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miho-tt

Vorstellung + Sammelthread Teile Druckqualität besser machen

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Hallo zusammen,

möchte mich kurz vorstellen, bin Michael, 25 Jahre jung aus Niederbayern und seit einigen Tagen Besitzer eines Ultimaker2. Bin im Modellbau aktiv, daher musste so ein Drucker einfach mal her;)

___

Möchte diesen Thread gerne nutzen anderen und mir eine Plattform zu bieten, seine eigenen Druckqualitäten nach vorne zu bringen. Gibt sicherlich mehrere Threads dazu, aber ich bin bemüht diesen hier trotzdem interessant zu halten und lesenswert. Es dürfen auch gern andere Ihre Ergebnisse posten, aber bitte immer mit aussagekräftigem Bild und die Einstellungen dazu.

Warum ich diesen Thread auch mache, war von den Videos im Internet und dann auch beim Auspacken (oder damits jeder versteht unboxing :D) als ich das Testteil von UM sah, sehr beflügelt was die zu erwartende Druckqualität angeht. Naja meine ersten Versuche haben gezeigt sooo einfach ist es dann auch nicht. Sicherlich auch weil ich Neuling bin + eher nicht die einfachsten Teile zu drucken haben (meist filigran).

Vorweg von mir ein paar Einstiegsfragen

1. Mit welchen Einstellungen / Filiament wurde das UM Testteil gedruckt?

2. Verwendet ihr CURA oder ein anderes slicing Programm, gerade bei aufwendigeren Teilen

3. Viele Drucker verwenden 1.75mm Filiament, hat der UM2 mit seinem 2,85mm gerade bei kleinen Teilen damit einen Nachteil?

4. Gibt es evtl eine Bezugsquelle für kleinere Nozzles?

5. Beim ABS gibt es ja die Aceton Nachbehandlungsmethode (werd ich auch testen) und generell mal auf ABS umsteigen. Wie sieht es hier beim PLA aus, auch Möglichkeit für finishing?

Erste Teile und Fragen dazu kommen gleich.

Falls ihr sagt es wäre besser in den allgemeinen Teil des Forums zu gehen damit, kein Thema dann quäle ich mich halt mit meinem Englisch;)

LG

Michael

 

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Hi Michael ;)

Von mir gibt es heute leider nur ein paar wenige Kommentare: :mrgreen: :arrow:

Grundsätzlich finde ich es gut den deutschsprachigen Bereich irgendwie mit Inhalten zu Bereichern und somit am Laufen zu halten, aber die Hauptaktivitäten sind leider im englisch-sprachigen Bereich. Daran werden wir wohl nicht sehr viel ändern können. Vielleicht versuchst Du es einfach in beiden Sektionen.

 

1. Mit welchen Einstellungen / Filiament wurde das UM Testteil gedruckt?

2. Verwendet ihr CURA oder ein anderes slicing Programm, gerade bei aufwendigeren Teilen

3. Viele Drucker verwenden 1.75mm Filiament, hat der UM2 mit seinem 2,85mm gerade bei kleinen Teilen damit einen Nachteil?

4. Gibt es evtl eine Bezugsquelle für kleinere Nozzles?

5. Beim ABS gibt es ja die Aceton Nachbehandlungsmethode (werd ich auch testen) und generell mal auf ABS umsteigen. Wie sieht es hier beim PLA aus, auch Möglichkeit für finishing?

 

1. Der Robot sollte grundsätzlich mit den Standard-Einstellungen 0.1mm / 210Grad / 50mm/s gelingen. Irgendwo habe ich gelesen das dieser Robot bewusst oder unbewusst nicht für den 3D-Druck optimiert wurde. Aber egal, das Teil gelingt besser wenn es möglichst kühl, langsam, und gleichzeitig mit einem identischen Roboter gedruckt wird, siehe dazu: Cura > Tools > Print all at once.

2. Jeder Slicer hat so seine Vor- und Nach-Teile, deshalb von mir keine generelle Empfehlung, probiere es aus.

3. Auch hier gibt es leider zwei Fronten. Material mit 2.85 >>> 3mm ist zum Beispiel extrem störrisch. Aber die Düsenöffnung, sowie die Positionierungsgenauigkeit Deines Druckers sind die entscheidenden Faktoren. Zudem ist natürlich das jeweilige 3D-Modell, optimiert oder nicht optimiert, und die Aufbereitung (Slicing) für den erfolgreichen 3D-Druck entscheidend. Drucker mit Bowden-Extruder sind allgemein etwas problematischer zu Händeln und tun sich meist schwer mit weicheren Filamenten Der größte Vorteil ist scheinbar die geringere Masse des zu bewegenden Druck-Kopfes und damit sind theoretisch deutlich höhere Druckgeschwindigkeiten möglich. Wie dem auch sei, unter hohen Druckgeschwindigkeiten leidet zwingend die Druckqualität.

