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Ultimaker Community of 3D Printing Experts
sandfurz

UM3 EXT. Haftungsprobleme PVA auf PLA

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Hallo an alle Forenmitglieder,

ich bin seit einer Woche neu in den Bereich des 3D Drucks eingestiegen und habe mir einen UM 3 EXT. angeschafft. Einige Drucke sind auch schon recht gut rausgekommen aber meistens habe ich ein Haftungsproblem wenn PVA auf PLA gedruckt wird.

Am Modell selbst funktioniert es immer recht gut, da ich "Support Horizontal Expansion" immer so groß wähle, dass der Support auf der Glasplatte beginnt (da und an sich selber hält PVA super).

Das Problem ist eigentlich immer am "Prime Tower". Hier "schiebt" er das PVA dann immer irgendwie weg oder es rollt sich direkt hinter der Düse auf. Irgendwie haftet es an manchen Stellen und es entstehen dann Buckel auf dem Tower. Ab einer gewissen Höhe fährt er dann einfach gegen die zu hohen Stellen und der Tower bricht ab.

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Ich habe bereits die Lüftertemperatur auf 10% zurückgenommen und die Druckgeschwindigkeit auf 20mm/s verringert, aber das brachte keinen Erfolg.

Die Temperatur ist standard auf 225° (ich nutze die mitgelieferten Ultimaker Filamente).

Ich hoffe es findet sich jemand der mir etwas auf die Sprünge helfen kann :)

Besten Dank schonmal!

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Bei mir hat es geholfen, den Ventilator beim Druck vom PVA komplett auszulassen. Seitdem habe ich keine Haftungsprobleme mehr. Es hat auch wunderbar funktioniert Das Stützmaterial in der Sandwich Variante zu drucken Pva-pla-pva.

Wichtig ist dass Stützlinien nicht zu weit auseinander zu ziehen

Auch bin ich von den Temperaturen vom PVA ans Maximum gegangen. Ich glaube sogar auf 235° grad.

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Hallo Ricos,

besten Dank für deine Erfahrungen. Ich habe in der Zwischenzeit auch etwas rumprobiert. ÜBER 230° bin ich allerdings noch nicht gegangen, werd ich mal ausprobieren.

Die Probleme hatte ich mit dem mitgelieferten UM PVA, allerdings stand es auch in einem lichtdurchflutetem Raum und war nicht extra verpackt (Stichwort Luftfeuchtigkeit). Ich konnte passable Druckergebnisse erreichen indem ich "Support Horizontal Expansion" recht hoch gewählt habe, damit das PVA immer eine Verbindung zueinander hat und bereits ab der Grundplatte mit aufgebaut wird.

Außerdem habe ich den Tower so gestaltet, dass die Schichten nicht übereinander liegen.

Positive Erfahrungen habe ich mit dem Profill-PVA gemacht, das hält super.

Gedruckt wird da allerdings mit deutlich weniger Temperatur (205°) also auch langsamer (20mm/s), aber es hält überall. Hier benötigt man auch keinen Tower mehr, da das PVA nicht nachläuft.

Da ich den Drucker jetzt umgestellt habe werde ich das UM Material auch nochmal probieren.

Grüße.

Nachtrag, hier noch bebildert

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Hallo,

ich habe das selbe Problem, wird denke ich aktuell jeder haben, der mit UM Original PVA Material auf UM Original PLA Material druckt. Das PVA haftet gut auf der Glaßplatte und auf sich selbst, aber eben nicht auf PLA.

Was bei mir die Sache verbessert hat:

- PVA Temp von bei mir defaultmäßigen 215 °C auf 220 °C --> höher habe ich auch probiert, führte aber dazu, das das PVA noch stärker an der Düse haftete bzw. verschmierte was zu großen PVA klumpen an der Düse und im Druck geführt hat. Vllt haftet das PVA tatsächlich besser wenn man die Temp ans maximum schraubt bringt aber denke ich die beschriebenen Nachteile mit sich, was aus meiner Sicht auch wieder nicht zielführend ist. Also Temp 220 °C.

