Jump to content
Cura Connect | Survey Read more... ×
Ultimaker Community of 3D Printing Experts
zpm3atlantis

Material für Aquaristik

Recommended Posts

Guten Tag liebe Forums Mitglieder 

 

Wie der Title schon vermuten lässt suche ich nach einem Material, das ich in meinem Aquarium bedenkenlos anwenden kann und natürlich ist auch die Frage ob schon jemand damit Erfahrungen gemacht hat?

 

Erstmal die Frage die Ihr euch vielleicht stellt, warum möchte ich Sachen für mein Aquarium drucken? Darauf zu antworten ist ganz einfach, ich gebe mich mit den Lösungen aus dem Aquariumgeschäft nicht zufrieden. Ich will es perfekt haben und so wie ich es will. 

 

Da ein Aquarium nun mal biologisch Aktiv ist, geht PLA schon mal nicht. Dann bin ich noch auf XT von Colorfabb gekommen. Da habe ich sogar schon bei Colorfabb nachgefragt, mit folgender Antwort Zitat:

In theory colorFabb_XT can be used in aquariums. Due to certain FDA approvals we can assure that the migration of materials is very low to water, food, etc. so it can be used, but there are of course print settings, water temprature, etc. to be considered - which we cannot influence of course.

 

Das klingt schon mal nicht schlecht. Aber dann gibt es nun noch andere Materialien wie CPE und CPE+ welche ich auch bei mir auf Lager habe. Nur dazu habe ich keine Informationen und bei Ultimaker nachfragen geht auch nicht wirklich so einfach wie es bei Colorfabb war (Samstag 23.00 Email gesendet und Montag 8.33 Antwort bekommen).

 

Eine andere Möglichkeit wäre auch noch Kunstharz aus meinem Form 2 Drucker, doch als ich dort diese Frage im Forum geschrieben habe wurde ich in der Luft zerrissen :/

 

Also was meint Ihr zu dem Thema?

 

Freundliche Grüsse

zpm3atlantis 

 

 

 

 

 

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

CPE sollte eigentlich unbedenklich sein. Von den Eigenschaften her liest es sich exakt wie ein PET-G Filament.
Ich verwende mit meinem UM3 bisher fast ausschließlich PET-G von AprintaPro und bin hochauf zufrieden (Brückenbereiche sind nicht ganz so easy wie bei PLA, aber noch ganz ok).
Da unsere Wasserflaschen im Supermarkt aus diesem Material sind gehe ich von einer absoluten Unbedenklichkeit aus.

Schläuche für Aquarien sind (zumindest teilweise) aus PVC - und das ist sicherlich nicht so ungiftig wie PET, auch wenn dort eher die Dämpfe beim Verbrennen schädlich sind.

Du kannst ja das Sicherheitsdatenblatt von der Ultimaker-Seite herunterladen: SDS (CPE, deutsch)

Auszug:

CPE-SDS.thumb.jpg.8e72c9ad611c3a63549583f451f96872.jpg

 

Ich denke, das sollte Dich ein ganzes Stück weiterbringen.

Simplify3D hat auf deren Seite eine wirklich tolle Übersicht der marktüblichen Materialien erstellt. Schau Dir das einmal an: Übersichtstabelle Druckmaterialien

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich würde PLA versuchen. Ich habe PLA seit 4 Jahren in Regen und Sonne draußen gestellt und es sieht neu aus. Ich denke, alles, was aus PLA gemacht wird, sollte mindestens ein Jahr dauern. Vielleicht würde es 10 Jahre dauern. Hast du einen PLA-Print in dein Aquarium gelegt? Entschuldigung für Google Übersetzer.

Share this post


Link to post
Share on other sites

PLA wird ja als biologisch abbaubar eingestuft. Das bedeutet natürlich nicht, dass sich das Material im Regen und in der Sonne sofort auflöst.
Trotzdem würde ich PLA nicht verwenden.
Kleiner Tipp am Rande: Du kannst den Druck vor den Deckschichten pausieren und die Hohlräume im Infill mit Sand auffüllen. Dan Schwimmen die Modelle auch nicht ;-)

Share this post


Link to post
Share on other sites
8 hours ago, rojaljelly said:

Kleiner Tipp am Rande: Du kannst den Druck vor den Deckschichten pausieren und die Hohlräume im Infill mit Sand auffüllen. Dan Schwimmen die Modelle auch nicht ;-)

 

Ahh, wollte schon schreiben wie der plan sei das unter Wasser zuhalten!