4. Aktuell gibt es UM2-Ersatzteile nur via Support-Ticket auf Anfrage und vielleicht in knapp hundert Jahren auch mal im UM-Shop, wenn nicht der China-Mann vorher deutlich günstigere Kopien anbietet, die wohl ebenso gut funktionieren werden. Vermutlich ist Ultimaker aber (noch) nicht interessant genug für massenhafte Plagiate von ein paar ganz speziellen Ersatzteilen. Aber manche Teile sind weniger speziell und können zum Beispiel auf eBay recht einfach lokalisiert werden.

5. Feuerzeug, kleiner Flammbierer, Heissluftfön, Nass und kalt schleifen. Tetrahydrofuran funktioniert bei PLA exakt so wie Aceton bei ABS. Aber Vorsicht: Aceton, sowie THF sind gesundheitsgefärdende Problemstoffe, ein geschulter Umgang ist bindend.

So, das war es.. Meine bescheidene Meinung ohne Rechtsanspruch.

Markus

 

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@mnis:

Nur zur Info: Bei meinem UM2 - vor ein paar Wochen gekommen - war kein Robot als Testteil dabei, sondern eine kleine Form mit einer Säule, sowie einer Sechskantsäule, einem runden und einem quadratischem Loch.

@ Markus: Ich bin aktuell mit der Druckgeschwindigkeit runter auf 60mm/s (Cuda), Transportgeschwindigkeit 80mm/s (Cuda) und habe die Temperatur fürs PLA auf 225°C hochgesetzt (im Druckermenue). Liefert bis dato die besten Ergebnisse.

Ich werde aber - wie mnis angemerkt hat - die Druckgeschwindigkeit noch auf 50mm/s reduzieren.

 

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Hallo Miho-TT, willkommen im Forum!

Nur ein kleiner Kommentar (meine Pause geht grade zu Ende..)

 

...

2. Verwendet ihr CURA oder ein anderes slicing Programm, gerade bei aufwendigeren Teilen

...

 

Defintiv Cura! Das Programm ist super und wird konstant weiterentwickelt. Ausserdem ist es speziell für die Ultimaker Drucker optimiert (alle Maschinen-Settings sind vorkonfiguriert).

Klar, es gibt immer wieder Mal die Situation, dass in einer neuen Version zwar Bugs behoben wurden, aber dafür neue dazugekommen sind. Aber das gibt's halt... Ich habe noch nie mit einem anderen Slicer gearbeitet, Cura hat meine Bedürfnisse immer voll erfüllt. Und ich würde mich nicht als "leicht zufrieden zu stellen" bezeichnen ;)

/Edit:

Es wird übrigens gerade an einem grösseren Update gearbeitet, welches die ohnehin schon gute Qualität des Programms gleich nochmals stark verbessern dürfte.

 

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...

@ Markus: Ich bin aktuell mit der Druckgeschwindigkeit runter auf 60mm/s (Cuda), Transportgeschwindigkeit 80mm/s (Cuda) und habe die Temperatur fürs PLA auf 225°C hochgesetzt (im Druckermenue). Liefert bis dato die besten Ergebnisse.

Ich werde aber - wie mnis angemerkt hat - die Druckgeschwindigkeit noch auf 50mm/s reduzieren.

 

Ich würde die Transportgeschwindigkeit (Travel?) nicht zu tief wählen. Je grösser der Unterschied zwischen Druck- und Travel-Geschwindigkeit, desto weniger "oozing" gibt es.

 

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Hallo zusammen,

eins vielleicht noch, habe parallel einen xeed von leapfrg, der allerdings noch nicht läuft wie er soll. Bin mit Chef in Kontakt, bin etwas hin und her gerissen was ich machen soll... Die Firmware ist das große Problem momentan.

btw hoffe ich dass es den dual extruder für den UM2 bald gibt, bei meinen Teilen kommt man um Hilfstrukturen nicht rum, da wärs schon einfacher wenn man PVA einsetzen könnte.

