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Ultimaker Community of 3D Printing Experts
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dirkdirk

Druckkosten pro Std.?

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Hi,

mein Ultimaker 2 kommt so gut an, dass ich für einige Freunde und Kollegen etwas drucken soll. Natürlich macht man das am Anfang alles umsonst, weil es einem selbst Spaß macht, aber irgendwann merkt man dass man sich über ein paar Euro's freuen würde.

Natürlich nicht wie die gewerblichen Anbieter mit 20€/Druck-Std. aber ein paar Euro um die laufenden Kosten zu decken und noch ein bisschen mehr wäre nicht verkehrt. (Evtl. Reparaturen usw.)

Nun die Frage an euch, wieviel berechnet man da ? Cura gibt ja schon den reinen Materialpreis an, aber halt nicht die Kosten pro Stunde Maschinenlaufzeit, Strom, Abnutzung usw.

1,50€, 2€, 2,50€ pro Std + Material??? Ich hab keine Ahnung..

Vielleicht hat jemand schon Erfahrung damit und kann mir einen Richtwert sagen.

Danke euch

Gruß Dirk

P.S.

(Evtl eine Idee fürs nächste Cura update? Wäre doch nicht schlecht wenn man seinen "Stundenlohn", Preis pro kWh usw eingibt und bekommt neben den aktuellen Daten auch noch den Verkaufspreis angezeigt)

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Du kannst in Cura die Kosten pro ccm angeben (Einstellungen).

 

Und in wie weit hilft mir das weiter? Selbst wenn es in ccm ausgegeben wird, habe ich immernoch keinen Anhaltspunkt was ich an Euro pro ccm nehmen kann. Oder?

Konnte die Option aber auch nicht finden. Wo genau finde ich die? Unter settings habe ich nichts entdeckt.

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Hm, und Hi dirkdirk ;)

Klingt irgendwie ein Bisschen anfeindend der Unterton in den Zeilen Deines letzten Beitrags, aber vielleicht interpretier ich da auch etwas überhaupt nicht vorhandenes hinein. Ich höre denn mal lieber auf etwas zwischen den Zeilen zu suchen. :lol:

Also in der Regel antwortet hier jeder in diesem Forum nach Lust und Laune. Da können manche Antwort-Sätze schon Mal sehr knapp und überhaupt nicht zufriedenstellend für den Fragenden ausfallen. Das ist leider so und auch nicht änderbar. Denn es gibt in diesem offiziellen Forum überwiegend Freiwillige Helfer, sowie Hilfe-Suchende. Nur ein ganz geringer Anteil der Mitglieder hier hat tatsächlich eine zuvorkommende Haltung aus beruflichen Verpflichtungen heraus, also ich meine eben die (vielleicht) eine Handvoll Ultimaker-Leute.

Klingt schrecklich, aber Geduld ist der Schlüssel, und natürlich ein ansprechendes Thema, dann wird es meist ein Selbstläufer.

So, jetzt kommen Wir zu Deiner Frage:

Gleich vorweg... Am Ende dieser überschaubaren Antwort gibt es auch eine Kurzfassung. :O

Wenn Du Cura gerade geöffnet hast, dann findest Du das Gewünschte unter: "File" > "Preferences". Das aufpoppende Fenster bietet Dir die Möglichkeit eigene Material-Kosten einzutragen. Rechts unter "Filament Settings" kannst Du drei Werte eintragen / ändern.

1. Density (Kg/m3)... Da ist bereits 1240 vorweg eingetragen. Das empfinde ich als nicht sonderlich Hilfreich, da unterschiedliche Materialien, Farben, usw. am Ende wohl auch eine abweichende Density ergeben, aber egal (ich mache es nicht genauer) also weiter geht's.

2 & 3 Bieten Dir die Möglichkeit Meter-, sowie Kilo-Preise festzulegen.

Berechnen musst Du es selbst mindestens für jedes unterschiedliche Material einmalig, und dann eintragen. Auch sind solche Einträge mit jeder neuen Cura-Version wiederholt einzutragen, werden also nicht aufbewahrt.

Zumeist findet man nur Temperatur-Empfehlungen und das Gesamtgewicht auf einer einzelnen Rolle Filament. Die Density ist vielleicht auffindbar, wenn die Hersteller- / Anbieter-Seite online intensiv durchforstet wird, oder vielleicht bei vorgeblich hochpreisigen / hochqualitativen Materialien.