- Die Lüftgeschw. habe ich mal Testweise erhöht auf 100% --> machte die Sache nur schlimmer. Ein Senken der Drehzahl auf 0% hat die ganze Sache auf jedenfall nicht verschlechtert denke ich. Jedoch hat der Lüfter, wenn man den Druckvorgang mal genau beobachtet, nicht nur die Funktion das gedruckte Material zu kühlen, sondern es ist auch ein gebläse was schlichtweg kleine störene Materialbröckchen die beim PLA/PVA Dualextruder Druck entstehen aus der Bahn zu blasen bzw vom Druck. Deshalb möchte ich persönlich nicht ganz auf den Lüfter verzichten. Habe nun mal mit 30% Lüfterdrehzahl gedruckt. Lüfter blässt immer noch PLA/PVA Krümel weg und ich denke die Haftung auf PLA ist tatsächlich ein bisschen besser.

- Die Linienbreite der Stüstru beträgt bei mir 0,4 mm. Für den Einzugsturm ist standardmäßig die Linienbreite für PVA auf 0,35 mm eingestellt. Diese habe ich auf 0,4 mm erhöht, dass hat zumindest für den Einzugsturm eine Signifikante verbesserung gebracht.

- die Druckgeschw. für die Stützstruktur und beim Einzugsturm beträgt bei mir bisher immer 25 mm/s. Die Bewegungsgeschw fast immer 250 mm/s, habe ich aber nun reduziert auf 150 mm/s, da es denke ich auch eine kleine Verbesserung bringt, vor allem wenn er versucht kleine Bereiche PVA auf PLA zu drucken und dann etwas langsamer wieder davon rauscht ist die Wahrscheinlichkeit, das er alles gleich wieder wegreißt, geringer. Allzu langasam möchte ich aber auch nicht fahren, da auch die Bewegung, so wie die Lüfter, aus meiner Sicht eine zusätzliche Funktion erfüllt: Wenn der Druckkopf mit hoher Geschw über den Druck rumpelt schießt er dabei auch störende Krümel vom Druck hinunter, deshalb denke ich ist 150 mm/s ein guter Kompromiss. Macht auch von der Druckzeit nicht allzu viel aus und ist maschinenschonender.

- mit der horizontalen Erwiterung der Stüstru kann man auch viel erreichen. Entweder indem man sie senkt, um zu vermeiden, das er auf PVA auf PLA druckt, was auch sehr viel Druckzeit und PVA spart, oder sie eben tatsächlich soweit erhöht, das großflächig PVA auf PLA gedruckt wird, was die Erfolgschance erhöht das es haften bleibt. Was meistens gut funktioniert ist, wenn die auf PLA gedruckte PVA-Fläche anbindung zu bereits gedrucktem PVA hat, dann kann es sich daran stabilisieren/festhalten und es klappt meistens. Richtig schlimm wird es, wenn man wirklich irgendwo auf PLA ohne Anbindung zu bereits bestehenden PVA Säulen druckt. Dann bleiben halt die ersten Schichten meist wiklich nicht liegen und man kann nur hoffen, dass es sich irgendwann irgendwo dann so verwurstelt, dass es doch noch an einer Wand hängen bleibt und er dann darauf irgndwie aufbauen kann... meistens klappt das dann auch irgdnwann irgendwie, aber dies führt zu Löchern in den Wänden, da hier dann PVA im PLA eingedruckt ist, was dann eben am Ende beim rauslösen zu Löchern führt.

So ich denke das ist erstmal alles was meine Erfahrungen angeht. Also aus meiner Sicht ist das wirklich noch ein Manko und muss abgestellt werden. Mit den von mir beschriebenen Maßnahmen kann man Verbesserung erreichen, aber noch lange dicht das Optimum, was hoffentlich das Ziel ist zu erreichen.

Zum erreichen dieses Zieles gibt es denke ich zwei Ansätze:

* Material weiterentwickeln --> hier müssen die UM Chemiker aktiv werden und eine Art PVA+ Material entwickeln.