@mnis: Danke dir schonmal. Ok dann starte ich später was zum troubleshooting Bereich, man kann ja das hier als breitere Diskussion nutzen.

Wegen den Fragen.

1. Ich meinte diesen Würfel mit den 2 Säulen, nicht den Robot. Dieser Würfel in grau hat wirklich eine geile Druckqualität;)

2. CURA ist an sich schon nett und easy. Aber in Sache Support könnte es etwas mehr bieten, hier einen Tipp? Hab Simplify3D auch, allerdings der hinterlegte Process fff für den Ultimaker2 funzt nicht wirklich.

3-6. das mit Feuer bei PLA werd ich gleich mal testen;) Hab gestern auch noch den Speeddrucktest gemacht, das hat gut geklappt. Schon einiges 3mm Filiament geholt, dann bleibe ich bei dem. Das mit dem genauen Durchmesser nachmessen, weiß ich schon.

@ Jonny: ok gut zu wissen das mit Cura. Oozing ist quasi das Material nachziehen beim wegfahren, richtig?

Gibt es eigentlich einen Art 3D Druck Guide / Lexikon egal wie man es nennt wo die ganzen Erscheinungen beschrieben sind (eben wie oozing, warping und was es alles gibt), und wie man Abhilfe schafft? Wenn nicht wäre ich da der erste der gerne was auf die Beine stellt..;)

 

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So nun wie angedeutet zu meinen Druckteilen. Zum Vergleich immer das UM2 Testteil

#1 FILTER-Gehäuse + Treppenaufstieg

Filter: Hat an sich gut geklappt (mehrteilig) ( wurde mit Cura Standardeinstellung gedruckt auf normal).

Was mir nicht gefällt, dass die Zylinder Mantelfläche nicht rund, sondern eher wie ein Vieleck aussieht.

-> Was muss hier anders eingestellt werden?

Treppenaufstieg: Wollte ich mal den Autocad Meshmixer testen, aber da brauche ich durch die Schrägen noch einen flächigeren Support. Mit welchen Einstellungen würdet ihr hier ran gehen? Evtl Temp nicht zu heiß. Ich habe mal ein CAD Bild mitangehängt.

Danke

Täuscht der Eindruck oder ist dieses blaue UM Filiament eh etwas tricky?

6639386462373432.jpg

1920_3463303839633535.jpg

 

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Druck #2 Anschlag - Gußteil

Dieses Teil nervt mich noch etwas. Zu erst ein paar Versuche auf dem Rücken liegen (bin von 200°C auf 240°C 10er Schritte hochgegangen (Teile von rechts nach links gesehen), immer mit Layer 0.05mm, retraction standard, Layertime 5s)

Mit 220°C wars an sich am Besten. Danach stehend versucht, letzte Ergebnis mit 225°C, 100mm Speed, 0,1mm Layer hat ganz gut geklappt. Aber die Konturen / Kanten / Oberflächen könnten einfach noch etwas präziser rauskommen.

Habt ihr einen Tipp? Das Teil ist nicht groß, daher sind ein paar Versuche kein Thema.

Danke vorab

1920_3136663966653564.jpg1920_6438363630373030.jpg1920_3937376138326332.jpg

 

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Filter: Hat an sich gut geklappt (mehrteilig) ( wurde mit Cura Standardeinstellung gedruckt auf normal).

Was mir nicht gefällt, dass die Zylinder Mantelfläche nicht rund, sondern eher wie ein Vieleck aussieht.

-> Was muss hier anders eingestellt werden?

 

Das mit dem "Vieleck" hat nichts mit Cura zu tun.

Das Objekt wurde mit zu wenigen Unterteilungen (Polygone) erstellt. Für schöne Rundungen braucht es eher viele Unterteilungen. Kommt aber auch auf die Größe des Objektes an.

Mit welcher Software wurde das Teil erstellt?

Von der Vorschau in Deinem 3D-Programm darfst Du Dich nicht täuschen lassen.

1. werden gekrümmte Flächen in 3D Programmen mit "Smoothing" dargestellt, d.h. der Lichtverlauf wird weich interpoliert. Das kennen 3D Drucker nicht.

2. Wenn das Objekt aus einem CAD-Programm exportiert wird, dann muss beim Export die Genauigkeit der Flächenannäherung hoch gesetzt werden. Kommt auf Deine Software an, wo und wie das gemacht wird.

