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kyma5

Dauerdruckplatte

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Hi,

habe nach einigen warping Erfahrungen meinen UM orig. mit einem Heizbett aufgerüstet. Nach anfänlichen FW Problemen läufts jetzt.

Statt einer Glasplatte habe ich die Dauerdruckplatte von 3D printerstore aufgeklemmt.

Aber zu meiner übergroßen Enttäuschung hatte ich gleich wieder massives warping.

Habe mit PLA mit 180 C und Bett Temp 80 C den 20 mm Testwürfel drucken wollen.

Beim ersten Druck war das warping so extrem, dass der Würfel nur in der Mitte noch einen kleinen Auflagepunkt hatte.

Hab dann den Abstand Düse / Platte reduziert, dann wars besser, aber kurz vor Ende löste sich der Würfel komplett von der Druckplatte und der Rest ging ins Leere.

MIt dem Infrarotthermometer habe ich an der weißen Dauerdruckplatte eine Oberflächentemperatur von 72 C gemessen.

Hat von Euch jemand diese Dauerdruckplatte schon ausprobiert, was sind die empfehlenswerten Bett-Temperaturen, oder soll ich das Ding in die Tonne treten und ne Glasplatte draufmachen?

Vielen Dank für Eure Hilfe.

kyma5

 

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Hallo kyma5

Die DDP muss vor der ersten Nutzung mit Alkohol oder Spiritus mehrmals gründlich gereinigt werden.

Die Lüfter für die Objektkühlung sollten erst ab ca. 1mm überhaupt anspringen und nur bei filigranen Überhängen mit maximaler Drehzahl laufen. Die Drehzal der Lüfter sollte mit zunehmender Bauhöhe, also linear (... zum Beispiel ab 1mm 25%, ab 2mm 30%, ab 3mm 35% usw.) ansteigen

Innofill PLA und auch Ultimaker PLA haften z.B. bereits sehr gut bei dauerhaft eingestellten 65 Grad Bett-Temperatur. Die Oberflächentemperatur der DDP (...meine liegt auf 4mm dickem Glas) wird also ca. 8 Grad niedriger liegen.

Der aller erste Layer sollte mit mindestens 215 bis 225 Grad Düsentemperatur abgelegt werden, dies gibt eine bessere Gesamthaftung. Für alle übrigen Layer, während der gesamten Druckdauer nach dem ersten Layer also, kann mit Wunschtemperatur fortgefahren werden.

Alle Aussagen beziehen sich auf die schwarze DDP, die Weiße benötigt eventuell etwas höhere Temperaturen.

Markus

 

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Hi Markus,

vielen Dank für Deine Antwort! Werde morgen zunächst mal die DDP reinigen, hatte ich nicht gemacht. Kann ich über Cura die Drucktemp des ersten Layers einstellen? Oder nutzt Du ein anderes Programm ? Bei 220 C wird das blaue PLA echt ziemlich flüssig. Vorher hatte ichmit weisem gedruckt, da waren 220 optimal. Du meinst aber, ich soll trotzdem auf 220 hochgehen?

kyma5

 

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Hallo kyma5,

ich habe mir auch diese Dauerdruckplatte (weiss) zugelegt und ich muss sagen, dass ich damit voll zufrieden bin.

Allerdings habe ich diese direkt auf die Glasplatte mit passenden mauly foldback Klemmen befestigt.

Wie Markus bereits beschrieben hat, muss die Platte absolut fettfrei sein. Außerdem sollte man sich an das einmalige "Installations" - Procedere halten (langsames stufenweise Aufheizen des Druckbettes) , damit die Platte dann satt auf der Glasplatte aufliegt. Ansonsten drucke ich mit den selben Parametern wie schon auf der Glasplatte und habe keine Probleme damit, direkt nach dem Druck sitzt das Teil noch bombenfest, nach ein paar Minuten Abkühlzeit läßt sich der Druck dann ganz leicht lösen.

Hans-Peter

 

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Hi Hans Peter,

irgendwas scheine ich da verpasst zu haben. Das einmalige Installationsprocedere habe ich nicht gefunden. Auch nicht auf der site von 3D printertore. Vielleicht habe ich da was übersehen. Kannst Du mir nochmal nen Tipp geben, was es mit dem stufenweise aufheizen auf sich hat? Oder ein link zur "Installation" ?

Danke

kyma5

 

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Das stufenweise langsame Aufheizen geschieht zum Beispiel in zehn Grad Schritten, manuell, und soll das Wölben der DDP vermindern. Solltest Du aber eine kaum gewölbte Platte erhalten haben, dann wird diese sich vermutlich bis 75 Grad für die Verwendung mit PLA ganz normal aufheizen lassen können und nicht merklich verzerren.

Wenn Deine DDP bereits im kalten Zustand eine sichtbare Wölbung hat, dann installiere die Platte mit der Erhöhung nach unten auf der Bauplattform.

Die DDP kann mit hitzebeständigem Klebefilm (Beispiel für bis 150Grad belastbaren Klebefilm: 3M Isotac 9469) direkt auf einer Glasplatte fixiert werden. Alternativ werden mindestens die Ränder der DDP an die Bauplattform geklammert.

