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0perat0r

Unregelmäßiges Retracting

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Hallo!

Habe seit 2 Wochen einen UM2 und bin eigentlich ganz zufrieden. Nur ein kleines Problem tritt in letzter Zeit sehr gehäuft auf:

Der UM zieht in unregelmäßigen Abständen das Material um etwa 1mm mit einem ächzenden Geräusch zurück. Das führt in den Grundschichten zu Löchern und bei wänden zu riffeln oder untschiedlichen Wandstärken.

Ich drucke noch mit dem vom Hersteller mitgelieferten grauen PLA. Ich habe schon verschiedenes versucht:

- Verändern der Extruder-Temperatur

- Verändern der Settings für den Filament-Querschnitt

- verschiedene Druckgeschwindigkeiten

- erhöhen der normalen Retraction-Strecke und -geschwindigkeit auf 5,5mm und 35mm/s

aber nichts davon hilft.

Hat irgendjemand noch Ideen? Ich bin mit dem aktuellen Druckbild sehr unzufrieden.

 

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Hallo 0perat0r

Ich vermute mal das jedem neuen Ultimaker2 das silber-graue PLA (021) beiliegt. Dieses Material konnte ich mit 207 bis 210 Grad und mit Geschwindigkeiten von 35mm/s bis 50mm/s erfolgreich bis zum Ende verarbeiten. Dabei ließ ich alle weiteren Einstellungen unangetastet. Der Schrittmotor für den Filament-Transport verhielt sich insgesamt sehr unauffällig. Das typische Click-Geräusch kam vielleicht 1 bis 4 Mal in der Stunde und die fertigen Objekte sahen nahezu fehlerfrei aus.

Was Du sonst noch machen könntest:

-Etwas Filament von der Rolle abwickeln und während des Drucks lose einziehen lassen, also so das der Schrittmotor es nicht von der Rolle ziehen muss. Offensichtlich gibt es da eine bekannte und viel diskutierte Problematik mit dem Filament-Einzug (...Einzugs-Winkel inklusive Reibungswiderstand der Rolle auf dem Rollenhalter). Auch spielt die Wickelqualität des Filaments eine gewisse Rolle, besonders nahe dem Material-Ende. Und zu guter Letzt ist auch noch die allgemeine Material-Qualität (...schwankender Durchmesser) entscheidend.

Beobachte ob der Materialeinzug reibungsloser verläuft, wenn das Material nicht direkt von der Rolle abgewickelt wird.

-Den Filament-Einzug mit Druckluft oder einer kleinen Bürste reinigen. Eine Zerlegung der Einzug-Mechanik ist alternativ recht einfach, denn es sind nur die vier Schrauben zu lösen. Aber der Zusammenbau gestaltet sich schwieriger, da der Schrittmotor leicht nach hinten wegrutscht und dadurch das Reindrehen der Schrauben zum Geduldsspiel ausarten kann. Auch der allgemeine Hausstaub ist ein zu berücksichtigender Faktor. Es gibt auf thingyverse druckbare Staubfänger, die vor dem Materialeinzug platziert werden können.

-Der kleine Lüfter vor dem Kühlkörper oberhalb des Hot-Ends, also der zwischen den beiden am Blech montierten Lüftern, muss in jedem Betriebszustand Deines Ultimaker aktiv geschaltet sein. Dieser Lüfter kühlt den oberen Bereich des Hot-Ends, also das Cold-End und sorgt dafür das Filament nicht bereits vor dem Erreichen der Heiz-Kammer weich wird. Läuft dieser Lüfter während des Druckvorgangs nicht permanent, dann kann es zu massiven Problemen mit dem Filament-Transport kommen.

-Hat der Druckkopf bei Temperaturen deutlich oberhalb 180 Grad Standzeiten von nur wenigen Minuten, kann Filament aus der Düsenöffnung herauslaufen bis die Heizkammer fast vollständig leer ist und Luft eindringt. Verbleibende Filament-Reste an den Wänden der Heiz-Kammer können dann verbrennen und sehr hartnäckig festsitzen. In einem solchen Fall kann der Filament-Nachschub zur Tortur werden und eine manuelle Reinigung des Druck-Kopfs ist dann oft die einzige sinnvolle Maßnahme, da das Herumstochern mit einer feinen Nadel in der Düsenöffnung oft nur kurzzeitig für Abhilfe sorgt. Eine feine Nadel erreicht einfach nicht die Wände der Heiz-Kammer, die beim Ultimaker2 immerhin einen Durchmesser von fast 3 Millimetern hat.