 

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Das mit dem "Vieleck" hat nichts mit Cura zu tun.

Das Objekt wurde mit zu wenigen Unterteilungen (Polygone) erstellt. Für schöne Rundungen braucht es eher viele Unterteilungen. Kommt aber auch auf die Größe des Objektes an.

Mit welcher Software wurde das Teil erstellt?

Von der Vorschau in Deinem 3D-Programm darfst Du Dich nicht täuschen lassen.

1. werden gekrümmte Flächen in 3D Programmen mit "Smoothing" dargestellt, d.h. der Lichtverlauf wird weich interpoliert. Das kennen 3D Drucker nicht.

2. Wenn das Objekt aus einem CAD-Programm exportiert wird, dann muss beim Export die Genauigkeit der Flächenannäherung hoch gesetzt werden. Kommt auf Deine Software an, wo und wie das gemacht wird.

 

Hi conz,

jetzt wo du es sagst, kenne das Problem schon lange ausm CNC /CAM Bereich.

Zeichne mit Inventor, hab mir das Teil aber schnell ins Autocad geholt und von da aus stl geholt, ohne facetres anzupassen. jaja dafür kann der drucker nichts;)

Jetzt bleibt noch die Sache von dem kleinen Anschlag, wie ich den in einer optimalen Qualität hinbekomme

 

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Zu Deinem kleinen Anschlag:

Ich bin nicht sicher, ob Du überhaupt eine Qualität hin bekommen kannst, die als Masterform taugen. :(

Bessere Qualität als auf Deinen Fotos sollte aber möglich sein. Kann jetzt aber keinen magischen Parameter nennen, der alles gut macht.

Um Nacharbeit wirst Du sicher nicht herum kommen. (Feilen, Schneiden, Schleifen etc.)

Eine andere Ausrichtung des Teils scheint ja nicht möglich, oder?

Drucke mal immer mehr als ein Teil auf einmal. (Eine oder mehr Kopie(en) in Cura erstellen und unter "Tools" auf "Print all at once" stellen.) Damit hat das Teil etwas mehr Zeit zwischen den Layern abzukühlen. Kannst auch daneben ein Dummyobjekt drucken. Insgesamt sollte damit das Objekt besser werden, hat allerdings mglw. kleine Knubbel an der Stelle wo zwischen den Objekten gewechselt wird. Die lassen sich aber gut abschneiden.

Sonst erst mal keine Idee.

 

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Manchen, oder gar vielen UM2´s lag / liegt metallic graues UM-Filament gratis bei, so auch bei meinem damals. Das Zeug lieferte erstaunlich gute Ergebnisse, und gerade meine ersten Gehversuche mit dem UM2 gelangen damit gut. Bei der Verwendung alternativer Materialien habe ich später immer wieder versucht ähnliche Objektqualitäten bei identischen Objekten zu erreichen, dies gelang meistens sehr schwer bis überhaupt nicht, warum auch immer. Auch die halbtransparenten UM-Filamente in grün und blau gehen gut. Also auch der Testwürfel sollte mit den Cura-Standard-Einstellungen und UM-Filament recht gut gelingen. PLA ist leider nicht gleich PLA und auch unterschiedliche Farben können unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen.

Markus

 

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...

@ Jonny: ok gut zu wissen das mit Cura. Oozing ist quasi das Material nachziehen beim wegfahren, richtig?

...

 

Richtig. Allgemein: Ungewolltes Austreten von Plastik aus der Düse.

Wenn der Druckkopf von einer langsamen Druckbewegung ruckartig in eine schnelle Transportbewegung wechselt, dann "zupft" er den Plastikfaden ab und ist bereits am neuen Ziel, bevor etwas austreten kann. (Ideal, klappt nicht mit allen Filamenten, verschlechtert sich meist auch mit höherer Drucktemperatur).

Wenn du hingegen von einer "relativ schnellen" Druckbewegung in eine "schnelle" Transportbewegung wechselst, dann ist der Unterschied nicht gross genug, dass der Faden abreisst bzw. die Materialzufuhr merklich gestoppt wird.

Retraction hilft natürlich, aber im Idealfall gibt es eben auch ohne Retraction bei kleineren Travel-Distanzen kein oozing.

