament? Günstiges kann viele Probleme machen. der Ptfe Coupler ist ja auch ein Standard-Verschleißteil. Wenn du bisher nur PLA gedruckt hast, sollte die neue Version aber ja lange halten. Einige frühe UM2+ hatten einen Defekt am Feeder. Da hatte sich der Hebel der das Kugellager hält zerlegt. kennst du den Guide von 3dverkstan? Einfach mal ein paar Gedanken :)

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@ Gerd,

Ich drucke meist mit PLA so wie in diesem Fall mit einer etwa 3 Monate alten Innofil Spule. Das Material solte nicht die Ursache sein. Der Effekt tritt auch bei anderen PLA Spulen z.B. von Colorfabb auf.

Die Z-Lager werde ich erst beim nächsten Mal mit loser Gewindebuchse testen. Der Tipp ist ist gut.

@ avogra

In diesem Fall glaube nicht so recht an die Underextrusion These. Sieht man sich das zweite Bild genauer an erkennt man an der fehlerhaften Schicht auch eine Einschnürung. Bei den 4-5 Schichten davor wird es aber bauchiger. Ich vermute das Material wird erst durch die festsitzende/schwergängige Z-Achse komprimiert. Wenn sich die Achse dann löst und das Druckbett absinkt reicht es nicht mehr für eine saubere Schicht.

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Beim siebten Anlauf hat es nun endlich geklappt. Hier die sechs Fehlschläge:

25799659gq.jpg

Kurioserweise habe ich das Teil in Cura um 180° gedreht und die Schichtdicke von 0,2 auf 0,15 mm reduziert. Zwar habe ich jetzt ein brauchbares Ergebnis aber gelöst ist das Problem damit noch nicht.

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Oh, das mit dem Feeder hast du ja selbst schon durch, hatte ich übersehen. Die Fehler sind auch alle ungefähr auf der selben Höhe oder?

Ich würde mal manuell die Z-Achse in kleinen Schritten absenken. Da müsste man ja auch mitbekommen, wenns hakt. Bin mir nicht sicher, ob man dafür Tinkerware braucht, oder obs die manuelle Kontrolle auch in der Standard-Firmware gibt. Oder ein GCode-File, das einen 0,15 oder 0,2 mm Schritt pro Sekunde macht. Dann musst du nicht jedes Mal was ausdrucken um zu sehen, ob Maßnahmen was gebracht haben.

Achso, ich würde den Fehler eigentlich erst mal in der Mechanik und nicht in der Elektronik vermuten. Die Elektronik könnte evtl. Schritte verlieren, aber dass sie die dann nach ein paar Schritten nachholt, halte ich für unwahrscheinlich.

Edited by Guest

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Danke für den Tip Gerd. Ich werde mir das Board ansehen sobald ich von meiner Geschäftsreise zurück bin - in etwa 10 Tagen. Dann halte ich auch mal das IR-Thermometer drauf. Vermutlich schafft ein kleiner Kühlkörper Abhilfe.

@ dasdingo, leider tritt das Problem stets an verschiedenen Stellen in einer Hohe von 8 bis 14 mm über dem Druckbett auf. Nach dem Ändern der Schichtdicke ist das Problem ganz verschwunden, zumindest für einen erfolgreichen Druck. Mehr brauchte ich nicht.

Vorsichtshalber habe ich noch zwei neue PTFE Coupler bestellt. Der scheint ja doch hin und wieder Problem zu machen.

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Mittlerweile sind mehrere Monate vergangen und mein UM2+ macht immer noch fehlerhafte Z-Schichten. Was ich mittlerweile erlebt habe möchte ich gerne mit euch teilen.

Mein Drucker war zweimal zur Reparatur bei iGo3D. Wobei eigentlich nichts in Bezug auf den Fehler repariert wurde. Ein defekter Feeder wurde ausgewechselt, aber nur weil mir ein neuer von Ultimaker versprochen wurde. Der hat aber nichts mit den Z-Schichten zu tun.

Mein Hinweis auf die hakenden Z-Lager wurde abgewimmelt, ein Probedruck bei iGo3D sei ja gut gelaufen. Und neue Misumi Lager werden auf keinen Fall eingebaut, damit würde ich meine Garantieansprüche verlieren. Ok, dann eben keine Misumis. Aber die hakeligen Lager nicht zu wechseln wegen eines zufälligerweise guten Ausdrucks ist einfach ignorant.

Prompt hatte ich nach der ersten Rücksendung wieder Fehldrucke.

27189502fl.jpg

Also wieder eingesendet und vorher noch schön einen Probedruck durchgeführt. Der sah auch entsprechend bescheiden aus.

