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Ultimaker Community of 3D Printing Experts
oceanblue72

Probleme Kalibrierung Druckbett

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Hallo,

ich habe schon einige Male das Druckbett neu ausgerichtet und das ging immer ohne Probleme.

Doch irgendwie stelle ich mich jetzt wie der letzte Affe an:

Ich hatte es eben noch mal per Menü ausgerichtet, so wie immer.

Dann wollte ich drucken, doch das Filament sammelte sich um den Druckkopf.

Anhand der Kleberschicht auf dem Druckbett sieht es so aus, als seit der Druckkopf zu nah eingestellt (man sieht die Schmierbewegungen).

Jetzt bin ich schon zigmal die Schritte durchgegangen:

Ausrichtung hinten per Drehknopf 1mm

Ausrichtung vorne links per Schraube 1mm

Ausrichtung vorne rechts per Schraube 1mm

Ausrichtung hinten per Schraube Papierdicke

Ausrichtung vorne links per Schraube Papierdicke

Ausrichtung vorne rechts per Schraube Papierdicke

Es will nicht klappen und ich bekomm gleich die Motten.

Für den 1mm habe ich so gar eine Schiebelehre genommen.

Kann mir jemand da einen Tipp geben?

Soll ich beim Kalibrieren die Abstände gefühlt eher etwas weiter fassen oder enger?

Grüße

Marcus

 

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...

Ich hatte es eben noch mal per Menü ausgerichtet, so wie immer.

Dann wollte ich drucken, doch das Filament sammelte sich um den Druckkopf.

Anhand der Kleberschicht auf dem Druckbett sieht es so aus, als seit der Druckkopf zu nah eingestellt (man sieht die Schmierbewegungen).

...

 

Wenn die Motten noch nicht da sind... ein Vorschlag: wasche die Glasplatte mal gründlich ab und versuch es erstmal ohne den Kleber - verschmiert es dann immer noch?

 

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Der erste Durchlauf dient eher einem Sicherheitsabstand und sollte nahe 1mm, muss aber nicht exakt, sein.

Beim zweiten Durchlauf, also unmittelbar danach, mit bestenfalls Kopierpapier ~90 Gramm pro Quadratmeter, genügt es bei einer vor-eingestellten First-Layer-Thickness von regulär 0.3mm, wenn sich das Papier mit geringstem Widerstand und EINLAGIG hin- und her-bewegen lässt.

Hast Du es so gemacht?

Das sind meine Standard-Settings für 0.1mm Layer:

Ich verwende 0.2mm für die erste Lage, und alles gänzlich ohne Kleber für gewöhnliches PLA - Erste Lage immer 220 / 75 Grad, bei 20 bis 25mm/s - Alle folgenden Lagen gewöhnlich 215 / 68 Grad, bei 35 bis 70mm/s. - Lüfter erreichen ab 3mm Objekthöhe 100 Prozent - Für eine Reduzierung der Fadenbildung reduziere ich meist die Drucktemperatur deutlich, oder erhöhe die Druckgeschwindigkeit - Die Resegeschwindigkeit des Druck-Kopfs bei Leerfahrten liegt bei 150mm/s - Vor Leerfahrt und Retract lasse ich die Plattform um 0.1mm absenken.

Markus

 

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Ok, dann reinige ich erstmal gründlich die Glasplatte.

Für den zweiten Durchgang Ausrichten habe ich 80g Papier, first layer ist auf 0,3.

Soll der Widerstand so sein, dass ich das Reiben des Papiers förmlich spüre oder eher so gut wie garnicht?

Und soll ich dann auch mal 0,2mm first layer testen?

Grüße

Marcus

 

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Behalte vorerst die Voreinstellungen auf jeden Fall bei, Experimentieren kann man später immer noch. Alles fällt und steht mit der wachsenden Routine :smile:

Die 80 Gramm pro Quadratmeter sind auch OK. Mit zwei Fingern und leichtem Druck das Papier halten und zwischen Düse und Glasoberfläche bewegen, dabei sollte ein sehr geringer aber spürbarer Widerstand völlig ausreichen.

Denke auch immer daran, dass kleinste Filament-Reste an der Düsenöffnung deinen Bettausrichtungs-Vorgang zur Tortur werden lassen können.

Tipp:

Ich nutze "Move material" und fördere etwas Material aus der Düse heraus. Dann beobachte ich den Abkühlvorgang im Menüpunkt "Heatup nozzle" bis hinunter zu ~120 Grad. Dann ziehe ich das Filament von der Düsenöffnung und beginne mit der Bettjustierung. Diese Vorgehensweise klappt meist ganz gut und während der Druckkopf weiter abkühlt, zieht sich auch das Filament noch etwas weiter zurück, so hat man eine recht saubere Düsenspitze.

Bei stehender und aufgeheizter Düse (...so bereits ab 160 Grad), kann man auch eben schnell mal mit einem Tempo eventuelle Verunreinigungen rundherum abwischen.

