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Ultimaker Community of 3D Printing Experts
carsten

Material Feeder transportiert kein Material

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Hallo,

seit 2 Wochen drucke ich nun mit meinem Ultimaker2 und war bis jetzt wirklich begeistert.

Doch seit 4 Tagen bemerke ich Unregelmäßigkeiten im Materialfluss.

Erst habe ich auf eine verstopfte Düse getippt und beim Versuch diese zu Reinigen,

(Change Material) fiel mir auf, das der Feeder sich zwar dreht, scheinbar aber ins Leere greift.

Das Material konnte ich aus der Düse lösen, also muss die Blockierung

im Feeder oder in der Bowdentube sein. Leider läßt sich das Fillament auch mit moderater "Gewalt" weder nach vorne, noch nach hinten bewegen ( Move Material).

Was kann ich jetzt noch tun?

Ich bin für Vorschläge sehr dankbar, da ich kein Supportticket öffen konnte.

Meine Order ID wird nicht angenommen, weil ich über Igo3d bestellt habe und ID und Liefer/Kundenadresse wohl nicht zusammenpassen?

Vielen Dank für Eure Hilfe,

Carsten

 

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Hallo Carsten,

habe einen Ultimaker 1, da sind nen paar Dinge anders. Ich beschreibe einmal wie ich´s beim UM1 lösen würde. Wenn das Material sich nicht bewegt, obwohl der Extruder sich dreht, dann hat das Extruderrad sich meistens ins Filament rein gefressen. Da ist dann eine richtige Kerbe drin, weshalb man das so von Hand auch nicht vor oder zurück bewegt bekommt. Wichtig ist, dass du bevor du das zu ziehen versuchst, die Düse auf ca. 180°C aufheizt, sonst klebt das Filament im Hotend fest. Beim UM1 wird das Material mittels einer Feder gegen das Extruderrad gedrückt, welches das Filament vorantreibt. Diese Feder lässt sich aushängen, dann kann man das Filament von Hand rausziehen. Ich weiß nicht

ob das beim UM2 ähnlich leicht möglich ist. Wenn das mit aufgeheizter Düse, rückwärts bewegendem Extruder und leichtem Ziehen nicht geht, würde ich schauen, wie der Mechanismus befestigt ist, der das Filament gegen das Rad drückt, diesen vorsichtig lösen und das von Hand rausziehen. Wie gesagt, ich habe KEINEN UM2, hoffe das gibt dir trotzdem nen Ansatz, wie du das Problem lösen kannst.

Viele Grüße,

Philip

 

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Hallo Philip,

danke für die schnelle Antwort!

Ich habe das Problem jetzt gelöst, indem ich Change Material im Menu aktiviert habe und während der Motor zurückspult, mit einer Zange das Fillament hinten heraus gezogen habe. Der Punkt war, das ich mit der Hand das Fillament einfach nicht fest genug greifen konnte. Das hat mir schon etwas Angst gemacht, aber da muss man wohl durch....

Was mich jetzt eigendlich mehr beschäftigt, wie kann ich, wenn es ernst ist, ein Supportticket öffnen, wenn meine Order ID oder Adresse nicht anerkannt werden?

 

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So wie Philip es beschrieben hat kommt es annähernd hin. Das Aufheizen ist sehr wichtig. Dafür gibt es im System-Menü eine Funktion die "Move material" heißt. Wenn die Düse aufgeheizt ist kann man am Einstellrad vor- und zurück-drehen, synchron dazu dreht sich dann das Rändelrad des Feeders. Schaue auf die Antriebswelle des Direktantriebs. Linksseitig im Feeder-Kästchen drückt eine Andruckrolle gegen Material und Rändelrad, diese ist sehr kräftig, aber nicht unüberwindbar. Drehe also bei Draufsicht das Rändelrad nach links und ziehe gleichzeitig mit konstanter Kraft am Filament senkrecht nach unten.

Sollte das Filament sich dabei nicht bewegen wollen und oder abreißen, dann wird es etwas kniffelig:

Denn du musst das schwarze Kästchen öffnen und den Kram manuell rausbekommen. Es sind nicht wirklich viele Teile in dem Kästchen und diese sind zudem übersichtlich und logisch angeordnet. Wenn Du also den Feeder öffnest, dann kann Dir die Druckfeder mit ihrem Einstellmechanismus entgegen springen, viel mehr geschieht nicht. Wenn Dir also nix verloren geht, dann bekommst Du es auch recht schnell wieder zusammengesetzt.

