Jump to content
Ultimaker Community of 3D Printing Experts
KaiserNero

Vorstellung und Druckproblem

Recommended Posts

Hallo zusammen im Forum

 

Als Neuling möchte ich mich kurz vorstellen - Rentner, nicht unbedarft in verschiedensten Programmen, im 3D-Druck aber Neuling mit einigen Grundlagenkenntnissen.

Gelesen habe ich inzwischen viel. Mein Sohn kennt sich in dieser Materie besser aus, steht mir aber selten zur Verfügung.

Nachdem ich nun schon einige Modelle selbst konstruiert und mit Erfolg ausgedruckt habe, scheint es bei fertigen Modellen (Thingiverse - Eule und Android) einfach nicht so richtig zu klappen.

Der Druck läuft einwandfrei bis auf die letzten Millimeter, dann wird plötzlich kein Filament mehr nachgeführt, der Drucker arbeitet "normal" weiter bis das Prg abgearbeitet ist. Düse ist einwandfrei sauber. Trotz kräftiger Suche in Cura konnte ich den entsprechenden Punkt / Eintrag bis jetzt nicht finden. Liegt sicher auch an meinen "noch" dürftigen Kenntnissen.

Vielleicht ist es einem User möglich mir dazu den richtigen Hinweis zu geben wo ich suchen oder verändern muss.

Für eine Hilfe bereits ein Danke Schön   (Drucker - Ultimaker 2+)

 

Gutschwitz  Gerd  (73)

Android-1.JPG

Edited by KaiserNero

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hi und willkomen,

 

du kannst in Cura die sog. "Layer preview" (oben rechts) einstellen. Vielleicht wird dort sichtbar was genau passiert.

Ansonsten, kommt es immer zum gleichen Ergebniss mit dem gleichen Modell und Filament? Welche Temperatur hast du für das Filament eingestellt?

Probiere es auch mal mit dem absoluten Standardprofil für PLA zu drucken (wenn es PLA Filament ist). Für mich sieht es im ersten moment so aus als ob der Drucker viel zu schnell die letzten mm drucken will.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Nicolinux

 

Zuerst mal vielen Dank für die schnelle Antwort.

An der Schichtenansicht oben rechts (Cura) kann man zwar erkennen wie diese aufgebaut sind/wird, aber keinen Fehler sehen. Das Problem tritt auch bei unterscheidlichen Modellen auf. So hatte ich zuerst die beiden Eulen und dann das Androidmodell von Thingiverse ausgedruckt. Bei den Eulen hatte nur das Männchen einen unvollständigen Hut, der Android wie auf dem Foto abgebildet, auch in verkleinerter Ausgabe. Das Filament ist von Colorfabb nGen, genauer Typ kann ich nicht sagen, da auf der Rolle keine Bezeichnung mehr vorhanden ist. Im Ultimaker ist eingestellt "ABS", mit PLA (hatte ich Testweise schon probiert) bekomme ich keine Haftung, da das Druckbett nicht beheizt ist. Ich nehme an, dass bei ABS die Temperatur bei 240/80 Grad liegt. Das Filament ist sicher kein ABS, da ich zuvor schon damit ein Gehäuse gedruckt habe und das hatte danach Schwund an den Ecken.

So bleibt mir im Moment nur noch deine letzte Vermutung mit der Geschwindigkeit zu überprüfen. Komme ich allerdings heute Abend nicht mehr dazu, Rentner haben sehr wenig Zeit 😀

 

Mit bestem Gruß  Gerd

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hi Gerd,

 

ok, nGen ist schon etwas anderes als ABS. Schau dir mal diese Seite an:

https://ngen.colorfabb.com/how/

 

In der ersten Spalte siehst du die Einstellungen für den Ultimaker 2.

