Jump to content
Ultimaker Community of 3D Printing Experts
Sign in to follow this  
leipziger

Achsen fetten?

Recommended Posts

Hallo an Alle!

Mein Ultimaker läuft seit gestern abend und hat schon die ganze Nacht gedruckt.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Außer der Justage des Betts habe ich nichts gemacht, an keinem Parameter gespielt. Filament rein, SD-Karte rein und los ging es.

Nun aber meine Frage: Muss ich die X- / Y- / Z- Achsen fetten?

In der "Anleitung" habe ich gelesen, dass nur die Z-Spindel gefettet werden soll.

Habe ich etwas überlesen oder falsch gedeutet?

Wie macht Ihr das?

Viele Grüße

Karsten

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ein klein wenig Maschinenoel auf den x-y-8mm-Achsen kann nicht schaden. Keinesfalls sollten sie komplett entfettet betrieben werden, da es sich nicht um rostfreien Stahl handelt. Ab und zu etwas nachoelen, wenn es trocken aussieht. Bei Auslieferung sind sie aber schon ganz leicht eingefettet; also keine Panik... :wink:

Die schmalen x-y-Achsen durch den Druckkopf brauchen meiner Meinung nach keine Schmierung, da sie durch Linearkugellager laufen.

Bei der z-Achse ist eine gründliche Reinigung von Zeit zu Zeit angesagt. Dort gibt es Abrieb, der beseitigt werden sollte. Dringende Hinweise darauf sind, wenn die Achse plötzlich unregelmässige Abstände macht. Ich habe bis jetzt gute Erfahrung mit Fahrrad-Ketten-Entfetter zur Reinigung und anschliessender Schmierung mit WD40 gemacht.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Leipziger, eine kleine Ergänzug: Das Fett gehört nur auf die Z-Spindel, auf keinen Fall auf die X-Y-Achsen! Dort, wie Dimensioneer schreibt, etwas Öl drauf: WD40, Nähmaschinenöl, oder irgend etwas vergleichbares.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Edit: Annahme!

In den kleinen schwarzen Kästchen sind Sinterlager, diese haben Notlaufeigenschaften.

Im Vergleich zu Linearlagern unterliegen sie aber einem höheren Verschleiß. Nach 40-60 Betriebsstunden jeweils pro Welle ein Tröpfchen Öl sollte ausreichen.

Annahme Ende

Bezüglich WD40 bin ich etwas verunsichert, da es ein paar ablehnende Meinungen gibt. WD40 ist eventuell nicht Harz-/ Säure-//-Frei. Ich nutze Nähmaschinen-Öl oder Waffen-Öl (Ballistol).

Das vermutlich jedem Ultimaker2 beiliegende Fett ist exklusiv für die Spindel der Bauplattform. Es reicht wohl für knapp zehn Anwendungen, grob geschätzt für 5 Jahre. Denn regulär 1 mal rauf und runter pro Druckobjekt ist nicht gerade eine sonderlich große Belastung für die Mechanik. Eine Reinigung der Spindel war bisher auch noch nicht erforderlich, aber das ist sicher stark von der Umgebung abhängig.

Markus

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

WD40 ist Harz- und Säurefrei. Ich benutze WD40 vor allem, wenn schon Verharzungen da sind weil es selibge unterkriecht. Für den Einsatz im Ultimaker würde ich dennoch eher auf Ballistöl oder Nähmaschinenöl zurückgreifen. Lässt sich auch besser dosieren...

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Interessant warum manche über WD40 anders denken. Eventuell war WD40 vor ein paar Jahren in der Zusammensetzung anders.

Mich würde auch interessieren nach wie vielen Betriebsstunden die Sinterlager ersetzt werden sollten, bzw. was man allgemein von der Ultimaker-Lösung für die X/Y-Achsen halten kann?

Share this post


Link to post
Share on other sites

Mein Vater ist Maschinenschlosser - vermutlich habe ich deswegen seit über 30 Jahren mit WD40 zu tun :) gab es schon in meiner ersten Spielzeugkiste...

Probleme mit WD40 kommen nach meiner Erfahrung fast immer durch Verunreinigungen der "Ziele" zustande. WD40 war schon immer säurefrei. Guck mal die Punkte 3 und 7 hier an: http://www.wd40.de/faq/

Sinterlager müssen normalerweise nicht ersetzt werden - ernsthafter Verschleiss tritt da eigentlich nur auf wenn über einen langen Zeitraum zu wenig Schmierung vorliegt, aber das sollte sich ja recht einfach vermeiden lassen. Die meisten Sinterlager im Privatgebrauch gelten als Wartungsfrei. Ich bin mir nicht sicher warum Du oben geschrieben hast dass Sinterlager einen höheren Verschleiss als Linearlager haben. Eigentlich ist es genau anders rum - weil sie anders als normale Gleitlager nicht ständig unter Fett gehalten werden müssen tritt bei Sinternlagern ein Verschleiß normalerweise seltener auf.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo telophar

Ich arbeite im konventionellen Maschinenbau als Lackierer. Dort haben wir verschiedenste Abteilungen von der Konstruktion bis hin zum Vertrieb. Ich habe aufgrund fehlender Kenntnis in speziellen Fachbereichen einen (...mir sehr kompetent erscheinenden) Kollegen aus unserer Elektro-Abteilung gefragt, der sich in seiner Freizeit halt auch intensiv mit dem 3D-Druck befasst. Seine Aussagen habe ich aus oben beschriebenem Grund erst einmal nicht angezweifelt. Auch habe ich zur gleichen Thematik andere Kollegen befragt und mir bereits sehr unterschiedliche Meinungen angehört.

