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dirtsen

Fehlstellen im Druck. Wo liegt das Problem?

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Hallo Leute,

ich habe meinen Ultimaker 2 jetzt seit fast 3 Monaten und muss sagen, ich bin begeistert. Ich war ein bißchen auf der Suche nach dem richtigen Filament für meine Zwecke, da ich meine Drucke alle mit Schleifpapier nachbearbeite. Daher fiel normales PLA für mich schon mal aus dem Rennen. Ich bin dann fündig geworden: BioFila Eco von Two-Bears. Ist eine Deutsche Firma und das Zeug ist noch zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen. Lässt sich wunderbar schleifen und ist auch noch ein echtes Überhang-Wunder. Allerdings treten beim Druck mit dem Material momentan Probleme auf wie noch mit keinem anderen vorher:

Es gibt hin und wieder über mehrere Layer hässliche Fehlstellen. Es sieht dann so aus, als ob die Düse partiell verstopft wäre und sich erst nach ein paar Lagen wieder von selbst reinigt.

Schaut euch die Bilder an:

https://www.dropbox.com/s/7nnic2xurin9g0a/2014-09-26%2011.10.58.jpg?dl=0

https://www.dropbox.com/s/k9g75uif3dznywy/2014-09-26%2011.25.42.jpg?dl=0

Darüber hinaus hatte ich jetzt 2 Drucke bei denen die Düse komplett dicht war und ich das Zeug mühevoll herausspülen musste.

Problemlösung bisher:

Den Hersteller habe ich bereits angeschrieben. Der meint, es gäbe ein Problem mit der statischen Aufladung des Filaments, was dazu führt, dass mehr Staub angezogen wird. Ein Küchenschwamm vor dem Materialeinzug sollte Abhilfe schaffen. Ich habe daher ein entsprechendes Design für einen "Schwammhalter" heruntergeladen und davor geklemmt. Hat auch einiges an Staub zurückgehalten, konnte die Fehlstellen und ein Verstopfen allerdings nicht verhindern. Auch ein "Spülen" der Düse vor jedem Druckgang oder nach Materialwechsel half nicht. Die "Atomic Methode" habe ich auch jedes Mal nach einem Materialwechsel gemacht. Die Düse ist daher immer sauber. Bin jetzt etwas ratlos.

Hat jemand ähnliche Probleme oder weiß woher diese kommen können?

 

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und hier sind noch mal 2 Fotos vom Druck heute Nacht. Dieses Mal gab es nicht nur eine Fehlstelle, sondern es kam erst weniger, dann nichts mehr aus der Düse.

https://www.dropbox.com/s/48c0c7jy0vy9znk/2014-09-28%2011.30.05.jpg?dl=0

https://www.dropbox.com/s/volp8pautxgettw/2014-09-28%2011.30.11.jpg?dl=0

Der Feder hat das Filmend hinten durchgeschliffen. Das heißt er konnte danach überhaupt keinen Druck mehr aufbauen um neues Material nachzuschieben. Habe ich eben von Hand gemacht. Keine verstopfte Düse mehr. wirklich sehr komisch.

 

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Hallo Dirtsen

Willkommen im UM-Forum!

Nein, die Probleme habe ich zum Glück mit PLA nicht. Aber das BioFila-Filament wartet ja bei mir auch noch auf den ersten Einsatz... :???:

Ich verwende einen mehrfach um das Filament gewickelten Pfeifenreinigerdraht als Staub- und Dreckblockade. Funktioniert einwandfrei; kann ich empfehlen. Ich würde tatsächlich auch mal vermuten, dass Deine Probleme von Verunreinigungen her kommen; ev. sogar von Abrieb vom Feeder-Gehäuse (ABS). Hast Du schwarze Punkte im Print drin?

 

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Das müsste ich mir mal anschauen. Könnte natürlich sein, dass es am Feeder Gehäuse liegt. Ich schau mir das mal in Ruhe an. Wollte sowieso den Alternativen Feeder von Youmagine drucken und installieren. Vielleicht erledigt sich das Problem dann. Ich halte euch definitiv auf dem Laufenden.

Komisch ist nur, dass die erste Hälfte der Filamentspule einwandfrei durchläuft und es erst in der zweiten Hälfte Probleme gibt. Habe jetzt 2 Spulen dran gehabt soweit. Kann natürlich auch ein blöder Zufall sein.