Allerdings ist die wahre Herausforderung der Feeder-Motor, der beim Abmontieren des Kästchens in der Motorabdeckung nach hinten kippt, viel mehr passiert nicht, aber dies erschwert den späteren Zusammenbau. Deshalb ist es am Besten, wenn Du die mit einer einzigen Schraube befestigte Motorabdeckung vorweg abmontierst und Dir eine helfende Hand organisierst, die den Motor für Dich festhält während Du das Feeder-Kästchen abmontierst.

Markus

 

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Hallo,

Ich habe mir nun Filament von ColorFabb bestellt und damit kann ich höchstens 5 Minuten drucken.

Es kommt kein Filament mehr zum Hotend, da wieder Macken vom Feeder in das Filament gehauen werden.

Dabei entstehen Nasen am Filament, die bis zu 3mm abstehen und gegen die Laufrichtung stehen. Das das nicht durch den Schlauch zur Düse läuft wundert mich dann auch nicht mehr....

Mir kommt es so vor, als ob mit jeder Retraction die Macke im Filament größer wird, kann das sein?

Es muss doch möglich sein, die Kraft des Feeders zu regulieren, aber an welcher Schraube muss ich da drehen?

Ich bin für jede Hilfe dankbar!

Carsten

 

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Hi Carsten

Wenn sich das Rändelrad in das Filament eingräbt, dann ist auf jeden Fall ausreichend Kraft vorhanden.

Oberhalb des Feeder-Kästchens ist eine kleine Öffnung nahe der Seitenwand, darunter befindet sich eine Einstell-Schraube für die Regulierung des Drucks gegen Filament und Rändelrad. Mit einem der beiliegenden Werkzeuge sollte es funktionieren, die passende Schlüsselgröße ist analog zu den Schrauben der Seitenwände des Druckergehäuses. Merke Dir aber die ursprüngliche Position des Markers, dann kannst Du gefahrlos experimentieren.

Leider gibt es so viele mögliche Ursachen für Probleme im Zusammenhang mit dem Material-Transport, dass es einem schwindelig werden kann.

3D-Drucker mit Bowden sind generell problematisch im Zusammenhang mit einem zuverlässigen Materialtransport, der Weg zum Druck-Kopf ist nun mal weiter und viel mehr Reibung macht starke Antriebe erforderlich.

Auch gibt es ein generelles Problem mit dem Feeder-Prinzip des UM2, dass nach meiner Ansicht z.B. nicht optimale Rändelrad kann die Motorkraft nicht optimal auf das Filament übertragen und so können bei verschiedensten Materialien schnell Eingrabungen geschehen. Bei älteren UM2-Maschinen war es übrigens eher so, das die Motorkraft oft nicht ausreichend war.

Wie dem auch sei, es gibt bereits ein paar alternative Feeder-Konstruktionen für den UM2, welche Du herunterladen könntest, diese funktionieren scheinbar etwas zuverlässiger, basieren aber auf dem selbigen Prinzip mit Rändelrad und Andruckrolle. Ich werde langfristig jedenfalls etwas zuverlässigeres verwenden wollen.

- Filamente haben unterschiedliche Material-Härte und auch Umgebungsfeuchtigkeit kann Materialien weicher machen. Momentan nutze ich viel Material von InnoFill, es ist sicher nicht bestens geeignet für den UM2, es ist aber verhältnismäßig günstig. Dieses Material ist z.B. von vorne herein weicher im Vergleich zum originalen UM-Material, und allein deshalb gibt es häufiger Eingrabungen. Folglich muss die Kraft der Gegendruckrolle etwas reduziert werden.

- Eine teilweise verstopfte Düse kann natürlich ebenfalls den konstanten Materialtransport extrem behindern. Graue Injektionsnadeln aus dem medizinischen Bereich (19 x 0.4mm) eignen sich gut um kleinere Verstopfungen zu beseitigen, bzw. zur Überprüfung.

- Eventuell druckst Du auch für das gewählte Material schlicht zu schnell und zu kalt. Zu jedem Material muss die optimale Geschwindigkeit und Temperatur erst einmal aufwendig durch Experimentieren ermittelt werden. Pauschal-Angaben auf der Materialverpackung sind meist nicht mehr als eine Empfehlung und variieren je nach verwendeter Maschine.