Ein Tip noch - wenn du Objekte druckst die sehr feine Details haben oben, dann macht es Sinn entweder zwei gleiche Objekte nacheinander zu drucken (Einstellung in Cura), oder nebem dem eigentlichen Objekt noch einen Dummy zu drucken - einen schmalen Würfel oder Zyllinder. So hat die obere Schicht des Objektes immer Zeit abzukühlen bevor die nächste darauf gedruckt wird. Dann werden sehr kleine Details nicht "verschmiert".

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hi Nico

 

Die Einstellung auf ABS habe ich von meinem Sohn genannt bekommen, da damit das Ergebnis besser werden soll. Inzwischen habe ich deine genannte Seite schon mal besucht und werde mir daraus die Daten kopieren.

Den Kühler hatte ich bisher gar nicht laufen (???). Von der eingestellten Geschwindigkeit eine kleine Hardcopy, siehe Foto. Ich nehme an, dass der rot eingekreiste Wert viel zu hoch ist. Eventuell stimmt auch der eine oder andere Wert noch nicht. Ich werde deinem Rat folgen und morgen früh zwei gleiche Objekte mit der veränderten Geschwindigkeit ausdrucken. Bericht folgt.

 

Mit bestem Gruß

 

Gerd

Geschwindigkeit.JPG

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo

anhand eines solchen Screenshots ist so ein Problem nicht zu lösen.

Es wäre besser ein kleines Objekt wie die Eule als Projekt zu speichern und das (gepackt als ZIP) hoch zu laden. Nur dann kann man das  komplexe Zusammenspiel der Werte beurteilen.

Ich würde jetzt mal, ganz mutig, auf eine Überextrusion tippen, die nach einer gewissen Zeit das Material in der Düse rückwärts so erhitzt das kein Druck mehr zustande kommt. Deshalb kommt nichts mehr aus der Düse.

Aber das ist eher Hellseherei als fundierte Analyse.

Einen Knopf zum Abstellen gibt es nicht, die Parameter müssen aufeinander abgestimmt werden.

 

Das erste was ich mache wenn ich auf einen Problemdruck treffe ist zu kontrollieren ob die Filamentförderung stimmt. Ich schiebe über den Feeder 100mm vor und messe nach. Ist die geförderte Menge zu lang gibt es natürlich nach einer gewissen Weile einen Stau.

Mein Extruder fördert z.B. bei PLA+ von Filamentworld 102.4mm. Ich stelle als Wert also 97.6% in Cura ein. Ich habe das nicht in der Firmware gemacht da sich das Vorschub-Zahnrad in weiches Filament mehr "eingräbt" und sich dadurch der Vorschub ändert.

Das NGen ist ein Co-Polyester, ein ziemlich hartes Material. Es wird zwar als PET bezeichnet, aber auch PETG ist ein Co-Polyester. Firmen die in den technischen Merkblättern keine Angaben über die chemische Zusammensetzung machen sind mir suspekt. 

Je Härter das Filament ist, desto weniger gräbt sich das Vorschubzahnrag ein und der Umfang der Abwicklung ist größer. Das macht sich bemerkbar.

Das gleiche Problem (Erhitzung des Filaments rückwärts über den Heatbreak)  kann auftreten wenn mit den Rückzugswerten etwas nicht stimmt.

 

Mich wundert etwas das Du PLA auf Deinem ungeheizten Bett nicht zum haften bekommst, aber das NGen, was mit Betttemperatur von 75°C-85°C angegeben ist bei Dir hält.

 

Die Füllgeschwindigkeit ist sicher nicht das Problem.

 

grüße

ralf

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Ralf

Vielen Dank für deine Beurteilung und Rat. Ich habe heute morgen zwei Eulen nebeneinander gedruckt und das gleiche Problem ist aufgetreten. Deinen Hinweis mit dem Filament werde ich nachgehen, komme jetzt aber vor Montag nicht mehr dazu. Fleißige Damen wollen versorgt und behandelt werden (Bienen natürlich!!). Rossfest ist auch noch hier in der Nachbarschaft.

Damit kein Missverständnis auftritt, das Bett ist beheizt.