 

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Es gibt tatsächlich PLA-Materialien die selbst gegen relativ lange Retractions >5mm scheinbar immun sind. Und versucht man mit diesen Materialien mal etwas schneller zu drucken, zum Beispiel anstelle mit 35mm/s vielleicht mit 50mm/s, dann sind sogar Unterbrechungen im Material-Fluss erkenbar die definitiv nichts mit Unterextrusion zu tun haben. Diese Materialien haben zudem auch noch sehr enge Temperaturbereiche, in denen sie überhaupt brauchbare Ergebnisse liefern...Wie kann das sein?

Markus

 

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PLA ist eben nicht PLA.

Bereits die Farbpigmente sind ein Zusatz, welcher die Materialeigenschaften des Plastiks beeinflussen können. Dazu kommen dann Zusatzstoffe wie Härter oder Weichmacher, sonst was, das die Druckbarkeit verbessern soll, oder vielleicht gar schlicht und einfach "Streckmittel" um das Material billiger zu machen.

Dann gibt es bei der Herstellung des Kunststoffs weitere Parameter wie Temperatur oder Druck, welche das Ergebnis beeinflussen. Dann spielt es eine Rolle, wie der Kunststoff in seine "Filament"-Form gebracht wird. Schliesslich kommt dann die Lagerung dazu. Lässt beispielsweise ein unachtsamer Lieferant oder Distributor oder sonstwer einmal eine Palette PLA für ein paar Minuten oder Stunden in der Sonne rumstehen, dann schadet das dem Produkt. Wird es über längeren Zeitraum, oder bei sehr hohen oder tiefen Temperaturen, oder bei sehr hoher oder sehr niedriger Luftfeuchtigkeit gelagert, so kann es ebenfalls Schaden nehmen.

Bis du das Filament schliesslich in den Händen hälst, gibt es hundert Faktoren, welche dein Ergebnis besser oder schlechter machen.

Dazu kommen dann nochmals ein paar Faktoren, was man selbst damit macht ;)

Deshalb bin ich der Meinung, dass man besonders darauf achten soll, Filament von guter Qualität zu kaufen und diese auch (nach Möglichkeit) zu prüfen.

Von einem Faberdashery Filament weiss ich beispielsweise, dass es in England hergestellt wird. Da ich direkt bei Faberdashery selbst bestelle, weiss ich, dass es nicht um die halbe Welt wandert und von zig Leuten gehandhabt wird.

Colorfabb Rollen werden mit einem Produktionsdatum versehen und kommen aus Holland, da habe ich auch gutes Vertrauen darin.

Wir haben eine Sammelbestellung bei DiamondAge Plastics gemacht - direkt vom Hersteller. Die ging zwar tatsächlich uim die halbe Welt, aber in kurzer Zeit. Die Qualität von denen ist bekannt, die haben einen Namen.

Ein No-Name Filament von Amazon oder ähnlich kann von irgendwo kommen. Es kann frisch und hochwertig produziert worden sein, oder aber bereits 2 Jahre in irgend einem Lager am Ende der Welt vor sich hin gerottet sein. Der Produzent kann super seriös und professionell sein, oder das genaue Gegenteil - man wird es nie erfahren...

/edit:

Ultimaker Filament gilt meiner Meinung nach zur No-Name Ware. Einerseits habe ich bisher nicht die besten Erfahrungen mit diversen UM Filamenten gemacht (sie waren zwar brauchbar, aber bei weitem nicht so gut wie meine bevorzugten Filamente). Andererseits fehlt schlicht und einfach die Information, woher das Filament kommt, wer es herstellt, wann es hergestellt wurde, usw.

Vielleicht ist das überhaupt nicht der Fall und UM kauft bei einem namhaften Hersteller ein - aber da wir das nicht wissen, müssen wir es meiner Meinung nach auch entsprechend beurteilen.

UM blau ist übrigens das drittschlechteste Filament, was ich je hatte ;)

 

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Miho-TT

Gibt es eigentlich einen Art 3D Druck Guide / Lexikon egal wie man es nennt wo die ganzen Erscheinungen beschrieben sind (eben wie oozing, warping und was es alles gibt), und wie man Abhilfe schafft? Wenn nicht wäre ich da der erste der gerne was auf die Beine stellt.. ;)

 

 

Ich nenne es mal das große RepRap-Universum: http://reprap.org/wiki/RepRap/de

Es gibt bereits so viele einschlägige Foren, Wissensquellen, das Meiste ist auch mit einer einfachen Such-Anfrage zu finden. Selbst Ultimaker-Maschinen sind nicht wirklich mehr als eine wohl gelungene Mischung aus RepRap-Komponenten und ein paar eigenständigen Ideen.

