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Ultimaker Community of 3D Printing Experts
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martin-garst

Fehlerhaftes und unnötiges Retracting

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Hallo zusammen,

mein neuer Ultimaker 2 zieht immer wieder das Filament zurück was natürlich zu Druckfehlern führt.

Hier mal ein Video davon:

Was könnte das sein?

Rahmendaten:

Gedruckt wird 2,85mm mitgeliefertes PLA mit 220°

Testobjekt wurde mit CURA Standard Einstellungen normal und "schlecht" probiert.

Testobjekt war ein einfacher Würfel.

Danke!

 

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Das würde mich auch interessieren. Ich habe seit ca. 2 Wochen auch einen Ultimaker 2 und das gleiche Problem. Software auf dem Gerät ist 14.07.0. Ich habe nichts am Feeder verstellt ausser dass ich einmal die Walze neu anziehen musste da sie sich gelöst hatte und rausgerutscht ist. Meine Druckeinstellungen waren in etwa 70 mm/s. 0,1-0,2 mm Layer, 210 Grad für EasyFill PLA. Bei 0,2 und 50 mm/s. traten Probleme auf, bei 0,1 mm Layern nicht.

Ich habe das Gefühl dass es eine Art Sensor gibt die feststellt dass zu viel Druck ist und zurückzieht da ich noch nie wirklich schnell drucken konnte bei größeren Schichtdicken. Ich habe sowohl mit Cura als auch mit Simplify3D gearbeitet ohne nennenswerte Unterschiede.

 

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Das ist kein Retract. Hier scheint der Druck in der Düse so hoch zu werden das der Schrittmotor zurück federt. Scheint so als wäre da die Düse verstopft oder der Materialfluss zu hoch eingestellt.

Springt der dann zurück erhält man unterextrusion im Layer bis das Material wieder richtig da ist.

Gruß Thorsten

 

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Hallo,

danke für die Rückmeldung.

Aber wenn ich manuell Material fließen lasse ist alles gut.

Ich habe jetzt mal die Druckgeschwindigkeit auf 50mm gedrosselt, die Temperatur auf 225° eingestellt (5 mehr als vorher) und jetzt scheint es zu gehen ...

Wäre aber schon schade wenn ich nur mit 50mm drucken könnte.

Grüße

Martin

 

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Eventuell Düse mal reinigen oder schauen das dein Filiament noch leichter zum Feeder geführt wird. Umlenkrollen etc.

Habe einen komplett neuen Feeder angebaut aus PLA Material. Noch nie Probleme mit verstopfter Düse gehabt. Zusätzlich reinige ich das Filiament vor dem einführen mit einem kleinen Halter und einem Tuch um Staub zu reduzieren.

Allerdings sind 0.2mm Layerhöhe und die hohe Druckgeschwindigkeit schon recht hoher Materialdurchfluss.

Hier im Forum findet Ihr eine Testdatei für den maximalen Materialdurchfluss.

http://umforum.ultimaker.com/index.php?/topic/4586-can-your-um2-printer-achieve-10mm3s-test-it-here/

 

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Ist für mich ungewohnt dass 50 mm/s und 0.2 mm Layerhöhe zu viel sind. Das habe ich auf meinem One Up ständig überboten nur da war die Druckqualität halt mies. Ich kann nur colorfabb XT bei 250°C mit 0.2mm Layern drucken mit 50 mm/s. Nur das von Ultimaker PLA, EasyFill und InnoFill leider nicht. Vielleicht muss ich mal schauen ob ich die Düse reinigen kann.

Es gibt nicht zufälligerweise größere Düsen für den UM2 wenn man mal schneller drucken möchte?

 

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Versuch mal den Extrusion Test zu drucken und schau was rauskommt:

http://umforum.ultimaker.com/index.php?/topic/3976-almost-always-missing-layers-underextruding/page-8&do=findComment&comment=33427

Der Extruder Motor scheint mit dem Volumen, das er durch die Düse drücken muss, überfordert zu sein, also müsstest Du das Volumen verringern. Versuchs mal mit dünneren Layern, wenn Du so schnell drucken willst. Allgemein wird für wirklich gute Qualität der Drucke eine Geschwindigkeit von 30 mm/sec. und max. 0.1 mm Layer empfohlen. Die Travel- und Infill-Speeds kannst Du natürlich höher setzen.

Vielleicht findest Du was bei Ebay aber offiziell gibt's keine grösseren Düsen.

 

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Danke für den Tipp, mein Drucker ist noch bis morgen beschäftigt, dann werde ich den Test mal drucken. Mittlerweile hat sich im Thread für den tickenden Feeder noch jemand mit dem gleichen Problem gemeldet, der nutzt aber zumindest nicht die mitgelieferte Filamentrolle ausser er hat direkt grau mitbestellt.

