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Masterdark

Druck mit Extrudr PETG zerfällt teilweise

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Hallo zusammen,

 

habe einen Druckversuch mit dem Extrudr PETG unternommen. Die Parameter waren dabei wie folgt:

 

Filament: Extrudr PETG (schwarz)
Drucker: UM2+
Düse Olsson Ruby 0,4mm: 225°C 
Bett: 70°C
Druckgeschw.: 50mm/sec
Lüfter ab 2 Layer 100%
Druck direkt auf Glasplatte ohne weitere Hilfsmittel

 

Der Druck selber verlief grundsätzlich problemlos und sah augenscheinlich von außen auch gut aus.

 

Als ich dann aber von unten einen Stift in die 9mm Bohrung steckt und diesen wieder heraus gezogen habe, sind die unteren Schichten
quasi abgebrochen und der Druck löste sich teilweise in einzelne "Filamentbahnen" auf.

 

Dieses Verhalten zeigte sich aber nur auf der Seite, die beim Druck auf dem Bett auflag. Das andere Ende des Loches zeigt
dieses Problem nicht. Dort kann man einen Stift einführen, seitlich belasten und auch wieder entnehmen ohne dass der
Druck beschädigt wird oder sogar teilweise auseinander fällt.

 

Ich hoffe auf dem Beigefügten Bild ist zu erkennen was ich meine.

 

Hat jemand eine Erklärung für dieses Verhalten oder kann mir sagen wo der Fehler liegt ?


Grüße,
Dirk
 

anl001.jpg

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Laut Beschreibung soll das PETG mit max. 230°C gedruckt werden, anbei das Etikett vom Filament.

 

Werde aber mal einen Test mit höherer Temp. und weniger Lüftung machen.

 

Gibt es irgendwo ein paar einfach zu Druckende Testteile mit denen man möglichst schnell die
passenden Druckparameter bestimmen kann ?

extrudr_petg.jpg

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3 hours ago, Masterdark said:

Laut Beschreibung soll das PETG mit max. 230°C gedruckt werden, anbei das Etikett vom Filament.

 

Dann würde ich die Temperatur erstmal so lassen.

 

Aber wie schon in dem anderen Beitrag erwähnt, funktioniert es am Besten ganz ohne Lüfter. Das hängt aber von der Geometrie ab. Anhängig von der Größe des Objektes ist ja auch noch die (minimale) Zeit pro Layer interessant.

 

Wenn es bei kleineren Teilen oder wegen der Überhänge ohne Lüfter nicht geht, würde ich als Richtwert bei einem UM2 10% als regulären Wert vorschlagen, beim UM3 noch weniger (5%).

Außerdem als Maximalwert für die Lüfter 50% und minimale Zeit pro Layer ca. 10s.

 

 

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Gut, dann werde ich es mal mit stark reduziertem Lüfter und im nächsten Schritt mit einer "Minimal Layer Time" von 10s versuchen.

 

Das Teil ist recht klein (ca. 20x40mm Grundfläche) und hat als Überhang -wenn man das überhaupt so nennen darf-
nur zwei 4mm Löcher waagerecht zum Druckbett. Der Überhang wäre dabei der obere Bereich des Loches.

 

Der UM2+ ist vorne mit einer Plexiglasplatte versehen und steht in einem geschlossenen Raum bei Zimmertemperatur.
Störende Zugluft oder Windstöße die zusätzlich kühlen könnten sind somit auszuschließen.

 

Generell vermute ich, dass "Smithy" die Ursache, dass sich die einzelnen Layer nicht richtig miteinander verbunden
haben, sehr treffend beschrieben hat.
 

Edited by Masterdark

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Habe die Kühlung auf 50%, 20% und 0% reduziert und die minimale Layerzeit auf 10s erhöht.
Der Druck sah danach generell recht ordentlich aus. Beim folgenden "Bruchtest" zeigten sich

auch keine Auflösungserscheinungen der einzelnen Layer mehr.