 

Aber ich frage mich was die Materialien mit der Zeit so ans Wasser abgeben? Da werden doch bestimmt auch noch Lebewesen (Fische) drin Leben, oder @zpm3atlantis?

 

Wenn dann würde ich so ein BIO PLA in betracht ziehen.

 

On 26.2.2018 at 2:54 PM, zpm3atlantis said:

Eine andere Möglichkeit wäre auch noch Kunstharz aus meinem Form 2 Drucker, doch als ich dort diese Frage im Forum geschrieben habe wurde ich in der Luft zerrissen :/

 

Warum? nicht geeignet oder andere gründe

 

Gruß

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Miteinander und danke für die freundlichen Antworten.

 

On 27.2.2018 at 1:04 PM, rojaljelly said:

CPE sollte eigentlich unbedenklich sein. Von den Eigenschaften her liest es sich exakt wie ein PET-G Filament.
Ich verwende mit meinem UM3 bisher fast ausschließlich PET-G von AprintaPro und bin hochauf zufrieden (Brückenbereiche sind nicht ganz so easy wie bei PLA, aber noch ganz ok).
Da unsere Wasserflaschen im Supermarkt aus diesem Material sind gehe ich von einer absoluten Unbedenklichkeit aus.

 

Ja CPE und CPE+, sowie XT sollten jeweils PET-G Materialien sein. Aber PET-G ist nicht gleich PET!

PET-G ist Polyethylenterephthalat (PET) das mit Glycol modifiziert wurden ist. 

Oder besser erklärt Moleküle der Glycol Verbindungsklasse wurden in die Polymerstruktur des PET eingebracht. Dadurch verändert sich die Struktur und die Polymerketten werden kürzer, was eine Änderung der physikalischen Eigenschaften und vor allem eine Senkung des Schmelzpunktes zur folge hat. Je nach Glycol, das verwendet wurde verändern sich die Eigenschaften anders. So hat jeder Hersteller eine eigene Rezeptur. 

 

Vielen Dank @rojaljelly das SDB habe ich noch gar nicht gesehen gehabt.

 

On 27.2.2018 at 1:09 PM, gr5 said:

Ich würde PLA versuchen. Ich habe PLA seit 4 Jahren in Regen und Sonne draußen gestellt und es sieht neu aus.

 

PLA ist biologisch Abbaubar. Viele Leute testen das so wie Du und stellen dann das selbe fest: Das es noch wie neu aussieht oder gar nichts passiert ist. Aber die Definition von biologisch Abbaubar ist, dass es sich in einer Kompostieranlage in einem Gewissen Zeitraum zersetzt. In solchen Anlagen herrschen Bedingung die man zuhause nicht nachstellen kann. Zudem modifiziert jeder Hersteller sein PLA wieder anders, was die Widerstandsfähigkeit wiederum erhöht. 

Aber ich will vor allem Teile im Bodengrund des Aquariums einsetzten, dieser Teil des Aquariums ist biologisch sehr aktiv und zudem auch recht warm. Somit kommt das doch nahe an Kompostieranlagen heran. Zudem ist da die Dauerbelastung durch das Wasser, welches sehr schnell Milchsäuremoleküle aus dem Polymer heraus lösen kann. 

 

On 27.2.2018 at 11:48 PM, zerspaner_gerd said:

Ahh, wollte schon schreiben wie der plan sei das unter Wasser zuhalten!

 

Durch das was die Teile festhalten müssen werden sie unterwasser gehalten.

 

On 27.2.2018 at 11:48 PM, zerspaner_gerd said:

Aber ich frage mich was die Materialien mit der Zeit so ans Wasser abgeben? Da werden doch bestimmt auch noch Lebewesen (Fische) drin Leben, oder @zpm3atlantis?

 

Genau deswegen frage ich nach ob Ihr Erfahrung habt oder was über die Abgabe von Weichmacher etc. ans Wasser wisst. Das Aquarium wird ein Aquascape, also hauptsächlich Pflanzen, aber auch einige Fische und Garnelen. 