 

Schönes Wochenende an Alle

 

Gerd

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo,

 

On 8/4/2018 at 1:01 AM, ralfg said:

Die Füllgeschwindigkeit ist sicher nicht das Problem.

 

Woher willst du das wissen?

75mm/s ist schon schnell und könnte das Problem meiner Meinung schon verursachen, es bräuchte z.B. nur pro Layer die Feeder etwas durchdrehen somit ist irgendwann die Rändel-welle voll und fördert somit gar kein Material mehr.

 

@KaiserNero Kann du mal schauen ob du am Filament Einkerbungen hast?

Wenn ja ist das ein Zeichen das mehr Material zugeführt wird wie der Core verarbeiten kann, gründe gibt es allerdings viele

- Geschwindigkeit zu hoch - zu Schnell - Core verdreckt (kann auch passieren wenn zu heiß fürs Material gedruckt wird) usw.

 

Gruß

Share this post


Link to post
Share on other sites
11 hours ago, zerspaner_gerd said:

Woher willst du das wissen?

Hallo

"wissen" kann ich bei den Angaben nichts, deshalb hatte ich nach ausführlichen Daten gefragt.

"Geraten" habe ich nach dem Bild oben. Was mich zu dieser Aussage gebracht habe kann ich erklären.

Ich sehe auf dem Hut der Eule Knubbel die ich als "zu viel" Material deute, also Überextrusion.

Dazu bricht der Druck schnell ab und nicht schleichend. Daraus habe ich gefolgert das es sich nicht um eine schleichende Unterversorgung mit dem Material, z.B. durch einen durchrutschenden Feeder handelt. 

Der rutschende Feeder würde sich auch bei den äußeren Schichten, die langsamer gedruckt wurden, bemerkbar machen.

11 hours ago, zerspaner_gerd said:

Kann du mal schauen ob du am Filament Einkerbungen hast?

Einkerbungen im Material ändern die Vorschubmenge, aber führen nicht zwangsläufig zum verschmutzen des Zahnrades. 

Je tiefer das Zahnrad in das Filament geht um so kleiner wird der Abwicklungsumfang und um so weniger Material wird gefördert.

Um das auszuschließen hatte ich die Kalibrierung des Feeders angeregt.

Eine Füllgeschwindigkeit von 75mm, bei sonstigen ordentlichen Werten, dürften kein Problem sein. Allerdings sieht die Füllung nicht gerade gut aus. Ich kann nicht sagen wie die "Standardeinstellungen für ABS" sind.

Wenn ich mich richtig erinnere wären "Füllgeschwindigkeit" und "Druckgeschwindigkeit" gleich, in diesem Fall 60mm/sek.

Die effektive Druckgeschwindigkeit auf diesen kurzen Strecken dürfte mit 75mm/sek marginal höher liegen als mit den 60mm/sek aus der Standardeinstellung. Dann wäre der Abbruch im breitesten Teil des Objekts geschehen.

 

 

grüße 

ralf

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Ralf und Zerspaner_Gerd

 

Ich habe beim letzten Versuch die Tipp´s von Ralf  einfließen lassen. Gedruckt habe ich das Androidmännchen (2 nebeneinander) auf 50% skaliert um Zeit zu sparen und die Füllgeschwindigkeit verringert. Mehr habe ich noch nicht ausprobiert. Einkerbungen im Filament sind vorhanden, aber soweit ich es beurteilen kann normal. Den Feeder selbst hatte ich bereits gereinigt. Im Anhang nun das Ergebnis. Mit Rot eingekreist sieht man kleine Auswüchse. Diese sind entstanden durch den Wechsel von einem zum anderen Männchen. Da hat es vom Extruder immer ein bisschen auf den Zipfeln abgestreift. Aufgehört hat der Druck wieder an der gleichen Stelle wie zuvor. Die Druckdatei habe ich nun gezipt und hier als Anhang angefügt (hoffentlich richtig :-)).

Bin sehr auf die Meinungen gespannt wo nun mein "Anfängerfehler liegt".