Folglich schnappst Du Dir eine Rolle Filament, dessen Gesamtgewicht Dir bekannt ist, und schneidest vielleicht 1 Meter in kleine Stücke, so das es mit einer Briefwage, oder genauerem Instrumenten erfassbar wird.

Hast Du nur Meter-Angaben zu einer Rolle, was eher selten ist, dann musst Du die gesamte Rolle vom Gewicht her exakt erfassen. Dabei muss natürlich das Gewicht einer leeren Spule (...bis zu 250g) abgerechnet werden.

Wenn Du denn endlich weißt wieviel Gramm zum Beispiel ein Meter Filament einer 750Gramm-Rolle wiegt, dann kannst Du ganz einfach hochrechnen und pauschale Kosten hinzu Addieren. Für die Messung des Energiebedarfs benötigst Du ansonsten zum Beispiel ein Energie-Kosten-Messgerät und musst vorweg erst mal Messungen über einen längeren Zeitraum machen...usw...usf...

Ich habe die Materialberechnung für mich pauschalisiert:

Und zwar habe ich mir zwischendurch drei unterschiedliche Rollen des schon relativ teuren UM-Filaments geordert, alle dafür entstandenen Kosten inklusive Versand zusammen Addiert, darauf basierend meine Berechnungen erstellt und die Durchschnitts-Werte großzügig nach oben hin aufgerundet. Das Leer-Spulengewicht war mir bereits bekannt seitdem mir die aller aller erste Filament-Rolle überhaupt aus ging. Und die Gesamt-Materiallänge aller drei Rollen habe ebenfalls annähernd errechnet.

Auch wenn ich heute deutlich günstigeres Material verwende, berechne ich alles nach den ursprünglich ermittelten Höchst-Kosten, so muss ich mir um die Nebenkosten (noch) keinerlei Gedanken machen. Zudem geht ja auch mal etwas Schief und auf diesen Kosten möchte man eigentlich auch nicht sitzen bleiben, wenn man etwas für völlig fremde Personen macht.

Es geht auch mit weniger Worten:

- Zehn kleine Ulti-Robots würden bei mir konstant 3.05 Euro kosten

- Die geschätzte Druckzeit wäre entsprechend meiner aktuellen Settings: 11 Stunden / 52 Minuten.

- Der Materialverbrauch läge bei ungefär 6.71 Meter.

- Das benötigte Materialgewicht käme auf insgesamt 53 Gramm.

Hm, Goldpreise sind es eigentlich noch nicht, denn eine prall gefüllte Bauplattform des UM2´s mit vielleicht durchschnittlich 15 bis 20mm Bauhöhe läge da so bei knapp 5.80 Euro.

Markus

 

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Hi Markus,

Meine Worte waren nicht annähernd anfeindend gemeint. Nur bin ich der Meinung wenn man etwas zu einem Thema sagt, dann sollte dies auch verständlich sein und nicht ein zusammenhangloser Satz nachdem man genau so schlau ist wie vorher auch.

Das von dir angesprochene "preferences" habe ich verwendet um den reinen Materialpreis von z.b. 30€/kg in den Filament settings einzutragen.

Die Energiemessung habe ich bereits durchgeführt. Man kann davon ausgehen dass der UM2 ca. 200W/Std bzw. 0,2kwh verbraucht. Dadurch ergeben sich Stromkosten in Höhe von ca. 0,25€/5std bzw 1€/20std. drucken.

Du sagst wenn ich das Gewicht pro Meter weiß kann ich hochrechnen und pauschale Kosten hinzurechnen. Und genau darum geht es mir. Ich würde gerne wissen was ich pro Std Druckzeit an Kosten habe um diese dann (+ verbrauchtes Material) auf mein gedrucktes Objekt umzurechnen. Wenn cura mir sagt dass das Gramm Filament 0,03€ kostet reicht das mir, genauer muss es ja nicht sein allerdings würden mich die anderen Kosten interessieren.

Also nach deiner Berechnung kostet ein Ultirobot 30 Cent bzw. eine Maschinenstd inkl. Material 26cent.

Das heißt ich Drucke für jemand z.b. eine Halterung. Diese dauert 14std und benötigt 10m Material. Nach deiner Rechnung macht das dann gute 3,60€ Inkl.Material.