 

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Mir passiert das zur Zeit auch immer öfter.

Die Ursache bei mir liegt meines erachtens darin das sich ein Propf am ende des Tubes bzw. Anfang des Hotends. bildet. Der Feeder dreht dann durch und raspelt das Filament ab. Meistens bekomme ich das filament dann nur noch heraus indem ich die Tube an beiden enden herausnehme.

Das Filament ziehe ich dann per Hand wieder heraus.

Ich benutze das vorwiegend das inofill 2,85mm filament.

 

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Ist BioFila Eco dasselbe wie BioFila linen oder ein neues Material? Mit welcher Temperatur/Geschwindigkeit druckst du?

Ich kann nur von meinen Erfahrungen mit BioFila linen berichten: Das Material ist weicher als normales PLA und weniger abriebfest, weswegen es sich zwar einerseits gut nachbearbeiten lässt, aber andererseits bei sehr vielen Retractions auch schon mal zerkrümeln kann (z.B. sehr komplizierte, dünne Voronoi-Strukturen). Ich vermute, bei dir ist durch Retractions Material abgerieben worden, so dass zu wenig Material am Hotend angekommen ist.

Zudem ändert sich bei Drucktemperaturen über 210°C die Oberflächenbeschaffenheit,die Oberfläche wirkt rauer und sieht ein wenig nach Underextrusion aus (ist aber keine!). Ich persönlich mag den Effekt, weil man so leicht Objekte mit interessanten Oberflächen gestalten kann, aber natürlich ist das nicht immer erwünscht.

Mir wurde zudem empfohlen nicht langsamer als 20mm/s zu drucken, weil sonst die Düse verstopfen könnte.

 

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Die Tips zum Druck mit BiFila Eco habe ich eingehalten. Ich drucke meistens zwischen 50-70mm/s auf 195°C. Retractions hab ich bei meinem Druck nicht so viele, daher wäre das wirklich komisch. Habe nun den Werksfeeder abmontiert und den alternativen angeschraubt. Da war noch ziemlich viel Abrieb von früheren ABS Drucken drin. Vielleicht hat sich das Problem nun erledigt. Werde in den nächsten Tagen mal posten ob es das nun war.

 

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Wie schaut der Querschnitt des Material aus? Bei mir traten vergleichbare Probleme auf wie bei Pirax und wenn das Filament einen Durchmesser größer 3,05 mm aufweist. Ist der Durchmesser größer oder gleich ist der Wiederstand zu groß für den Extruder. Hier kommt es dann verstärkt "grinden" bzw der Materialfluss ist temporär nicht richtig.

Das Problem von Pirax konnte ich abstellen in dem ich das Fillament erst tausche, wenn ich auch neues Filament einspanne. Sprich das erkalten des Druckkopfes erfolgt immer mit Filament!

 

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Zungara, den genauen Querschnitt habe ich nicht testen können da mir dazu ein entsprechendes Messgerät fehlt. Der Hersteller meint daran könne es nicht liegen… was natürlich vom Hersteller nicht viel zu heißen hat. Ich habe noch ein Teflon Stück (das vor die Düse kommt) hier liegen und werde mal versuchen das Material da durchzuziehen. Korrigiert mich wenn ich da falsch liege, aber da müsste vom Durchmesser her ja dann stimmen oder?

Ansonsten habe ich in den letzten Tage kräftig getestet und bin noch dabei. Zwischenzeitlich dachte ich es wäre behoben.

- Alte Fehldrucke inspiziert. Siehe da, rote und schwarze ABS Partikel im Druck… könnte als daran liegen

- Neuen, alternativen Feder installiert und alles gereinigt bis kein ABS Staub mehr da war. Testdruck: 5 Stunden, alles okay! Juhu

- Weiter im Takt… wieder Fehlstellen beim nächsten Druck. Habe direkt in den Druckvorgang eingegriffen: Flow erhöht auf 110%. Schien gewirkt zu haben. Danach kein Problem im Druck.

- Ein weiterer Druck, 4 Stunden: nach ca 50 wieder hässlich Fehlstellen die ca 3mm in der Z-Achse einnahmen. Druck komplett umsonst da strukturelle Integrität an der Fehlstelle natürlich quasi Null betrug.