- Nicht selten liegt das Problem auch unmittelbar vor dem Materialeinzug und durch geeignete Maßnahmen sollte erst einmal nahezu reibungsloses (verwinkelungs-freies) Abwickeln ermöglicht werden. Material sollte unmittelbar vor dem Feeder-Kästchen möglichst gerade zugeführt werden.

- Zu guter Letzt bleibt meist nur eine gründliche Düsenreinigung.

Markus

 

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Hallo Markus,

danke für deine ausführliche Antwort!

Gedruckt hatte ich mit 25mm/s, 225Grad, 0.07 Schichtstärke, also nicht zu schnell und nicht zu kalt.

Die Düse ist definitiv nicht verstopft!

Ich kann mit ColorFabb wunderbar drucken, solange ich nicht eine einzige Retraction habe. 3-4 Retractions und das wars, Das Filament bewegt sich nicht mehr.

Wenn ich die Kraft der Andruckrolle veringern möchte, muss ich die Schraube dann lösen, oder anziehen? Ich habe es mal versucht, aber da bewegt sich nichts. Die weißen Marker (es gibt da ja zwei) verändern sich nicht. Falls ich das schwarze Feedergehäuse auseinander nehmen will, welche Schrauben muss ich lösen, um die innen liegende Abdeckung zu entfernen (ich meine das weiß lackierte Schutzblech, das den Feedermotor verdeckt)?

Langsam überlege ich ernsthaft meinen Ultimaker2 zurück zu schicken, Außer mit Ultimaker Blue Filament, kann ich nichts drucken! InnoFill habe ich auch schon versucht, aber das geht bei mir schon mal gar nicht.

Ich habe auch schon mit Ultimaker gesprochen, die bemühen sich wirklich ( Antwort auf meine email nach 4 Tagen, aber Sonntags!!!).

Leider sind sie so überlastet mit Supportanfragen, das ich da keine schnelle Lösung erwarte.

Vielleicht schau ich mir mal den Builder 3D mit Dualextrusion an, ist eventuell eine Alternative, obwohl ich lieber mit dem Ultimaker2 weiter machen möchte.....

Gruß,

Carsten

 

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Hi Carsten

Das Seitenblech im Innenraum wird nur mit einer einzigen Schraube an der Seitenwand gehalten. Nehme zuerst das Seitenblech ab. Das schwarze Feeder-Kästchen und auch der Motor werden unmittelbar von den vier sichtbaren Schrauben an der Gehäuserückwand gehalten. Wenn Du also das Kästchen abmontierst, dann muss der Motor festgehalten werden. Der Inhalt des Feeder-Kästchens ist überschaubar, es sind nur wenige Einzelteile vorhanden. Beim Zerlegen des Feeder-Kästchens kann Dir eine starke Feder und der Einstellmechanismus mit dem Marker entgegenspringen, das ist so ziemlich die einzige Herausforderung.

- Überprüfe und reinige den Feeder-Mechanismus gründlich.

- Überprüfe das Rändelrad bezüglich Verunreinigungen und korrektem Sitz auf der Antriebswelle.

- Die Einstellung des Gegendrucks geschieht folgendermaßen (+) = Links-Drehung gegen den Uhrzeiger-Sinn.

- Überprüfe auch, ob der Bowden während des Betriebs dauerhaft korrekt in den Kupplungen sitzt.

- Mache mit einem feinen wasserfesten Marker Markierungen oberhalb der Kupplungen, um Flucht erkennen zu können.

- Der Bowden muss am Druckkopf sauber im Cold-End (weißer Teflon-Adapter) münden.

- In meiner Foren-Galerie könntest Du ein paar hilfreiche Bilder finden.

Ich persönlich halte den UM2 auch nicht für eine besonders zuverlässige Maschine. Nach reichlich gefühlsmäßigem Hin und Her habe ich mich letztlich aber dafür entschieden selbst Optimierungen an der Maschine vorzunehmen. Die Kosten und der Aufwand für Optimierungen sind eher als gering einzuschätzen.

Ich kenne aktuell nur den Ultimaker2, kann also kaum für oder gegen andere Maschinen sprechen. Sicher gibt es viele interessante Maschinen und sicher wird auch noch viel geschehen im Sektor 3D-Druck für den Heimgebrauch.