-Besonders der Filament-Wechsel sollte bei relativ niedrigen Temperaturen nahe 180 Grad geschehen, um vorher genannte Probleme zu vermeiden. Die Maschine nimmt beim Wechsel immer die vom letzten Druck gewählte Temperatur, das ist oft nicht optimal und auch überhaupt nicht erforderlich, könnte aber mit neuer Geräte-Firmware irgendwann berücksichtigt werden.

-Nebenbei kann man pauschal sagen das die Extruder-Temperatur mit zunehmender Druckgeschwindigkeit ebenfalls erhöht werden muss, damit das Filament schneller aufgeweicht wird, der Materialfluss also zunehmen kann. Anders herum ist es aber nicht anders, geringe Druckgeschwindigkeiten von vielleicht 30mm/s - 50mm/s erfordern absolut keine Temperaturen von mehr als 210 Grad und können eher Probleme verursachen.

-Letzte Möglichkeit: Support-Ticket-Ultimaker. ...Und natürlich die Meinung anderer Foren-Mitglieder.

Alles was Du in meinem Beitrag gelesen hast stellt ausdrücklich keine professionelle Meinung dar. Ich schreibe es so nieder wie ich meine es teils aus dem englischen Bereich hier, sowie aus anderen Quellen übersetzt und verstanden zu haben.

Markus

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Habe jetzt auch das Problem - aber ich denke nicht das es am Filament etc. liegt - der Steppermotor bewegt sich ja aktiv zurück. Wenn es an der Friktion liegen würde, würde ja einfach das Filament durchrutschen. Habe auch schon alles mögliche probiert mit Materialfluß, Druckgeschwindigkeit, Temperatur etc.

Aber das alles würde m.E. nur zum Durchrutschen führen und nicht dazu, daß der Motor das Rändelrad zurück bewegt.

0perat0r - wurde das Problem eigentlich gelöst?

 

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Im Grunde. ist es nicht sehr schwer zu beurteilen, ob es ein beabsichtigtes Rückziehen des Filaments ist, oder das Filament zurück rutscht. Beide Varianten erzeugen etwas unterschiedliche Geräusche, versuche es akustisch zu identifizieren.

Probiere etwas mittelgroßes zu drucken, das definitiv kein Retraction während des gesamten Druckvorgangs erfordert.

Wenn Du dann Unterbrechungen im Material erkennen kannst, dann stimmt entweder mit Deiner Mechanik etwas nicht, oder der Stepper erzeugt zu viel Last im System und wird kurz abgeschaltet.

Es ist nicht ganz klar ob eventuell die Halte- und Vorschub-Kraft ungenügend ist, oder aber die Elektronik überlastet wird.

Wenn Du etwas englisch beherrscht, und auch wenn nicht, denn es gibt ja Übersetzungssoftware, dann erreichst Du über mein Profil auch ein paar interessante Dinge bezüglich des Materialflusses, usw.

Markus

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Also ich habe jetzt einiges gelesen und ausprobiert. Dann auch mal ohne Filament gedruckt - kein spontanes Retracting .... daraus habe ich geschlossen, daß es doch etwas mit dem Filamenttransport zu tun hat.

Dinge mit kleiner Grundfläche werden problemlos gedruckt - aber groeßere leider nicht reproduzierbar.

Beispiel:

Einfacher Deckel, 30mm x 90 mm, Höhe 80mm, reguläres Retracting auf unterer Schicht, bei den Wänden dann nicht mehr - einfach 3 Streifen nebeneinander, kein Füllmuster sondern massiv. So, unterste Startschicht sehr sauber, kein Problem, dann die ersten Schichten der Wände - einmal kein problem ein anderes Mal fängt es dann schon an. Dann kommen ein paar Schichten mit spontanem Retracting, dann - nach so ca. 5-6 mm wieder astreine Qualität, sauber Schichten, kein spontanes Retracting mehr. Alles ohne Änderung der Parameter während des Druckens.

Was soll ich daraus schliessen? Wie gesagt, habe schon mit allen möglichen Parametern (Material Flow, Temperature, Speed) und Zufuhr am Feeder gespielt, kein konsistentes Ergebnis. Das Filament ist - zumindest soweit ich messen kann - konstant, Ultimaker PLA, schwarz,silber und gelb probiert.