Ich habe nun das Filmend näher inspiziert. hin und wieder fallen kleine Einschlüsse auf. Auch die Retractions scheinen das Material mehr in Mitleidenschaft zu ziehen. Daher ist das Filmend an den Stellen etwas deformiert. Ich habe nun einen Druck laufen bei dem eine solche Retraction-Stelle eindeutig zu erkennen ist im Bowden Tube. Bin gespannt was passiert wenn die Stelle das Hottend erreicht. Auch die Fehlstellen habe ich mir markiert und können im Bowden Tube nachvollzogen werden. Ich habe das Ganze mit Fotos dokumentiert. Werde die später hier hochladen.

Näheres folgt.

 

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Hier sind die Einschlüsse bzw. Deformierung direkt am Filament:

https://www.dropbox.com/s/wdk4eivgssaptc8/2014-10-02%2014.33.18.jpg?dl=0

Hier sind zwei Fotos von dem deformierten Filament auf Grund der Retractions. Sieht nicht nach viel aus aber das Filament hat dort definitiv seine Rundheit eingebüßt. Zoomt ruhig näher ran. In natura natürlich besser zu sehen:

https://www.dropbox.com/s/4qn7ag4dthjwp9o/2014-10-02%2014.34.04.jpg?dl=0

https://www.dropbox.com/s/95ysy9f0dvfgpj8/2014-10-02%2014.34.06.jpg?dl=0

ACHTUNG!!

Dieses Stück ist eben beim Druck ins Hottend gelaufen. Habe das ganze überwacht und siehe da… FEHLSTELLE! Nur ca 2 Layer also nicht wirklich schlimm aber deutlich zu sehen:

https://www.dropbox.com/s/5ykksebgsfxfeuu/2014-10-02%2014.59.09.jpg?dl=0

Ich habe mir dann noch die andere Rolle geschnappt die hier angebrochen herum liegt und diese dann überprüft. Auf Grund des Materialwechsels fand sich auch hier eine solche Stelle. Nicht ganz so tief aber deutlich. Habe nun die Probe mit dem Teflon Stück gemacht und es nicht durchschieben können. Ansonsten flutscht das Filament nur so durch den Tube.

Jetzt kommt der Clou: Durch den Rückstau bei einem solchen Vorkommnis schleift der Feeder das Material natürlich nochmal an. Eine Fehlstelle resultiert demnach in einer weiteren (wenn es blöd läuft) und so weiter. Ich habe den weiteren Druck ohne Retraction laufen. mal schauen was passiert.

Mein weiteres Vorgehen wäre wie folgt:

- Einstellen des Drucks vom Feeder auf das Material

- Experimentieren mit weniger Retraction

- Bei Filamentwechsel auf Schleifstellen achten und eventuell entfernen.

Puh… mal schauen ob es das jetzt war.

Eure Erfahrungen mit BioFila Eco würden mich interessieren. Gibt es einen Thread der Materialkunde zum Thema hat? Wäre doch mal interessant.

 

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Bezug nehmend auf die "Beulen" der Bilder am Anfang des Beitrages, kommen diese von einem Überfahren der Bahnen der Außenwand (Shell), wobei kein Materialrückzug stattfindet. Besonders tritt das auf, wenn die Wandungsdicke (Shell thickness) auf z.B. 0.8mm eingestellt ist, dann werden dort 2 Bahnen nebeneinander gefahren Düsenbohrung (Nozzlesize) ist ja 0.4mm. Nach dem Abfahren der äußeren Bahn fahrt der Drucker einfach über den vorher gelegten Strang hinweg und es kommt zu einer Materialanhäufung, die dann später als Beule auf der Außenwand sichtbar ist. Da Cura den Anfang des Verfahrweges je nach Geometrie nicht immer an die gleiche Stelle legt, sind die Beulen über die Oberfläche verteilt. Wenn man mehrere Teile Druckt kann es aber auch sein, das Cura immer an der gleichen Position anfängt, z.B. auf einer Ecke, dann hat man bei langen geraden Teile die ganze Kante verdickt. Die Beulen sind bei dicken Schichteinstellungen (Layer) größer als bei dünnen Schichten, wie 0.06mm aber immer vorhanden.

