Jump to content
Ultimaker Community of 3D Printing Experts
Sign in to follow this  
aaren-san

Material Nachschub

Recommended Posts

Hallo,

mir passiert in letzter Zeit sehr oft, dass mein Extruder den Kunststoff (PLA) nicht mehr durchschiebt. Im Prinzip dreht quasi das Rändel am PLA durch.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Extruder zu schnell Material schieben möchte und diese nicht aus dem Nozzle kann, somit steigt der Druck/Widerstand und das Rändel gräbt sich in den PLA ein, somit wird irgendwann kein Material mehr durchgeschoben.

Was sind die Fakten:

 

  • [*]Mein Extruder ist so eingestellt, wie es im Wiki angegeben wurde - Feder + Schraube hinten ca. 11mm angespannt.

[*]Meine Bowden Tube ist immer rausgesprungen (habe ich mit nem neuen Verschluss nun abgestellt)

[*]Grundflächen haben plötzlich kein Material mehr vom Extruder bekommen (wenns erkannt wird, dann versuche ich die Klemmung von Hand zu erhöhen, bis er sich gefangen hat)

[*]Wenn ich es bemerke und das Programm stoppe und den Extruder bei dem noch beheizten Nozzle von Hand drehe, dann bewegt sich das Material (für mich ist das der Beweis, das ein zu Hoher Druck erzeugt wird, den der Nozzle nicht verarbeiten kann)

 

Mir ist aufgefallen, dass wenn ich die Grundfläche eines Objektes drucke, das sehr oft passiert. Deswegen meine Frage, wie ist der Zusammenhang zwischen Vorschubgeschwindigkeit (Extruder) und Fördermenge?

Ich benutze Cura und habe bisher nichts gefunden, wo ich die Geschwindigkeit des Extruders für Bottom/Top einstellen kann.

Danke schonmal.

Grüße

Aaren

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Das Verhältnis von Vorschubgeschwindigkeit (Extruder) und Fördermenge hängt in der Praxis von so vielen Dingen ab, das kann man nicht pauschal beantworten, da jeder Drucker (leider) etwas anders reagiert und auch jeder Filamenttyp vom anderen abweichen kann. Auch an einem sehr gut kalibrierten Drucker ist die Fördermenge nicht linear.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Das mit den unterschiedlichen Faktoren kann ich nur bestätigen. Ich habe zum Beispiel Filament von einigen Herstellern getestet und bei fast jedem muss ich eine andere Temperatur einstellen, um optimale Ergebnisse zu bekommen. Einige mussten auf fast 225° aufgeheizt werden um gescheit gefördert werden zu können und andere begnügen sich schon mit ca.180°. Ist zwar ein krasses Beispiel, ist mir aber alles schon passiert.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

nach meinen (beschränkten) Erfahrungen sollte auf jeden Fall der Filamentdurchmesser so genau wie möglich angegeben werden.

Da ich bisher noch kein völlig rundes Filament geshen habe, hilft m.E. nur: an vielen Stellen messen, und den Mittelwert nehmen.

Bei der Grundfläche ist es m.E. so, dass hier vor allem mal das Bett sauber nivelliert sein muss.

Ist die Düse zu dicht am Bett (Kontakt), dann ist der Widerstand natürlich viel höher. Der Kunststoff soll zwar angedrückt werden, aber er muss auch noch aus der Düse rauskommen.

Und ja: Die Temperatur ist ein Thema. Je nach Material (bzw. Herkunft) brauche ich deutlich unterschiedliche Temperaturen.

Wenn die Düse aufgeheizt ist, mit genug Abstand, drehe mal das Extruderrad von hand, und schau, wie das Material aus der Düse kommt. Ist es sehr zäh bis krümelig, ist (wahrscheinlich) die Temperatur zu niedrig (oder die Düse voller Krümel)

Meiner Meinung nach sollte das Filament ziemlich weich aus der Düse kommen, in eiinem gleichmässigen Strang, und wenn man ein bisschen kräftiger Material nachschiebt sollte es auch recht schnell vorne wieder rauskommen.

Wenn es Blasen wirft, ist es aber zu heiss.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

nach meinen (beschränkten) Erfahrungen sollte auf jeden Fall der Filamentdurchmesser so genau wie möglich angegeben werden.

Da ich bisher noch kein völlig rundes Filament geshen habe, hilft m.E. nur: an vielen Stellen messen, und den Mittelwert nehmen.

Bei der Grundfläche ist es m.E. so, dass hier vor allem mal das Bett sauber nivelliert sein muss.