Markus

 

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Hi,

ich habe festgestellt, dass man meiner Meinung nach, die besten Ergebnisse beim leveln des Bettes bekommt wenn man die nozzle per Augenmaß auf den gewünschten Abstand stellt.

Der Tisch ist so wackelig im vorderen Bereich dass schon das Blatt Papier zwischen nozzle und Glasplatte reicht um die Tisch leicht wegzudrücken.

Stell ca. 1mm an den drei Punkten ein. Bei dem nächsten Schritt guckst du über die Glasplatte und stellst es so ein dass du einen leichten Spalt zur nozzle siehst. Mach das an allen 3 Punkten. Nach 1-2 Versuchen weißt du welchen Abstand du per Augenmaß brauchst. Liegt das Material als "Wurst" da ist der Abstand zu groß und wird das Material so platt gedrückt dass es schon durchsichtig aussieht ist der Abstand zu gering.

Als Haftmittel verwende ich bei 90% meiner Drucke nur Haarspray.

Viel Erfolg, Gruß Dirk

 

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@dirkdirk:

Genauso hatte ich auch immer gemacht. Also genau mit Gefühl und Augenmaß, aber keine Wissenschaft drauß gemacht.

Ok, ich stand jetzt vor der Wahl das Teil aus dem Fenster in den Schnee zu befördern (würde ich natürlich nie machen) oder mal ein anderes Objekt zu drucken.

Also denn Robot ausgedruck und siehe da - druckt wie eine eins. Ich versteh die Welt nicht mehr.

Dann liegt es wohl an dem Objekt, was ich ausdrucken wollte und hätte wahrscheinlich noch bis zum Sommer kalibrieren können. Kein Ahnung, was da falsch gelaufen ist.

Sorry für den Wind, denn ich gemacht habe :roll:

Grüße

Marcus

 

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....

Dann liegt es wohl an dem Objekt, was ich ausdrucken wollte und hätte wahrscheinlich noch bis zum Sommer kalibrieren können. Kein Ahnung, was da falsch gelaufen ist.

....

 

Wäre es möglich das Modell mal zu sehen, bzw die Datei mal zu uploaden? Mich interessiert immer an was so Probleme gelegen haben können.

Gruß dirk

 

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Genau, das wollte ich auch gerade erfragen :smile:

Und wie schaut es mit dem Haarspray eigentlich aus?

Bekommt man die Objekte dann auch wieder gut von der Plattform?

Den gesundheitlichen Aspekt mal völlig außer Acht gelassen, benötige ich dann Aceton zur Reinigung der Glasoberfläche?

Und zu guter Letzt, wie sehen die Oberflächen der Objekte am Ende aus?

Markus

 

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das war das hier, Version V2 (die andere Version war einwandfrei zu drucken):

https://www.youmagine.com/designs/ultimaker-2-extruder-fan-mod#!design-information

Grüße

Marcus

 

Das Teil liegt nicht auf. Somit wird der erste layer nicht auf der Glasplatte gedruckt :???:

Eigentlich ganz gut in cura zu erkennen> mit Lay flat leicht zu beheben.

 

Genau, das wollte ich auch gerade erfragen :smile:

Und wie schaut es mit dem Haarspray eigentlich aus?

Bekommt man die Objekte dann auch wieder von der Plattform?

Den gesundheitlichen Aspekt mal völlig außer Acht gelassen, benötige ich dann Aceton zur Reinigung der Glasoberfläche?

Und zu guter Letzt, wie sehen die Oberflächen der Objekte am Ende aus?

Markus

 

Die Teile lassen sich wenn die Platte kalt(!) ist einfach ohne Kraftaufwand von der Platte nehmen.

Aceton? Wäscht man sich damit auch die Harre um das Haarspray wieder rauszubekommen? :mrgreen: nene, einfach warmes Wasser und evtl. nen Tropfen Seife.

Also in der Unterseite meiner Modell kann ich mich fast schon spiegeln..

IMG 2046

Gruß Dirk

 

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Ich hatte das Teil aber um 90° gedreht und mit Support und Brim gedruckt.

Vielleicht lag es daran, dass ich bei de Opjekte in Cura geladen hatte?

Bei der V2 Version machte er nämlich Probleme (nachdem Version 1 fertig war), dann hatte ich die V1 gelöscht und ihn die V2 drucken lassen. Und ab da gings dann los.

Grüße

Marcus

 

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Danke Dirk für die kleine Nachhilfe :smile: Dumm gelaufen mit der Atze-Frage, die hätte ich mir mit etwas mehr Überlegung auch selbst beantworten können :ph34r: Aber zu meiner Verteidigung möchte ich anmerken, daß meine Frau :wub: kein echtes Haarspray verwendet, sondern irgend so´n alternatives Zeug´s :blink:

Eine letzte Frage muss ich aber irgendwie noch loswerden...Wenn Du nicht etwa jedes Mal die Glasplatte herausnimmst zum Besprühen, wie machst du es denn dann? Ich vermute das zerstäubtes Haarspray sich wohl nicht so toll auf der Mechanik machen wird.