Das treibt mich in den Wahnsinn ..... wenn die Parameter nicht so geändert werden können daß es ein konstantes Ergebnis gibt - egal mal zuerst ob dann ständiges Retracting an ungefähr gleicher Stelle oder gar keines mehr auftritt ist es fast unmöglich für mich zu entscheiden woran es liegt....

Ja, es sieht zwar so aus daß der Motor absichtlich zurückzieht (ca. 1/4 Umdrehung immer), aber wenn das auf Überlasting zurückgeghen sollte, warum dann auf einmal - nach den Retracting Events - wieder absolut sauberes Drucken ohne die Parameter geändert zu haben?

 

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In dem Bowden-Schlauch baut sich während des Materialvorschubs Spannung auf.

Also der Motor muss ja das Filament von der Rolle ziehen, dann mehr oder weniger angewinkelt durch die kleine Einfädelungsöffnung am Feeder, dann durch den oberen Bowden, dann durch die Düse hindurch. All das erfordert sehr viel konstante Kraft. Irgendwas zwischen vier und fünf Kilogramm sind dafür schon erforderlich.

 

Erst einmal musst Du einwandfrei differenzieren könnnen, was wirklich das Problem sein könnte. Drucke dazu einen Würfel oder irgendwas anderes nicht so komplexes. Deaktiviere dazu vorher jegliche Retract-Funktionen in Cura und auch direkt am Gerät. Beobachte möglichst während des gesamten Druckvorgangs das Rändelrad hinten am Material-Feeder, es darf bei korrekt gewählten Einstellungen niemals rückwärts laufen!

 

Es gibt zwei mögliche Szenarien:

1: Das Rändelrad gräbt sich in das Filament hinein und kann es nicht mehr weiter transportieren. Es ist aber möglich, das der Vorschub nur etwas ins stocken gerät und es dann doch noch weiter geht. Man kann dann Gruben und Abschürfungen, anstelle eines regelmäßigen Musters im Filament-Strang erkennen. Beobachte dazu auch das Filament im Bowden, es sollte nur erkennbare Spuren der Zahnung vom Rändelrad geben, nichts anderes. Provozieren kann man dieses Szenario auch durch die Wahl einer zu niedrigen Extruder-Temperatur im direkten Bezug zur gewählten Druckgeschwindigkeit.

 

2: Das Filament wird zwar korrekt transportiert, aber es baut sich zuviel Druck im Bowden auf. Irgendwann wird es für den Schritt-Motor zu schwer. Die Vorschub- und Halte-Kraft reicht für einen konstanten Materialfluss nicht mehr aus. Dann kann der Motor seine einzelnen Schritte oder Teilschritte nicht mehr korrekt ausführen und ein kurzzeitiges Zurücklaufen des Antriebs ist möglich. Auch kann das Filament aufgrund der hohen Spannung zurückspringen, bzw. zurückrutschen. Wenn die Spannung abgebaut ist, dann läuft der Motor vorerst normal bis es wieder zur Überspannung kommt.

*Auch kann die Ansteuerungs-Elektronik kurzzeitig aufgrund Überlast den Motor komplett abschalten.

 

*Eine teilweise verstopfte Düse könnte in beiden Szenarien auch für diese Problematik verantwortlich sein.

 

*Beide Szenarien führen umgehend zu mehr oder weniger sichtbaren Unterbrechungen im aktuell gedruckten Objekt.

 

*Es entstehen unterschiedliche Geräusche.

 

*Ein kurzes Video und oder Bildmaterial könnten helfen das von Dir beschriebene Problem zu veranschaulichen.

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Material-Transport zu optimieren:

- Eine Reinigung des Rändelrades und das Ausblasen der Feeder-Mechanik kann kurzzeitig etwas Verbesserung bringen.

- Auch hat die Feeder-Mechanik eine einzige Einstell-Schraube. Diese Schraube ist nicht direkt sichtbar oberhalb des Feeder-Gehäuses, ein kleines Loch führt zu ihr und ein Marker zeigt seitlich Ihre Position an. Man kann mittels dieser Schraube die Kraft der Andruck-Walze verändern. Ausprobieren schadet nicht, aber Ultimaker rät von der Nutzung dieser Möglichkeit ab, da es vermutlich kaum Besserung bringt und wohl auch der Schrittmotor zu schwach dafür sein könnte.

- Das Filament einer neuen Spule auf eine leere Spule komplett umwickeln und ein paar Tage vor der Verwendung ruhen lassen. Dies entspannt die besonders kleinen inneren Wicklungen. Zudem fängt man dann mit dem komplizierteren Bereich des Filaments an zu drucken, der sich gut für Prüfungen des Vorschubs eignet.

