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Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?


Olikun
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Posted (edited) · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?


Hallo ihr lieben,

ich bin neu im 3D Druck und wir haben uns einen "ANYCUBIC Mega X" bei ebay bestellt weil der Arbeitgeber bei dem ich bin ein kleines Maschinenteil gedruckt haben möchte.

Wenn man das bei dem Hersteller bestellen würde, würde es 300 Euro kosten und es wäre auch nur aus Plastik.

Da ist der 3D Drucker perfekt geeignet 🙂

 

Die Form habe ich mir FreeCAD erstellt, das hat auch easy geklappt.

Zum Slicern nehme ich Ultimaker Cura, werde mir aber noch ein paar YouTube Videos ansehen wenn der Drucker da ist.

 

Jedenfalls hab ich meine Form schon mal in Ultimaker Cura geladen und dort steht, es dauert über 9 Stunden bis es fertig wäre. Stimmt diese Anzeige?

Meine Datei hab ich mal mit hochgeladen. Vielleicht habt ihr ein paar Tipps für mich.

 

1.PNG

Aufsatz 5mm.stl

Edited by Olikun
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    Posted · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?

    Kommt stark auf die Einstellungen an nozzle size, Layerdicke, Geschwindigkeit.

    Bei 0,4 nozzle, 40mms und layer 0,2 komme ich auf glatt 6Std. Haut also wahrscheinlich hin.

     

    Was soll das denn sein wenn ich fragen darf? 300€ für so ein Teil klingt ja schon hart für nur Plastik.

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    Posted · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?
    43 minutes ago, Falko said:

    Was soll das denn sein wenn ich fragen darf? 300€ für so ein Teil klingt ja schon hart für nur Plastik.

     

    Das ist der Aufsatz für so eine Teig Maschine. Vorn kommt der Teig raus je nachdem welche Form man drauf macht.

    So was ähnliches wie ein Spritzbeutel, da gibt es ja auch diese Aufsätze vorn. Nur halt bei uns als Maschine 😀

     

    Die Maschine kommt aber ursprünglich aus China und da müssten wir den neuen Aufsatz auch da Bestellen. 

    Ist total easy gewesen das mit FreeCAD zu erstellen und der 3D Drucker hat auch nur 250 Euro gekostet und wir werden definitiv noch mehr drucken

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    Posted · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?

    Komme mit meinen Settings auf exakt 4 Stunden.

     

    Wäre interessant zu wissen was du alles eingestellt hast, um da eine genauere Diagnose zu geben.

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    Posted (edited) · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?

    2 Punkte: Was für Material? Teig heißt Lebensmittel. In Lebensmitteln willst du nicht unbedingt Kontakt mit Weichmachern usw... Und Ihr seit, wenn ich das richtig rauslese, eine Lebensmittel verarbeitender Betrieb...! Hier wäre sowas wie PP (funzt aber nur auf PP-Folie (Tesa o.ä. oder PP-Druckbett - auf was anderem hebt PP 0!) und, aufgrund Warping auch nur Eingehaust...! Dazu ist allerdings auch anzumerken, daß Düse, Hotend, Tube und Extruderritzel sauber, also ohne Kontermination mit anderen Filamenten sein sollte - auch PLA ist meist, aufgrund Additiven, Weichmachern etc. in aller Regel, unter bestimmten Bedinungen, zwar "Kompostierbar" - in aller Regel aber nur Industriell - auf dem heimischen Komposter wirst Jahre warten, ehe da vielleicht UV was bewerkstelligt..., heißt aber noch lange nicht, daß es frei von Weichmachern etc. ist und das Farbe etc. Lebensmittelecht sind... Bei Lebensmitteln und erst Recht gewerblich, mußt du da extrem aufpassen, damit Ihr da in nichts "reinschliddert".

    Der andere Punkt ist, in wie weit erfährt das Teil den Belastungen? In X und Y ist es Kunststoff und vergleichbar mit Spritzguss. In Z aber nicht - da ist der Limitierende Faktor Layer Adhession. Diese kannst du stark durch Drucktechnik beeinflussen, aber wird immer noch extrem unter der Belastbarkeit von Spritzguss sein...!