Speziell zu den Ultimaker-Maschinen gibt es eine hervorragende Nutzergemeinschaft, das ist jedenfalls ein sehr großer Vorteil und sollte bei der Wahl einer alternativen Maschine auf jeden Fall mit in die endgültige Kaufentscheidung fließen.

Markus

 

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Moin Markus,

Ich habe mir nun ein Herz gefasst und den MaterialFeeder zerlegt.

- Überprüfe und reinige den Feeder-Mechanismus gründlich.

Check!

- Überprüfe das Rändelrad bezüglich Verunreinigungen und korrektem Sitz auf der Antriebswelle.

Check!

- Die Einstellung des Gegendrucks geschieht folgendermaßen (+) = Links-Drehung gegen den Uhrzeiger-Sinn.

Da war nichts zu verändern, die Schraube war nicht besonders stark angezogen und weiter raus konnte ich sie

nicht drehen.

- Überprüfe auch, ob der Bowden während des Betriebs dauerhaft korrekt in den Kupplungen sitzt.

Check!

- Mache mit einem feinen wasserfesten Marker Markierungen oberhalb der Kupplungen, um Flucht erkennen zu können.

Check!

- Der Bowden muss am Druckkopf sauber im Cold-End (weißer Teflon-Adapter) münden.

Check!

Außer etwas Filamentreste im Feeder selbst war nichts auffälliges zu sehen, obwohl etwas weißer Staub oben an

der Stelle wo die Bowdentube am Gehäuse anliegt zu finden war.

Ich mache jetzt mal einen Probedruck mit ColoFabb, denn damit hatte ich bisher die größten Probleme.

Also Daumen drücken!

Gruß,

Carsten

 

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Hm, ich weiß das Ganze kann ziemlich frustrierend sein, wenn augenscheinlich alles korrekt ausschaut und trotzdem irgendwo der Wurm drinnen ist.

Was ich Dir noch mit auf den Weg geben möchte:

- Nach dem Zerlegen und Überprüfen kann es geschehen, dass während der anschließenden Montage Kabel zwischen Gehäuse-Rückwand und Motor geraten, also bitte genau hinschauen.

- Die vier Schraublöcher des Material-Feeders gestatten eine geringfügig schiefe Montage des Feeder-Kästchens, einfach mal probieren ob es eine Veränderung bringt.

- Auch sollten diese vier Schrauben nicht so sehr festgezogen werden, gerade so das alles sicher gehalten wird, bitte nicht viel mehr.

- Ich kann es nicht oft genug erwähnen: Also Material am unteren Einzug stets möglichst gerade zuführen.

- Schneide mal ein paar Zentimeter von Deinen Materialen ab und mache eine Biegeprobe damit. Welches Material ist gefühlt weicher?

- Vergleiche auch die Durchmesser Deiner Materialien an verschiedenen Punkten. Der UM2 ist für Materialien mit 2.85mm vorgesehen. Bei meinem Original-Bowden sind zwar bis zu 3.17mm möglich, das gilt aber nicht zangsläufig für alle Bowden, das ColdEnd, sowie das HotEnd.

- Extrem schwankende Materialdurchmesser sind gar nicht so selten anzutreffen und können vielerlei Probleme bereiten.

- Das ColEnd könnte deformiert sein und als Bremsklotz wirken. Auch bildet sich am unteren Auslass manchmal eine kleine Lippe. Ich habe mein ColdEnd bereits einmal nachbearbeiten müssen. Ich nahm dafür einen 3mm Bohrer und habe maschinenlos die Öffnung korrigiert und die Lippe vorsichtig weggeschliffen.

Bei mir brachte das Beschriebene allgemein eine etwas zuverlässigere Materialzufuhr. Nachmachen geschieht aber generell in Eigenverantwortung, also bitte nicht hinterher Meckern.

Markus

 

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Hallo Markus,

keine Sorge, ich mecker nicht :mrgreen:

Ich bin doch froh, das mir jemand hilft und das Risiko nehme ich in kauf.

Also nach der Reinigung konnte ich folgendes beobachten:

-Das Filament wird jetzt nicht mehr so stark "zerkaut", also weniger Einkerbungen und abstehende Nasen

-Ich kann jetzt auch mit dem wesendlich weicheren ColorFabb drucken.