...Ich bin denn ma W.E.C.H... :ph34r:

 

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Ich besprühe die Platte nicht jedes mal neu. Ich ordne die Modelle so an dass immer auf einer anderen Stelle gedruckt wird bis ich einmal die (nahezu) gesamte Platte bedruckt habe.

Wenn ich die Glasplatte im Bad unter fließendem Wasser gereinigt und dann abgetrocknet habe sprühe ich sie anschließend direkt wieder mit einer neuen Schicht Haarspray ein..

Man merkt auch wie das getrocknete Haarspray der Glasplatte eine richtig raue Oberfläche verpasst. Nur ganz selten verwende ich zusätzlich einen Klebestift. Meistens dann wenn ich viele kleine Teile im ersten Layer habe..aber dann sind die Teile wirklich nur noch mit einem scharfen Messer von der Platte zu bekommen :sad:

 

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Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir die Glasplatte mit Laboralkohol reinigen. Die Haftung der Materialien ist genial. Das anschließende Entfernen der Druckteile gelingt spielend einfach.

Haarspray sollte wirklich nur außerhalb des Drucker aufgetragen werden, sonst setzt sich ziemlich zeitnah die Drehspindelachse (Z-Achse) fest. Aber das macht ja keiner, so einfach in den Druckraum Sprühen, oder? ;-)

LG

Der Peter

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Hallo,

nach weiteren Drucken zwischenzeitlich habe ich nun die beste Erfahrung damit gemacht das Druckbett so auszurichten, dass Papier deutlich drunter schleift / reibt, ich also einen deutlichen Widerstand spüre, bzw. auf Sicht ein wirklich nur minimaler Spalt zwischen Druckplatte und (gereinigter) Düse zu sehen ist.

Andernfalls haften die Bahnen oft nicht, gerade die erste Bahn Brim.

Ich werde mal weiter testen, aber bisher scheint das für mich die beste Lösung zu sein.

Grüße

Marcus

 

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Da ich meistens mit brim drucke wegen der besseren Haftung stelle ich den Abstand während des ersten und zweiten Umlaufs ein, das ist völlig problemlos und anhand der Spur kann man einen perfekten Abstand einstellen. Man sieht außerdem sofort ab wann es haftet.

Gereinigt wird mit Alkohol. PLA ohne Alles, ABS und PC mit ABS Zement

 

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Das sind meine Standard-Settings für 0.1mm Layer: Ich verwende 0.2mm für die erste Lage, und alles gänzlich ohne Kleber für gewöhnliches PLA - Erste Lage immer 220 / 75 Grad, bei 20 bis 25mm/s - Alle folgenden Lagen gewöhnlich 215 / 68 Grad, bei 35 bis 70mm/s. - Lüfter erreichen ab 3mm Objekthöhe 100 Prozent - Für eine Reduzierung der Fadenbildung reduziere ich meist die Drucktemperatur deutlich, oder erhöhe die Druckgeschwindigkeit - Die Resegeschwindigkeit des Druck-Kopfs bei Leerfahrten liegt bei 150mm/s - Vor Leerfahrt und Retract lasse ich die Plattform um 0.1mm absenken.

Markus

 

Hi Markus,

dein Post ist schon etwas älter, aber vlt. liest du ja hier noch mit.

Mich würde sehr interessieren, wie du für die unterschiedlichen Lagen verschiedene Temperaturen einstellst? In Cura finde ich keine Settings, um entsprechenden gcode zu produzieren. Oder stoppst du den Druck nach der ersten Lage und regulierst die Temperaturen für Noozle und Druckbett von Hand runter?

VG Axel

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... mit dem Plugin Tweak at Z geht's ganz einfach ;)

Wenn Du Temperatur öfter wechseln willst, einfach das Plugin öfter aktivieren.

 

Hi Chris,

vielen Dank für die Info! Da wäre ich von alleine nicht drauf gekommen. ;-) Und auch der tip zum mehrmaligen aktivieren des Plugins war sehr hilfreich. Exzellent!

Viele Grüße

Axel

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Hi Gerd,

aber die Werte für die erste Schicht kannst Du doch direkt am UM einstellen. Und ab der zweiten Schicht kannst Du dann mit dem Plugin arbeiten.

 

Hallo Chris,

Manche wollen doch den ersten Layer etwas Wärmer drucken (so wie ich eine Zeit lang mit einer Dauerdruckplatte) und das ist leider mit diesen Plugin nicht möglich.

Edit: Hallt :)

Habe verstanden was du geschrieben hast, gar nicht Blöd:)

Gruß Gerd

Edited by Guest

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