Rechne ich nun noch 25cent Material und 0,70€ Strom ab bleiben mir 2,65€ "Gewinn". Hiervon muss aber noch die Abnutzung, anfallenden Kosten für Reparatur, Wartung, Instandhaltung abgezogen werden.

Also kann man von Glück Reden wenn man nicht drauf legt.

Wenn man sogar den Anschaffungspreis noch mit raus haben will (was bei mir nicht der Fall ist) sieht die Sache nochmal anders aus. Angenommen ich drucke 3 Jahre lang JEDEN Tag etwas muss ich pro Tag nochmal 2€ auf die gedruckten Objekte umlegen. Das nur so nebenbei.

Die meißten Shops nehmen ca 20€/Std fürs drucken im fdm Verfahren inkl pla. Selbstverständlich haben die noch andere kosten zu decken allerdings fällt hier der Unterschied von 0,26€ zu 20€ pro Stunde auf.

Ich denke mit 2,50€/Std + Material,welches mit 0,05€/Gramm gerechnet wird, kommt man bei der Sache ganz gut weg. Ob man nun der Grammanzeige in cura traut oder nachher das Teil auf die Waage legt ist ja egal. Bei letzterem spielt auch die angegebene Dichte keine Rolle mehr da man den €/kg Preis ja weiß.

Gruß Dirk

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Sind 200W nicht etwas viel? - Was die Kosten angeht ziemlich egal, aber eigentlich sollten es eher so um die 120 - 150W sein.

Nun vorweg: Ich bin auf diesem Gebiet kein Experte! Es gibt eine professionelle Herangehensweise für solche Berechnungen. Allerdings lernen das nur Leute mit langweiligerem Beruf als meinem :mrgreen: .

Ich würde folgendes einrechnen:

1. Materialpreis. Kann wie bereits thematisiert recht einfach durch Cura berechnet werden

2. Maschinenstunde:

- Energiekosten (schon thematisiert)

- Abschreibung und Unterhaltskosten Maschine

- Evtl. Platzmiete (falls du selbst etwas dafür zahlen musst)

3. Mannstunde

4. Verpackung und Versand (falls zutreffend)

Abschreibung und Unterhaltskosten der Maschine würde ich so berechnen: Die Maschine kostet "X" und lebt "Y" Stunden. Pro Stunde fällt also eine Abschreibung von X/Y an.

Nun ist natürlich die Frage interessant, wie lange denn so eine Maschine lebt. Sagen kann dir das keiner, denn es können gerade so gut 20 Stunden sein, oder 10'000.

Meiner Meinung nach sind ca. 1000-2000 Stunden realistisch. Nicht, dass der Drucker nach 1000 Stunden bereits kaputt gehen würde, aber das eine oder andere Teil wird man schon Mal ersetzen müssen.

Der Plan ist, dass du mit dieser "Maschinenstunden"-Pauschale nicht nur die Maschine selbst mit der Zeit abbezahlst, sondern auch die angesammelten Reparaturkosten, Werkzeuge usw. die für den Unterhalt benötigt werden. Somit sollte man die Pauschale nicht zu tief ansetzen.

Idealerweise sammelst du dir alle im Laufe der Zeit angesammelten Kosten und stellst sie den Einnahmen durch die Pauschale gegenüber. Dann wirst du schon sehen, ob das einigermassen zusammenpasst, oder ob man dran schrauben muss.

Persönlich würde ich die Pauschale zunächst bewusst etwas zu hoch ansetzen, um dadurch den Drucker möglichst schnell abbezahlen zu können. Wenn du die (kaum vorhersehbare) Tendenz zwischen Aufwand und Ertrag erkennst, kannst du korrigieren.

Mannstunde:

Hier fallen zwar typischerweise nur ein paar Minuten pro Teil an, aber so ganz vergessen würde ich das schon nicht.

 

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Dank Euch weiß ich jetzt wenigstens warum ich immer noch nicht Reich bin, Danke :unsure:

Da ich aktuell nur einen Ultimaker habe, müsste ich auf jeden Fall noch meine Ausfallzeiten zusätzlich berechnen. Denn ich kann in der Zeit ja nichts für meinen Bedarf drucken. :lol: Die Mannstunde muss ich auf jeden Fall noch hinzu Addieren. Also Nein, das geht mir persönlich nun doch etwas zu sehr ins Eingemachte.