 

Ein 3D-Drucker ist aktuell absolut nicht haushaltsüblich und im privaten Bereich doch noch sehr selten anzutreffen. Aufgrund der sehr hohen (möglichen) linearen Geschwindigkeiten, und wieder aufgrund der Informationen von Kollegen nahm ich halt an das Linearlager robuster als Sinterlager sind.

 

...Schaue ich mir aber die mit unterschiedlichen Lagern ausgestatteten Linearwellen an, so kann ich deutliche (eventuelle) Abnutzungs-Unterschiede (...mit bloßem Auge sichtbare Verfärbungen der Oberflächen) erkennen, trotz regelmäßiger Wartung. Diese sichtbaren Unterschiede kommen allein von der zusätzlichen Drehbewegung der Linear-Welle, ob es bereits echter Verschleiß ist, kann ich aber nicht mit Gewissheit sagen. Die mit Linearlagern ausgestatteten Wellen hingegen sehen nahezu unverändert, halt wie im Auslieferungszustand der Maschine, aus.

 

Generell versuche ich erhaltene Informationen mit passender Fachliteratur zu verifizieren, aber zu diesen beiden Punkten habe ich es schlicht versäumt.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Bei mir lag dem UM2 kein Fett bei. :(

Bei einer kurzen Suche konnte ich das (im Handbuch) vorgeschlagene Fett "Magnalube-G" in Deutschland nicht finden.

Kann ich da irgendein Schmierfett (für die Z-Achse) nehmen, oder muss das so eins mit PTFE sein?

Mit PTFE finde ich nur Kugellagerfett, oder geht das auch?

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hm, Jain Kugellagerfett hat abweichende Eigenschaften und sollte nur als Notlösung zum Fetten der Z-Achse gesehen werden, also bevor Spindel und Mutter trocken laufen. Aber auf jeden Fall sollten alternative Fette/Öle harz und säurefrei sein.

 

Die Quetschtüte PTFE-Fett, zum alleinigen Fetten der Z-Achse, ist Standard-Lieferumfang des UM2 und deshalb kannst Du im Grunde auch eine Support-Anfrage starten, damit es Dir nachgeliefert wird.

 

Aber was solls, so wie nachfolgend habe ich das verstanden:

PTFE ist die Bezeichnung für Teflon und eine Suche nach "teflonfett" liefert Dir passende Artikel. In diesem speziellen Fett sind Mikropartikel Teflon eingebunden. Da Teflon-Oberflächen einen sehr geringen Reibungswiderstand aufweisen, wird es Fetten beigemengt und bietet so etwas wie eine Notlaufeigenschaft bei ungenügender Fettung.

Silikon-Fett sollte nicht verwendet werden, obgleich es bessere Gleiteigenschaften bietet, da es nicht harz & säurefrei ist.

 

Was auf jeden Fall gehen sollte:

Für die Z-Achse: Nahezu jede Art von Waffenfett das harz & säurefrei ist.

Für X und Y: Ballistol, Nähmaschinen-Öl, bzw. Universal-Maschinenöl.

Markus

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hat in dem Zusammenhang schonmal jemand Caramba benutzt? Auf der Sprühdose steht "farblos, säurefrei, silikonfrei, verharzt nicht, enthält keine Feststoffe", das dürfte sich ja somit für den Einsatz qualifiziert haben.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hat in dem Zusammenhang schonmal jemand Caramba benutzt? Auf der Sprühdose steht "farblos, säurefrei, silikonfrei, verharzt nicht, enthält keine Feststoffe", das dürfte sich ja somit für den Einsatz qualifiziert haben.

 

... schmiert nicht.

Der ganze teure Zeugs, wie Ballistol, WD40, Caramba und was weiß ich nicht noch alles, ist zum Schmieren schlecht bis gar nicht geeignet. Ein gutes Marken Maschinenöl aus vertrauenswürdiger Quelle tuts, z.B.:

http://www.centralin.com/index.php?id=23&tx_commerce_pi1%5BshowUid%5D=82&tx_commerce_pi1%5BcatUid%5D=11&cHash=c69b77542d

Wenn man dann noch die Gleitachsen sauber hält, also am besten vor dem Ölen mit einem fusselfreien Tuch abwischt, hat man alles gegen unnötigen Verschleiß getan.