27189503dx.jpg

Leider wurde beim zweiten Mal wieder kein Fehler festgestellt und der Drucker wurde unbehandelt zu mir zurückgeschickt und die Kosten in Rechnung gestellt (85 Euro). Dabei habe ich meine Fehldrucke als Nachweis mitgeliefert. Wie kann man so stumpfsinnig sein?

Gestern habe ich also den Drucker ausgepackt und aufgestellt. Die erste Überraschung war eine Einschaltverzögerung von fast 5 Sekunden. Ist da eine neue Firmware drauf? Prompt ist der UM2+ mitten im ersten Druck stehengeblieben. Laut telefonischer Rücksprache ist wohl eine fehlerhafte Druckdatei… Aha.

Also wieder ausgeschaltet und eingeschaltet, danach lief der Druck problemlos durch.

Heute beim zweiten Druck war alles beim Alten. Der Drucker haut wieder eine defekte Z-Schicht rein.

27189504lf.jpg

Jetzt ist meine Geduld am Ende. Der Service von iGo3D ist wirklich unterirdisch und wahrscheinlich wird es auf eine Rückgabe/Wandlung hinauslaufen. Wie sind euere Erfahrungen?

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ich würde das direkt an sandervg richten. da hast du meiner meinung die besten chancen, an einen funktionierenden drucker zubkommen. würd ihm auch von den zwei versuchen und n foto von deinem testdruck schicken. abgesehen davon: nach 3 fehlgeschlagenen reparaturversuchen hast du das recht auf wandlung, sie müssen dir also den kaufpreis zurückerstatten.

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Ich habe auch schon negative Erfahrungen mit iGo3D. 4 Monate für Ersatzteile gewartet:D.

Für 85€ hässt ja 6 mal Ultimaker lager kaufen können. :OUltimaker Square Flanged Linear Bearing LMK12LUU (UMO)

Ich wollte mir auch schon "Misumi Lager" kaufen die sollen ja erheblich besser sein, leider kann man da nicht als Privat Person bestellen

Edited by Guest

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@Pilzefreak: Man du hast was durch gemacht mit dem Drucker...

Ich rate dir dringend den Teflon Coupler zu wechseln. Das ist eigentlich die Hauptursache für solche Probleme.

Zweitens würde ich die Boardabdeckung unten abschrauben und das Board offen lassen um auszuschliessen dass es an einer Überhitzung liegt.

Und zum Schluss, schau dir das Ritzel am Feeder an. Ich hatte mal das Problem dass die Zähne abgenutzt waren (ich hatte aber auch mit wiederborstigem Filament gedruckt).

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Ach ja, da fällt mir noch etwas ein. Misumi Gleitlager und Wellen haben bei mir keine Verbesserung gebracht. Ich dachte es läge daran aber eigentlich war es nur eine Firmwareeinstellung die für bessere/glattere Wände gesorgt hat.

Schau dir dazu die Firmware von Tinkergnome an und aktiviere für das Heizbett das sog. "PID". Führe vorher auch die PID Kalibrierung durch. All das ist vom Druckermenü aus erreichbar.

https://github.com/TinkerGnome/Ultimaker2Marlin/releases/tag/V16.08.2

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Hast du mal die Düse gewechselt?

Explode reicht nach meiner Erfahrung nicht immer. Ich brenne seit ca. einem Monat die Düsen einfach mit einem Brenner aus. Bei denen aus Messing ist auf jeden Fall mehr Vorsicht geboten , weil diese schneller glühen und verbiegen könnten.

Die von Matchless halten da mehr aus.

Weiterhin würde ich auch noch den beliebten Ölfilm im Schlauch empfehlen, war bei mir zwar kein Unterschied wie Tag und Nacht, aber es ist seit dem kein Fehler mehr aufgetreten und ich kann bei 100mms Drucken wo vorher nur 50 ging.

Das Ausbrennen gilt nur für die Düsen ohne kontakt zur Maschine, an den ganzen Block traue ich mich nicht ran.

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Vielen Dank für die vielfältigen Rückmeldungen und die Anteilnahme. So manches habe ich bereits probiert und als Fehlerquelle ausgeschlossen. Die Düse habe ich immer sauber gehalten, gelegentlich mit der Atomic Methode gereinigt oder in ein Lösemittelbad gelegt. Schließlich habe ich sie dann ganz gewechselt. Das war aber auch nicht die Ursache.

Mittlerweile habe ich einen neuen Extruder und der knackte ebenfalls wieder entzwei. Eben habe ich ihn geklebt und fixiert, ich hoffe damit bekomme ich den gerade laufenden Druckauftrag erledigt.

Zuvor sah es noch so aus. Das ist keine fehlerhafte Schicht mehr sondern ein Graben. Es sollte eigentlich ein dünnwandiger Zylinder werden.