Bei Freunden und Bekannten (...worauf sich der Eingangs-Thread ja auch bezog) bleibe ich bei meinen Discount-Preisen und rede dieser Personengruppe lieber ein (...kleines aber feines) schlechtes Gewissen ein...

Bei völlig fremden Personen, wenn es denn dazu kommt, könnte man sich an den Shop-Preisen orientieren, halt etwas günstiger, sofern man den Auftrag auch annehmen möchte. :roll:

Markus

 

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Sind 200W nicht etwas viel? - Was die Kosten angeht ziemlich egal, aber eigentlich sollten es eher so um die 120 - 150W sein.

 

Der Drucker zieht diese 200Watt nicht konstant. Wenn er aufheizt ist man bei 220W und ohne heizen bei 50-60W. Das Abfallen der Leistung ist aber nur von kurzer Dauer und steigt dann wieder auf über 200W an. Aus diesem Grund rechne ich mit 0,2kWh.

 

Ganz einfach - vergelichbarer Shareware Preis - 30 oder 40 %

 

Leider finde ich keine vergleichbaren Preise, da bei jeden Druckservice den ich online gefunden habe das Modell 100% infill hat und dadurch der Preis ins völlig absurde steigt.

 

....

Bei Freunden und Bekannten (...worauf sich der Eingangs-Thread ja auch bezog) bleibe ich bei meinen Discount-Preisen und rede dieser Personengruppe lieber ein (...kleines aber feines) schlechtes Gewissen ein...

Bei völlig fremden Personen, wenn es denn dazu kommt, könnte man sich an den Shop-Preisen orientieren, halt etwas günstiger, sofern man den Auftrag auch annehmen möchte. :roll:

Markus

 

Wie du schon schreibst geht es mir auch ja auch (bis jetzt) nur um Freunde und Bekannte. Allerdings habe ich auch nicht immer alles zu verschenken an die. Für nen simples Teil mit 20min Aufwand muss da sicher keiner den Geldbeutel aufmachen.

Als Beispiel..Ein Freund von mir hätte gerne eine relativ große Büste gedruckt. Laufzeit locker 15std. Es wird sicher nicht die letzte für ihn sein. Also kann man sich ja vorstellen dass da schon ein paar Std zusammen kommen. Selbst er will mir ja Geld geben und es nicht geschenkt bekommen. Aber wieviel nimmt man da um alles abzudecken ohne unverschämt zu sein?!?

Mir ging es ja auch nicht ums Reich werden, wie du so schön schreibst, sondern rein darum meine Kosten zu decken und evtl ein klein bisschen mehr um z.b. mal einen Schrittmotor oder das Heizbett auszutauschen zu können ohne alles selbst bezahlen zu müssen (Immerhin habe ja nicht nur ich was vom Drucker gehabt)

Gruß Dirk

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Ist alles gut so wie es ist. Es entscheidet ja am Ende jeder selbst wie er es handhaben möchte. ;)

Ich denke da gerade an diese erwähnten 20€ /Std. im Druckshop, und da kommt simpel hochgerechnet ja alle 115 Betriebsstunden ein UM2 zusammen, gut nach Abzug jeglicher Unkosten vielleicht nur ein halber UM2. Aber so alle 230 Stunden ein UM2 könnte schon hinkommen.

Streng genommen kommt mir bei solchen Dingen regelmäßig die Galle hoch. Obwohl ich von den ganzen geschäftlichen Dingen absolut keine Ahnung habe, fange ich jetzt mal an zu Träumen: :lol:

Denn hätte ich jede bisherige Betriebsstunde meines UM2,s als Kundenauftrag berechnet, ergäbe es zirka 1800*20 = 36.000 Euro. :shock:

Irgendwo zwischen 1500 bis 1800 Betriebsstunden innerhalb sechs Monaten hat mein UM2 vermutlich bereits runter. Und ziehe ich die nicht zwingend notwendigen Modifizierungen, sowie zwei kurze (eher selbstverschuldete) Standzeiten ab, dann sind die bisher entstandenen Kosten wirklich überschaubar:

Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit:

Eine Flasche Maschinenöl für 2.99€, Injektions-Nadeln (100) für 6€, Eine Packung Pfeifenreiniger für 3 Euro, mehr bisher nicht.