 

Leider war die Stabilität (bei Zimmertemp.) nicht wirklich überzeugend. Mit leichter Fingerkraft konnte der Schaft abgebrochen und auch weiter zerbrochen werden.

Mit etwas mehr Fingerkraft konnte sogar das untere Teil durchgebrochen werden.

 

Habe zum Vergleich das gleiche Teil mit PLA von Ultimaker gedruckt. Die Festigkeit des PLA Teils ist deutlich höher (Zimmertemp.) und den unteren Teil konnte ich mit Fingerkraft nicht zerbrechen.

 

Anbei die Bilder vom PETG Teil.

petg001.jpg

petg002.jpg

Edited by Masterdark

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Kann es evtl. auch an der Düse liegen ?

Ich verwende die Olsson Ruby Düse welche an der Spitze wahrscheinlich nicht so heiß ist wie die normale Messingdüse.

 

Ich könnte mir vorstellen, dass die Messingdüse die untere Schicht stärker erwärmt und sich die Schichten somit besser

verschmelzen.

 

Mein Test mit dem CPE+ ist was die Festigkeit angeht leider auch nicht so wie gedacht.

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Hallo,

 

Eins fehlt mir noch und zwar die Geschwindigkeit, auf deinen Bilder schaut das Infill jetzt nicht gut aus, als ob du zu schnell oder zu kalt druckst.

 

Ich hatte mir mal von den Extrudr PETG Filament-Muster schicken lassen und eigentlich hat es sich besser drucken lassen wie das colorfabb XT. Bin aber nur nach der Optik gegangen.

Misst du den Filament-Ø nach? Meine das diese nicht gerade Ø2,85 waren?

Hast du jetzt schon mal eine Messing düse versuch?

 

Gruß Gerd

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Versuche noch langsamer zu drucken. Wenn ich von langsam spreche, dann meine ich um die 30mm/sec.

 

Noch eine Idee, versuche einmal bei Gelegenheit ein anderes PETG Filament. Vielleicht ist deines schon recht alt (kann ja auch beim Händler schon ewig gelegen sein) oder das Extrudr PETG ist halt einfach so brüchig. Ist ja oft bei manchen PLA filamenten auch so, dass man es schief anschaut und schon bricht das Teil ab.

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Werde es demnächst mit 30mm/sec. testen.

 

Das Filament wurde ganz neu gekauft und macht auch keinen brüchigen Eindruck.

Ist eher etwas weicher und deutlich flexibler als mein PLA. Um es zu brechen muß man das Filament schon mehrmals sehr

stark hin und her biegen.

 

Beim Anfassen macht es einen minimal klebrigen Eindruck.

Edited by Masterdark

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Dass es an der Z-Achse liegt glaube ich eher nicht.

 

Anbei das etwas geänderte Teil aus PLA. Hier zeigen sich absolut keine "Auffälligkeiten"  im unteren Bereich.

Die Cura Einstellungen kann ich heute Abend posten.

 

Aufgefallen ist mir, dass der Extruder beim PETG Filamant deutlich stärkere "Druckspuren" hinterlässt als z.B. bei PLA.

Wie schon gesagt ist das PETG auch weicher und flexibler als mein PLA.

 

new001.jpg

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5 minutes ago, Masterdark said:

Wie schon gesagt ist das PETG auch weicher und flexibler als mein PLA.

 

Das ist normal würde ich sagen. PLA ist wesentlich steifer als PETG. D.h. wenn du PLA versuchst du brechen, dann bleibt es langs steif und bricht dann plötzlich ab. PETG ist etwas weicher und weniger steif und wird sich vor dem brechen leicht biegen.

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Und bricht dein PETG Teil nun wesentlich leichter als PLA oder ist es ziemlich gleich?

Ich versuche nur herauszufinden ob wir hier möglicherweise einem Problem nachlaufen welches vielleicht gar keines ist. Weil PETG hat schon andere Eigenschaften als PLA, aber es ist auf keinen Fall stärker oder stabiler als PLA, falls das deine ursprüngliche Intention war PETG zu verwenden.

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