 

Mit bestem Gruß Gerd aus dem heißen Schwarzwald

Android.JPG

Android.zip

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Gerd

 

was mir bei diesem Projekt als erste auffällt ist die Einstellung der Linienbreit auf 0.3mm bei einer Düsengröße von 0.4mm

Ich weiß das man mit minimal niedrigeren Liniendicken als Düsendurchmesser das Aussehen des Drucks verbessern kann, da geht es aber um 2/100mm und nicht um 1/10mm. Das sollte man aber erst dann machen wenn der Druck mit normalen Parametern in Ordnung ist. Die Linienbreite um 1/10mm zu verkleinern bringt Probleme mit sich. Die Materialmenge muß auch um 10% reduziert werden, das macht Cura zwar automatisch, aber der Extruder muß dafür sauber eingestellt sein und der Filamentdurchmesser ebenfalls. Hast Du denn mal 100mm gefördert und gemessen wieviel tatsächlich gefördert werden? Also Extruder kalibrieren wie ich es oben schon mal vorgeschlagen hatte?

Weiter…

Wenn Du die Linienbreite auf 0.3 reduzierst aber eine Wanddicke von 0.8 einstellst, versucht Cura 3 Linien zu drucken (Anzahl der Wandlinien=3). 3x0.3 werden aber keine 0.8mm (kann ich im Kopf). Ich habe noch nie versucht unlogische Werte in Cura zu verwenden, keine Ahnung wie gut Cura damit zurecht kommt.

Nächstes… 

Bevor ich etwas mit 60mm/sek drucke würde ich es mit 40mm/sek probieren. Wenn das gut ist kann man mit der Temperatur hochgehen.

Alle Werte zur Drucktemperatur bekomme ich nicht aktivert, da steht das diese Werte von der Einstellung "Temperatursteuerung der Düse aktivieren" ausgeblendet wurde, Entschuldigung die finde ich nicht.

 

Dann ist mir noch aufgefallen das als Filamentdurchmesser 2,85mm eingestellt sind. Ist das der tatsächliche Filamentdurchmesser?

Man mißt das Filament alle 10cm in unterschiedliche Richtungen und errechnet den Mittelwert. 10 Messungen sollten es sein.

 

Schwarze Filamente sind die problematischste Farbe. Das schwarze Pigment ist Ruß. Ruß ist schmierig, speichert Temperaturen länger als andere Pigmente und hat eine extrem große Oberfläche was zur erhöhten Wasseraufnahme führen kann.

Du könntest mal zur Kontrolle weißes Filament der gleichen Marke drucken. Das Pigment ist Titandioxid. Das Pigment nimmt kein Wasser auf und ist immer besser zu drucken.

 

Ich weiß, ich stochere hier auch nur im trüben. Es gibt viele Möglichkeiten etwas falsch einzustellen.

Ich habe meine ersten Schritte mit Hilfe netter Leute in einem Fablab gemacht. Dazu mußte ich viele Kilometer fahren weil es sowas bei uns auf dem Dorf nicht gibt. Wenn man sieht wie der Druck live abläuft findet man den Fehler schneller.

 

Ich bleibe bei meiner Aussage das zu viel Filament in die Düse gedrückt wird und es dann zu einer rückwärtigen Erhitzung und dem Verlust des Druckes kommt. Entweder durch die falsche Linieneinstellung, oder durch einen falschen Filamentdurchmesser, oder eventuell auch durch eine falsche Temperatur am Extruder. Letzteres glaube ich eher auch nicht. Ich hab erst einmal mit ABS gedruckt, da hatte ich, wenn ich mich richtig erinnere, für die erste Schicht 260°C und dann eine Reduktion auf 245°C.

Automatiken mag ich nicht.

 

Wegen der Stinkerei und den giftigen Ausgasungen beim ABS (HCN + CO) drucke ich technische Teile nur noch aus hitzefestem PLA. Ich will weder Blausäure noch Kohlenstoffdioxid einatmen.