Macht also bummelig 12 Euro. ^_^

All das zusätzlich angeschaffte Zeugs, wie Lektüre, sowie weiteren für den reinen Betrieb nicht unbedingt erforderlichen Dingen, lasse ich an dieser Stelle mal außen vor.

Angenommene Reparatur-Kosten (...hätte ich es denn nicht selbst gemacht): Für diese Beispiel-Rechnung ziehe ich diese mit ein. Also bei großzügig berechneten 350 Euro pro Reparatur, beliefe sich

dieser angenommene Posten wohl auf schlappe 700 Euro.

Energieverbrauch:

lt. Deiner Messung 0.2kWh also bisher maximal 360kWh Energieverbrauch. Selbst bei unverschämt angenommenen 1€ /kWh,

macht dieser Posten 360 Euro.

Materialverbrauch:

0,56 Meter/h * 1800 = 1008 Meter. Ausgehend von 136 Metern pro 750g /Rolle hätte ich dann wohl bisher 7.5 Rollen leergefahren. Hier gehe ich jetzt mal von wirklich noch viel unverschämteren 100 Euro inklusiver aller möglichen Nebenkosten pro Rolle aus,

dann macht dieser Posten = 750 Euro.

Ich habe keine Lust mich um den Druckerbetrieb und die übrige Abwicklung selbst zu kümmern, beschäftige also einen Arbeitnehmer, der sich wirklich nur um diesen einen Drucker kümmern muss. Dafür zahle ich aus reiner Großzügigkeit und Nächstenliebe 3.000 Euro inklusive aller Nebenkosten pro Monat. Kein Urlaub, folglich keine Sondervergütungen, usw.

Dann haben wir hier den fettesten Posten,

von bummelig für sechs Monate angenommener Schwerstarbeit 18.000 Euro.

Oh, und einen kleinen Laden mit vielleicht 800 bis 1000 Euro Pacht / Monat will ich mir gleich auch noch gönnen.

6.000 Euro.

Das ist Welt, wie wir sie tagtäglich wohl noch viel viel schlimmer erleben:

36.000 - 12 - 700 - 360 - 750 - 18.000 - 6.000...Leider nur noch 10.178 Euro übrig für mich.

Wenn alles gut gelaufen wäre, dann hätte ich am Ende leider nur vier neue UM2´s kaufen können, was für ein Ärger aber auch :wacko:, es muss beim nächsten Mal besser klappen, fangen wir bei den Lohnkosten an... :mrgreen:

Ich glaube, im 3D-Druck-Bereich ist diese momentane Goldrausch-Stimmung eh nur von kurzer Dauer und wirklich Geld verdienen kann am Ende nur die Industrie damit. Sobald 3D-Drucker haushaltsübliche Geräte geworden sind, geht eh niemand mehr zum Print-Shop. Ganz ähnlich ist es ja bei den heute nicht mehr üblichen Videotheken. Ein Download ist da schon bequemer.

Mein Fazit:

Wenn ich also vielleicht ein Drittel der Shop-Kosten (6 bis 7 Euro /h) für gelegentliche Freundschafts-Dienste verlangen würde, dann wäre es für mich und dem entfernten Bekannten eventuell bereits ein guter Kompromiss. :cool: Aber für mich sind bei näherer Betrachtung selbst 35 Euro für ein fünf Stunden-Objekt irgendwie zu viel des Guten.

Viele Grüße

Markus

 

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Mehrere Euro PRO STUNDE??? Welcher Depp kommt denn auf so einen Preis?

Damit kannst du dir einen ganzen Maschinenpark finanzieren... Bei einem 3D Drucker, der mehrere Stunden an einem Teil arbeitet, was mit einer CNC in 20 Minuten gemacht wäre, kann man so einfach nicht rechnen.

Eine CNC kostet 10-50 Euro die Stunde - die arbeitet allerdings sehr viel schneller als ein 3D Drucker und kostet ein Stück mehr als dieser.

Könnte die Platzmiete sein - wenn man sich ein Lokal mietet und einen 3D Drucker hineinstellt, dann macht das am Ende wohl den Grossteil der Maschinenstunde aus...

 

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Hi Jonny

 

 

...Die meißten Shops nehmen ca 20€/Std fürs drucken im fdm Verfahren inkl pla. Selbstverständlich haben die noch andere kosten zu decken allerdings fällt hier der Unterschied von 0,26€ zu 20€ pro Stunde auf...