    Ich konstruier mir hier gern ein paar "Kanäle" rein und laminier dann 1 mm oder 1,5 mm Stahldraht mit rein. Aber da kommt dann wieder "Lebensmittelproblematik" mit rein...

     

    Gruß, Digibike

    Edited by Digibike
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    Posted (edited) · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?
    9 hours ago, Digibike said:

    2 Punkte: Was für Material? Teig heißt Lebensmittel. In Lebensmitteln willst du nicht unbedingt Kontakt mit Weichmachern usw... Und Ihr seit, wenn ich das richtig rauslese, eine Lebensmittel verarbeitender Betrieb...! Hier wäre sowas wie PP (funzt aber nur auf PP-Folie (Tesa o.ä. oder PP-Druckbett - auf was anderem hebt PP 0!) und, aufgrund Warping auch nur Eingehaust...! Dazu ist allerdings auch anzumerken, daß Düse, Hotend, Tube und Extruderritzel sauber, also ohne Kontermination mit anderen Filamenten sein sollte - auch PLA ist meist, aufgrund Additiven, Weichmachern etc. in aller Regel, unter bestimmten Bedinungen, zwar "Kompostierbar" - in aller Regel aber nur Industriell - auf dem heimischen Komposter wirst Jahre warten, ehe da vielleicht UV was bewerkstelligt..., heißt aber noch lange nicht, daß es frei von Weichmachern etc. ist und das Farbe etc. Lebensmittelecht sind... Bei Lebensmitteln und erst Recht gewerblich, mußt du da extrem aufpassen, damit Ihr da in nichts "reinschliddert".

    Der andere Punkt ist, in wie weit erfährt das Teil den Belastungen? In X und Y ist es Kunststoff und vergleichbar mit Spritzguss. In Z aber nicht - da ist der Limitierende Faktor Layer Adhession. Diese kannst du stark durch Drucktechnik beeinflussen, aber wird immer noch extrem unter der Belastbarkeit von Spritzguss sein...!

    Ich konstruier mir hier gern ein paar "Kanäle" rein und laminier dann 1 mm oder 1,5 mm Stahldraht mit rein. Aber da kommt dann wieder "Lebensmittelproblematik" mit rein...

     

    Gruß, Digibike

     

    Wir werden voraussichtlich PETG nutzen, dies ist lebensmittelecht keine Sorge 👌

    Edited by Olikun
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    Posted · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?

    PETG an sich schon, aber ein Zertifiziertes, kein günstiges... Und am besten in Natur, weil nur das PETG ist dann auch Lebensmittelecht, wie das mit Farben aussieht, ist wieder eine andere Geschichte... Das mußt du explizit dir vom Herstellern nicht etwa vom Händler, versichern lassen, den der Händler hat im Zweifel auch nur die Datenblätter... Und wie gesagt, beim 3D Drucker ist i.dr. das letzte Glied in der Lebensmittelechtheit, daß Filament. Am besten mit Raft druckten - dann ist die Auflagefläche vielleicht ein wenig narbig und etwas nervig mit dem Abpfiemmeln, aber das, was mit Lebensmitteln in Kontakt kommt, hat z.b. keinen Kontakt mit Ablösungen von der Druckplatte, als bsp...

    Ich will dir nicht den Spaß vermiesen oder sowas, nur halt vermeiden, daß da plötzlich das Gesundheitsamt vor der Tür steht und dein Chef dich als "3D-Beauftragter" da den Löwen vor wirft... Weil da sind 300 € Ersparnis und ewiger Dank ganz schnell wieder vergessen und der "Schuldige" gleich ausgemacht... 😉

     

    Gruß, Digibike

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    Posted · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?

    Hallo,

     

    Ich würde nichts mit den 3D Drucker Drucken wo direkt mit Lebensmittel in kontakt kommt.

    Als damals das ganze Corona scheiße aufkam gab es ja viele wo Masken druckten und da war das Filament zwecks Hautkontakt auch ein Thema und ehrlich gesagt bin ich da schon total verwirrt gewesen, wenn man die ganzen Zertifikate der Hersteller durchließt.