Stabilität und Temperaturbeständigkeit sind besser als bei ABS und es lässt sich wesentlich einfacher verdrucken.

Ich habe Lüftungsgitter für ein Wohnmobil gedruckt die halten bei Daueraufenthalt im Freien bereits 2 Jahre.

Ich habe also kein ABS und kann die Teile nicht nachdrucken.

 

grüße

Edited by ralfg

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Ralf

Zuerst wieder recht herzlichen Dank für deine sehr ausführlich Antwort verbunden mit einer "Eselsgeduld".

So nach und nach werden mir einige Punkte durch deine Ausführungen geläufiger, an denen ich zuvor gerätselt habe. Auch jetzt muss ich noch manches 2mal lesen. Was ich noch nicht ganz verstanden habe, ist der Punkt mit den 100mm Förderlänge über den Feeder. Verständnisprobleme hatte ich auch mit der Füllgeschwindigkeit, ich war der Meinung wie schnell die Füllung eines Modell´s gedruckt wird. Jetzt ist mir klar das damit die Geschwindigkeit der Fördermenge durch den Extruser gemeint ist.Zur Linienbreite - 3x3 gibt auch acht, aber starke acht! 🙂  Natürlich kann ich das trotz meiner 73 noch im Kopf rechnen, war mir aber bis dto. so nicht bewusst, wird beachtet werden.

Auch deine weiteren Ausführungen bezüglich Druckgeschwindigkeit, Drucktemperatur, Filamentdurchmesser, andere Farbe werde ich jetzt einbeziehen, bzw. einstellen. In Cura gibt es ja soviele Einstellmöglichkeiten, dass man gar nicht alle ausdrucken oder im Kopf behalten kann.

Zur Info - der Drucker wurde in einer Firma ausgemustert und gegen den Prusa i3 ausgetauscht. Mein Sohn hat ihn, nebst allem Material was da war, geschenkt bekommen und das ist nicht wenig. Ich schaue alle Rollen durch nach deinem genannten Material. Ich hatte schon mal mit ROT (wirklich ABS) gedruckt, das hat sich aber durch den Schwund an den Ecken zusammengezogen.

Fazit - Material auswählen, Einstellungen ändern, überprüfen und eventuell morgen oder am Freitag ausdrucken, dann hier wieder berichten.

Ich vergaß - Druckplatte rein Glas beheizt. muß der Extruderlüfter eingeschaltet sein? Bisher nicht.

 

Nochmals vielen Dank

 

Gruß  Gerd

Edited by KaiserNero

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hi!

 

Sorry, dass ich mich einmische, aber Weiß ist das andere Extrem: Sehr hohe Pigmentierungen! Schwarz und weiß sind Extreme, auch beim Drucken... 😉

Zu deiner Frage bezüglich dem Lüfter: Der Extruderlüfter muß immer laufen - der Bauteillüfter sollte bei ABS nicht laufen - zumindest bei größeren Teilen...

Wenn du ABS druckst, ist dein Gerät eingehaust? ABS gehört nämlich zu den Kunststoffen mit starker Schrumpfung (meine, 0,7% oder sowas, Nylon ist noch spassiger, das sind´s nur schlappe 2,5% etwa... - Also wenn dein Teil bei ABS die Ecken hebt, hast du bei dem selben Teil in Nylon eine Banane.. 😁).

ABS wäre am perfektesten zu drucken bei ´nem bei etwa 60 bis 80 Grad beheizten Bauraum. Damit wird erreicht, dass das Teil Homogen am Schluß dann runter kühlt. Also bei ABS solltest auch einhausen - ist auch etwas besser für die Lungen...

Wenn das Material mitsamt Drucker aussortiert wurde, wie alt ist den das Material? Zischt es leicht beim Drucken ab und zu?

Leider erkennt man auf den Bildern nicht, ob die hellen Flecken alle Lichtspiegelungen sind, oder das Material teilweise wirklich heller wird - das würde dann eindeutig auf Wasser hindeuten, wie RalfG schon vermutete.