- An der Gehäuserückwand des Druckers Vorrichtungen montieren, die bis hin zum Feeder eine optimale Materialführung ermöglichen, also möglichst wenig Reibung verursachen, sowie eine nahezu winkelfreie Einführung des Filaments in den Feeder.

- Es gibt Möglichkeiten das Filament zum Feeder zu führen, ohne irgendetwas am Gerät verändern zu müssen.

- auch kann es etwas helfen das Feeder-Kästchen etwas schief, nach unten gesehen von der Seitenwand weglaufend zu montieren. Das Filament sollte dabei zusätzlich mittels einer Führungsrolle aber absolut senkrecht geführt werden, sonst bringt es keine Verbesserung. Die Schraublöcher für Feeder-Kasten und Motor erlauben aufgrund etwas Spiel eine leicht schiefe Montage der gesamten Konstruktion. Das kann bei korrekter aber unlogisch erscheinender Anordnung eine deutliche Verbesserung des Materialvorschubs bringen. Auch hier schadet etwas Experimentierfreude gewiss nicht.

- Sollte alles nicht helfen, dann bleibt nur noch die Kontaktaufnahme zum Ultimaker-Support.

Markus

 

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Also geholfen hat:

- Reinstall Firmware

- reset to factory default

- Spulenhalter mit Silikonöl eingesprüht

- Kabelhalter und Fiament guide gedruckt und an Gerät angebracht (Design in Youmagine gestellt)

Soweit ich das sehe sind es zwei Faktoren die bei mir im Spiel waren:

- Parameter durch verschiedene Drucke so verstellt - und da müssen welche dabei gewesen sein, die nicht im Display auftauchen (bei Tune oder bei Advanced maintenance)

- Friktion vermindert durch die nun sehr leichtläufige Spule und den fast senkrechten Feed des Filaments - Photos auch in Youmagine bei meinem Design

 

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Schön, dass Du eine Lösung für Dein Problem gefunden hast :smile:

 

Ohne jetzt direkt etwas von Deinem Filament-Guide gesehen zu haben, glaube ich aber, es war die wichtigste Änderung/Verbesserung an Deinem UM2.

Ein Link zu Deiner auf Youmagine veröffentlichten Lösung wäre hier eigentlich auch nicht schlecht aufgehoben.

Ganz nebenbei habe ich dann auch einen Doppelpost von mir entdeckt und gelöscht.

Markus

 

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Hi

Ich muss hier ganz kurz mal anknüpfen.

Und zwar habe ich meinen Ultimaker ja jetzt etwas gemodded, damit er einen geraden Materialeinzug hat.

Was aber nicht besser geworden ist, dass der Motor, der das FIlament ganz kurz vor und zurück bewegt und dabei ein Surr Geräusch macht, manchmal ganz hochfrequent dabei quietscht.

In etwa so, als würde man mit einer Gabel an einer Tafel kratzen. WIrklich sehr sehr hohes quietschen, pfeifen. Sehr unangenehm.

Es ist nur manchmal und während der Retraction.

Was kann das sein? Das Ganze macht mir doch etwas Sorgen.

Es kommt definitv aus dem Motor Bereich, der das FIlament einzieht.

Danke und Gruß

-104-

 

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Beobachte unmittelbar nach und während des Geräuschs Dein zu druckendes Objekt, schau ob Du Qualitätsunterschiede wie z.B. Aussetzer erkennen kannst.

Versuche am Material-Feeder beim Schauen auf den Direktantrieb (Antriebswelle / Rändelrad), die Drehrichtung im Zusammenhang mit dem Geräusch herauszufinden.

Läuft der Antrieb rückwärts, oder erscheint es Dir sogar als eine sprungartige Rückwärtsbewegung, während das Geräusch auftritt?

Wenn ja, dann ist es sehr wahrscheinlich Unterextrusion. Wenn Du dann auch noch Aussetzer im zu druckenden Objekt deutlich erkennen kannst, dann ist es Unterextrusion.

Markus

 

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Hi Markus

Das mit dem zurückspringen hatte ich am Anfang mal. Dann war die Belastung zu hoch. Das ist nie wieder aufgetreten.

Das Rädchen dreht sich ganz normal weiter und ich habe auch im Druck ABSOLUT KEINE Aussetzer.

Es scheint so, als müsste das Rädchen drinnen mal geölt werden, also nicht das aktive geriffelte Rädchen, sondern das Gegenstück, kann das sein?