-Ein 6 Stunden Drucktest mit ColorFabb klappte ohne Probleme

-Ein weiterer 10 Stunden Drucktest mit ColoFabb scheiterte nach 9Stunden weil kein Material mehr aus der Nozzle kam

Hier bin ich mir nun nicht sicher, ob es eine Verstopfung war oder die Materialzufuhr. Die typischen Beschädigungen am Filament konnte ich nicht feststellen.

Fazit, es hat was gebracht! Aber zuverlässig drucken kann ich weiterhin nicht, denn wer will schon 10Std oder mehr neben dem Drucker sitzten um notfalls Korrekturen vorzunehmen?

Ich werde dann mal weiter testen...

Gruß,

Carsten

 

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Hi Carsten

...und Sorry für die nachfolgende Textlastigkeit. :???:

 

Fazit, es hat was gebracht! Aber zuverlässig drucken kann ich weiterhin nicht, denn wer will schon 10Std oder mehr neben dem Drucker sitzten um notfalls Korrekturen vorzunehmen?

 

Ich werde dann mal weiter testen...

Das ist genau der Grund warum ich an meinem UM2 selbst versuche etwas daran zu ändern, einzig mit dem Ziel eine zuverlässige Maschine zu erhalten. :arrow:

Wenn offensichtlich alles korrekt aussieht und trotzdem keine anständigen Ergebnisse nach stundenlangem Drucken dabei herauskommen, dann ist das für jeden erst einmal super nervig bis extrem frustrierend.

Neben häufigen Anwendungsfehlern wie zum Beispiel:

- Druckkopf im aufgeheiztem Zustand bei sehr hohen Temperaturen >210Grad sehr lange Kochen / Braten lassen.

- Nicht miteinander harmonisierende Temperatur- Geschwindigkeits-Wahl.

- Rückstände von unterschiedlichen Materialien (PLA>ABS>PLA...) im Druckkopf.

- Falsche oder schlechte Materialwahl.

- Falscher Materialdurchmesser.

- Materialführung unmittelbar vor dem Materialeinzug nicht optimiert.

;gibt es weitere große Probleme mit den UM2 Maschinen wie zum Beispiel:

- Kleinere Fertigungsfehler bis hin zu ganz großen Patzern.

- Probleme mit Software und Firmware.

- Unausgereiftes und offensichtlich zu schwaches Feeder-System.

- Die gesamte untere Materialzufuhr ist bereits im Auslieferungszustand Mangelhaft.

- Sehr kompliziert zu handhabender Druckkopf.

- Eine leicht überarbeitete Fassung des UM2 ist bereits seit mehreren Wochen im Umlauf, die Änderungen / Verbesserungen sind marginal und es gibt kein offizielles Statement.

- Ersatzteile gibt es nur nach Zeit raubender und umständlicher Support-Anfrage.

;und daraus resultierende Schwierigkeiten wie z.B.:

- Abweichende Druckqualität nach Cura-Aktualisierung (...mit Cura 14.03 sehr aktuell).

- Wirkungsloses Bett-Ausrichten (...seit ein paar Wochen aktuell).

- Sehr häufig auftretende Unterextrusion (...von Anbeginn und weiter zunehmend).

- Vermehrt Eingrabungen des Rändelrades in das Filament (...häufig bei Materialwechsel und Ablage des ersten Layers, zudem aufgrund des aktuellen Problems mit der Bettausrichtung).

- Abgeriebene ABS-Partikel der inneren Materialführung, des Feeder-Gehäuses, verstopfen den Druckkopf (...wird wiederholt berichtet).

- Scheinbare Verstopfungen der Düsenöffnung (...im Zusammenhang mit dem schwachen Feeder-System wird es oft fälschlich als echte Verstopfung empfunden).

In vielen Ecken des gesamten mehrsprachigen Forums wird neben reichlich anderen Problemen Unterextrusion rege diskutiert und es gibt seit Monaten kein offizielles Statement zu diesem und auch anderen Themen. Es ist nicht klar warum manche Maschinen scheinbar reibungslos funktionieren, und warum andere nahezu fast ausnahmslos Müll erzeugen.