27450786fr.jpg

Morgen bin ich auf der FormNext. Vielleicht treffe ich da jemanden, der mir weiterhelfen kann. Irgendwie mag ich den Drucker trotz seines häßlichen Fehlers.

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Weiß nicht ob du noch Lust hast zum probieren.

Aber die letzten Photos schauen mir so aus als ob es ein Problem mit der Feeder gibt also kein Material gefördert wird.

Da gab es mal Probleme mit der + Feeder wo das Kugellager aus den Hebelarm gerutscht ist.

Hast du die Feeder schon mal zerlegt, hast du mal beobachtet ob an diesen Stellen das Material in Bowden schlauch vorwärts bewegt.

Mit welcher Temperatur druckst du? Um die 175C gibt es Probleme da unter 170C die Firmware die Feeder kein Material fördern lässt.

(Dieser Wert lässt sich runter setzen)

Gruß Gerd

Edit:

Habe dir die 2 Problem zu + Feeder rausgesucht.

UM2+ & new cause for underextrusion

Pinpointing under extrusion problem

Edited by Guest
siehe Edit

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Hallo Gerd,

der Feeder und besonders der Andruckhebel scheinen wirklich eine Schwachstelle zu sein. Ob es das war muss sich noch zeigen. Bei meinem ersten Feeder war der Hebel entzweigebogen. Dadurch kippte die Andruckrolle um einige Grad zur Seite, hakelte und machte fiese knirschende Geräusche. Im ersten Link in deinem Post habe ich damals dieses Bild so ähnlich gepostet ;-)

27465769oi.jpg

Nach dem Fehldruck vorgestern habe ich den nagelneuen Feeder zerlegt und es zeigte sich wieder derselbe Trend. Daraufhin habe ich erst einmal den Hebelarm sauber und großflächig mit Sekundenkleber verklebt. Des Weiteren habe ich eine 1 mm dicke Kunststoffplatte auf den kürzeren Arm geklebt, dort wo der blaue Pfeil hinzeigt. Dadurch schleift der Hebel nun am Aussengehäuse was aber nicht weiter stört. Er kann sich jetzt nicht mehr so leicht aufspreizen und verkanten. Ich hoffe das war‘s.

Ein interessanter Fund heute ist ein verschraubbarer Ersatzhebel:

https://www.youmagine.com/designs/leva-um2

Ich könnte mir auch vorstellen einen Hebel aus Vollmaterial fräsen zu lassen wenn er wirklich die Ursache ist.

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Hallo Pilzefreak

Für mich sieht das eigentlich weniger nach einem Fehler vom Materialfluss aus. Denn, soweit ich das auf dem Bild erkennen kann, ist die letzte Rundung bevor das loch kommt sehr sauber gedruckt. Bei mit ist es so, das wenn das Material nicht richtig gefördert wird zu erst ein fransiger, unterextrudierter Druck entsteht. Aber niemals ein so sauberer Abschluss. Zudem ist dein Stützmaterial doch sauber gedruckt? Ich kann das leider nicht richtig erkennen.

Wenn ja, dann kann es nicht bei Materialfluss liegen.

Ich vermute dann ehr, dass was im Cura nicht stimmt. Hast du mal nachgesehen ob die betreffenden schichten denn im Cura überhaupt richtig dargestellt werden?

Grüsse

zpm3atlantis

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Für mich schaut das eindeutig danach aus, dass kein Material gefördert wird.

Wenn es die Z-Lager wären muss sich das Material ja vorher irgendwo stauen.

Beobachte mal wenn möglich ob Material gefördert wird, an diesen stellen, dann hätten wir schon mal den Grund

 

Ich sehe das auch so. Entweder hat das Transportrad des Feeders komplett stillgestanden oder das Andruckrad war verkantet oder verklemmt und hat ohne Kraft gegen das Filament gedrückt.

Wenn der Feeder während der Fehlschichten normal weitergearbeitet hätte ohne das extrudiert wird, dann hätte er eine so tiefe Kerbe ins Filament gefräst, das der Druckvorgang niemals wieder von allein in Gang gekommen wäre.

 

Bei mit ist es so, das wenn das Material nicht richtig gefördert wird zu erst ein fransiger, unterextrudierter Druck entsteht. Aber niemals ein so sauberer Abschluss.

 

Ich kann mir vorstellen, das, wenn der Filamenttransport nach einem Retract schlagartig blockiert wird, ein solch sauberer Abschluss entstehen kann. Gegen einen Fehler in Cura sprechen die Vielzahl an verschiedenen Teilen, die der Drucker geschrottet hat.

Viele Grüße

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