Abhilfe bei Filamenten, die Wasser gezogen haben, wäre trocknen. Aber Vorsicht: Die Rolle (nicht das Material) verträgt meist

nicht allzuviel davon... Da hast ruck zuck eine Achterbahn statt ner Rolle. Ich habe für meine "kritischen" Materialien einen

extra Trockner. Ist so ein bischen wie der Dörrautomat zum trocknen von Pilzen - vermutlich sogar das selbe Teil, nur eben

mit Aufnahmen für Rollen und Temperatureinstellungen für die verschiedenen Kunststoffe.

Ich verwende Bauteillüfter übrigens selbst  bei PLA so gut wie gar nicht - wie Überhängen ja, aber sonst eigentlich gar nicht.

Zuviele Nachteile... Ich drucke dann lieber noch ein 2.tes Teil gleich mit, das gleich hoch ist und Plaziere Sie weit auseinander

auf der Druckplatte. Auf die Weise zwinge ich den Drucker, bei jedem Layer eine Gewisse Zeit weg vom Druckobjekt zu fahren

und Ihm etwas Zeit zum abkühlen zu geben. Damit gibt es keine unkontrollierten Luftwirbel und die Wärme kann sich gleichmäßiger abbauen - beim Lüfter hast du immer einen "Schatten", wo kaum oder gar keine Luft hin kommt, während die andere Seite vollen "Sturm" abbekommt... Aber da hat jeder seine eigene Philosophie...

Was auch noch etwas verbessert, wäre ein Shild. Da druckt er um das Objekt herum in einem eingestellbaren Abstand eine Art Abdruck deines Models (wie so eine Form zum ausgießen - manche nutzen das sogar zum Kerzen gießen …) Das verbraucht etwas mehr Zeit und Material, aber hat den Vorteil, dass die Temperatur innerhalb des Shildes sich länger hält und langsamer abbaut - da bekommst da Oozing normalerweise recht gut in Griff. Allerdings sollte er, wie gesagt, eingehaust sein, sonst zerstört das Warping dieses Shild (Platz an den Layern auf) und verliert seine Wirkung...

 

 

Gruß, Digibike 

 

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Digibike

Vielen Dank für deine Hinweise.

So auf die schnelle meine Antwort. Ultimaker ist weitgehendst eingehaust. An der Frontseite wurde eine Tür angebracht und auf der Oberseite ein selbstgebastelter Faltenbalk aus dickerem Papier, funktioniert soweit gut. Die 60 - 80 Grad im Druckraum gibt es meines Wissens nicht, muss mal nachmessen. ABS möchte ich bei meinem derzeitigen Kenntnisstand nicht drucken, wenn ich mal etwas mehr Erfahrung habe. Wasser ist in meinem derzeitigen Filament keines drinne. Ich habe solches wohl hier vorrätig, ist aber dicht verpackt und kommt eben auch noch nicht zur Verwendung. Helle Flecken auf den Fotos sind Spiegelungen, werde ich bei den nächsten Fotos beachten.

Dies so auf die Schnelle

Mit freundlichem Gruß

 

Gerd

Share this post


Link to post
Share on other sites

Noch eine Anmerkung zu dein Cura Project @KaiserNero

 

Ist dir bewusst das die Material Einstellungen (Temperaturen, Retract, Filament-Ø) am Drucker Einzustellen sind?

Nicht das du davon ausgehst wenn`st du das Material "ABS" aktivierst das dann auch ABS Temperaturen verwendet werden dies ist aber nicht so.

Du musst am Drucker das Material Profil auswählen bzw. ändern, aktivieren!

 

Das wird alles am Drucker eingestellt deshalb ausgeblendet:

8 hours ago, ralfg said:

Alle Werte zur Drucktemperatur bekomme ich nicht aktivert, da steht das diese Werte von der Einstellung "Temperatursteuerung der Düse aktivieren" ausgeblendet wurde, Entschuldigung die finde ich nicht.