Danke und Gruß

-104-

 

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Hi nochmal

Also ich habe hier mal ein Video in sehr hoher Auflösung gemacht.

https://www.youtube.com/watch?v=HEwZDdi-oYo

Dort ist das quietschen und das Arbeiten des Stellmotors gut zu erkennen.

Es ist nicht die ganze Zeit beim Drucken, vielleicht 10% des Drucks in der Zeit, wenns hoch kommt.

Muss da eventuell nur mal etwas geölt werden? Könnte es am Filament liegen, denn das ist ja auch nicht rutschig. Wenn man Filament aneinander reibt, dann entstehen ja auch unangenehme Geräusche.

Die Drucks sind identisch einwandfrei, kein Abreissen oder Aussetzer des Drucks.

Bin für jeden Hinweis dankbar.

Gruß

-104-

 

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Dein Video kannst leider nur Du sehen, denn es ist mit dem Status PRIVAT markiert.

Schrittmotoren sind wartungsfrei, aber natürlich kann ein Produktionsfehler nicht ganz ausgeschlossen werden.

Und ja, das durch den Feeder laufende Filament kann lustige Geräusche verursachen, das geht von knistern bis hin zum Quietschen. Vermutlich deutet es auf einen sehr hohen Wasseranteil.

Ob es am Wasseranteil liegt, kannst Du sehr leicht herausfinden:

Drucke irgendetwas bei 225 Grad >60mm/S. und halte Dein Ohr nahe des Druckkopfes. Wenn Du dann ein Knistern wahrnehmen kannst, dann hat Dein Filament einen sehr hohen Wasseranteil.

Markus

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Also solange dies nur beim Retract (Rückzug) auftritt, denke ich das es am Material liegt. Ich nutze aktuell auch das Material von Innofill und bei mir knistert/knirscht es recht laut.

Überprüfe die Verbindung von Antriebswelle zu Rändelrad, den festen Sitz der Madenschraube. Und mache mit einem feinen Permanent-Marker einen durchgehenden Strich über Welle und Rändelrad. So kannst Du zukünftig auf einem Blick erkennen, ob das Rändelrad nach vielen Betriebsstunden immer noch fest genug sitzt.

Ich habe auf Deinem Video sehen können, dass Dein Motor eine normabweichende Antriebswelle im Vergleich zu den ersten ausgelieferten Geräten hat. Dies deutet auf einen anderen Motoren-Typ im Vergleich zu den Motoren der ersten UM2´s.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du für mich irgendwann einmal die Motorabdeckung abnimmst und auf dem Motor nach einem Typenschild suchst, und ein Foto davon machst.

Markus

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Hi Markus

Das mache ich sehr gern für Dich.

Also meinst Du, ich muss ich mir keine Sorgen machen, und es läuft alles nach Plan?

Wie kann ich die Verbindung von Antriebswelle zu Rändelrad überprüfen? Und wie kann ich die Madenschraube auf festen Sitz checken? Das mit dem Strich habe ich auch nicht richtig verstanden :-(

Danke Dir für Deine kompetente Hilfe.

Best Grüße

-104-

 

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Wenn Du direkt auf das Ende der Antriebswelle schaust, dann ziehst Du einen feinen Strich vom Mittelpunkt zum äußeren Rand, also über das Rändelrad hinweg.

Ist der Strich dann irgendwann zweigeteilt, bzw. in der nähe der Hälfte plötzlich versetzt, so dass er wie zwei kurze Striche erscheint, dann sitzt das Rändelrad nicht mehr fest genug.

Das Rändelrad ist mit einer kleinen Madenschraube an der Welle arretiert. Diese Schraube kann sich im Laufe der Zeit lösen. Es ist eventuell nur möglich diese Schraube festzuziehen, wenn das Feeder-Gehäuse demontiert ist. Also solange alles korrekt funktioniert mache Dir keine weiteren Gedanken darüber.

Markus

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Hi -104-,

kurze Info dazu. Ich hatte auch dieses Geräusch. Kommt (selten) und dann ist es wieder weg. Also im Verlauf eines Druckes. Ich hatte auch keine Qualitätsunterschiede feststellen können.

Das Rändelrad ist bei mir fest, ich habe es auch markiert und der Strick war nie zweigeteilt.

 

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Hi Nico

Alles klar. Dann weiß ich Bescheid.

Werde das mal weiter beobachten. Es nervt halt nur, wenn da so ein quietschen ist.