Ist die Düse zu dicht am Bett (Kontakt), dann ist der Widerstand natürlich viel höher. Der Kunststoff soll zwar angedrückt werden, aber er muss auch noch aus der Düse rauskommen.

Und ja: Die Temperatur ist ein Thema. Je nach Material (bzw. Herkunft) brauche ich deutlich unterschiedliche Temperaturen.

Wenn die Düse aufgeheizt ist, mit genug Abstand, drehe mal das Extruderrad von hand, und schau, wie das Material aus der Düse kommt. Ist es sehr zäh bis krümelig, ist (wahrscheinlich) die Temperatur zu niedrig (oder die Düse voller Krümel)

Meiner Meinung nach sollte das Filament ziemlich weich aus der Düse kommen, in eiinem gleichmässigen Strang, und wenn man ein bisschen kräftiger Material nachschiebt sollte es auch recht schnell vorne wieder rauskommen.

Wenn es Blasen wirft, ist es aber zu heiss.

 

Hallo Burki und die Gemeinde,

mit welchen Instrumenten misst ihr den Durchmesser? Messeschieber oder gibt es ein besseres/anderes Verfahren?

Grüße,

Maker

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Am einfachsten wird wohl ein Messschieber sein. Digitalanzeige hilft, ist aber nicht wirklich notwendig.

Es gibt eine professionelle Technik, mit der die "Rundheit" von Objekten sehr präzise gemessen werden kann. Die Details sind mir nicht mehr präsent, aber auf jeden Fall braucht man dafür eine spezialisierte Messeinrichtung (ich glaube, das war was mit Laser) welche nicht mal eben irgendwo rumsteht. Da wahrscheinlich auch Filament von derselben Marke / Typ noch relativ grosse Unterschiede zwischen verschiedenen Produktionslosen haben dürfte, ist eine so genaue Bestimmung imho eh überflüssig...

Ich würde vorschlagen, eine einfache Messvorrichtung zu machen, welche aus einer Stahlplatte mit präzise gebohrten (oder gelaserten) Löchern versehen ist. z.B. 2.85mm bis 3.1 mm in 0.25mm Schritten.

Die Messung macht man dann einfach, indem man ein Stück Filament durchs Loch schiebt. Passt es, so ist es kleiner oder gleich gross wie der Lochdurchmesser...

Passt ein Filament nicht sauber durch die grösste zugelassene Bohrung, so ist es ungeeignet.

Sowas müsste sich eigentlich recht einfach herstellen lassen. Ideal wäre natürlich eine Sammelbestellung weil die Einrichtungskosten bei sowas meistens den Hauptteil der Kosten ausmachen...

Jemand Interesse?

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich benutze einen mechanischen Messschieber und dieser reicht auch völlig aus, um die Genauigkeit auf 0,05 mm ablesen zu können. Aber solche winzigen Toleranzen spielen in der Praxis dann schon eine untergeordnete Rolle.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

stimmt thingster, ein guter Messschieber reicht in diesem Fall völlig aus...

Wenn einer genauer messen will dann kann man, neben unerschwinglichen optischen Mitteln, auch eine Bügelmessschraube verwenden. Ist exakter aber eigentlich nicht nötig;)

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

@ Aaron San

Könnte vllt. dein Hot end kontaminiert bzw. verstopft sein? Ich weiß jetzt nicht, ob das hilft, aber ich hatte mir schon PLA / Holzfilament in das Hotend gebrannt und das dann mühsam wieder herauskratzen müssen...

Wenn du die Temperatur zu hoch gewählt hattest, könnte auch Material schon im Bereich Teflon/PEEK insulator geschmolzen sein. Bei normaler Temp wird das dann nicht mehr weich und bockiert den Vorschub. Ist mir aus Unwissenheit auch schon passiert ;)

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
Sign in to follow this  

  • Our picks

    • How to 3D print with reinforced engineering materials
      Ultimaker is hosting a webinar where we explain how you can achieve and maintain a high print success rate using these new reinforced engineering materials. Learn from Ultimaker's Product Manager of Materials and top chemical engineer Bart van As how you can take your 3D printing to that next level.
      • 5 replies
    • "Back To The Future" using Generative Design & Investment Casting
      Designing for light-weight parts is becoming more important, and I’m a firm believer in the need to produce lighter weight, less over-engineered parts for the future. This is for sustainability reasons because we need to be using less raw materials and, in things like transportation, it impacts the energy usage of the product during it’s service life.
        • Like
      • 12 replies
×

Important Information

Welcome to the Ultimaker Community of 3D printing experts. Visit the following links to read more about our Terms of Use or our Privacy Policy. Thank you!