Aber warum nicht, hier auf Ultimaker habe ich noch nichts dergleichen entdecken können. Ein paar Begriffe werden sogar im UM2-Manual erklärt. Und Cura ist allgemein sehr informativ, wenn man mit dem Mauszeiger auf einer Option in den Settings pausiert.

Ist ja bereits geklärt, aber als ergänzende Info:

Bei der vielleicht eher unprofessionellen Arbeit mit verschiedenen Werkzeugen zur Erzeugung von Kreisformen in SketchUP-Make zum Beispiel, kann man unmittelbar nach der Eingabe des Radius die Segment-Anzahl bestimmen mit 45s, 90s, 180s, 360s, oder was auch immer einem beliebt.

Markus

 

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Ist es nicht unmittelbar vor der Eingabe des Radius? Bei Skechup 8 (non-pro) ist es jedenfalls so.

Mit der Open-Source Dokumentation kann ich meist auch sehr wenig anfangen. Es fehlt die Struktur, der rote Faden, der Führer durch die Materie... Um nicht zu sagen, die professionelle Herangehensweise. Das wäre aber anmassend zu sagen, weil extrem viel unbezahlte, freiwillige Arbeit in diesen Dingen steckt!

Es gibt Bücher zum Thema 3D-Druck (irgendwo hier im Forum hat Ian einmal ein deutsches Buch vorgestellt, was er sehr gut findet), welche diese Lücke bestimmt füllen können.

Habe mir selbst schon überlegt, eine Zusammenfassung der 3D-Druck-Grundlagen anzulegen. Aus dem Grund gebe ich auch überall meinen Senf dazu - so finde ich die ganzen Threads dann wieder, wenn es einmal dazu kommt ;)

 

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Ich nutze aktuell SketchUp-Make 2104 als deutschsprachige Variante entgegen Ablehnender Haltungen mancher und bin "noch" angenehm überrascht bezüglich der vielen Möglichkeiten und Hilfen dieser Software. Ich als ahnungsloser Neueinsteiger kenne aber bisher nur diese Software...

Bezüglich Kreisformen mache ich es so wie vorweg beschrieben, anders habe ich es noch nicht probiert.

Und generell sehe ich die mangelnde Hintergrund-Information bezüglich UM-Filament ebenso wie Du es beschrieben hast sehr kritisch, Jonny. Aber wie bereits ebenfalls erwähnt und eventuell Erwähnens-Wert, gibt es ein paar positive Ausnahmen, wie Z.B: Ultimaker silber-grau-metallic, sowie die halbtransparenten Filamente in blau und grün.

TempTest1

Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, das UM-Material von InnoFill sein könnte, zumindest vom selben Werk. Aber wenn das tatsächlich der Fall sein sollte, dann ordert UM eine spezielle Rezeptur. Denn die von mir bisher verwendeten InnoFill-Filamente reichen qualitativ nicht mal annähernd an das UM-Material heran.

Markus

 

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...

Bezüglich Kreisformen mache ich es so wie vorweg beschrieben, anders habe ich es noch nicht probiert.

...

 

Stimmt, geht tatsächlich auch so :)

Man kann also sowohl vor als auch nach dem Eingeben des Radius die Anzahl Segmente eingeben...

Wenn man sie vorher eingibt, dann werden alle nachfolgenden Kreise direkt mit der definierten Anzahl Segmente gemacht. Das ist manchmal gut, aber nicht immer...

 

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Aber auch nach der Eingabe des Radius wird die Segmenteingabe temporär gespeichert, man kann und sollte es zumindest für jedes Werkzeug einmalig temporär festlegen.

Auch lege ich via Fenster > Modellinformationen einmalig die Einheiten bei jedem für den 3D-Druck bestimmten Modell fest. Vor Allem beschränke ich die Genauigkeit auf maximal 0,### mm, ansonsten ist es mit den sehr langen Nachkommastellen für mich eher verwirrend. Und das Längeneinrasten empfinde ich als sehr wichtig, denn dann muss ich in den meisten Fällen weniger Zoomen. ;)

Markus

 

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Vielleicht ist das Nachfolgende dann auch noch interessant:

Und eventuell ist es auch einer der Gründe warum sich manche recht schnell wieder von SketchUp abwenden, die offensichtliche Einfachheit, der scheinbar geringe Komfort, und manch unverständliche Aktion der Software.