 

Wie bereits mehrfach erwähnt, habe ich mich für einen alternativen Feeder-Motor entschieden, der bei geringerer Leistungsaufnahme deutlich mehr Dreh- und Halte-Kraft hat. Das ist für viele Anwender, die viel Geld für einen UM2 hingelegt haben sicher kein nachvollziehbarer und ebenso sicher kein logischer Schritt. Wie dem auch sei, ich tat es vor ein paar Monaten und bereue bis heute nichts.

 

Auf dem Papier hat dieser alternative Motor ein scheinbar großes Defizit gegenüber dem Original, denn er macht nur 200 Echte Schritte a 1.8 Grad pro Umdrehung, anstelle des originalen Motors löst dieser folglich nur halb so gut auf. Und deshalb gab es von ein paar Seiten Bedenken bezüglich konstanter Materialzufuhr bei Lagen-Dicken deutlich unterhalb 0.1mm.

 

Aber Pustekuchen, Meine aktuellen Ergebnisse mit zum Beispiel 0.05mm Lagendicke sprechen ihre ganz eigene und überdeutliche positive Sprache. Zudem gibt es viel weniger Probleme mit dem Materialtransport bei Verwendung verschiedenster Materialien und endlich kann ich zuverlässiger über lange Zeiträume große Objekte drucken.

 

Die Kosten und der Aufwand für den alternativen Motor waren und sind verhältnismäßig gering. Inklusive Versand waren es in meinem Fall gerade mal 40 Euro. Ein passender Anschluss-Stecker musste angelötet werden, ich nahm den des originalen Motors. Dann erfolgte der recht einfach umzusetzende Motorentausch.

 

Gut, mindestens eine alternative Motorenabdeckung mit Lufteintrittsöffnung war ebenfalls erforderlich. Anfangs hatte ich eine passende Öffnung für einen 40mm-Lüfter in das originale Seitenblech geschnitten. Später konnte ich erfolgreich (mit freundlicher Unterstützung eines Forenmitglieds) eine angepasste Abdeckung selbst drucken.

 

Und von da an begann eine sehr steinige Testphase mit dem neuen Motor.

Da der UM2 meinen alternativen Motor natürlich nicht berücksichtigte und mit zu hohem Phasenstrom versorgte, musste ich diesen dauerhaft aktiv kühlen. Andernfalls hätte die zu starke Motoren-Erwärmung sich auch auf die Antriebswelle über das Rändelrad ausgeweitet und zu transportierendes Material vorweg derart stark erweicht, bis es nicht mehr weiter transportiert werden kann. Ohne aktive Kühlung wäre mein Motor vermutlich dann auch schnell hinüber gewesen.

 

Die Notwendigkeit den alternativen Motor konstant kühlen zu müssen, hatte mich damals dazu gebracht eine effektive Kühlung mit aktiver Steuerung für alle Motoren und das Systemboard zu Integrieren, welche ich je nach Bedarf, bevorzugt in den Sommer-Monaten nutze. Auch diesen Schritt bereue ich heute keineswegs, obgleich es mit deutlich geringerem Aufwand ebenfalls gegangen wäre.

 

Heute weiß ich nach ausgiebigen Tests deutlich mehr:

Ich nutze für meinen UM2 in den Cura-Maschinen-Einstellungen aktuell den RepRap-GCode Flavor, der mir wichtige erweiterte Anpassungen für meinen Motorentyp gestattet. So kann ich den Motorenstrom im Start-GCode auf optimalere Werte reduzieren und der Motor arbeitet nun auch ohne aktive Kühlung in einem normalen Temperaturbereich. Nach dem nicht so einfachen Ausloten der korrekten Anzahl Mikroschritte (Teilschritte) für den Transport eines Millimeters Filament erhalte ich endlich anständige Druckergebnisse. Seit der Nutzung des alternativen Antriebs gibt es im Grunde keine echten und auch keine scheinbaren Düsenverstopfungen mehr. Unterextrusion gibt es faktisch in keinem meiner erzeugten Objekte, es ist für mich jedenfalls nicht mehr erkennbar. Vorher konnte ich nahezu jedes zweite Objekt in die Tonne werfen, da Aussetzer im Materialfluss bei kleinen und großen Objekten deutlich erkennbar waren. Nur wenn bei Druckbeginn aus irgendeinem Grund die Düsenöffnung zu nahe der Glasoberfläche steht, dann gibt es aktuell noch Eingrabungen des Rändelrades in das Filament und ich muss den Druckvorgang von vorn beginnen.