* Software weiterentwickeln --> in Cura sollte es die Möglichkeit geben die ersten PVA auf PLA Schichten voll kofigurieren zu können so wie die erste Schicht auf dem Druckbett. Sprich ich möchte bitte die Druckgeschw. für diese ersten 1-3 Schichten PVA auf PLA anpassen können, die Lüfterdrehzahl, Linienbreite, etc pp das volle Programm am besten bitte, denn da kann man auch noch was rausholen.

So okay vielen dank an Sandfurz, das er dieses wichtige Thema gestartet hat und ich hoffe das entsprechende Materialien bereits in der Entwicklung sind!? und hoffentlich im final Release von Cura 2.4 (btw wann kommt das eigentlich?) ensprechende Funktionen vielleicht schon implementiert sein werden :-) ...welch bescheidener Wunsch ;-)

Danke für jede weitere Erfahrung hierzu + Gruß

gogogo

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Hallo zusammen,

besten Dank an gogogo für die ausführliche Beschreibung der Lösungsmöglichkeiten.

Ich habe mittlerweile die Temperatur und Geschwindigkeiten auf die UM-Standardwerte gestellt (mit Profill-PVA) und es funzt genauso wie mit den "langsamen" Einstellungen (wie oben beschrieben).

XRicos: Danke für den Hinweis, jetzt wo die Materialien halbwegs aufeinander haften werde ich das mal probieren ;)

Nicolinux: Das sind Strukturteile eines LKW Vorderwagenkonzeptes im Maßstab 1:5.

Ich möchte mich auch gogogo`s Wunsch einer Cura-anpassung bzgl. PVA Einstellungen anschließen :)

Viel Erfolg beim Drucken und Beste Grüße

Edited by Guest

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Bei mir hat es geholfen, den Ventilator  beim Druck vom PVA komplett auszulassen.  Seitdem habe ich keine Haftungsprobleme mehr.  Es hat auch wunderbar funktioniert  Das Stützmaterial in der Sandwich Variante zu drucken Pva-pla-pva.

Wichtig ist dass Stützlinien  nicht zu weit auseinander zu ziehen

Auch bin ich von den Temperaturen vom PVA  ans Maximum gegangen.  Ich glaube sogar auf 235° grad.

Hallo, Ricos,

der Trick mit dem Ausschalten des Lüfters bei PVA ist gut, hat bei mir gewirkt.

Vielen Dank

 

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Hallo,

wie hast du es denn geschafft, den Tower zweifarbig und nicht schichtweiße in der Sandwitchvariante zu drucken?

Bei uns bricht der Turm immer ab und dies sorgt dafür, dass der ganze Druck abgebrochen werden muss. Deine Variante könnte da sehr hilfreich sein. Gibt es bei Cura hierfür Einstellungen?

Schon jetzt viele Dank!

Hallo Ricos,

besten Dank für deine Erfahrungen. Ich habe in der Zwischenzeit auch etwas rumprobiert. ÜBER 230° bin ich allerdings noch nicht gegangen, werd ich mal ausprobieren.

Die Probleme hatte ich mit dem mitgelieferten UM PVA, allerdings stand es auch in einem lichtdurchflutetem Raum und war nicht extra verpackt (Stichwort Luftfeuchtigkeit). Ich konnte passable Druckergebnisse erreichen indem ich "Support Horizontal Expansion" recht hoch gewählt habe, damit das PVA immer eine Verbindung zueinander hat und bereits ab der Grundplatte mit aufgebaut wird.

Außerdem habe ich den Tower so gestaltet, dass die Schichten nicht übereinander liegen.

Positive Erfahrungen habe ich mit dem Profill-PVA gemacht, das hält super.

Gedruckt wird da allerdings mit deutlich weniger Temperatur (205°) also auch langsamer (20mm/s), aber es hält überall. Hier benötigt man auch keinen Tower mehr, da das PVA nicht nachläuft.

Da ich den Drucker jetzt umgestellt habe werde ich das UM Material auch nochmal probieren.

Grüße.

Nachtrag, hier noch bebildert

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