Denn wenn man mit SketchUp Objekte für den 3D-Druck erzeugen möchte, dann gelingt es auf dem Bildschirm noch recht gut. Aber spätestens wenn man dem Slicer...Cura eine DAE-Datei anstelle einer STL zu Futtern gibt, geraten manche ins Wanken, da einige Objekte fehlerhaft gedruckt werden und oder in der Layer-Vorschau lückenhaft angezeigt werden. Zum Beispiel kommt es nicht selten vor dass Bohrungen mit einer Fläche geschlossen werden, die im ursprünglichen Modell definitiv nicht vorhanden ist.

Ich habe dazu folgendes herausgefunden:

Leider sind DAE-Dateien nicht wie STL-Dateien direkt mit Cura assoziiert und deshalb funktioniert ein Doppelklick auf eine DAE-Datei nicht.

Über File > Load model file können DAE-Dateien aber trotzdem ohne Plug-Ins und ohne vorherige Konvertierung zu z.B. STL in Cura geladen werden, sie werden dann uneingeschränkt wie STL- oder OBJ-Dateien behandelt, sofern die DAE´s vom internen Aufbau her korrekt sind.

Mit korrekt meine ich, dass mit SketchUp erzeugte Objekte manchmal überflüssige interne Strukturen aufweisen, die man meist nur findet indem man sich das Drahtgittermodell genauer anschaut. Es Bedarf etwas Logik die betreffenden Bereiche ausfindig zu machen, aber nach dessen Entfernung schluckt Cura diese Objekte ohne Zicken zu machen.

Manchmal, oder eher gar nicht selten hat man aber auch einfach nach dem Löschen überflüssiger Formen oder Linien ein paar Rückstände übersehen, welche dann irgendwo innerhalb des Modells schlummern und ins Nirvana führen. Das könnte später bei der weiteren Verarbeitung zu einem großen Problem werden. Und mir ist aktuell kein Tool bekannt, welches da irgendeine Hilfestellung bietet.

Dann kommt es manchmal vor dass bei der Modellierung unvermittelt Innenflächen zu Außenflächen werden und auch umgekehrt, das mag Cura scheinbar überhaupt nicht gern. Erkennen kann man diese Flächen an ihrer auffällig dunkleren / helleren Erscheinung gegenüber den übrigen Flächen. Ein Rechtsklick mit der Maus auf die betreffende Fläche und die Auswahl von "Flächen umkehren" behebt dieses Problem recht fix.

An Kreisflächen / Kreisformen unmittelbar angrenzende Linien-Formen und gewinkelte Flächen führen bei der anschließenden Aufbereitung für den 3D-Druck mit Cura auch manchmal zu unerwünschten Druckergebnissen. Hier hilft bereits ein kalkulierter aber wohl kaum wahrnehmbarer Spalt / Abstand während der Konstruktion von vielleicht 0.1mm oder weniger und das Problem ist behoben. So habe ich es jedenfalls empfunden.

Eine letzte Kleinigkeit noch:

Möchte man nach der Erzeugung eines Kreises dessen Mittelpunkt mit einem anderen Werkzeug wiederfinden, dann ist es manchmal friemelig bis scheinbar unmöglich, da kein Fokus erscheint. Dann hilft es wenn man mit der Maßbandfunktion kurz eine Hilfslinie quer durch den Kreis zum gefühlten Kreis-Mittelpunkt zieht, der Mittelpunkt wird dann wieder als mögliches Ziel angeboten und ist danach auch für andere Werkzeuge erreichbar.

Markus

 

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CAD Erzeugung ist bei mir weniger das Problem, sondern eher das ganze in die Realität zu bekommen;)

Hab jetzt einiges an colorfabb / faberdashery filiament hier. Wie heiß soll ich hier drucken, bei kleinen Layerstärken und eher kleinen / detailierten Bauteilen?

Was ich noch nicht ganz schlau bin zum Thema Retraction: für die Bauteilqualität an sich schlecht? (Es vermeidet gewisse über Extrusion bzw. Nasen kann ich mir vorstellen )

Eine Frage zu Cura noch: Was muss ich machen, dass ich im Programm direkt die Print Temp und Filiament Durchmesser einstellen kann? Hab die aktuellste Version und unter der vorkonfig. UM2 Maschine fehlen die Felder :/

Gruß

 

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