 

On 27.2.2018 at 11:48 PM, zerspaner_gerd said:

Warum? nicht geeignet oder andere gründe

 

Aus meiner sich wäre die Drucke aus dem Form 2, wenn sich ganz ausgehärtet sind auch gut geeignet. Doch im Formlabs Forum hiess es, "dass ich doch verrückt sei sowas giftiges meinen Armen Fischen anzutun". Dabei denke ich nur Ihr arbeitet die ganze Zeit damit und fasst es dann im fertigen Zustand auch ohne Handschuhe an. So nebenbei eine Feststellung von mir: Viele (Fotos und YT Videos) benutzten eh nie Handschuhe dabei, selbst wenn sie mit dem flüssigen Harz Arbeiten. Was mich als Chemiker immer wieder nachdenklich stimmt.

 

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten 

Grüsse

zpm3atlantis 

 

 

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Tag, ich hab nen Salzwasserbecken (also noch empfindlicher) und habe dort Abläufe aus ABS drin. Außerdem habe ich meinem Händler ebenfalls Teile für seine Becken gedruckt. Da wir regelmässig die Werte messen (jedenfalls die, die man messen kann) wurden keine Abweichungen festgestellt. Auch alle Tiere stehen gut wie immer.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Guten Tag schnixx

 

Das klingt schon mal nicht schlecht, da Salzwasser allgemein als aggressiver und die Fische als empfindlicher eingestuft werden. 

 

On 1.3.2018 at 11:51 AM, schnixx said:

Abläufe aus ABS drin

Haben sich denn die Teile über die Zeit verändert? Und so neben bei, was für Abfälle in einem Aquarium?

 

On 1.3.2018 at 11:51 AM, schnixx said:

Da wir regelmässig die Werte messen

Wo mit messt ihr denn? Schlussendlich wirst du Belastung von den Kunststoffen nicht mit gängigen Haushaltstest sehen können. Da müsste man vermutlich schon mit GC-MS oder HPLC-MS ran um die organischen Verunreinigungen und micro Verunreinigungen messen.

 

Grüsse

zpm3atlantis 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hi, es sind eigentlich Überläufe, keine Abläufe :)
Das Wasser läuft über den Ablauf ins Technikbecken.

Mit den Tests hast Du nicht ganz unrecht, wir messen mit den Tests die es speziell für Meerwasser gibt und beobachten natürlich auch die Tiere.
Bislang ohne Veränderung. Natürlich werden - wie bei jedem Aquarium - auch regelmässig Wasserwechsel vorgenommen.
Das ganze funktioniert jetzt schon gut 2 Jahre und die Abläufe sind voll mit Kalkrotalgen :)

Share this post


Link to post
Share on other sites

Guten Tag Ihr Lieben 

 

Also nachdem ich noch etwas nachgeforscht habe, hier die Sachen gelesen habe und auf einer Messe mit einem Hersteller sprechen konnte. 

Sehe ich dabei kein Problem dabei. Ich verstehe auch nicht, warum so eine Aufregung darum getrieben wird, wenn man danach fragt.

Ich werde die Sachen für mein Aquarium drucken. 

Wenn ihr wollt kann ich ja dann auch mal Rückmeldung geben.

Und wenn ich mal darf werde ich organischer Verunreinigungen in meinem Aquariumwasser messen. 

 

21 hours ago, schnixx said:

Hi, es sind eigentlich Überläufe, keine Abläufe :)
Das Wasser läuft über den Ablauf ins Technikbecken.

Würde es auch gerne so machen, gibt aber leider wieder nur einen normalen Aussenfilter.

 

Grüsse

zpm3atlantis 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now

  • Our picks

    • Architect Design Contest | People
      The goal of this contest is to design a set of people figurines that could be used in such a project to make an area, office or mall seem populated. 
      Think of different types of people in different environments, like walking people, people standing still, working people, and both men and women.
       
      • 8 replies
    • Taking Advantage of DfAM
      This is a statement that’s often made about AM/3DP. I'll focus on the way DfAM can take advantage of some of the unique capabilities that AM and 3DP have to offer. I personally think that the use of AM/3DP for light-weighting is one of it’s most exciting possibilities and one that could play a key part in the sustainability of design and manufacturing in the future.
        • Like
      • 3 replies
×

Important Information

Welcome to the Ultimaker Community of 3D printing experts. Visit the following links to read more about our Terms of Use or our Privacy Policy. Thank you!