Normal ist es an einem 3D-Drucker direkt immer irgendwie möglich, Temperaturen nachjustieren zu können. Und Cura enthält ein PlugIn (Tweak At Z), welches das Nachjustieren automatisiert ermöglicht.

Wie bereits erwähnt soll möglichst nur die erste Lage mit einer sehr hohen Temperatur gedruckt werden.

Zudem ist es grundsätzlich erforderlich eine präzise Bettausrichtung durchzuführen. Ein Blatt Kopierpapier muss sich zwischen Düse und Druckoberfläche mit geringstem Kraftaufwand (Blatt zwischen zwei Fingern locker halten) hin- und her-bewegen lassen können, ohne aber dabei zu zerreißen. Filament-Reste an der Düsenöffnung können einer akkuraten Bettausrichtung entgegen stehen, diese müssen zuvor bei aufgeheizter Düse z.B. mit einem Papier-Taschentuch rasch entfernt werden. Zu strammes Bettausrichten kann die Oberfläche einer DDP sehr schnell beschädigen, also ist eine gefühlvolle Vorgehensweise ratsam.

Markus

 

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Hallo Markus,

vielen Dank für die konkreten Hinweise. Werde heute nachmittag mit der Umsetzung beginnen. Bin noch bei cura 12.8, weil ich doch so einen Troubel mit der FW und meinem neuen Heizbett hatte ( Topic: Platine gefetzt?). Werde erstmal aufs aktuelle Cura umsteigen und dann loslegen.

Noch eine blöde Frage: Bei der Bettausrichtung, drehst Du die Z-Achse manuell oder steuerst Du es über Jog bis zum Z-Endstop ?

kyma5

 

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Ja eine neue Cura-Version wäre in Deinem Fall sicher angebracht. Dieses Tweak At Z PlugIn ist auch erst in neueren Versionen aufgetaucht.

Ich habe leider keinen UM1 und kann Deine Frage deshalb vermutlich nicht richtig deuten / beantworten, ich habe nur den über den grünen Klee gelobten Ultimaker2 (Don't believe the Hype!)

Also, normal startet man am Geräte-Menü den Bett-Ausrichtungs-Vorgang. Der UM2 fährt dann das Druckbett in die Nähe der Düse und der Druck-Kopf fährt zum ersten (hinteren) Messpunkt. Mit dem Stell-Rad (JOG-WHEEL) werden knapp 1mm Lücke justiert und bestätigt. Für die beiden übrigen (vorderen) Messpunkte dreht man manuell unterhalb der Bauplattform an den Stellrädchen 1mm Abstand zurecht und bestätigt jeweils seine Aktion. Danach erfolgt ein zweiter Durchlauf, der mittels des Kopierpapiers (bereits erwähnt) möglichst präzise erfolgen muss, damit für die späteren Druck-Jobs auf der Gesamten Baufläche ein identischer Düsenabstand herrscht und die wichtigste (allererste) aller Lagen sauber abgelegt werden kann. Sehr viele Objekte mit verzerrter (hochgekrempelter) Auflagefläche sind schlicht das Ergebnis einer schlechten Bettausrichtung. Falsche oder keine Reinigung der Baufläche, sowie falsche Temperaturverhältnisse, sind halt weitere ungünstige Vorkommnisse. Danach müssen nur noch die Drucktemperatur, sowie die Druckgeschwindigkeit gut zum gewählten Material passen, damit das Ganze irgendwann einmal gut gelingt.

Ach, und blöde Fragen gibt es im Grunde überhaupt nicht. Denn regulär erhält man ziemlich blöde Antworten, wenn der Befragte vielleicht gelangweilt ist und voraussetzt, dass der Fragende die Antwort bereits kennen müsste. Es ist ziemlich vermessen eine Frage schlicht als blöd abzuhandeln, denn dann traut sich bald Niemand mehr überhaupt irgendetwas zu fragen.

Markus

 

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Die ersten Layer dürfen schon mit 220° gedruckt werden. Normalerweise kann man das auch bis zu Schluss beibehalten, ausser das Modell läuft in ein spitzes Ende aus. Dann muss die Temperatur zum Ende vielleicht gesenkt werden. 80° fürs Bett sind aber viel zu heiss. Seit ich die Dauerdruckplatten habe ist dieser Wert bei mir auf 50° eingestellt und ich hatte nie auch nur die kleinste Ablösung.

Gruss

Obi

 

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Schliesse mich Obi an: Ich drucke PLA auf meine PEI-Dauerdruckplatte immer nur mit 55°C Bettemperatur, darüber wird das PLA zu weich und haftet nicht sauber auf der Platte.

Noch ein Tipp: Warte immer bis sowohl die Platte als auch das gedruckte Teil wirklich komplett abgekühlt sind und du das gedruckte Teil fast ohne Gewalt von der Platte kriegst! Ich habe meine erste Platte bereits kaputt gemacht, weil ich die Teile immer zu früh abgelöst hatte und dadurch die Struktur der Platte aufgerissen habe.

Grössere Teile lösen sich meist vollständig ab (durch das Schrumpfen beim Abkühlen), kleine halten meist noch ein wenig.

 

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