 

:idea: Das habe ich jetzt mal so geglaubt und nicht weiter in Frage gestellt. Denn bisher habe ich noch keinen derartigen 3D-Druck-Shop aufgesucht. Nur vor dem UM2-Kauf habe ich damals iGo3D besucht, hauptsächlich um mir erste Eindrücke vom UM2 zu verschaffen.

 

Das Rechenbeispiel war nur eine auf dieser Aussage basierende Träumerei, keinesfalls mehr. :lol: Obgleich es schon irgendwie verlockend klingt. :p

Markus

 

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Denn hätte ich jede bisherige Betriebsstunde meines UM2,s als Kundenauftrag berechnet, ergäbe es zirka 1800*20 = 36.000 Euro. :shock:

Oh, und einen kleinen Laden mit vielleicht 800 bis 1000 Euro Pacht / Monat will ich mir gleich auch noch gönnen.

6.000 Euro.

Das ist Welt, wie wir sie tagtäglich wohl noch viel viel schlimmer erleben:

36.000 - 12 - 700 - 360 - 750 - 18.000 - 6.000...Leider nur noch 10.178 Euro übrig für mich.

Wenn alles gut gelaufen wäre, dann hätte ich am Ende leider nur vier neue UM2´s kaufen können, was für ein Ärger aber auch :wacko:, es muss beim nächsten Mal besser klappen, fangen wir bei den Lohnkosten an... :mrgreen:

.

Mein Fazit:

Wenn ich also vielleicht ein Drittel der Shop-Kosten (6 bis 7 Euro /h) für gelegentliche Freundschafts-Dienste verlangen würde, dann wäre es für mich und dem entfernten Bekannten eventuell bereits ein guter Kompromiss. :cool: Aber für mich sind bei näherer Betrachtung selbst 35 Euro für ein fünf Stunden-Objekt irgendwie zu viel des Guten.

Viele Grüße

Markus

 

Schöne Rechnung hast du da Aufgestellt..allerdings total falsch :grin:

Bei nem Laden für 1000€ Miete bekommst du sicher keine 1800 Druckstunden zusammen, da der Laden irgendwo aufm Dorf ist...

Geh mal eher von 3000-4000 aus..aber egal selbst wenn du nach 6 Monaten noch 10000 hast, die aber noch versteuerst usw. Was bleibt da übrig? 6000€? Und das auf 6 Monate ist echt etwas wenig. Ich würde damit nicht über die Runden kommen.

Aber zum Thema zurück..will damit ja kein Shop aufmachen sondern nur meine Kosten decken. Werde jetzt meine zukünftigen "Aufträge" mit 2,50€/std + Material berechnen und dann über die zeit schauen ob ich damit hin komme..

Gruß

 

Nur als Beispiel..

http://3d-druck-shop.youin3d.com/3d-druck-kosten-3d-printing-service-berlin/

http://fablabdd.de/freies-3d-drucken/

 

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Kann mich da nur anschließen... die Peise sind echt krank...

Andererseits, wenn man das ganze auf ca. 1-2 Jahre ROI durchrechnet und ne schöne Privatentnahme dazuklakuliert ist das aus Geschäftssicht sicher notwendig.

Ich bleib da lieber bei dem guten alten Hopfenpago (aka Bier) als Zahlungsmitel :-)

 

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Total falsch?...mitnichten...übertrieben vielleicht...sehr stark übertrieben vielleicht auch. Und ganz sicher ist es fast unmöglich so viele Kundenstunden in einem noch wenig etablierten 3D-Druck-Center zusammen zu bekommen. Vermutlich nicht mal mit 3 bis fünf Maschinen in einem Shop. Naja, in unserm Flens-Dorf mit vielleicht knapp 80.000 Einwohnern da gibt es schon ein paar kleinere Ladenflächen, die so bei knapp 1000 Euro und sogar leicht darunter iegen, glaube ich zu Wissen, aber selbstverständlich eher nicht direkt im Dorf-Zentrum.

Ich sehe diese Shops als kleine Welle im Baggersee, und würde selbst niemals dort etwas in Auftrag geben wollen. Da wäre was CNC maßgeschneidertes, oder halt gelaserte Dinge, eine gänzlich andere Sache.