Uli

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Bei mir lag dem UM2 kein Fett bei. :(

Bei einer kurzen Suche konnte ich das (im Handbuch) vorgeschlagene Fett "Magnalube-G" in Deutschland nicht finden.

Kann ich da irgendein Schmierfett (für die Z-Achse) nehmen, oder muss das so eins mit PTFE sein?

Mit PTFE finde ich nur Kugellagerfett, oder geht das auch?

 

Magnalube-G wurde in meiner Lehrfirma (heute Besi Switzerland) für Spindeln und ähnliches verwendet. Keine Ahnung wo die das her hatten.

Man kriegt's auf Amazon, keine Ahnung ob die auch nach Deutschland liefern...

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Magnalube-G wurde in meiner Lehrfirma (heute Besi Switzerland) für Spindeln und ähnliches verwendet. Keine Ahnung wo die das her hatten.

Man kriegt's auf Amazon, keine Ahnung ob die auch nach Deutschland liefern...

 

Auf Nachfrage bei Ultimaker wurde mir so eine kleine Tube mittlerweile zugeschickt.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

@cube,

Erfahrungen, wo man Cetralin im Einzelhandel herbekommt? Sprich: kurz mal nach der Arbeit vorbeifahren, statt auf ein Amazon-Päckchen warten müssen? Werde dem Mittel mal eine Chance geben

 

Man sieht es zuweilen in Drogeriemärkten. Falls Du aber nicht gerne Drogeriemärkte abklapperst, obwohl man da sicher eine schicke Shopping Tour mit Freundin draus machen kann :wink: , würde ich es der Einfachheit halber doch lieber bestellen.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hi @All ;)

Habt Ihr Daheim vielleicht einen Bart-Schneider, einen Elektrorasierer, oder ähnliches?

Wenn ja, dann müsst Ihr nicht einmal das Haus verlassen, oder bei Amazon bestellen. Denn häufig liegt diesen haushaltsüblichen Geräten ein kleines Behältnis mit Universal-Öl bei, das reicht für sehr viele Anwendungen. Alle 30 bis 45 Betriebs-Stunden ein Tröpfchen pro Linearwelle und gut is.

Allerdings ist die Häufigkeit der Anwendung von Schmierstoffen regulär stark von den Nutzungsgewohnheiten, sowie den Klimaverhältnissen des Maschinen-Standorts abhängig, denke ich.

:idea: Wie bereits angemerkt wurde: Vor dem erneuten Ölen die Vor-Reinigung nicht vergessen, dies ist bald noch wichtiger als sich auf teure Spezial-Schmierstoffe zu fixieren, denke ich, glaube ich, meine ich...

Auch für die Z-Achse sind im Grunde keine Spezial-Fette erforderlich, es darf halt wegen der Schwerkraft nicht zu flüssig sein, dass gäbe sonst ne kleine Sauerei auf dem Geräteboden. Es genügt jährliches Nachfetten, oder eher noch seltener. Ob eine Vorreinigung erforderlich ist, hängt ebenfalls sehr stark ab von den Nutzungsgewohnheiten, dem Standort der Maschine, und den dort herrschenden Klimabedingungen.

Ballistol habe ich mir gegönnt, weil es sich gut bis sehr gut zur Vorreinigung für Allerlei eignet und zudem für mein Empfinden auch noch gut riecht. Die damaligen 3.49€ waren mir da nicht zu viel, weil es halt gut riecht und ewig reicht. Hatte ich bereits erwähnt, dass Ballistol angenehm duftet? :mrgreen: WD40 ist da eher teures Stinkezeugs...

Schnüffel, Schnüffel...

Markus

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Die Wellen, die durch Deinen Kopf gehen kannst Du nicht ölen, glaube ich. :mrgreen: Sorry, diese Welle ging mir spontan durch den Kopf, ist absolut nicht böse gemeint. ;)

Aber ja, alle Wellen, auch die Wellen des Druck-Kopfes...Wieso auch nicht, da ist ja ebenfalls viel Bewegung drin.

Markus

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
Sign in to follow this  

  • Our picks

    • Print Core CC | Red for Ruby
      Q: For some users, abrasive materials may be a new subject matter. Can you explain what it is that makes a material abrasive when you are not sure which print core to use?
      A: Materials which are hard in a solid piece (like metals, ceramics and carbon fibers) will generally also wear down the nozzle. In general one should assume...
      • 1 reply
    • "Back To The Future" using Generative Design & Investment Casting
      Designing for light-weight parts is becoming more important, and I’m a firm believer in the need to produce lighter weight, less over-engineered parts for the future. This is for sustainability reasons because we need to be using less raw materials and, in things like transportation, it impacts the energy usage of the product during it’s service life.
        • Like
      • 12 replies
×

Important Information

Welcome to the Ultimaker Community of 3D printing experts. Visit the following links to read more about our Terms of Use or our Privacy Policy. Thank you!