Hier mal eine Grafik dazu. Ihr könnte das auch beim Drucken beobachten.

spc.jpg

Ich habe das Problem schon mit dem Support besprochen. Es gibt keine Anwender Einstellungen, die das beseitigen kann. Momentan kann bieten sie auch keine Lösung dafür an, da das Problem bei Cura selber in der Wege-Berechnung (CAM) liegt. An dieser Stelle übrigens mal ein großes Lob an das UM-Team die beim Support wirklich super kommunikativ waren. Und auch für fachliche Verbesserungsvorschläge immer offen sind.

 

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Leichte Deformierungen durch Retraction sind nicht weiter tragisch und auch normal. Erst wenn die Retraction immer an der gleichen Stelle erfolgt wird es tragisch, da dies meist zum Grindig führt und über kurz oder lang kein Materialvorschub zu Stande kommt.

Was mich wirklich beunruhigt ist dein erstes Bild von deinem Fillament. Wenn so eine Ausbuchtung durch die Tube geschoben werden muss ist der Kraftaufwand erhöht was Unterextrusion zur Folge haben kann (hier ist deine Druckgeschwindigkeit und Temperatur entscheidend) . Die nächste Engstelle ist die Bass Pipe. Hierdurch kann es zur Verstopfung der Düse kommen. Besorge dir doch mal eine digitale Schieblehre (ca. 10 Euro) und miss mal nach. Hat das Filament zeitweise einen Durchmesser von >= 3.05mm gib das Filament zurück. Du wirst auf keinen grünen Zweig kommen. Gutes Filament für den Ultimaker hat einen Durchmessen von 2,85mm +/- 0,05mm. Die 3mm sollten nicht erreicht werden.

@Ralf-SG: Sehe ich genau so. Hier macht ggf. die Software den Unterschied, denn es gibt u.U Strategien das beschriebene Problem zu verhindern bzw. den Effekt weniger ausgeprägt zu begegnen.

 

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Hallo Zungara,

ich benutzte bisher nur Cura und habe mit dem Support schon einiges Vorgeschlagen was UM2 und Cura angeht. Ich finde den Drucker grundsätzlich klasse. Aber wie meistens scheiden sich die Geister nicht bei der Hardware sondern in der Softwarentwicklung und das ist nicht nur bei 3D-Drucker so, sondern auch bei Grafikkarten und Mainboards und dem Rest ebenfalls. Sonst wären nicht dauern überall Updates nötig.

Was für eine Software wäre denn Deiner Meinung zu empfehlen. Hast Du da Erfahrungen?

Mir wäre das egal, ob diese Kostenpflichtig ist. Hauptsache man hat soviel Eingriffsmöglichkeit wie eben möglich. Auch wenn das nicht der Philosophie "Software für Jedermann" entspricht.

 

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Hallo Ralf,

ich experimentiere gerade mit Simplify3D, die Kontrollmöglichkeiten sind da schon exorbitant im Vergleich mit Cura, besonders beim Support. Man kann z.B. manuell Supportstrukturen hinzufügen oder löschen. Im englischen Forum gibt es unter anderem diesen Thread : http://umforum.ultimaker.com/index.php?/topic/6450-simplify3d/

Videos gibt es unter http://www.3duniverse.org/2014/04/03/review-of-simplify3d-v2-0-1/

Hans-Peter

 

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@Ralf-SG: Also ich nutze für fast alles Cura. Aber wenn ich Probleme habe nutze ich alternativ Kissclicer oder Netfabb. Der Support von Netfabb ist aber für ein gekauftes Programm unterirdisch. Ich habe da schon mal so was in der Art gehört: Was erwarten Sie, sie haben doch nur 150 Euro bezahlt, da muss man halt schon mal 6 Wochen warten können. Das das Program halt nicht funktioniert kann ja nicht so wichtig sein sonst hätten sie ja die Profi Version gekauft.....

Auch wenn ich über Netfabb sehr sehr sauer bin, muss man aber sagen das viele Probleme hiermit zu lösen sind.

Das gute an Cura ist halt der spitzen Support, so dass man sich einem optimalen Ergebnis gut annähern kann. Manchmal hilft es ein Objekt einfach um 30 Grad zu drehen und unschöne Artefakte verschwinden.

 

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