Ich denke mal solange der Druck keine Unterbrechungen hat und die Materialzufuhr gerade ist, ist es nicht schlimm.

Ich vermute mal es liegt wirklich am FIlament. Wenn man das aneinander reibt, dann quietscht es auch.....

Gruß

-104-

P.S. hast ne PM.

 

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Langfristig wirst Du Dich damit wohl abfinden, oder aber Material eines anderen Herstellers kaufen müssen. Ich drucke auch gerade etwas sehr großes mit InnoFill-Material. Es ist bereits die zweite Rolle im Gebrauch und ich kann das Material problemlos verwenden. Ich musste aber schon mehrmals meine Plätscher-Musik lauter machen, wegen dieser sehr speziellen Geräusche hier im Wohnzimmer, obgleich ich generell sehr unempfindlich gegenüber störenden Geräuschen bin.

Quitschen, Knarren, sowie Knistern kommt vom Prinzip des Material-Transports. Denn das Material wird von der Andruckrolle sehr kräftig an das Rändelrad gepresst, und das macht beim Transport des Filaments nunmal häufig Geräsche.

Wie ich bereits erwähnte, so wird es beim InnoFill-Filament einen sehr hohen Wasseranteil geben, der diese Geräusche negativ verstärken kann. Auch ist es möglich das der Wasseranteil allein der entscheidende Faktor in dieser Rechnung ist. Selbst mit originalem Material von Ultimaker gab es dieses unangenehme Verhalten beim Drucken, nur halt nicht so häufig.

Glaube also auch nicht, das diese Geräusche mit dem Kauf von hochwertigeren Filament verschwinden werden. Vielleicht werden sie aufgrund eines generell niedrigeren Wassergehalts vorübergehend geringer, viel mehr wohl nicht. Denn frei herumliegendes Filament kann im Laufe der Zeit Wasser aus der Umgebungsluft speichern. Und in der Theorie müsste man ausgepacktes Filament bei Nichtgebrauch vor Feuchtigkeit geschützt lagern, oder sehr schnell verbrauchen.

Mir ist das Ganze ziemlich Schnurz, denn ich lasse Material-Anbruch offen in der Wohnung herumliegen bis es tatsächlich zu offensichtlichen Problemen kommt. Es soll aber Leute geben, die machen aus der Filament-Lagerung eine Wissenschaft.

Mit WD40 könntest Du Dir große Probleme beim Material-Transport einhandeln. Zudem unterkriecht WD40 Öl und auch Wasser. WD40 könnte die regulär wartungsfreie Werks-Schmierung des Schritt-Motors angreifen wenn es über die Antriebswelle in die Kugellager hinein gelangt.

Markus

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Markus da fällt mir ein - macht das InnoFil Filament keine Probleme wenn es einen so hohen Wasseranteil hat? Denn das Wasser verdampft und es kommt am Ende weniger Filament heraus als durch den Durchmesser angegeben. Das gleiche wäre wenn das Filament viele Luftblasen eingeschlossen hat.

 

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Ich möchte es nicht gänzlich ausschliessen wollen.

Aber ich kann es bei näherer Betrachtung der Oberflächen mit bloßem Auge und auch mit Lesebrille nicht lokalisieren. Aber das kann ich jetzt nur für Lagen >= 0.1mm sagen.

Eigentlich möchte ich sogar wagen zu behaupten, das InnoFill-Material bessere Ergebnisse liefert als das eigentlich deutlich trockenere UM-Original-Zeugs, welches nahezu doppelt so teuer ist.

Es gibt scheinbar sogar weniger Probleme mit dem Feed, da es vermutlich dem Rändelrad mehr Grip ermöglicht. Zumindest sind bei Betrachtung des Filaments im Bowden weniger Abrieb-Stellen zu sehen.

Ich glaube es werden sehr kleine Löcher / Risse entstehen, die man wohl auch mit geeigneter Ausrüstung nachweisen kann. Das Ganze ist für gewisse Anwendungen sicher nicht gänzlich Unbedeutend, aber da hat ja jeder so seine ganz eigenen Vorstellungen.

Edit:

Oh...Ich könnte mir Vorstellen, dass mit höherer Druckgeschwindigkeit >50mm/s und Temperatur >225 Grad dann das Wasser kleinste Krater hinterlässt. Denn dann kann man auch entsprechende Geräusche unmittelbar am Druckkopf wahrnehmen. Das Wasser entweicht dann fast schon explosionsartig.

Markus

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