Aber mit einem 3D-Drucker im Haushalt kann man schon nützliche und auch schöne Dinge erzeugen, Man kann sich selbst endlich mal als Konstrukteur versuchen, und wenige Stunden später tatsächlich etwas vom Grund auf selbst produziertes in den Händen halten. Das ist irgendwie schon ein tolles Gefühl.

Verwandte sowie Freunde ins Staunen versetzen, das bereitet einem meist selbst viel Freude. Darum würde ich nicht zwingend zu hundert Prozent kostendeckend etwas für meine Mitmenschen machen wollen. Alles Andere tendiert eh in Richtung Geld verdienen mit Drucksachen, und das habe ich jedenfalls in absehbarer Zeit nicht vor.

Markus

 

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Gerade bei Freunden und Verwandten, die vielleicht nicht so technikaffin sind, ist der Aufwand ein druckbares Modell zu erzeugen höher als jegliche Betriebskosten. :wink:

Aber ähnlich wie bei anderen Technikproblemen ("Die Datei ist weg! Mach, dass die wieder da ist! Ja, ne, weiß nicht mehr genau wie die hieß, aber die war immer in diesem Ordner, bestimmt!") ist der leider schwer mit Geld zu beziffern...

 

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:-) ... und genau deshalb liebt dich deine Frau.... und mich meine... weil wir´s immer wieder schaffen dass "es wieder da ist..."

Ich geh mittlerweile soweit, dass ich sag "gib mir das kappute Teil, ich zeichne es selbst runter..." und gut ist...

 

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Ein Hallo in die Runde.

Ich setze den Ulimaker bei mir industriell ein und habe die Sätze nach HK1 kalkuliert,

so wie ich auch andere Maschinen nach den üblichen Maßstäben kalkulieren muss.

Das Kalkulationsschema im Detail kann ich nicht rausgeben, wohl aber ein paar klare Tendenzen.

Material + Materialgemeinkosten, Energie sind eher vernachlässigbar.

Variiert je nach Modell aber der Anteil liegt selten über 15%.

Die kalkulatorische Abschreibung unterliegt einer hohen Unsicherheit,

weil ich die Haltbarkeit, Wartungskosten, Auslastungsgrad noch nicht kenne.

Unter meinen "vorsichtigen" Annahmen sind es Euro 1,25/Stunde Laufzeit.

Die Arbeitskosten (variable und fixe) liegen fast immer über 50% der gesamten HK.

LG

 

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Marktfähige Preise werden sich doch immer mehr entwickeln durch Verbreitung von

leistungsfähigeren 3D Druckern (Qualität) und der Verbreitung des 3D Printing Prozesses

Weil Privat-Anwender, die sich was drucken lassen wollen immer mehr Möglichkeiten haben sich z.b neben professionellen Portalen wie Shapeways, etc. über Cloud Dienste einen Partner über das Web zu suchen - http://www.3dhubs.com/

Für die wettbewerbsfähige Kostenberechnung aus meiner Sicht nicht ganz unerheblich

Wie ist das Verhältnis und wie wird eigentlich die Preisberechnung bei dem Verhältnis

3D Drucker Einrichtung (also Personalleistung) versus unbedienter Laufzeit berechnet ?

  • 10% vs 90% oder 20% vs 80% oder 30% vs 70 %

Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sich solche Preise

wie z.B Mr Make oder anderen langfristig am Markt durchsetzen können

http://www.mrmake.de/

Beispiel+3D+Druck+Angebotspreise.png

Auch mal zumindest von der Richtung her interessant zu sehen, welchen preislichen Einfluss unterschiedliche Materialien beim 3D Druck haben

3D+Druckkosten+je+Material.png

Der Markt wird sich aus meiner Sicht in den nächsten Jahren extrem preissensitiv entwickeln

Wer da längerfristig was anbieten will muss neben top Qualität, schneller Lieferung

und einem marktfähigen Preisangebot auch Wissen von einem optimierten 3D Design-Print Prozess mitbringen

PS: Vermutlich findet man noch viel bessere Tools "Price Calculator for 3D Printing"

Aber man sieht wohin der Weg führt - http://www.3dpartprice.com/

 

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      Designing for light-weight parts is becoming more important, and I’m a firm believer in the need to produce lighter weight, less over-engineered parts for the future. This is for sustainability reasons because we need to be using less raw materials and, in things like transportation, it impacts the energy usage of the product during it’s service life.
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