 

Was bleibt:

Der originale Feeder-Mechanismus mit dem grausigen Rändelrad ist besonders bei weicheren Materialien sehr unzuverlässig. Aber es gibt alternative und vermutlich auch sehr viel zuverlässigere Rändelräder auf dem Markt. Nur muss dann auch ein speziell dafür angepasstes Feeder-Gehäuse her. Ich werde auf jeden Fall den UM2-Feeder über Bord werfen. Mit einem optimierten Rändelrad sollte der Materialtransport wohl auch zuverlässiger mit dem originalen Motor funktionieren.

...rein meine bescheidene Meinung zur Gesamtsituation.

Markus

 

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Hallo Markus,

das klingt ja schon sehr frustierend....

Ich bin leider technisch nicht sehr begabt, daher kann ich nur kleinere Eingriffe vornehmen.

Von Elektronik verstehe ich überhaupt nichts....

Durch die Probleme weis ich inzwischen mehr über den Ultimaker2, als ich eigendlich wollte.

Die Kommunikation mir dem Support ist mit der, zwischen der NASA und dem Mars vergleichbar.

6 Tage um eine Frage zu stellen und 6 Tage um eine Antwort zu bekommen......

Inzwischen habe ich keine Hoffnung mehr auf eine zeitnahe Lösung.

Zeit sich ein Ersatzhobby zu suchen und den Ärger zu vergessen.

ICH KANN DICH JEDENFALLS GUT VERSTEHEN!!! :mrgreen:

Carsten

 

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Hi Carsten

Auch ich kann jeden der einfach nur etwas drucken möchte verstehen. ;)

Die Anforderungen bei einem Motorentausch sind eigentlich eher gering und erfordern überwiegend etwas handwerkliches Geschick. So gibt es denn eben diese einzige Hürde, ein passenden Stecker mit Anschlusskabel für einen alternativen Motor zu finden. Passende Kabel sind zum Beispiel vier-adrige und so genannte "Dupont-Kabel" ;die mit etwas Löt-Kenntnis schnell angebracht sind.

Aber auch mit dem originalen Motor und ohne Elektronik-Gefummel hast Du noch ein paar Möglichkeiten offen:

Vielleicht probierst Du mal eines der bereits verfügbaren alternativen Designs des UM2-Material-Feeders zu drucken. Alles notwendige sollte auf youmagine und thingiverse unter dem Suchbegriff "Ultimaker 2" zu finden sein und ist relativ leicht umzusetzen. Im Bedarfsfall können nahezu alle dort beschriebenen Modifikationen problemlos rückgängig gemacht werden.

Und wie bereits erwähnt gibt es bereits bessere Rändelräder, welche Filamente zuverlässiger führen können, und wegen ihrer speziellen Konstruktion den Motoren sogar etwas weniger Energie abverlangen. Da wird es sicher bald angepasste Feeder-Gehäuse geben, bzw. sind bereits vorhanden.

Vielleicht bekommst Du es ja doch noch mit relativ geringem Aufwand anständig zum laufen.

Markus

 

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Hallo,

ich habe einen UM2 und wie carsten das selbe Problem, nur.....

die Düse habe ich gereinigt den Antrieb fürs Filament auseinander genommen und alles wiederum sauber montiert.

Das Problem des Filamenttransportes bleibt jedoch weiterhin bestehen.

Die Rändelschraube habe ich in beiden Richtungen getestet.

Hilft nichts.

Der Motor ruckelt weiter.

Hat mir da ev. jemand eine Jdee.

Danke für eure Inputs.

Gruss Martin

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Das Problem des Filamenttransportes bleibt jedoch weiterhin bestehen.

Die Rändelschraube habe ich in beiden Richtungen getestet.

Was ist bei dir die Rändelschraube komme nicht, drauf?

Der Motor ruckelt weiter.

"Ruckeln" ist mir auch nicht ganz klar, davon ist auch in den alten Thread nichts dergleichen zu lesen (hier war es Grinding http://support.3dverkstan.se/article/23-a-visual-ultimaker-troubleshooting-guide#grinding).

Springt bei dir der Motor zurück (mit Filament) würde Skipping heißen!

Oder Ruckelt er wenn er sich ohne Filament dreht??

Vielleicht machst du ein neues Thread auf mit mehr Info

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