 

Dann ist mir noch aufgefallen das als Filamentdurchmesser 2,85mm eingestellt sind. Ist das der tatsächliche Filamentdurchmesser?

 

Der Grund ist der gcode Flavor "Ultimaker 2" ≙ UltiGCode, Cura erzeugt den gcode Volumetrisch sodass am Drucker die weiteren Einstellung eingestellt werden.

 

Wenn das nicht gewünscht ist kannst du den Flavor Typ in den Cura Geräteeinstellung auf Marlin ändern somit werden alle Einstellungen in Cura getroffen. (Meine bevorzugte Einstellung)

 

Wennst du jedoch oft die gleichen Teile mit anders Farbigen Materialien druckst ist aber vielleicht der UltiGCode die richtige Wahl.

 

 

12 hours ago, KaiserNero said:

Einkerbungen im Filament sind vorhanden, aber soweit ich es beurteilen kann normal.

 

Kannst du davon mal ein Bild machen, mich würde es Interessieren ob das Normale Kerben sind oder doch nicht. (normal sollte man noch die Pyramidische Form erkennen)

 

Gruß Gerd😂

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hi Gerd @KaiserNero,

 

Wenn der Drucker komplett zu ist, kommst etwa auf 45-50 Grad - ist abhängig von Druckdauer und wie heiß dein Bett

eingestellt ist. Die Core-Temperatur(n) sind Vernachlässigbar - einfach zu kleine Fläche, um effektiv im Druckraum was

zu bewirken...

Aber 80 Grad und mehr bekommst  so ohne weiteres nicht hin. Da mußt aktiv heizen. Allerdings gibt es da ein paar

Probleme: Stepper vertragen keine Hitze - die verlieren an den Dauermagneten Ihre Polung - und damit sind Sie Schrott.

Dürfen also keine Stepper im Bauraum montiert sein. Ebenso mag die Elektronik das nicht so und die Filamentzuführung

muß auch "geschützt" sein - das wird sonst in der Zuführung schon weich und "Schmiert" dann bzw. verklebt.

Genauso müssen Gehäuse und Führungen für die Temperaturen ausgelegt sein - wenn deine Lager Klemmen bzw.

sich das Gehäuse verzieht und dadurch alles Krumm und scheps wird, hast zwar kein Warping mehr, aber wirklich weiter gekommen bist dann auch nicht... Eher im Gegenteil hast dann "teures Lehrgeld" bezahlt, wie es nicht geht...

Aber das nur am Rande als Info, was da zu beachten ist...

 

Gruß, Digibike

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Digibike und Mitleser

 

Dank für deine Ausführung, sind mir allerdings auch weitgehendst schon bekannt. ABS und anderes Material mit solchen hohen Innenraumthemperaturen will ich aber auch nicht drucken. Inzwischen habe ich einen kleinen Testwürfel konstruiert um verschiedene Einstellungen in Cura besser zu verstehen und in den Griff zu bekommen, ausschließlich mit PLA.

Von den Ergebnissen berichte ich im Laufe der Woche.

Schönes Wochenende allerseits

Gerd

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now

  • Our picks

    • Architect Design Contest | People
      The goal of this contest is to design a set of people figurines that could be used in such a project to make an area, office or mall seem populated. 
      Think of different types of people in different environments, like walking people, people standing still, working people, and both men and women.
       
      • 31 replies
    • Taking Advantage of DfAM
      This is a statement that’s often made about AM/3DP. I'll focus on the way DfAM can take advantage of some of the unique capabilities that AM and 3DP have to offer. I personally think that the use of AM/3DP for light-weighting is one of it’s most exciting possibilities and one that could play a key part in the sustainability of design and manufacturing in the future.
        • Like
      • 3 replies
×

Important Information

Welcome to the Ultimaker Community of 3D printing experts. Visit the following links to read more about our Terms of Use or our Privacy Policy. Thank you!