    Das ganze dann evtl. Gewerbliche wäre mir das definitiv zu riskant, da braucht ja nur was rausbrechen und dann im Teig landen

     

    On 5/28/2022 at 8:16 PM, Olikun said:

    das hat auch easy geklappt.

     

    On 5/28/2022 at 8:16 PM, Olikun said:

    Vielleicht habt ihr ein paar Tipps für mich.

     

    So oft wie ich da easy gelesen hatte, wollte ich nur sagen 3D Drucken ist nicht immer einfach und manchmal zum verzweifeln ist, wenn man 9Std. wartet und zum Schluss passt es dann doch nicht.

    Oder die verfluchte Betthaftung

    Oder wie schon Digibike das die Teile in Layer Richtung reißen/brechen

     

    Kannst uns ja auf den Laufenden halten wie das Drucken klappt

     

    Gruß

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    Posted (edited) · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?

    Gewerblich würde ich PET G lieber nicht einsetzen. Das ist nicht mit dem üblichen PET zu vergleichen. Das „G“ steht für Glykol, es wird gebraucht, um die Viskosität zu verbessern.

    Unabhängig davon, wirst du mit einer gedruckten Düse wenig Freude haben.
    Je nach Dickflüssigkeit des Teiges, lastet ein hoher Innendruck auf das Teil. Dadurch entstehen Zugkräfte quer zur Druckrichtung, also auf die Layerhaftung - die am wenigsten aushält.
    Die Kerbwirkung am Flansch (Pfeile) tut ein Übriges, um die Layerhaftung aufzubrechen.
    Der kritische Bereich der Kreisringfläche hört sich mit ca. 1350 mm² zwar groß an, aber selbst wenn dort massiv (ohne Infill) gedruckt wird, ist der Schwachpunkt immer noch die Layerhaftung.

     

     

    Teigdüse.jpg

    Edited by curatori
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    Posted · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?

    Du könntest das aber auch in regulärem PLA drucken bei sehr feinen Einstellungen und dann mit Silikon ein Negativ machen, welches du dann mit einem entsprechendem Urethan befüllst oder was auch immer als Lebensmittelecht in Frage käme.

     

    Da wäre dann das Thema Schichthaftung erledigt da es ein massives Teil ist.

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    Posted · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?

    Es wäre auch möglich, es mit Edelstahl-Filament zu drucken und dann zum Sintern im Schutzgas-Ofen einschicken. BASF z.b. hat so Material im Programm und ist bei IGO3D zu beziehen (inkl. Schulung über Konstruktionsberücksichtigungen für den Prozess und Druck-Parameter etc.). Die bieten auch das Sintern des Teils an - Einschicken, Pro 1KG kostet der Spaß 60 Euro. Edelstahl ist ja sehr beliebt im Lebensmittelbereich, da leicht zu reinigen, Rostfrei usw.. Allerdings setzt das voraus, daß du eine 7 Kg-Rolle händeln kannst (entspricht etwa 750 g PLA von der Materialmenge her) und Sowohl Edelstahl oder Sapphire-Düse, min. 0,6 - besser 0,8 - drin hast und ein Stahl-Ritzel am Extruder. Messing schmiergelt das Zeug dir im Zeitraffer runter...

    Varianten gibt es schon, wie du mit dem 3D Drucker was bewerkstelligen kannst. Allerdings blind los, weil grad ein neues Gerät angeschafft wurde, und alles so easy erscheint, wird in die "Hose" gehen... Brauchst du nicht zu glauben, aber ist so...

    Es geht vieles, aber eben nicht alles - zumindest nicht auf dem direkten Weg...

     

    Gruß, Digibike

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    Posted · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?
    58 minutes ago, Digibike said:

    Es wäre auch möglich, es mit Edelstahl-Filament zu drucken ...

    Also ich glaube nicht dass mein ANYCUBIC Modell: Mega X so ein Edelstahl-Filament drucken kann oder?
    Steht zumindest nix auf der Anycubic Seite.

     

    Jetzt druckt es erstmal vor sich hin. In 10 Stunden is es fertig. Bin gespannt.