Ich drucke sehr oft simple Geometrien die der Drucker theoretisch problemlos mit 100 mm/s. oder schneller drucken könnte wenn das Filament und der Drucker das mitmachen würden. Offensichtlich gibts ein Durchflusslimit dass man nicht überschreiten darf. Man kann die Geschwindigkeit verringern oder die Layer flacher machen, die Druckzeit bleibt dabei aber annähernd gleich. Bis wo hin kann ich denn Travel und Infillgeschwindigkeit erhöhen? Ich will nicht meine Zahnriemen ausleiern oder Schrittverluste riskieren.

Hat jemand Empfehlungen für FIlament dass sich sehr leicht und schnell drucken lässt? Wenn ja dann bitte mit den wichtigsten Druckparametern nennen. Mir kommt es bei manchen Bauteilen nicht so sehr auf Präzision an sondern darum einen Musterentwurf schnell herzustellen.

 

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Also ich habe meinen Travel bei 150 und Infill bei 75 stehen, das klappt gut. Wenns wirklich schnell gehen soll kannst Du wohl noch höher gehen. Wann's beginnt umzuschlagen kann ich nicht sagen..

Du kannst sonst auch noch experimentieren, ob eine Erhöhung der Temp. auf 225 oder gar 230 Grad das Fliessen den Filaments verbessert. Damit könnten höhere Geschwindigkeiten drinliegen.

 

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Beim Drucken gibt es die Möglichkeit die Materialzurfuhr manuell zu verändern. unten links auf "Tune" klicken und dann den Wert bei "Materialflow" (oder ähnlich) den Wert verstellen. Der Drucker braucht schon mal ein paar Sekunden, bis die Änderungen aktiv werden. Zusätzlich würde ich im G-Code mal die "E" Werte kontrollieren. X-Y-Z sind ja die Verfahrwege für die Achsen. "E" ist der Materialvorschub. Ebenfalls zu beachten ist , dass wir einen relativ kurzen weg zum Aufheizen des Materials haben. Wird der Vorschub zu groß, kann der Strang bis zur Düse nicht aufschmelzen. Eine Erhöhung der Temperatur hilft da nur bedingt. Das ist dann so wie beim Brotbacken, außen knusprig und Innen "roh". Soll heißen Außen ist das Material schon geschädigt und innen trotzdem noch zu kalt und neigt zu verstopfen. Haben wir dann eine zu hohe Verweilzeit beim Anheizen, verbackt der Kunststoff und verhärtet. Dann ist die Düse wieder zu. Ich Drucke mein PLA mit 210°. Die Erste Schicht (Layer) relativ Langsam, um eine gute Haftung zu erzielen und dann mit 150mm/s. Tipp: Düse Aufheizen, 210-220°,unter "Maintenance", "Advanced", "Heatup Nozzle" Düse aufheizen, dann unter "Move Material" das Material manuell Zuführen. Drehrichtung ist zu beachten. Rechtsrum ist Vortrieb, linksrum ist Rückzug. Wird die Düse heiß kommt für eine kurze Zeit Material heraus. Dann langsam den Vorschub betätigen. Kommt dann kein Material und Du hörst nach einer Zeit "Dein" Klicken, dann ist Das Vorschubzahnrad am Materialstrang abgeglitten und dieser hat sich zurück gedrückt. Wenn das oft passiert ist der Strangbereich am Zahnrad so abgenutzt, das das Zahnrad nicht mehr genug gripp hat das Material durch die Düse zu schieben. Dann kurz vorne an der Materialeinführung den Schlauch abmachen. Material drucklos soweit fördern, bis die verschlissene Stelle das Zahnrad passiert hat. Das Material vorne etwas abschneiden und wieder zu Düse einführen. Zeit zum aufheizen lassen. Wenn der Schlauch einmal ab ist, kann man auch mal probieren mit einem Stück PLA den Kunststoff von Hand durch die Düse zu pressen, um den Widerstand zu testen.

Übrigens könnte man auch mal die Temperatur an der Düse messen, ob die mit dem angezeigtem Wert übereinstimmt.

VG

 

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Hallo ApolloTT, (für alle die dies NICHT lesen wollen nicht über 210°C).

ich würde die Frage besser gar nicht erst stellen :wink:. Eigentlich sollte man sich immer Gedanken darüber machen wie niedrig man die Temperatur einstellen kann. Wenn man das Material zu kalt verarbeitet kommt es intern zu Scherungen der Molekülketten so das der Kunststoff darunter leidet. Das trift aber eher beim Spritzgießen zu wo, das Material dann noch eventuell durch dünne Angußkanäle gedrückt wird. Wir verarbeiten das Material bei Drucken nicht mit so hohen Drücken. Da wird es "fließen" oder nicht. Der UM2 hat im Verhältnis zu seiner kleinen Düse eine hohe Heizleistung. Die dafür sorgt dass der Strang schnell durchgeheizt ist. In der Regel lässt sich die Physik nicht austricksen, so das die Größe einer Düse (große Kunststoffspritzmaschine oder kleiner Düse vom Drucker) keine Rolle spielt und sich der Kunststoff immer auf der Oberfläche abrollt. Daher nach der Füllung der Düse findet, Durch das Verhältnis Innendurchmesser-Düsenbohrung, auf der Oberfläche der inneren Düsenwand, keine Materialbewegung mehr statt.Das Material gleitet praktisch durch den Kern. Das an der Wandung stehende Material, veraltet dort und wird recht schnell spröde und verbrennt. Löst sich etwas davon, kann die Düsenöffnung verstopfen. Dies mitreißen geschieht um so mehr, je höher die Durchflussgeschwindigkeit wird. Ein Temperaturerhöhung ist dann wenig sinnvoll, da sich das verkohlte Material nicht wie aufweichen lässt. Ein Reinigen der Düse ist dann unausweichlich.