    Erstmal als Test in PLA Gedruckt. 

     

    5 hours ago, curatori said:

    Unabhängig davon, wirst du mit einer gedruckten Düse wenig Freude haben.
    Je nach Dickflüssigkeit des Teiges, lastet ein hoher Innendruck auf das Teil. Dadurch entstehen Zugkräfte quer zur Druckrichtung, also auf die Layerhaftung - die am wenigsten aushält....

     

    ja das dachte ich mir auch schon ein bisschen... müssen wir morgen testen (vorausgesetzt) das druckt die nächsten 10 Stunden ordentlich 😅

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    Posted · Druckzeit 9 Stunden? Stimmt die Anzeige?

    Kannst dich mal hier ein wenig einlesen zu dem Thema. Auf der Seite IGO3D gibt es noch mehr dazu. Generell kann so gut wie jeder FDM-Drucker das verdrucken. Nicht umsonst bieten die es in 1,75 und 2,85 mm Filament an. Zu beachten ist halt bei der Konstruktion, daß wenn der Grünling und Braunling getrennt und anschließend gesintert wird, daß Teil etwa 12% Schrumpfung erfährt. Mußt du bei der Konstruktion mit berücksichtigen. Anfangs wird da einiges "in die Hose" gehen, es sei den, du druckst Teile, die Ihr in Edelstahl zwar gebrauchen könnt, aber die Maßhaltigkeit nicht das K.O.-Kriterium ist. Dann kannst du dich mit den Maßen beim Abschicken, sowie deiner CAD und dem Endergebnis ran tasten, ohne groß Geld zu "verschleudern". Da es immer Pro angebrochenes Kg abgerechnet wird und da 60 Euro fällig werden, ist halt mal eben ne Probe schicken und testen zwar möglich, aber horrend teuer... Ich habe z.b. Lüfteraufnahmen für meine Hotends, die bis 450 Grad abkönnen, gedruckt. Die Löcher entsprechend etwas nachgearbeitet und gut. Dafür hatte ich die Teile in Edelstahl und die benötigten Schrumpffaktoren. Nur als bsp.. Da waren damals noch ein paar Spezialwerkzeuge wie z.b. eine Hotendzange, die direkt in die Aussparungen des Hotends greift mit drin, so daß ich im Prinzip schön, ohne mir ´nen Kopf zu machen zwecks Kabel abscheren o.ä. beim Düsenwechsel, die montieren und demontieren kann... Klappt perfekt - wie wenn´s dafür gemacht worden wäre... 😂

     

    Wie ich schon schrieb: Es geht im Prinzip mit jedem FDM-Drucker - auch mit deinem. Der Knackpunkt ist nur, daß das Filament aus fast 90% Edelstahlpulver besteht, reingemischt in einem Trägermaterial, ähnlich PLA. Das Zeug ist horrend Abrassiv, weshalb du eine gehärtete Düse oder eine Sapphire-Düse brauchst. Und möglichst 0,8 mm - 0,6 mm geht, wenn du alles perfekt in Griff hast - sowohl Slicer-technisch, als auch Hardwaremäßig. Was mit PLA funzt, muß da noch lange nicht funzen... Aber das Extruderritzel kommt eben auch massiv in Kontakt mit dem Edelstahlpulver. Wirkt dann wie heftig Sandgestrahlt... Daher sollten die beiden Komponenten min. genauso hart sein. Messing hat zwar ´ne perfekte Wärmeleitfähigkeit, aber Edelstahl halt wenig entgegen zu setzen...!

    Edelstahldüsen gibts ab 17 Euro etwa. Für ´ne Sapphire-Düse wirst locker 70-80 Euro hinblättern können. Die halten aber auch ewig... An unseren Prusas fressen die alles... Kunststück. Kohlenstoff ist ja ganz oben in der Härte... Und da es nur ein "Splitter" ist, hat das Ding auch eine im Prinzip der Messing-Düse in nichts nachstehende Wärmeleitfähigkeit. Bei Edelstahl mußt etwas mehr "Gas" bei der Temperatur geben - Edelstahl leitet Wärme deutlich schlechter wie Messing!

     

    Gruß, Digibike

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