Vorgehensweise: Heize eine saubere, leere (man kann dann von oben durchschauen Düse auf 180-190°C auf und betätige den manuellen Materialvorschub (rechtsrum drehen). Wenn in der Düse Druck aufgebaut wird, kannst Du das daran erkennen, dass sich der Materialzufuhr-Schlauch zur Seite schiebt (ganz oben über dem Drucker). Ist die Temepratur zu kalt, wird nichts fließen (ist ja klar), ist diese etwas zu kalt, dann wird zuerst Material fließen und nach einer Zeit oder wenn das Material zum stehen kommt, geht nichts mehr durch. Warum? Weil die Äußere Schicht, die wie oben erwähnt an der Düsenwand zum stehen kommt den Kern isoliert und das Material dann "einfriert". Jetzt gilt es über diese Isolationsschicht soviel Energie zuzuführen, dass der Kern nicht zum stehen kommt und die Schicht nicht übermäßig belastet wird und verkohlen kann. Wird die Durchflussgeschwindigkeit jetzt größer, muss natürlich die Temperatur erhöht werden, damit der Kern in der kürzeren Zeit, die er in der Düse verbringt aufplastiziert werden kann. Darunter leidet aber die Außenschicht wieder und deshalb kann man das nicht endlos nach oben treiben. Katastrophal wird das dann, wenn das Material beim aufheizen zum stehen kommt, dann verkohlt alles und die Düse ist verstopft. Eine Schädigung des Materials ist abgesehen von Bruchversuchen auch an der Verfärbung zu erkennen. Schau das an was reingeht und das was raus kommt, je dunkler je geschädigter (Schwarz ist dann GAU) :wink:. Auch verminderte Glanz der Oberfläche weißt auf Schädigung hin.

Ich verabeite PLA nicht über 210°C und dann aber beim Aufheizen und Pausen auf die Standzeiten extrem acht geben. Daher auch wenn der Drucker mit 250mm/sec und mehr drucken könnte, macht dies gar keinen Sinn, bei der Düsengeometrie. Die Düse müsste dann "länger" sein und mehrere Heizzonen haben. Die Heizbänder müssten dann speziell auf Heizkanalmasse, etc. abgestimmt sind, damit ein Materialgerechtes Vorheizen stattfinden kann. Das ist in diesem Kostensegment wohl kaum möglich. Wenn Du also mit 220°C fahren möchtest, dann fange bei 190-200 schon an von Hand altes Material wegzufördern, starte schnellstmöglich Dein Programm und "gib Gummi" :wink:. Mein liebevoller Tipp: lass es.

Es lohnt sich auch mal von Zeit zu zeit Die Düse von Innen zu reinigen.

LG

Ps. Das kann man auf alle Kunststoffe anwenden die man mit dem Drucker verarbeiten will.

 

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Hi,

aus Erfahrung mit dem UM2 kann ich die Temperatur von 210° nicht bestätigen. Ich drucke meistens mit 220°. Wenn du dir diesen thread anschaust (link) - der Test wird _immer_ mit 230° gedruckt. Auch kann man PLA problemlos mehrere Minuten in bei über 220° in der Düse stehen lassen, ohne dass etwas passiert.

Martin's und ApolloTT's Problem ist entweder eine teilweise verstopfte Düse, ein fehlerhaftes PFTE Teil (der weisse Ring an der Düse worauf die Feder sitzt) oder einfach zu hoher Druck in der Düse. Um ein Gefühl für das Volumen zu bekommen welches durch die Düse befördert wird, einfach folgende einfache Formel anwenden:

Düsendurchmesser x Schichtdicke x Geschwindigkeit. Beispiel: 0.4mm x 0.2mm x 70mm/s = 4mm^3/s.

Das kann man im oben verlinkten Test wunderbar sehen. Der UM2 sollte in der Lage sein bis zu 8-10mm^3/s Volumen durch die Düse zu "schieben". Bei einer Schichtdicke von 0.2mm und mit der 0.4mm Düse, bis zu einer Geschwindigkeit von 100 - 125 mm/s.

So sieht der Test aus wenn es Probleme gibt :)

green under

 

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Hallo Nico,

danke für die Info, da hat man mal wenigstens einen Anhaltspunkt, auch wenn dein Rechenbeispiel mathematisch gesehen jetzt nicht so ganz stimmt :smile: Ich gehe mal davon aus, dass die von dir genannten Eckwerte bei 230° gelten.

Gibt es eventuell auch noch temperaturabhängige Wertetabellen ?

Hans-Peter

 

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